Herzlich Willkommen auf unserer Website

Erstellt von webmaster am Montag 29. Dezember 2008

Die Ziele der Bruderschaft

  • Vermehrung des Wissens um den Wein
  • Pflege und Förderung der Weinkultur
  • Eintreten für die Ehrlichkeit und Sauberkeit des Weins
  • Mittler zwischen Produzent und Konsument
  • Einsatz für den deutschen Wein in den angrenzenden Ländern
  • Pflege der freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Weinbruderschaften

Schnupperangebot für Weinfreunde

Sollten Sie mehr über uns wissen wollen, dann haben Sie die Möglichkeit, bei einer unserer nächsten Veranstaltungen einen der “3 Schnupperplätze für Nichtmitglieder” (Unkostenbeitrag: 20 Euro) zu belegen. Unser Angebot richtet sich an alle Damen und Herren > 18 Jahre. Anmeldungen bitte über unser Kontaktformular auf der Seite “Kontakt“. Bitte nennen Sie uns Ihren Namen, wie wir Sie erreichen können und die Veranstaltung (ausgenommen Sonderveranstaltungen) an der Sie teilnehmen wollen. Wir freuen uns auf Sie.

Unsere Website

Unsere neue Website ist intuitiver und interaktiver. Sie können sich zukünftig wieder in unser Gästebuch eintragen und darüberhinaus jeden Probenbericht kommentieren.  Hierfür finden Sie unter jedem Artikel ein Formular.

Auf der rechten Seite finden Sie unseren Terminkalender mit allen anstehenden Veranstaltungen der Weinbruderschaft. Klicken Sie auf einen Termin, erhalten Sie mehr Informationen. Über die linken Seite finden Sie Zugriff auf alle aktuellen und älteren Probenberichte, aktuelle Kommentierungen sowie eine Suchfunktion.

Daneben erfahren Sie auf den unterschiedlichen Seiten mehr über uns, die Aktivitäten der letzten Jahre und das Thema Wein im Internet. Natürlich steht der Mitgliederbereich nur den Mitgliedern unseres Freundeskreis zur Verfügung.

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11. April 2013 Technikprobe „Hefe ist nicht gleich Hefe“

Erstellt von Dieter am Samstag 27. April 2013

Gastmoderator: Achim Rosch, Projektleiter am Steillagenzentrum des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Mosel (DLR Mosel)

Weil die Technik-Probe, wie wir sie nennen, nie so ganz in unser normales Jahresprogramm passt, das wir schwerpunktmäßig mit Weinen aus bestimmten Anbaugebieten oder Weinen von bestimmten Rebsorten abdecken, wird  gerade deshalb diese Probe immer mit viel Spannung erwartet.

Die Verkostung von „normalen” Weinen aus dem Sortiment eines oder mehrerer Winzer steht dann bei diesen Technikproben nicht so im Vordergrund wie sonst üblich. Diesmal ging es um den Herstellungsprozess des Weines selbst. Von den vielen „Stellschrauben”, an denen man die Weinqualität und den Weinstil beeinflussen kann, hatten wir uns den Gärprozess ausgesucht und in Herrn Achim Rosch hierfür den richtigen Mann gefunden, der uns hierüber mit vielen Informationen versorgen sollte. Schließlich kommt er aus dem sog. Steillagenzentrum des DLR Mosel, in dem die weinbaulichen Kompetenzen für dieses gesamte Anbaugebiet -zzgl. Ahr- an einer Stelle zusammengefasst sind. Nun gut, man unterstützt auch schon mal Winzer oder Verbände jenseits der Grenzen des eigenen Anbaugebietes. Schließlich geht es um ein weites Aufgabengebiet: von der schulischen Ausbildung zum Winzerberuf über die weinbauliche und kellertechnische Beratung von Winzern bis hin zu spezifischen Forschungsprojekten zum Steillagenweinbau im Ganzen. Nicht zu vergessen die touristische Vermarktung des Steillagenweinbaus, eine Idee, die vielen bodenständigen Winzern dieser Region sicher noch schmackhaft gemacht werden muß.

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass mit der Eröffnung dieses Steillagenzentrums (03.12.2010) gleichzeitig auch die Gründung eines neuen „Staatsweingutes Mosel” als Lehr- und Versuchsweingut mit derzeit 8 ha Rebfläche einherging. Und so war es umso interessanter für uns, dass Herr Rosch uns bei aller Theorie über Saccharomyceten und Nicht-Saccharomyceten, über Essigsäureethylester und Böckserverbindungen schließlich auch noch durch die Verkostung von 8 Weinen aus seinem „Hexenkeller” eindringlich demonstrieren konnte, wie unterschiedliche Hefen bei gezieltem Einsatz für den Gärprozess am Ende sehr unterschiedliche Weine aus ein und demselben Most hervorbringen.

Sicherlich konnten wir bisher schon mit Begriffen wie „Spontangärung” und „Vergärung mit Reinzuchthefen” etwas anfangen. Diese beiden Verfahren, die bei Winzern immer mal wieder zu einer Art Religion hochstilisiert werden, waren uns schon geläufig. Aber wer bisher davon ausgegangen war, dass es sich dabei um die unvereinbaren Antipoden zweier Verfahrenstechniken handelt, der wurde jetzt eines Besseren belehrt und uns wurden eben nicht nur Schwarz und Weiß vor Augen ( und Ohren ) geführt sondern auch eine Menge Grau in vielen Schattierungen.

Nicht unerwähnt lassen möchten wir in diesem Zusammenhang die beiden Zugabeweine des Saatsweingutes im feinherben und milden Geschmacksbereich, mit denen wir unsere Geschmackspapillen anschließend wieder justieren konnten.

Vorab während des theoretischen Teils des Vortrags hatten wir uns noch 4 Moselweine gegönnt, mit denen wir unsere Aufnahmefähigkeit bezüglich der mikrobiologischen und verfahrenstechnischen Informationen steigern wollten, was wohl auch im Großen und Ganzen gut gelungen ist….hoffentlich !?  Aber wie schon oben erwähnt: diese Weine standen nicht im Mittelpunkt unseres Interesses. Sie waren Programmbeigabe.

Der Chronist bittet an dieser Stelle um Nachsicht, wenn er erst gar nicht versucht, den komplexen Vortrag von Herrn Rosch und die Ansprache der 8 Versuchsweine an dieser Stelle noch einmal zusammen zu fassen. Es wäre ein untauglicher Versuch durch einen Laien.

Da kommt es wie gerufen, dass das Steillagenzentrum im Rahmen seiner allgemein zugänglichen Veröffentlichungen u.a. diesen Vortrag von Herrn Rosch in der letzten Ausgabe des Steillagenreports (Nr.:05/2012 / Stand 21.03.2013) mit aufgenommen hat und so die Möglichkeit für jeden Interessierten besteht, dieses Thema noch einmal nachzulesen und zu vertiefen.

Alle Informationen Zum Steillagenzentrum selbst und zum Projekt von Herrn Rosch über den Einsatz von Hefen für das Gärverfahren findet man auf der Website des DLR Mosel unter der Webadresse  www.dlr-mosel.rlp.de/ , wo auch auf der zweiten Seite unter „Aktuelles” der Steillagenreport 05/12 als Download geöffnet werden kann. Dort ist dann auch der Projektbericht von Herrn Rosch unter der Überschrift:

Eine Frage des Weinstils!

Spontangärung, Reinzuchthefegärung oder die neue

„imitierte Spontanvergärung”?

auf Seite 37 zu finden.

Der ein oder andere unter uns wird dort sicher auch noch auf andere interessante Projektberichte stoßen (z.B.: Sorbinsäure im Wein; wieviel Bentonit braucht ein Wein; neue Weg der Filtration; etc), so dass allein die Suche nach dem Beitrag von Herrn Rosch neugierig macht auf weitere Neuheiten aus der Forschungsabteilung des Steillagenzentrums.

Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Herrn Rosch für sein Kommen, insbesondere, dass er seinen Besuch trotz der engen terminlichen Verhältnisse am Steillagenzentrum wahr gemacht hat.

Möglicherweise können wir uns zu einem anderen Thema, mit dem wir dann eine weitere Technikprobe abdecken könnten, wiedersehen.

Verfasser: Wolfgang Klug

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14.03.2013 Weinprobe mit dem Weingut von Winning

Erstellt von Dieter am Samstag 27. April 2013

Der Probenbericht wird noch erstellt

Probenergebnis Weingut von Winning am 14.03.2013 (pdf)

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24.01.2013 Weinprobe Weingut Dr. Heger, Weinhaus Heger und Weingut Fischer

Erstellt von Dieter am Freitag 1. März 2013

„Das fängt ja gut an!” Während dieser Seufzer normalerweise genau das Gegenteil verheißt, so galt es für diesen Abend wortwörtlich. Vor genau drei Jahren stellte uns an dieser Stelle Joachim Heger den Silvaner aus Baden vor, überraschte und begeisterte damit. Jetzt folgte die Fortsetzung.

Ja , es fängt gut an, wenn Markus Mleineck, Kellermeister des Weinguts Dr. Heger

die Weine der Weingüter Dr. Heger, Fischer und des Weinhauses Heger vorstellt. Mit zwölf Weinen und einem Überraschungssekts beginnt unser Weinjahr 2013.

Die Probe begann außerplanmäßig mit einem Sekt aus dem Hause Heger: Credo, ein Blanc de Blanc, bei Helmut Solter in Rüdesheim versektet. Burgundergrundweine und 19 Monate Hefelager ergeben einen eleganten, feinperligen Sekt, der gut gefällt. Danke, Anette!

Die offizielle Probe fängt dort an, wo Joachim Hegers letzte Probe aufhörte, beim Silvaner.
Wein Nr. 1 ist eine „2011er Ihringer Winklerberg Silvaner*** Spätlese trocken” vom Weingut Dr. Heger.
Der Wein wurde im Edelstahl vergoren und reifte 4-6 Wochen im großen Eichenholzfass nach.
In der Nase präsentiert sich der Wein sehr duftig mit floralen Noten. Ein Wein mit einer schönen Struktur, feiner Säure und dem Potential eines Großen Gewächses.

Als Wein Nr. 2 folgt ein „2011er Fischer Weißburgunder & Chardonnay” trocken.
Ein harmonischer Wein mit einer gewissen Dichte und einer schöner Säure aber auch einem kurzen Abgang. Das Cuvee  wirkt frisch und verführerisch leicht. Ein schöner Wein, nicht zum Diskutieren sondern zum Genießen an warmen Tagen.

Wein Nr. 3 ist ein „2011er Fischer Sauvignon Blanc trocken” mit einer schönen Sauvignon blanc typischen Nase, kräftig, delikate Säure und Aromen von Stachelbeere und Holunder und schönem Schmelz. Der Wein machte Spaß.

Mit dem Wein Nr. 4, dem „2011er Ihringer Winklerberg Weißburgunder  Spätlese trocken
Weingut Dr. Heger” stellte sich ein weiterer großer Wein vor. Vergoren im großen Eichenfass zeigt der Wein eine klare und typische Weißburgundernase mit Anklängen von Birne, Fülle aber keine Breite und mit einem langen Abgang.

Damit konnte der „2011er Ihringer Winklerberg Grauburgunder  Spätlese trocken
Weingut Dr. Heger” nicht mithalten. Der Wein zeigt sich noch sehr verhalten und in der Nase verschlossen. Insgesamt wirkt der Wein zwar harmonisch aber nicht so spannend wie sein Vorgänger.

Das kann man von dem folgenden „2011er Fischer Sauvignon Blanc trocken Barrique” nicht sagen.
Stachelbeere und Cassis in der Nase, perfekte Säure, Vanille vom Barrique und ein wunderbarer Schmelz. Ich sage „herrlich” und bekenne mich bei diesem Wein zum Barrique. Ich will aber nicht verschweigen, dass man den Wein auch anderes bewerten kann. Kein Wein wurde an diesem Abend so kontrovers beurteilt. Barrique und Weißwein polarisiert immer wieder.

Weiter geht es mit dem „2011er Vitus Grauburgunder trocken Barriqueausbau” vom Weinhaus Heger, der zu 100 % im Barrique ausgebaut wurde, 30% in Erstbelegung, die restlichen Partien in Zweit- und Drittbelegung.
Der Wein zeigt eine kräftige goldgelbe Farbe. Im Mund füllig und cremig mit einem schönen, langen Abgang. Das Holz ist weniger dominant als beim vorherigen Sauvignon blanc.

Als letzter trockener Weißwein folgt der „2011er Achkarrer  Schloßberg Weißburgunder*** GG trocken -Barriqueausbau” vom Weingut Dr. Heger.
Bei diesem Wein passt alles. Die dichte Nase, Frucht gepaart mit Vanille, sehr rund, sehr füllig ohne jedoch schwerfällig zu sein.

Der Wechsel zu den Rotweinen wird mit dem „2010er Nimburg Bottinger Steingrube Spätburgunder Rotwein trocken - Holzfass” vom Weingut Fischer gemacht.
Es zeigt sich ein duftiger, an Veilchen erinnernder, fruchtbetonter und klarer Spätburgunder.

Mit dem „2009er Ihringer Winklerberg MIMUS Spätburgunder Rotwein trocken - Barrique” vom Weingut Dr. Heger probieren wir einen tiefgründigen Spätburgunder mit einem harmonischen Frucht- Säure-Spiel, welches von gut eingebunden Tanninen unterstützt wird. Der Wein zeigt Reife und Fülle und verabschiedet sich mit einem langen Abgang.

Übertroffen wird dieser Wein jedoch vom „2007er Ihringer Winklerberg Spätburgunder*** Rotwein GG trocken - Barrique” vom Weingut Dr. Heger.
Alles was den „Mimus” auszeichnet, findet sich hier in gesteigerter Vollendung wieder. Zwei zusätzliche Jahre auf der Flasche harmonisieren seine Aromen (Pflaume) und geben ihm Reife. Kompliment!
Eigentlich hätte damit die Probe beschlossen werden können. Dem ist aber nicht so.

Was folgt, ist eine „2011er Ihringer Winklerberg Muskateller Spätlese  mild” vom Weingut Dr. Heger.
40 Gramm Restzucker, 6,8 Säure, eine wunderbare florale Nase, filigran, fein und voller Leben, keine Spur von Behäbigkeit oder Schwere, ein tolles Gewächs und wunderbarer Abschluss der Probe.

Aber es waren nicht nur die Weine, die den Abend gelingen ließen. Mindestens den gleichen Anteil hatte Markus Mleineck. Ein jeder fühlte sich mit seinen Fragen und auch kritischen Bemerkungen von ihm in seiner sympathischen Art Ernst genommen. Es war einer dieser Wohlfühlabende, an denen einfach alles passte. Dafür können wir nur von ganzem Herzen „Danke” sagen, oder vielleicht eher: Bis zum nächsten Mal!

Verfasser: Jörg Kleimeier

Probenergebnis Weingut Dr.Heger vom 24.01.2013 (pdf)

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13.12.2012 Bordeaux - ein Querschnitt über Raum und Zeit

Erstellt von Dieter am Mittwoch 9. Januar 2013

Unsere Weinbruderschaft besteht schon seit 30 Jahren und deshalb sollte nicht nur die Jubiläumsfeier sondern auch die letzte Weinprobe des Jahres etwas Besonderes bieten. Und welches Thema dafür ? Da bot sich eigentlich nur eine Bordeaux-Verkostung mit gereifteren Weinen an!  Schon lange haben wir damit liebäugelt, nur am erwarteten Kostenrahmen ist das immer wieder gescheitert.

Bereits vor zwei Jahren hatten wir mit der Planung begonnen und den Schatzmeister dann überredet, für diese Probe tiefer in das Säckel zu greifen.

Einen kompetenten Referenten hatten wir mit  Bernd Kögler gefunden, der auch bereit war, die Veranstaltung mit gereiften Weinen aus seinem Keller zu bestücken.

Endlich kam der lang erwartete Tag und alle Weinbrüder und Weinschwestern, die sich Zeit nehmen konnten, erschienen zu dieser Jubiläumsprobe.

Zu Beginn der Verkostung starteten wir mit zwei jungen, weißen Bordeaux.

Der 2010′er Despange Rauzan aus dem Entre-deux-Mers machte den Anfang. Er war wie erwartet ein gradliniger, klarer, fruchtig-frischer Sauvignon blanc geprägter Weißwein, der durch den Semillonanteil etwas cremiger und fülliger als ein reinsortiger Sauvignon blanc schmeckte. Auch der Preis war der Qualität angemessen und bei weitem nicht so teuer, wie das von vielen Bordeaux behauptet wird.

Der zweite Weißwein, der 2009′er Clos Floridene aus Pessac Leognan, war ein Jahr älter. Durch seinen sehr viel höheren Semillon-Anteil wirkte er deutlich cremiger und weicher als der Vorgänger. 6 Monate Ausbau im Barrique, von denen ca. 25% neu waren, gaben ihm deutliche Holztöne mit. Ein Teil der Verkoster verzieh ihm das allerdings nicht - trotz der viel dichteren Struktur.

Dann ging es zu den roten Bordeaux.

Der 2007′er Pey La Tour, ein „Bordeaux Superieur” aus einem qualitativ kleineren Jahr zeigte sich als ordentlicher, typischer, aber einfacherer Bordeaux, mit einem Hauch Schokolade, aber auch mehr stumpfen, grünen Tanninen. Insgesamt ein einfacherer, etwas gefälliger gemachter Wein.

Wir wechselten auf die andere Seite der Garonne zum 2007′er Barrail de Blanc, der als  St.Emilion Grand Cru eingestuft ist. Seiner Herkunft entsprechend trat er mit dichterer Frucht und deutlich festerem, aber auch reifem Tannin auf. Der Ausbau erfolgte zu 50% im Barrique, der Neuholz-Anteil betrug etwa 33% .

Es ging zurück zur linken Seite und wir verkosteten den 2009′er Chateau Lanessan, einen Cru Bourgeois Superieur aus dem Haut Medoc . Er stammte im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern aus einem sehr guten Jahr und präsentierte sich daher mit dichterer Struktur, war aufgrund seiner Jugend aber auch noch recht kantig und eckig.

Der nächste Wein, der 2008′er Chateau La Garde aus Pessac Leognan, kam von der gleichen Seite, war aber weiter Garonne-aufwärts gewachsen. Das Jahr 2008 war insgesamt gut, aber kühler als z.B. 2009  und so zeigt sich dieser Wein noch etwas kantiger in der Frucht und härter im Tannin als sein Vorgänger. Er wurde 14 Monate in Barriques ausgebaut, von denen ca. 55% neu waren..

Nach unserem Einstieg mit den „Jungweinen” kamen wir zu den gereifteren, etwa 15 Jahre alten Weinen.

Der 1998′er Moulin Haut Laroque aus dem Fronsac  zeigte entsprechend schon zarte Reife, allerdings kam er dann doch etwas rustikal und weniger komplex daher.

Der 1998 La Croix du Gay aus der recht kleinen, sehr berühmten Appellation Pomerol war vielschichtiger, mit deutlicher Reife und recht festem Tannin. Der Ausbau fand vollständig im Barrique statt, der Neuholzanteil lag bei 80%. Dieser Wein fand deutlich mehr Freunde als sein Vorgänger, obwohl er im Ausbau viel mehr Holz gesehen hatte, nur das war inzwischen sehr gut integriert. So sollte ein guter Pomerol-Wein nach 15 Jahren Reife sein!

Wir wechselten wieder die Fluss-Seite und probierten den zwei Jahre älteren 1996′er Chateau  D’Angludet, einen sehr klassischen, Cabernet Sauvignon betonten Wein aus dem Margaux. Eine dezente Paprika-Note und noch immer etwas kantig und mit festem Tannin. Ein gereifter Bordeaux wie man ihn erwartet, der noch nicht am Ende seiner Lebenserwartung war,- was unseren beiden verkosteten Flaschen natürlich nichts mehr nützte .

Auch das Gegenstück, der 1999′er Chateau Kirwan (ebenfalls aus dem Margaux) wusste zu gefallen.  Er war etwas dichter, fülliger als sein Vorgänger und besaß mehr Holz- und Vanille-Noten sowie ein festeres, komplexeres Tannin.

Interessanterweise bevorzuge die eine Hälfte der Verkoster den Chateau D’Angludet und die andere den Chateau Kirwan. Es war eine Diskussion über die Weinqualität auf hohem Niveau.

Dann kam der wohl schönste Wein des Abends - zumindest für den Chronisten, -  der 1995′er Clos Fourtet, ein St.Emilion Premier Grand Cru, Classe B. (Zur Klassifikation der Bordeaux-Weine siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Bordeaux-Klassifizierung ) Dicht, aber auch elegant in der Frucht, mit festem, reifem Tannin und für einen Bordeaux-Wein mit sehr burgundischen, floralen Noten.

Dieser Wein hatte sich sehr gut entwickelt, trotz seiner Dichte wirkte er elegant und filigran. Das kann die lange Reife bei einem guten Bordeaux bewirken! Auch an der Preisentwicklung lässt sich die Qualitätssteigerung ablesen von 22,- €, als er auf den Markt kam, auf heute etwa 58, - €.

Dagegen konnte der 1996′er Chateau Lagrange, aus dem St.Julien bei der Finesse nicht ganz mithalten (Es blieb aber trotz allem ein hervorragender Wein !) Er präsentierte sich als typischer, noch immer etwas verschlossener, aber gradliniger, eleganter, fleischiger St.Julien mit gewohnt festem Tannin.

Auch bei diesen beiden Weinen gab es wieder zwei fast gleich große Gruppen, die jeweils den St Emilion- bzw.- den St.Julien-Wein bevorzugten.

Und war wäre eine gute Bordeaux-Probe ohne einen edelsüßen Wein zum Abschluss? Als süßes „Bonbon” gab es den 1996′er Chateau Rayne Vigneau aus dem Sauternes. In hellem Bernstein-Ton präsentierter er sich im Glas mit klarer, dichter und doch eleganter Frucht und deutlichen Kokos-und Vanilletönen. Als dieser Wein 1999 auf den Markt kam, war im Vergleich zu anderen Sauternes-Weinen schon etwas schlanker und zarter, hatte damals aber noch deutliche, sehr vorder­gründige Botrytis-, Ananas- und Marzipantöne. Die Reifezeit seitdem hat ihm sehr gut getan, denn jetzt zeigte er sich jetzt sehr elegant und harmonisch und wirkte auch nicht alkoholisch oder rustikal. Alle Einzelkomponenten waren in der Zwischenzeit zu einem harmonischen Ganzen verschmolzen.

Mit diesem Wein endete leider diese Probe. Für die Anwesenden war es eine hochinteressante Demonstration über das, was Bordeaux als Weinbaugebiet bieten kann und was ein klassischer Bordeaux nach 10 und mehr Jahren Reife an Eleganz und Feinheit aufweisen kann. Feinheiten, die die Neue Welt eigentlich nie erreicht.

Dafür möchten wir uns bei unserem Referenten herzlich bedanken - und auch dafür dass er seinen Keller dafür geräubert hat !

Verfasser: Dieter Ockelmann

Probenergebnis Bordeaux vom 13.12.2012 (pdf)

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Chronik 2012

Erstellt von Dieter am Dienstag 25. Dezember 2012

Schwerpunktthema: Rheinhessen und Spanien

12. Januar

So früh war sie noch nie - die Jahreshauptversammlung, diesmal inklusive Neuwahlen! Spektakuläre Änderungen in unserer Struktur oder Satzung waren nicht erforderlich. Alles läuft in entspannter Atmosphäre ab und wir schauen positiv auf die kommenden Veranstaltungen dieses Jahres.

09. Februar

…und dieses Programm fordert uns gleich zu Anfang viel ab: das neue EU-Weinrecht, kompetent vorgetragen und analysiert von Weinkontrolleur Martin Kühn! Nicht, dass wir nur theoretisiert hätten, nein, es gab auch Flaschen-Beispiele, wie es künftig auf den Etiketten nicht mehr aussehen soll. Und diese Vorzeigeflaschen mussten natürlich geleert werden. So hatten wir mit fortgeschrittener Verkostung das Gefühl, dass der Lernstoff gar nicht mehr so trocken war…..

08. März

Wieder eine dieser geliebten aber auch gehassten Veranstaltungen, auf denen man vorgeführt oder gelobt wird, je nach dem, ob man bei den Weinen total daneben gelegen oder sie erkannt hatte: die Blindverkostung - diesmal mit deutschen Rotweinen. Man erinnere sich an die Irreführung gleich zu Anfang mit einem Rotling vom Juliusspital. War das überhaupt ein Rotwein? Jedem sein eigenes Waterloo, jedoch Anerkennung für die Weinschwester, die als einzige einen Merlot aus der Pfalz erkannte!

19. April

Weingut Thörle, vertreten durch Herrn Johannes Thörle, eröffnete den Reigen der Rheinhessenwinzer, denen wir uns in diesem Jahr besonders widmen wollten. Ein wahrlich guter Vertreter seiner Zunft, mit dem wir einen rasanten Start für unsere Verkostungen hingelegt haben. Sehr kontrovers: der Saulheimer Silvaner „Alte Reben” 2010 im Vergleich zum 2011er, viel Diskussionsstoff, und der herausragende 2008er „Saulheimer Hölle” Spätburgunder „R” aus der Magnumflasche. Beeindruckend!

10. Mai

Ein weiterer hervorragender Vertreter der Rheinhessen-Winzer besuchte uns im Mai und zwar präsentierte uns Florian Fauth das Weingut Seehof aus Westhofen. Was für den Außenstehenden als holpriger Einstieg in diese Probe aussieht -vom Rieslingsekt brut, über den Spätburgunder „Derby”, einen grünen Silvaner bis hin zum Pinot Noir Rosé- war aber Methode, denn anschließend beeindruckte das Weingut mit seinen weißen Burgundern und den Rieslingen in einem Block und zusätzlich zum Schluss auch noch mit zwei Scheureben, grandios hiervon die TBA !! Das war feinstes Rheinhessen!

14. Juni

Es wird überhaupt nicht langweilig, im Gegenteil: nochmals ein Rheinhessen-Winzer, diesmal Jürgen Hofmann vom Sekt- und Weingut Hofmann in Appenheim, der uns zweimal zum „Fremdgehen” animierte, denn er ist auch eingebunden in die Bewirtschaftung des Familienweingutes Willems-Willems an der Saar. So konnten wir zwei vergleichbare Weine unmittelbar nebeneinander verkosten und mussten am Ende unumwunden zugeben: es haut einen um, welch tolle Weine in Rheinhessen zu finden sind. Herausragend: die Rieslinge „Hundertgulden” und „Oelberg” als hauseigene „Große Gewächse”. Nicht zu vergessen: das Stichwort „Fritz Müller”, ein prickelndes Vergnügen mit einer eigenen Geschichte!

16. Juni

Unsere Weinkulturreise führte uns selbstverständlich ins Rheinhessenland. Das Wetter war uns diesmal allerdings nicht wohl gesonnen, doch auf der Hinfahrt genossen wir gut improvisiert unser „zweites Frühstück” mit Sekt im Schutze großer „Sonnen”-Schirme des Schnell-Restaurants „Goldene Möve”. Unser Weinbruder und Schatzmeister Axel Daub hatte es gut eingefädelt, dass wir uns mit der Geschichte und einigen eindrucksvollen Resten der alten Kaiserpfalz in Ingelheim auseinandersetzen konnten. Ein fast übermotivierter Führer brachte uns eine leichte Verspätung zum Mittagessen in der Bingener Vinothek ein, was wir aber mit einem flotten Gang zum Weingut Hemmes (alte Dorfschule) wieder wettmachen konnten, so dass unsere Stimmung durch eine gute Probe und ein gutes Essen wieder ins Plus drehte..

05. Juli

Und es folgte noch ein rheinhessischer Winzer. Es besuchte uns Johannes Geil-Bierschenk vom Weingut Oekonomierat Johann Geil Erben aus Bechtheim. Auch dieses Weingut dokumentierte durch das durchgängig hohe Niveau seiner Weine (siehe unsere Weinpunktung nach Verkostung) die derzeit gute Qualität rheinhessischer Weine insgesamt. Wir glauben inzwischen: sie ist noch steigerungsfähig.

23. August

„Last but not least”: Jens Bettenheimer vom gleichnamigen Weingut in Ingelheim. Seine Qualitäten lagen sowohl in schönen Sylvanern, beeindruckenden Roten (Früh- und Spätburgundern) als auch im süßen und edelsüßen Bereich. Unsere Weinbeurteilung brachte es auf den Punkt. Weinbruder Uwe Lommertin hatte uns da einen beachtlichen Fisch an Land gezogen-

13. September

Bewegung unter den Mitgliedern verursachte in diesem Jahr zweimal Programmumstellungen. Eine davon bescherte uns eine Probe durch unseren Bruderschaftsmeister Dieter Ockelmann, der uns mit der neuen spanischen Kategorie der Pago-Weine bekannt machte. Zur Begriffserläuterung verweist der Chronist hiermit auf die von Dieter Ockelmann in dessen Probenbericht gemachten Ausführungen und den dort genannten Quellen. Fest steht: es war eine „Hammerprobe” - aber auch eine unserer teuersten Proben „ever”  Halt! Es kommt ja im Dezember noch die Bordeaux-Probe….!?

25. Oktober

Der Oktober stand wieder im Zeichen der Rheinhessenweine, allerdings diesmal präsentiert durch ihr Topsegment der Selections-Weine. Hier hatten wir die einmalige Chance, zusammen mit den Selections-Weinen, die es auch zu unserer Jubiläumsfeier geben sollte, einen fast kompletten Überblick zu bekommen. Unsere Erwartungen aufgrund der bisherigen Verkostungserfahrungen wurden nicht enttäuscht. Axel Daubs sichere Hand hatte eine feine Auswahl getroffen, immer mit dem Auge auch dafür, dass unsere Jubiläumsfeier trotz dieser Probe noch gut bestückt sein würde. Topweine -und es gibt noch viele davon- auf einer Topprobe!

17. November

30 Jahre Weinbruderschaft zu Köln e.V. !! Wert hätte dies gedacht! Ein wenig stolz dürfen wir schon sein, denn es sah ja nicht immer so rosig aus. Zur offiziellen Feier hatten wir uns ganz an unseren Veranstaltungsort verzogen und lauschten einem unterhaltsamen, informativen und gut gelaunten Bernd Kern, Geschäftsführer des Rheinhessenwein e.V., der uns Einzelheiten zur Entwicklung des Weinanbaus in Rheinhessen vermittelte, ein Vortrag, gespickt mit Anekdoten und Versen rund um den Wein. An dieser Stelle deshalb noch mal ein herzliches „Danke schön” an den Rheinhessenwein e.V. für seine Unterstützung bei der Beschaffung der Weine und des Informationsmaterials und auch an Herrn Kern für sein persönliches Engagement!

22. November

Als letzte Probe zu unserem zweiten Jahresschwerpunktthema „Spanien” schenkte unser Bruderschaftsmeister Dieter Ockelmann völlig unterschiedliche Weine aus, um uns einmal einen Überblick über die Vielfalt der autochthonen spanischen Rebsorten zu geben. Von Pardillo, Viura und Verdejo bis hin zu Tempranillo, Monastrell und Bobal war alles dabei und noch vieles mehr. Erwartungsgemäß sprudelte die Punktung erst nach der Verkostung der Rotweine. Und so ist es nicht verwunderlich, dass von den 13 verkosteten Weinen nur der Tempranillo -an siebter Stelle getrunken- und die letzten 4 Weine es über die 15-Punkte-Hürde schafften, wobei der letzte Wein -ein Granacha- sogar über die 16er-Grenze ging, allerdings bei einem Anschaffungspreis von ca. EUR 40,– pro Flasche. Ein etwas ernüchterndes Ergebnis.

13. Dezember

Bordeaux!! Auf diese Probe hatten wir uns schon gefreut, als sie noch in der Planung war, zumal wir sicher waren, in Weinbruder Bernd Kögler einen kompetenten Organisator gefunden zu haben. Diese Erwartung hat er mit Bravour übererfüllt. Junge zugekaufte Jahrgänge stellte er gereiften Weinen aus seinem eigenen Keller gegenüber. Da fragt man sich, was hat Bernd Kögler noch alles in seinem Keller gelagert?! Man möchte dort gerne mal Mäuschen spielen oder sich dort über Nacht heimlich einschließen lassen. Summa summarum: Top-Weine verbunden mit einem Top-Vortrag. Man könnte meinen, er sei im Bordelais groß geworden und zwar anstatt mit Muttermilch mit Bordeauxweinen.  Danke, Bernd, für diesen exzellenten Jahresabschluss in der WBS.

Chronist: Wolfgang Klug

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Termine 2013

Erstellt von Dieter am Sonntag 23. Dezember 2012

Stand: 30. Dezember 2012

18. - 20.01.2013 19. Weinforum Mosel, Trier
www.weinforum-trier.de
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21.01.2013 VdP Große Gewächs-Tour in Köln / Baden, Franken, Rheingau und Württemberg
www.vdp.de
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03.02.2013 VdP Große Gewächs-Tour in Köln / Pfalz-Rheinhessen-Nahe-Ahr
www.vdp.de
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21.02. - 06.03.2013 Rheingau Gourmet & Wein Festival
www.rheingau-gourmet-festival.de
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23. - 24.02.2013 KölnWein, Köln (Sa 12 -20 Uhr, So 12 - 18 Uhr)
www.koelnwein.com
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10.03.2013 Ahrwein-Präsentation Köln (Anmeldung bei schumacher@ahrwein.de)
www.ahrwein.de
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24. - 26.03.2013 ProWein, Düsseldorf
www.prowein.de
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04.04.2013 Jahrgangspräsentation VDP Franken, Nürnberg
www.vdp.de
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04.04. - 18.04.2013 Wachau Gourmetfestival
www.wachau-gourmet-festival.at
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05. - 06.04.2013 Weingenuss Krems
www.weingenusskrems.at
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07. - 10.04.2013 VinItaly, Verona
www.vinitaly.com
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13.04.2013 4. Frühburgunderforum, Kloster Marienthal
www.ahrwein.de
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14. - 15.04.2013 Wein am Dom - das Weinforum der Pfalz, Speyer
www.pfaelzer-weinmesse.de
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20.04.2013 Große Weinprobe der WeinSteigWinzer, Leutesdorf
www.leutesdorf-rhein.de
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20.04.2013 Tag der offenen Weinkeller an der Ahr
www.ahrtal.de
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20. - 21.04.2013 Baden-Württemberg Classics im Landschaftspark Duisburg
www.bwclassics.de
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27. - 28.04.2013 Mainzer Weinbörse
www.vdp.de/
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April  - Mai.2013 Rheingauer Schlemmerwochen
www.rheingau.de/veranstaltungen/feste/schlemmerwochen
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04.05.2013 Jahrgangspräsentation VDP Pfalz, Landau
www.vdp.de
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05.05.2013 Wein im Schloss, Koblenz  (11-17 Uhr, Fachbesucher ab 9 Uhr)
www.wein-im-schloss.de
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05.05.2013 Jahrgangspräsentation VDP Franken, Würzburg
www.vdp.de
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Mai.2013 Hausmesse Kölner Weinkeller (11 - 16 Uhr)
www.koelner-weinkeller.de
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12.05.2013 Kulinarisches Weinerlebnis mit Wanderung, Leutesdorf
www.leutesdorf-rhein.de
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Mai 2013 Jungweinprobe Grand Hotel Bensberg
www.jungweinprobe.de
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Mai .2013 Kölner Weinwoche auf dem Heumarkt
www.koelner-weinwoche.de
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24. - 26.05.2013 Bozner Weinkost
www.weinkost.it
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11. - 13.05.2013 Südtiroler Blauburgundertage in Neumarkt
www.blauburgunder.it
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26.05.2013 Mittelrheinische Weinmesse, Bacharach (ab 12 Uhr)
www.vdp.de
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17. - 20.05.2013 Weinmarkt der Ahr, Ahrweiler (Sa ab 14 Uhr, So,  Mo ab 11 Uhr)
www.ahrwein.de
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31.05 - 02.06.2013 Weintage der Südlichen Weinstraße, Landau
www.suedlicheweinstrasse.de
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08. - 09.06.2013 Weinpräsentation am Roten Hang, Nierstein
www.roter-hang.de
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30.06.2013 Jahrgangspräsentation der VDP Betriebe Ahr, Nahe und Rhein­-hessen, Mainz (Rheingoldhalle, 12 - 16 Uhr)
www.vdp.de
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08.07.2013 Jahrgangspräsentation VDP Baden, Baden Baden
www.vdp.de
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09. - 18.09.2013 Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden
www.rheingau-taunus-info.de
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22. -25.08.2013 WeinSommer in Aachen (Katschhof)
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August 2013 Jahrgangspräsentation Selection Rheinhessen, Mainz
(Handwerkskammer Rheinhessen; 17 - 20 Uhr)
www.rheinhessenwein.de
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September 2013 Berliner Weinwochenende und Präsentation Grosses Gewächs, Berlin
www.vdp.de
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09.09.2013 Jahrgangspräsentation Württemberg,  Stuttgart
www.vdp.de
20.09.2013 Versteigerung Großer Ring, Trier,
9 - 11  Uhr Vorverkostung, ab 13  Uhr Versteigerung
www.vdp.de
.
21.09.2013 Versteigerung VDP Rheingau, Kloster Eberbach,
9:30 - 11:30  Uhr Vorverkostung, ab 13  Uhr Versteigerung
www.vdp.de
.
22.09.2013 Versteigerung VDP Nahe - Ahr, Bad Kreuznach, Römerhalle,
9:30 Uhr Vorverkostung, 11 - 13  Uhr Versteigerung
www.vdp.de
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September 2013 Versteigerung Bernkasteler Ring,Trier
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September 2013 9.Tafelrunde Klitzekleiner Ring, Traben Trarbach,
16 - 21 Uhr
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Oktober 2013 Weinforum Rheinhessen, Mainz (Museum für Antike Schifffahrt;
Fr 15  - 21, Sa 14  - 21, So 11  - 18)
www.weinforum-rheinhessen.de
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09.11.2013 Jahrgangspräsentation Rheingau Open, Schloss Johannisberg
www.vdp.de
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November WeinDüsseldorf
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November Spätlese Renaissance, Köln
www.vdp.de
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22.11.2012 Autochtone Rebsorten Spaniens

Erstellt von Dieter am Sonntag 9. Dezember 2012

Spanien besitzt eine große Anzahl an autochtonen Rebsorten, von denen Tempranillo die bekannteste ist. Während der Reblauskatastophe sind aus dem Bordeaux Winzer mit ihren Bordeaux-typischen Reben nach Nordspanien gekommen. und Cabernet Sauvignon oder Merlot sind auch in Spanien heimisch geworden. Andererseits haben sich Rebsorten mit spanischen Wurzeln, wie Grenache oder Mourvedre, in den Mittelmeerraum ausgebreitet.
Daher war es das Ziel für diese Weinprobe eine Auswahl an spanischen autochtonen Rebsorten vorzustellen.
Die in Spanien noch am meisten vertretene weiße Rebsorte, die Airen, wurde nicht vorgestellt, da sie ein Massenträger mit minderer Qualität ist.

Pardillo (Pardina) wird überwiegend in den südwestlichen Weinbauregionen La Mancha, Albacete, Badajoz, Cuenca, Extremadura, Ribeira del Guardiana und Tierra de Baros angebaut. Rebfläche ca. 31.400 ha. (2007)
Viura (Macabeo) ist in Nordspanien die am häufigsten angebaute weiße Rebsorte. In den Regionen Penedès und Conca de Barberà ist sie ein Bestandteil im Schaumwein Cava. Der weisse Rioja besteht ebenfalls überwiegend aus Viura Rebfläche 34.300 ha (2007).
Verdejo wird fast ausschließlich in den kastilischen Regionen Cigales, Toro und Rueda angebaut wird. Früher wurden stark oxidierte sherryartige Weine aus Verdejo hergestellt, heute stellt man mit Hilfe moderner Technik frische, fruchtige Wein her, die zunehmend Erfolg haben. Fläche ca. 7.500 ha (2007)
Godello gilt als autochthone Sorte der Region Galicien. Dort wird sie u. a. in den Appellationen Monterrei, Ribeira Sacra, Ribeiro und Valdeorras aber auch in der D.O. Bierzo angebaut. Fläche ca. 1.100 ha (2007)
Treixadura (Trajadura) wird hauptsächlich in Portugal angebaut. In Spanien wird sie in Galicien und dort vor allem im Anbaugebiet Rías Baixas angebaut. Rebfläche ca. 205 ha.
Tempranillo ist die bedeutendste rote Rebsorte in Spanien. Die Rebsorte ist eventuell mit dem Spätburgunder verwandt. Angebaut wird sie in der DO Rioja, Ribera del Duero, Toro, Penedes, Navarra, in der La Mancha u.a. Je nach Herkunft kann sie breit und füllig bis fruchtig elegant und säurebetont sein. Daher haben wir auch Wiene aus drei verschiedenen Regionen verkostet. Rebfläche ca. 207.000 ha.
Prieto Picudo wird hautsächlich in Kastilien León angebaut. Sie liefert niedrige Erträge und damit sehr konzentrierte Weine. Rebfläche ca. 6000 ha.
Sie erbringt tieffarbene Weine mit Moschusaroma. Bemerkenswert ist das ausgezeichnete Verhältnis von Schalen zu Fruchtfleisch, das einen hohen Gehalt an Geschmacks-, Gerb- und Farbstoffen mit sich bringt. Die üppige Frucht und die hohen Säurewerte sorgen für saftige Frische.
Monastrell (Mourvedre) ist von Spanien auch nach Südfrankreich gekommen und spielt z.B. an der Rhone eine wichtige Rolle für Cuvees. In Spanien wird die Rebsorte vor allem in Jumilla und Yecla angebaut Rebfläche ca. 65.100 Hektar
Mencía wird in Galicien und Kastilien, insbesondere in den Anbaugebieten Bierzo, Rías Baixas, Valdeorras und Vinos de León angebaut.. Sie erbringt oft leichte, recht duftige, eher hellrote Weine. Rebfläche ca. 11.330 ha
Bobal ist eine der wichtigsten roten Rebsorten in Spanien. Die Traube besitzt eine kräftige Säure und erbringt relativ niedrige Alkoholgehalte, oft dient sie daher als Verschnittpartner für Mourvedre. Aus alten Reben können teilweise erstaunlich vielschichtige Weine produziert werden. Bobal wird vor allem in den Regionen Albacete, Alicante, Cuenca und Utiel-Requena angebaut. Rebfläche ca. 92.630 ha

Garnacha (Grenache) ist wie schon der Mourvedre ebenfalls von Spanien nach Südfrankreich gekommen und wird bei vielen Cuvees eingesetzt. Auf Sardinien ist die Rebsorte unter dem Namen „Cannonau” bekannt. In Spanien selbst wird sie vor allem im Osten und Norden angebaut, so in Regionen wie Ampurdán-Costa Brava, Bierzo, Calatayud, Campo de Borja, Cariñena, Costers del Segre, La Mancha, Navarra, Penedès, Priorat, Ribera del Duero, Rioja, Somontano, Tarragona, Terra Alta, Utiel-Requena und Vinos de Madrid. Rebfläche ca. 86.600 ha

Nach den allgemeinen Informationen zu den Rebsorten nun die verkosteten Weinen:
Wir begannen mit den Weißweinen:
1.) der 2011′er „Zorzalina, Pardina”, ein Pardillo aus der DO Ribera del Guardiana, stammte von der Bodegas Vinaolive SA, einer Gebiets-Genossenschaft in der Extremadura. Es war ein einfacher, sehr grüner, unreif geernteter Wein, der deutliche nach grüner Stachelbeere und Zitrone schmeckte.
2.) der 2011er Finca Antigua, ein Viura aus der La Mancha war zart fruchtig, hatte aber ebenfalls etwas grüne, unreifer Noten und war etwas blass im Abgang. Die Finca Antigua gehört zur bekannten Kellerei Martinez Bujanda aus dem Rioja .
3.) der 2008er Blanco Nieva, “Pie Franco” ein Verdejo von der Bodegas Vinedos de Nieva aus Rueda stammt aus einer Einzellage von alten Reben, war daher recht vielschichtig und hatte nicht so vorlaute Holunder-Töne - was ihm einige Verkoster allderdings als untypisch vorhielten.
4.) der 2011′er Ollo de Galo, Godello von der Bodegas Mencia De Dos S.L, aus dem Valdeorras zeigte - typisch für diese Rebsorte - intensive Töne von grünem Apfel.
5.) der 2011er Vina Mein, aus 80% Treixadura, mit etwas Godello, Loureira, Torrontes, Albarino, Lado, Albilla von der gleichnamigen Bodega aus dem Ribeiro zeigte eine klare Frucht mit zart salzig mineralischen Anklägen.
Dann wechselten wir zu den autochtonen Rotweinen. Da der Tempranillo die wichtigste Rebsorte Spaniens, ist verkosteten wir drei Weine mit verschiedener Stilistik aus unterschiedlichen Anbaugebieten.
6.) der 2005er Bodegas Tornero, “Laudano”, Semi-Crianza aus Castilien. Der Tempranillo heißt hier Cencibel und das Klima ist hier deutlich heißer als z.B. in Rioja, dadurch wird der Wein deutlich fülliger, pflaumiger, süßer und alkoholischer. Die Säure war schon fast untypisch niedrig für einen Tempranillo und das Tannin weicher, runder. Insgesamt machte der Wein bereits einen sehr reifen Eindruck
7.) der 1995er Herencia Remondo, Reserva aus der Rioja von der Bodegas Palacios Remondo
Ein sauberer, klarer, eleganter, typischer Rioja im traditionellen Stil mit dezenter Reife ohne Alterstöne, noch etwas adstringierendem Tannin - und das, obwohl er aus Rioja Baja, dem heißeren Teil der Riojas kam, dem breite und füllige Wein nachgesagt werden.
8.) der 2005er Del Jaro, “Sembro”, roble aus dem Ribera del Duero
Der Tempranillo heißt hier Tinto del Pais. Ein sauberer, dichter, fruchtiger Tempranillo, mit frischer Säure und festem Tannin. Nicht so elegant wie der Herencia Remondo, aber in der Frucht und im Tannin typisch für einen Ribera del Duero. Die Bodegas y Viñedos del Jaro, S.L. gehören mit der Finca El Quiñón zum Imperium der Familie Osborne, die für ihren Brandy bekannt ist.

9.) der 2004er Casar de Burbia, ein Mecia aus Bierzo von der gleichnamigen Bodega präsentierte sich ganz anders als viele einfache, helle Mencia-Weine. Ein dunkler, dichter, klarer Wein mit Ecken und Kanten und festem, leicht schokoladigem Tannin. Die Weinkellerei wurde 1989 gegründet und hat 27 Hektar in unmittelbarer Nähe des Jakobswegs. Hier wachsen auf mehr als 700 m Höhe die ältesten Mencia-Weinstöcke des Herkunftsgebiets D.O. Bierzo. Das Weingut hat sich deshalb auch auf die Mencia-Rebe spezialisiert.
10.) der 2006er Bodegas Otero, Reserva, ein Prieto Picudo aus der DPO Valles de Benavente. Ein sauberer, dichter, etwas kantiger Wein, mit zarter Süße und härterer Gerbsäure, etwas mehr Bittertöne und Kakaonoten.
11.) der 2010er Casa Castillo, Crianza, ein Monastrell aus Jumilla.
Ein sauberer, pflaumig fruchtiger Wein mit festem, etwas kantigerem Tannin, aber recht weich für einen Monastrell.
12.) der Domino de la Vega, Cuvee Artemayor VI, ein Bobal aus Utiel Requena.
Ein sauberer, klarer, eleganter, gut strukturierter Bobal mit festem, etwas schokoladigem Tannin. Diesem Wein ist ein Jahrgangcuvee aus 2005, 2006 und 2007 ist und von über 80 jährigen Reben stammt, die direkt neben dem Weingut wachsen. Das Weingut ist vor allem für Cava bekannt, macht daneben aber auch Stillweine. Der Artemayor ist das Spitzenprodukt unter den Rotweinen des Gutes.
13.) der 2009er Acustic Celler, “Auditori”, ein Garnacha aus Montsant
Für einen Grenache besitzt er ein ungewöhnlich tiefdunkles, bläuliches Rot, eine sehr dichte, vollreife Frucht mit viel Feige, Trockenpflaume, Rosinen und einem festem, reifem Tannin.
Der Auditori ist der Spitzenwein des jungen Winzers Albert Jané (aus der Familie Jané Ventura) der sich mit dem Project Acustic den Traum vom eigenen Weingut erfüllte. Die Trauben für diesen Wein stammen von 80 - 100 Jahre alten Rebstöcken aus Schieferlagen in 500 bis 700 m Höhe. Dieser Wein braucht sich vor den renommierten Weinen aus dem benachtbarten Priorat nicht zu verstecken.
Das war der letzte Wein der Rebsortenprobe. Für die Anwesenden war es kein leichter Abend, da - vor allem bei den Weißweinen - das Geschmacksbild doch deutlich anders als bei den deutschen Weinen oder den Weinen aus internationalen Rebsorten war.

Verfasser: Dieter Ockelmann

Probenergebnis Autochtone Rebsorten Spaniens 22.11.2012 (pdf)

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17.11.2012 Jubiläumsfeier 30 Jahre Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Erstellt von Dieter am Sonntag 9. Dezember 2012

Der Bericht ist noch in Arbeit

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25.10.2012 Verkostung von Selections-Weinen aus Rheinhessen

Erstellt von Dieter am Sonntag 9. Dezember 2012

Der Themenwechsel bei unserer Probe am 25.Oktober - statt Weine des Ribera del Duero- Gebietes gab es die Spitzenqualitäten der Rheinhessen-Selection zu verkosten - kam bei den Mitgliedern widerspruchslos an und es zeigte sich wieder einmal, dass wir mit der Auswahl unseres Schwerpunktthemas Rheinhessen für 2012 generell richtig gelegen haben.

Außerdem wurden in dieser Probe nur diejenigen Selectionsweine angestellt, die wir nicht auf unserer Jubiläumsprobe am 17.11.2012 trinken wollten. Insofern war diese Probe besonders dafür geeignet, uns den Überblick über das rheinhessische Topsegment an Weinen zu vervollständigen. Wenn man nicht gerade „Namenstrinker” ist (z.B. Wittmann, Keller, u.a.), kann man wohl kaum bessere Tropfen aus Rheinhessen finden und zwar auf einem zusammenhängend guten Niveau. Dafür sorgt das Reglement für diese Selectionsweine.

1992 zum ersten Mal ausgeschrieben, durften wir heuer den 19. Jahrgang im Glas probieren. Die selbst auferlegte Beschränkung von 12 Weinen für unsere Proben und dies bei einem aktuellen Angebot von 62 Selections-Weinen des Jahrgangs 2011(weiß) bzw. 2010 und 2009 (rot) führte zwangsläufig nur zu einem Ausschnitt dieses Qualitätsstandards.

Die besonderen Kriterien für die Erzeugung von Selections-Weinen vorab in Kürze (Zitat): „Mit alten Reben von klassischen Rebsorten, einer Lese von Hand und kleinen Erträgen zu kompromissloser Qualität!” Soll heißen:

- mindestens 15 Jahre alte Reben in profilierten Einzellagen;
- Riesling, Silvaner, Weiß- und Grauburgunder, Gewürztraminer, Portugieser, Früh- und Spätburgunder;
- sortenreiner Ausbau im Keller;
- Ertragslimit: 55 ha/hl;
- Vollreifes, gesundes Traubengut;
- mind. 900 Oechsle Mostgewicht zum Lesezeitpunkt;

Das Ganze kontrolliert durch eine Jury, sowohl im Weinberg als auch in einer sensorischen Prüfung, wobei die Winzer mit ihren Weinen generell die Geschmacksrichtung „trocken” ansteuern.

Unsere Probenweine im Einzelnen:

Nr. 1: 2011 Silvaner trocken „Sulzheimer Schildberg” (Lage:147 ha) Spontan vergoren. In der Nase zart duftend mit feinen Noten von Apfel, Zitrus, gelben Früchten und einem Hauch von Kräutern. Am Gaumen zeigt er eine schöne Frische gepaart mit einer leicht zarten Mineralität. Ein komplexer Silvaner mit Saft und Schmelz.
Alc: 13,5 Vol.%, • RZ: 7,9 g/l, • S: 6,2 g/l
19 bis 27 Jahre alt sind die Silvanerreben. Sie stehen auf einem schweren, tonhaltigen Lehmboden mit Kalksteinablagerungen.
Erzeuger: Weingut Elmar Clemens, Sulzheim (www.clemens-weingut.de)
Größe: 12 ha - seit 2010 Teilnahme an Selection. Erstmals haben sich Petra und Elmar Clemens im Jahr 2010 auf das Abenteuer eingelassen, sich an der Selection Rheinhessen zu beteiligen. Seit 65 Jahren existiert das Weingut in Sulzheim. Und jetzt ist die Zeit gekommen, neue Qualitätsstufen im Weinbau umzusetzen: Schon seit einigen Jahren sammelt die Winzerfamilie fleißig Prämierungen und Medaillen der Landwirtschaftskammer. Die drei Töchter der Familie sind stolz auf die Erfolge ihrer Eltern. So wundert es nicht, dass die Älteste demnächst in die Fussstapfen der Familien treten und damit die Tradition fortführen möchte. Man darf gespannt sein, was es in den nächsten Jahren vom Weingut Clemens zu hören gibt - langweilig wird es sicher nicht werden
Anmerkungen aus den Reihen der Verkoster: „…lecker, geradlinig, rheinhessentypisch, erstaunlich frische Säure für einen Silvaner,…”
Nr.2: 2011 Silvaner trocken „Siefersheimer Heerkretz” (Lage: 56 ha)
Ein würziger Silvaner mit schöner Frucht von Quitte und rosa Grapefruit. Am Gaumen intensivieren sich die Aromen, gepaart mit einer frischen Säurestruktur. Schöne Länge und Nachhall am Gaumen. Ein herzhafter Begleiter zu Fisch- und Geflügelgerichten.
27 Jahre alt sind die Silvanerreben. Sie stehen in dieser Lage auf Löss-Lehmboden.
Alc. 13,5 % Vol., •RZ 8,1 g/l, •S 6,5 g/l.
Erzeuger: Weingut „Alte Schmiede”, Siefersheim, mit 6 ha Rebfläche (Rebspiegel: Riesling, Chardonnay, Müller-Thurgau, Kerner, Morio-Muskat, Dornfelder, Portugieser, St. Laurent, Regent). Die Leitung des Weinguts liegt in den Händen von Andreas und Bernd Seyberth (zwei Quereinsteiger, jetzt verantwortlich für Weinberg und Keller) und seine Frau Alexandra (Kundenbetreuung und Marketing) und zwar seit 1998. (www.weingut-alte-schmiede.de)
„DLG-empfohlenes Weingut” mit integriertem Weinbau, einer schönen Straußwirtschaft (Hof mit toskanischem Flair und Trullo); das Weingut wird jedes Jahr besser und kam so auch 2008 in den Gault-Millau-Weinführer.
Anmerkungen aus der Verkostung: „…mineralischer und geradliniger noch als der Vorgängerwein; intensiver; allerdings ein Pflanzenbitterton beim Abgang, Rucola-Ton…” Flaschen mit einem auch in diesem Qualitätsbereich fast selten gewordenen Naturkork-Verschluss.
Nr. 3: 2011 Silvaner trocken „Aspisheimer Sonnenberg” (Lage: 131 ha)
Ein Silvaner, der in der Nase eine schöne mineralische Note präsentiert, gepaart mit Aromen von gelben Früchten, Melone und einem Hauch Kamille. Ein spannendes Säurespiel verleiht diesem Silvaner Frische und Vitalität und lockert die Kraft und Opulenz souverän auf. 20 Jahre alt sind die Silvanerreben. Sie stehen auf einem Muschelkalkboden.
Alc. 14,0 % Vol., • RZ 1,9 g/l, • S 5,8 g/l.
Erzeuger: Weingut am Rothes (am Rathaus), Aspisheim, Weingut der Familie Hothum. Karlfried und Regina Hothum haben in diesem kleinen Weinort vor mehr als 20 Jahren die Umstellung auf den Ökoweinbau angepackt und eine veritable Sektmanufaktur aufgebaut. Nun bringen die Kinder Andreas, Christoph und Benjamin - allesamt Oenologen - und Agrarbiologin Kathi ihre Kraft und ihre Ideen ein und beginnen das Weingut zu gestalten.
Anmerkungen aus der Verkostung: „…cremig - und macht den bisher trockensten Geschmackseindruck…”
Nr. 4: 2011 Riesling trocken „Gau-Odernheimer Herrgottspfad” (Lage: 97 ha)
In der Nase Pfirsich und Zitrus mit feinen würzigen Nuancen, unterstützt von einer mineralischen Note. Am Gaumen setzt sich die feine Mineralität fort. Reife gelbe Früchte kommen hinzu. Ein zupackender Riesling mit Eleganz.
19 Jahre alt sind die Rieslingreben. Sie stehen auf einem Muschelkalkboden mit tonigem Lehm.
Alc. 13,1 % Vol., • RZ 3,1 g/l, • S 6,0 g/l
Erzeuger: Weingut Winzerfamilie Flick, Bechtolsheim, (www.weingut-flick.de) mit ca 20 ha.
Weinbau seit 1600. Am weithin sichtbaren Petersberg liegt der Heimatort der Winzerfamilie. Drei Generationen ziehen hier an einem Strang. Birgit und Ulrich sorgen für die Weinberge, Marlies und Günter stehen mit Erfahrung und Tatkraft zur Seite. Die junge Generation, Katharina (Weinbautechnikerin; u.a. Arbeit in einem Weingut in Kanada) und Alexander (Dipl.-Ing. Weinbau; Praktika in Neuseeland), bringen frischen Wind in Keller und Verkauf. Viele Ideen und Experimentierfreude der Jungwinzer sorgen für erstklassige Weine. Jeder Rebsorte den passenden Boden: getreu diesem Motto gedeihen die Weine der Winzerfamilie Flick in vier verschiedenen Ortschaften. Die Rotweine und Burgunder im Terroir des Selztals in Bechtolsheim, Riesling und Chardonnay in der Top-Lage Herrgottspfad in Gau-Odernheim. Besonderheiten sind Silvaner auf Vulkanböden in der rheinhessischen Schweiz, sowie Weissburgunder im Höllenbrand und Riesling im Morstein.
Anmerkungen aus der Verkostung: „..schöne Nase, relativ milder Riesling…”
Nr. 5: 2011 Riesling trocken „Dalsheimer Sauloch” (Lage: 119 ha)
In der Nase finden sich Aromen von Pfirsich, Citrus und Ananas. Am Gaumen setzt sich die fruchtige Aromatik fort, gepaart mit einer schönen Lebendigkeit. Saftig und elegant präsentiert sich dieser Riesling mit einer filigranen Leichtigkeit, schöner Fülle und einem durch Mineralität geprägten Abgang. 22 Jahre alt sind die Rieslingreben. Sie stehen auf einem von Kalkstein durchsetztem Löss-Lehmboden.
Alc. 13,5 % Vol. • RZ 5,9 g/l • S 6,7 g/l
Erzeuger: Weingut Norbert Michel, (www.weingut-norbert-michel.de)
Das Weingut liegt mit 20 ha Rebfläche in Gundheim, im südlichen Teil Rheinhessens. Seit 2005 leitet Thorsten Michel, nach Beendigung seines Weinbaustudiums in Geisenheim, das Weingut gemeinsam mit seinem Vater. Ein besonderes Augenmerk gilt bei den Rotweinrebsorten dem Spätburgunder. Im Weißweinbereich liegt der Fokus auf den Burgunderrebsorten, sowie dem Riesling und Sauvignon blanc. Thorsten Michel zeichnet für den Ausbau der Weine verantwortlich und bringt innovative Ideen aus seinem Studium ein. Sein Ziel in jedem Jahrgang ist es, sortentypische, charaktervolle Weißweine zu produzieren und Rotweine mit Kraft und Ausdrucksstärke. So begeistern die Weißweine durch eine strahlende Frische und Feinfruchtigkeit. Im traditionellen Maischegärverfahren werden die Rotweine vergoren, um dann in großen Holzfässern bzw. Barriques zu etwas ganz Großem heranzureifen.
Anmerkungen aus der Verkostung: „…macht einen trockeneren Eindruck als der Vorgängerwein, obwohl dies analytisch nicht zutrifft; Nivea-Ton;…”
Nr. 6: 2011 Riesling trocken „Sulzheimer Schildberg”
Zur Lage: siehe oben. In der Nase präsentiert er einen Korb voller Zitrusfrüchte, gepaart mit weißen Johannisbeeren, Apfel und einer zart mineralischen Note. Am Gaumen Saftigkeit und gelbe Früchte. Ein feingliedriger Riesling mit herrlicher Frische und schönem Nachhall.
23 Jahre alt sind die Rieslingreben. Sie stehen auf einem kalksteinhaltigem Lehmboden.
Alc. 13,0 % Vol. • RZ 8,0 g/l • S 7,1 g/l
Einzelheiten zum Weingut Elmar Clemens siehe oben bei den Silvanerweinen.
Anmerkungen aus der Verkostung: „…schöne Nase, bisher am typischsten für Riesling; sehr frischer, junger Eindruck, unterstützt durch zugesetzte Kohlensäure (??), Terrassenwein…”
Nr. 7: 2011 Gewürztraminer trocken „Gau-Algesheimer Johannisberg” (Lage: 92 ha)
Ein intensiver Duft nach Rosen zeichnet diesen Gewürztraminer aus, gepaart mit Aromen von Litschi und weißem Pfeffer. Im Geschmack setzen sich die aromatischen Fruchtnuancen fort. Ein Gewürztraminer mit lebendigem Säurespiel, toller Saftigkeit und herrlichem Nachhall.
16 Jahre alt sind die Gewürztraminerreben. Sie stehen auf einem sandigen Lößboden.
Alc. 13,6 % Vol,. • RZ 5,1 g/l, • S 6,3 g/l
Erzeuger: Weingut Helmut Weber mit 15 ha; Gau-Algesheim (www.weber-weine.de)
1952 wurde das Weingut von Helmut Weber in Gau-Algesheim gegründet. Seit 1995 liegt der Betrieb in den Händen von Winzermeister Hermann Weber und seiner Frau Martina. Seither hat sich einiges getan. Moderate Erträge und ein entsprechendes Qualitätsmanagement sind für Hermann Weber wichtige Voraussetzungen, um aromatische Weiß- und kräftige Rotweine zu produzieren. Das besondere Steckenpferd des Betriebes liegt in der Rebsorte Blauer Portugieser. Im Weinkeller steht der Winzer in ständigem Dialog mit seinen Weinen. Dabei gibt Hermann Weber seinen Weinen die nötige Zeit, um das gesamte Potenzial voll zu entfalten.
Anmerkungen aus der Verkostung: „…schöne Leichtigkeit mit ansprechender Säure und Würze; südtirolerisch bzw. steiermärkisch; Feierabendwein mit leichtem Rosenduft…”
Nr. 8: 2009 Portugieser trocken „Flonheimer Rotenpfad” (Lage: 59 ha)
Würzige Noten bestimmen diesen Portugieser, gepaart mit Anklängen von Cassis, Schattenmorellen und einem Hauch von Marzipan und Bitterschokolade. Im Geschmack intensivieren sich die roten Früchte. Mit seiner samtigen und tiefgründigen Art schmeichelt er dem Gaumen. Ein kraftvoller Wein mit viel Charakter.
27 Jahre alt sind die Portugieserreben. Sie stehen auf einem andesitischen Basalt (Melaphyr)-Boden.
Alc. 13,5 % Vol., • RZ 0,7 g/l, • S 4,8 g/l
Erzeuger: Weingut Gallé; Klaus und Ortrud Gallé führen dieses Weingut seit 1995. Mit warmen, trockenen Südhanglagen in Flonheim und Uffhofen ist das Weingut bestens bestückt. Reduzierte Erträge, Selektion im Weinberg und eine umweltschonende Bewirtschaftung sind die Eckpfeiler der Betriebsphilosophie. Und das alles im Verständnis von „soviel wie nötig, so wenig wie möglich”. Körperreiche, dichte Rotweine zählen zu den Stärken des Weinguts. Klaus Gallé hat in seiner relativ kurzen Praxis schon jede Menge Erfahrungen im Ausbau von hochkarätigen Rotweinen gemacht. Dabei spielt für ihn die akribische Auswahl hochwertiger Barriques bei der Vinifizierung der Rotweine eine wichtige Rolle. Bekannt ist er für Top Portugieser-Qualitäten, mit denen er zeigt, was sich aus dieser bisher wenig beachteten Rotweinsorte alles machen lässt.
Anmerkungen aus der Verkostung: „…Gewürznelken; dichtere Farbe als Spätburgunder; Rückverschnitt zwischen im Holz ausgebauten Chargen und Chargen aus dem Stahltank??…”
Nr. 9: 2009 Portugieser trocken „Gau-Weinheimer Kaisergarten”
In der Nase zeigt der Blaue Portugieser schöne Aromen von Sauerkirsche, roten Waldbeeren, gepaart mit einem Hauch Vanille. Am Gaumen präsentiert er seine saftige runde Statur mit kräftigem Rückgrat und leicht schokoladiger Note. Ein Rotwein von warmer, samtiger Art. Schöner Begleiter zu gebratenem Rindfleisch.
22 Jahre alt sind die Portugieserreben, die tief in kalkhaltigem Lehmboden wurzeln, nach Süden exponiert im steilsten Weinberg des Weingutes.
Alc. 13,5 % Vol., • RZ 1,5 g/l, • S 4,8 g/l

Erzeuger: Weingut Hoch - Borntaler Hof, Wallertheim (www.weingut-hoch.com)
Bewirtschaftete Rebfläche: 15 ha.
Der Borntaler Hof in Wallertheim: hier ist Rheinhessen ganz sich selbst, mit einem herrlichen Blick auf die entspannte Hügellandschaft. Alexander und Heinz-Günther Hoch arbeiten mit großer Begeisterung daran, mit modernen Produktionstechniken und im Einklang mit der Natur das Beste aus ihren Reben zu erzeugen. Die Weine sind modernes und innovatives Handwerk. Die Leidenschaft der Winzer schmeckt man raus. Die Hochs haben eine der Top-Straußwirtschaften der Region, wurden dafür schon mit höchsten Meriten versehen, machen selbstredend gute Weine und haben einen rheinhessenweiten kulinarischen Ruf (Küche: Hermine Hoch).
Nr. 10: 2009 Spätburgunder trocken „Dalsheimer Sauloch” (Lage: 119 ha)
In der Nase würzige Komponenten und schwarzer Pfeffer mit leichten Anklängen von Kaffee. Am Gaumen intensiviert sich die würzige Art. Ein gehaltvoller und kräftiger Spätburgunder mit kerniger Säurestruktur. Idealer Begleiter zum Wildschweinbraten.
32 Jahre alt sind die Spätburgunderreben. Sie stehen auf einem Löss-Lehmboden mit hohem Tonanteil.
Alc. 13,6 % Vol., • RZ 0,2 g/l, • S 5,2 g/l
Erzeuger: Weingut Kroll, Bermersheim (www.weingut-kroll.com)
15 ha Rebfläche werden bewirtschaftet durch Wilfried Kroll (Winzermeister) und Frau Ulrike. Bereits in der 3. Generation führt Familie Kroll das Weingut in Bermersheim. Mit viel Liebe und Sorgfalt werden die Weinberge gepflegt, um das Optimum an Qualität heraus zu kitzeln. Junior Thomas Kroll, ambitionierter Kellermeister, ist mit großer Begeisterung und viel Engagement in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Seit Abschluss seiner Ausbildung zeichnet er für den Weinausbau im familieneigenen Weingut verantwortlich. Durch seine Experimentierfreude bringt er viel neuen Wind in das Weingut. Der Spätburgunder ist hier die Paradesorte. Dieses Weingut ist eines der Nachwuchstalente Rheinhessens. Seit 2011 ist das Weingut Kroll als empfohlener Betrieb in den Weinführern Gault Millau und Eichelmann geführt.
Anmerkungen aus der Verkostung: „…Himbeere; pfeffrig; Anklänge an einen Cabernet-Franc?; kräuterig;…”
Nr. 11: 2009 Spätburgunder trocken „Gau-Algesheimer Goldberg” (Lage: 44 ha)
In der Nase präsentieren sich Aromen von kleinen roten Beeren mit Komponenten von Vanille und Herzkirschen. Im Geschmack ein kraftvoller Spätburgunder mit Anklängen von Schattenmorelle und mit intensivem Nachhall. Idealer Begleiter zu Wildgerichten und Burgunderbraten.
31 Jahre alt sind die Spätburgunderreben. Sie stehen auf einem Löss-Lehmboden mit Tonanteil.
Alc. 14,0 % Vol., • RZ 1,0 g/l, • S 5,2 g/l
Erzeuger: Wein- und Sektgut St. Nikolaushof - Hattemer (www.weingut-nikolaushof.de) Das Weingut umfasst 16 ha; Betriebsinhaber: Klaus Hattemer. Der Gutsausschank „Nikolausstube” (Genießertipp) ist fest in Händen von Frau Anja Hattemer, die im Service unterstützt wird von der ältesten Tochter Katrin. Das Familienweingut liegt im Städtchen Gau-Algesheim. Moderate Erträge durch nachhaltige Bewirtschaftung sind das Bestreben des Winzermeisters Klaus Hattemer. Mit allergrößter Sorgfalt produziert er bekömmliche und feinfruchtige Weine und Winzersekte. Seine besondere Leidenschaft gehört seinen im eigenen Sektgut hergestellten Winzersekten. Hier werden seit Jahren hohe Auszeichnungen erreicht.
Anmerkungen aus der Verkostung, die sehr kontrovers ausfiel, weil die zum Ausschank gekommenen Flaschen sich wohl unterschiedlich entwickelt hatten: „…Eisbonbon; sehr spitze Säure für einen Rotwein; unharmonisch; Möbelpolitur; Bohnerwachs; fehlerhaft?…”
Nr. 12: 2009 Spätburgunder trocken „Mainzer St. Alban” (Lage: 853 ha)
Dieser Spätburgunder entwickelte während seiner 12 monatigen Holzfassreife würzige Geschmacks- und Duftkomponenten, gepaart mit Nuancen von Cassis, Waldbeere und Herzkirsche. Feine Burgundernoten und ein kräftiges Röstaroma prägen diesen Wein. Im Geschmack ist dieser Spätburgunder sehr ausgewogen und zeigt eine tolle Saftigkeit am Gaumen. -
20 Jahre alt sind die Spätburgunderreben. Sie stehen auf sandigem Lehmboden.
Alc. 14,6 % Vol., • RZ 0,2 g/l, • S 5,2 g/l
Erzeuger: Weingut Fleischer - Stadt Mainz, Mainz-Hechtsheim (www.weingut-fleischer.de)
Größe: 20 ha; Rebspiegel: 24% Riesling, 17 % Burgundersorten, 10% Dornfelder, 9% Portugieser, 7 % Merlot . Beste Lagen: Mainz-Laubenheimer Edelmann, Bodenheimer Hoch, Hechtsheimer Kirchenstück; Durchschnittsertrag: 71 hl/ha. Weinbau in der Familie seit 1742
Michael /Kellermeister) und Hans Willi Fleischer bewirtschaften die Weinberge in den besten Lagen rund um Mainz, wozu seit 1994 die gepachteten Rebflächen des Weingutes der Stadt Mainz gehören. Unterstützt werden sie dabei von Sabine Fleischer. Die Rotwein-Spezialisten haben ein besonderes Faible für den Merlot, doch auch Cabernet und Spätburgunder gelingen überzeugend. Manche Weine zeigen einen leichten Bitterton, doch die besten Roten sind entwicklungsfähig und geprägt von schöner Dichte.
Aussiedlung 1968
Anmerkungen aus der Verkostung: „…in der Nase sehr alkoholisch; ätherisch; weniger Alc. wäre in diesem Fall mehr; brennt im Abgang; austauschbar?; charakterlos?…”
Damit beendeten wir diesen Querschnitt durch das Selections-Angebot rheinhessischer Weine, nicht ohne die letzten 3 Rotweine noch heftig durchzudiskutieren. Wir schauen umso gespannter auf das Verkostungsangebot anlässlich unserer 30-jährigen Jubiläumsfeier am Samstag, den 17.11.2012.
Anmerkung: Die Ausführungen zu den Weinbeschreibungen und den Informationen zu den Weingütern sind in großen Teilen wörtliche Zitate aus dem Weinführer “Selection Rheinhessen Kollektion 2012″ des „Beratungsring RS-Selection Rheinhessen” e.V., Alzey. Im übrigen bedanken wir uns für die großzügige Unterstützung des Rheinhessenwein e.V., Alzey, vertreten durch Herrn Kern, bei der Rekrutierung und Logistik der hier und der zu unserem Jubiläum angestellten Weine.

Verfasser: Wolfgang Klug

Probenergebnis Verkostung von Selections-Weinen aus Rheinhessen (pdf)

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13.09.2012 Weinprobe Spanische Pago-Weine

Erstellt von Dieter am Sonntag 9. Dezember 2012

Übersicht über die Bedingungen und Hintergründe

Es war einmal, so fangen Märchen, also nicht ganz wahre Geschichten an. In Spanien lebte der Marques de Gringon, mit bürgerlichem Namen Carlos Falco.
Er hatte ein großes landwirtschaftliches Anwesen westlich von Toledo und wollte einen Teil des Grundbesitz nutzen, um Wein nach seinen Vorstellungen herzustellen.
Dazu konsultierte er Önologen, die die Böden begutachteten und das Klima aufzeichneten und dann zu dem Schluss kamen, dass man dort sehr gut Wein anbauen könnte. Was fehlte, war der nötige Niederschlag, aber den fehlenden Regen konnte man ja durch künstliche Bewässerung ersetzen. Statt der damals üblichen Beregnungstechnik setzte er die effektivere und sparsamere israelische Technik der Tröpfchenbewässerung ein. Das war damals selbst in Kalifornien noch nicht üblich.
Dieser Aufwand zahlte sich bald aus, und die Weine feierten auch international Erfolge und führte dazu, dass die Bürokratie aufwachte und feststellte, dass dort wo der Wein wächst, ist gar kein offizielles Anbaugebiet war. Also alles roden !
An dieser Stelle wäre das Märchen zu Ende gewesen, wenn Carlos Falco nicht zum spanischen Hochaldel gehört hätte. So fand man doch noch einen Weg, den Weinanbau in die Legalität zu bringen, und 2002 wurde der „Vino de Pago” aus der Taufe gehoben, 2003 vom spanischen Landwirtschaftsministerium und 2004 auch von der EU abgesegnet. Damit steht dieses Modell auch anderen Winzern offen, wenn sie die entsprechenden Anforderungen erfüllen:
Der entscheidene Punkt für einen „Pago” ist die geographische Einordnung. Ein Vino de Pago (VP) muss ein geschlossenes Gebiet sein, die Trauben dürfen nur daraus stammen, es dürfen keine zugekauften Trauben verarbeitet werden, die sie dürfen auch nicht aus gepachten Weinbergen stammen. Ein VP-Bereich darf nicht gleich groß oder größer sein als der Gemeindebezirk, in dem er liegt. Es muss ein Qualitäts-Kontrollsystem existieren, das zumindest die Anforderungen für eine DOCa erfüllt. Befindet sich der gesamte Bereich innerhalb einer DOCa, so darf die Bezeichnung „Vino de Pago Calificado” verwendet werden, wenn die dortigen DOCa-Anforderungen erfüllt sind. Von dieser Regel abgeleitet muss der Bereich also nicht unbedingt innerhalb eines DO- oder DOCa-Bereiches liegen. Ein VP-Bereich kann auch aus verschiedenen, örtlich getrennten Weinbergen in diesem Gebiet bestehen. Die einzelnen Teilbereiche müssen also nicht zusammenhängen und aus einer Parzelle stammen. Sie sollten aber in der Nähe der Kellerei liegen. Die Weine müssen getrennt von den „Nicht-Pago-Weinen” des Betriebes ausgebaut werden und der Weinbereitungs-Prozess muss klar verfolgbar sein.
Der Name sollte schon seit zumindest fünf Jahren als Bezeichnung für besondere Weine verwendet worden sein. Die Voraussetzungen bzw. Bedingungen für den Vino-de-Pago-Status muss von jeder autonomen Region Spaniens selbst festgelegt werden. Die Bodega muss hierfür einen formalen Antrag stellen und über fünf Jahre die Besonderheiten zu Klima, Böden, Vegetationszyklus etc. dokumentieren. Das Mikroklima scheint übrigens keine entscheidende Rolle zu spielen, denn in den Antragsformularen wird nicht danach gefragt.
Der Vino de Pago ist daher jeweils im Alleinbesitz eines Weingutes. In den offiziellen Darstellungen ist der Vino de Pago die Spitze der spanischen Weinproduktion - Basis sind Landweine, (VDT, jetzt IGP), Mtiilebau die Qualitätsweine aus den DO’s wie z.B. DO Toro, Penedes, Navarra… und darüber als Spitze die “Vino de Pago”.
In Wahrheit ist es jedoch nur die kleinste geographische Einstufung, die es in Spanien gibt. Für die Weine muss Qualitätsniveau erreicht werden, das nicht unter den Anforderungen für die DO-Wein liegt.
Das bedeutet, dass das ganze System aus der Not heraus geboren wurde. Einige Weingüter machten Druck, da sie ihre Produkte nur als Landwein verkaufen durften, allen voran der erwähnte Carlos Falco. Denn eigentlich sagt die Bezeichnung „Vino de Pago” nicht viel aus. Die geforderte Qualität entspricht der einer DO, und ansonsten können die Weingüter machen, was sie wollen:
Es gibt keine Kriterien wie Hektarhöchsterträge und bestimmte Herstellverfahren oder zugelassene Reben sind nicht regionstypisch.
Ob jemals alle Kandidaten den Pago-Status zuerkannt bekommen werden ist ebenfalls fraglich, denn die Regionalparlamente müssen die entsprechenden Verordnungen für ihr Gebiet erlassen. Und in den renommierten Regionen wie z.B. Rioja, Ribera del Duero, Toro, Priorato ist wenig Neigung vorhanden, das zu tun.
Deshalb gibt es erst in Castilla-La Mancha, Navarra und Valencia ausgewiesene VP. Verwirrung bei den Konsumenten über den Begriff Pago entsteht zusätzlich dadurch, dass einige Weingüter den Zusatz Pago in ihrem Weingutsnamen oder bei ihren Wienen verwenden. (Z.B. die Bodegas Pago de Carraovejas oder Pago de los Capellanes)
Das ist seit 2006 nicht mehr zulässig, aber für die, die den Begriff Pago schon vorher verwendet haben, gilt ein Bestandsschutz.
Anwärter für die Erteilung eines Pago-Status haben sich in der privaten Vereinigung „Grandes Pagos de España” - was man mit „die großen Crus Spaniens” übersetzen kann - zusammengeschlossen. Mitbegründer dieser z.Z. 25 Betriebe umfassenden Organisation waren Carlos Falcó und Manuel Manzaneque. In dieser Gruppe, die auch im Ausland Werbung für sich macht, sind fast alle bisher anerkannten Vinos de Pago-Produzenten
Eine Übersicht der DO- und VPWeine Spanien findet sich unter:
http://www.wein-aus-spanien.org/images/stories/D.O.LANDKARTE.pdf
eine entsprechende Übersicht über die IGP-Weine (ehemals VdM-Weine) findet sich unter: http://www.wein-aus-spanien.org/images/stories/Karte_Landweine.pdf

Die verkosteten Weine:

Doch nun genug der Theorie und zur Beschreibung der verkosteten Weine, die größtenteils bei uns in Deutschland nicht zu kaufen sind.
Unsere Probe startete mit einem „2004′er Cava Gran Reserva, brut natur” von der Bodega Cava Recaredo aus St.Sadurni d’Anoia - dem Zentrum der Cava-Produktion. Das Weingut wurde 1924 gegründet, besitzt ca. 50 ha Weinberge und ist seit 1990 Demeter zertifiziert. Dieser Cave, ein Cuvee aus den klassischen Sorten Macabeo und Xarel-lo, zeigte sich entsprechend herb fruchtig, etwas brotig und hat eine deutliche, etwas grüne Säure. Bei 12% Alkohol sind die Trauben wahrscheinlich sehr grün gelesen worden.
Der nächste Wein war ein „2010′er Albarino Finca Monte Alto” von der Bodegas Fillaboa,. Die Bodega ist eines der ältesten Weingüter in der DO Rias Baixas und der größte Betrieb im Ort Pontevedra. Der Wein stammt aus der 6 ha großen Einzellage am Monte Alto und präsentiert sich sehr zart und blumig, war dann aber im Abgang recht kurz.
Und noch ein Weißwein stand auf unserer Probenfolge, der „2011′er Cervoles Blanc” (je 50% Chardonnay und Macabeo) vom Weingut Cervoles Cellers am südlichen Ende der DO Costers del Segre. Die Parzellen liegen auf 700 -750 m Höhe. Vergärung und der weitere Ausbau des Weines erfolgte für 8 Monate in Barriques aus französischer Eiche mit einer Batonnage über 6 Monate. Wir konnten einen zarten, leichteren Wein verkosten, der aber noch deutlich vom Holz geprägt war.
Dann wechselten wir zu den Rotweinen. Der „2007′er Calzadilla Opta”, ein Cuvee aus Tempranillo, Gorueda und Syrah war der erste echte Pago-Wein. Die Bodega Uribes Madero wurde 1980 in Huete gegründet und ist das einzige Weingut im Umkreis von ca. 100 km. Die Weinberge umfassen ca. 20 ha und liegen auf 900 - 1000 m Höhe. Auch wenn es nicht das Spitzencuvee war, konnte der Wein doch durch seine dichte, kirschige Frucht mit leicht kräutrigen Noten gefallen.
Aus den Penedes kam der nächste Wein eines Pago-Anwärters, der „2007′er Gran Caus Reserva” von der Bodegas Can Rafols dels Caus. Ein typisches Bordeaux-Cuvee, dessen Trauben von mehreren Parzellen mit über 30-jährigen Reben stammen. Ein dichter, voller, aber noch sehr jugendlicher und kantiger Wein. Dadurch variierte unsere Bewertung recht stark.
Der “2006′er Martue Especial” war ein Cuvee aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah und war noch nicht als Pago geadelt. Inzwischen hat die 2002 gegründete Bodegas Martue in der Provinz Toledo den Pago-Status zuerkannt bekommen als Pago „Campo de La Guardia” Das Weingut besitzt dort ca. 90 ha Weinberge. Der Wein präsentierte sich sauber, rund und weich mit einer deutlichen, fast schon morbiden Reifenote und hat sicher seinen Höhepunkt erreicht.
Es folgte ein weiterer Bordeaux-Verschnitt, der „2007′er Hipperia” der Bodega Pagos de Vallegarcia, der sich noch mit dem Titel eines Landweines aus Kastilien begnügen muss. Die ersten Weinberge des Weinguts wurden 1999 bepflanzt.
Obwohl er „nur” ein Landwein aus Kastilien war, konnte er doch durch seine saubere, klare und elegante Art gefallen. Ein sehr interessanter Wein.
Für die nächsten Weine wurden typische spanische autochtone Rebsorten verwendet:
Der “2009′er Art” der Bodegas y Vinedos Luna Berberide stammte aus der DO Bierzo und präsentierte sich auch entsprechend typisch für einen Wein aus der Rebsorte Mencia: Fruchtig, gut strukturiert, aber noch etwas kantig mit adstringierendem Tannin. Die Trauben stammen von 60 Jahre alten Reben und der Wein wurde 18 Monate in französischen Barriques ausgebaut.
Das Weingut wurde 1987 gegründet und besitzt 80 ha Weinberge auf 700 -800 m
Weiter im Süden, von Zentralspanien bis Valencia am Mittelmeer, ist Bobal die typische, autochtone Rebsorte.
Der erste Bobal, der „2010′er Signo” stammt von der Finca Sandoval. Das Weingut ist relativ jung, es startete 1998 in der Provinz Cuenca, im Herzen der Manchuela.
Unser Wein stammt von 60 Jahre alten Reben aus einem 2,4 Hektar großen Weinberg der sich bis auf 1050 m hoch zieht. Nach einer Kaltmazeration in kleinen Tanks (ca. 5000 Liter) wurde der Wein im Barrique vergoren und ohne Filterung oder Klärung abgefüllt.
Ein sauberer, dichter, fruchtiger und gut strukturierter Bobal, der aber im Vergleich zum nächsten Wein doch breiter und weniger elegant war.
Der zweite Bobal der „2010′er Finca Terrerazo” von Bodegas y Vinedos Mustiguillo war wieder ein echter Pago-Wein der erste offizielle Pago in der Provinz Valencia.
Das Weingut Mustiguillo ist ein ca. 87 ha großer Familienbetrieb, der 1999 gegründet wurde und liegt im Hochland von Valencia auf ca. 850 Metern Höhe Das Klima ist hier mediterran, mit kalten Wintern und heißen Sommertagen aber kühlen Sommernächten.
Entsprechend präsentierte sich dieser Bobal deutlich eleganter und finessenreicher, aber auch noch eckiger, kantiger und säurebetoner als der vorherige Wein aus der Manchuela.
Es folgten weitere Weine mit den Spanien-typischen Rebsorten Granacha bzw. Tempranillo
Der 2005′er beziehungsweise der „2007′er Secastillo tinto” von Bodegas Vinas del Vero aus dem nördlichen Teil des Somontano waren reine Grenache-Weine von alten Reben, 10 Monate im Barrique ausgebaut.
Das Weingut besitzt ca. 48 ha Weinberg, die auf 700 m Höhe liegen. Daher präsentierte sich dieser Granacha, im Gegensatz zu den zentralspanischen Weinen, sehr fruchtig, schlank, ja fast ein wenig kantig.
Der „2008′er Alonso del Yerro” folgte als reinrassiger Tempranillo aus dem Ribeira del Duero. Das Weingut Alonso del Yerro war 2002 ein Hochzeitsgeschenk für den Besitzer und seine Frau. Auf der Finca de Santa Marta sind 26 ha in Bewirtschaftung. Die Reben stehen auf kalkhaltigem roten Ton, Kies und Sand in einer Höhe von 800 -840 m. Und so zeigte sich dieser Wein auch als typischer, dichter, fruchtiger Ribera del Duero mit festem Tannin.
Der nächst Wein war der „2009′er Mauro tinto” aus 90% Tempranillo und 10% Syrah. Die Bodega verfügt über 55 ha Kalk- oder Kalk-Lehmhaltige Weinberge rund um Tudela. (Navarra) Das Alter der Reben liegt zwischen 20 und 25 Jahren. Das Klima ist hier kontinental, mit einigen atlantischen Einflüssen und starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Der Ausbau erfolgt zu 75% in franz. Eiche, zu 25% in amerikanischer Eiche, der Anteil an neuem Holz beträgt 20%.
Der verkostete Wein war nur der Zweitwein des Weingutes, aber auch war dicht, fruchtig mit festem, reifem, leicht schokoladigem Tannin und trotzdem feiner Säure.
Unser letzter Rotwein war wieder ein echte Pago Wein, der „2006′er Finca Elez” aus 80% Tempranillo und 20 % Cabernet Sauvignon und Syrah.
Die D.O. Finca Elez hat etwa 39 ha und liegt auf gut 1000 Meter Höhe, mitten in der Sierra de Alcaraz, südlich der Provinz Albacete. Dadurch kühlen sich die Weinberge trotz der kontinentalen, heißen Sommertage nachts deutlich ab und die Weine behalten ihre Frische. Und so präsentierte sich auch der Wein: dicht, fruchtig mit härterem aber reifen Tannin und feiner Säure.
Dann gab es zum Abschluss der Probe, denn was wäre eine Spanien-Probe ohne einen Sherry ?
Die Bodega Valdespino ist eines der ältesten Weingüter von Jerez, das sich bis zum Jahre 1430 zurückverfolgen lässt. Die normale Sherry-Produktion ist bisher nicht durch außergewöhnliche Qualität aufgefallen. Deutlich besser dagegen ist die Spitzenlinie „Marqués del Real Tesoro”. Daraus verkosteten wir den Oloroso „Almirante”. Seine Trauben stammen aus der nach Südosten ausgerichteten Lage „Macharnudo Alto”, die etwas 135 m über dem Meeresspiegel liegt. Sie zeichnet sich durch die weißen “Albariza” Böden aus, die ein Austrocknen verhindern und die Reben auch im Sommer noch mit Wasser versorgen können. Ein typischer, gut gemachter Oloroso mit herber, zart süßer Frucht.
Das war eine Probe der offiziellen Pago-Weine und deren Anwärter aus der Gruppe „Grandes Pagos de España”. Etwas mehr als die Hälfte der Weingüter die in der Vereinigung „Grandes Pagos de España” zusammengeschlossen sind, konnten wir diesen Abend verkosten und uns ein Bild über die Qualität machen.
Die Weine hatten zeigten durchgängig eine hohe Qualität, man merkte aber auch, dass der Anspruch auf einen Pago-Status die Weine nicht automatisch über das Qualitätsniveau der umgebenden DO’s hebt.

Verfasser: Dieter Ockelmann

Probenergebnis Spanische Pago-Weine 13.09.2012 (pdf)

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