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Archiv für die 'Chronik' Kategorie

Chronik 2017

Erstellt von Dieter am 17. Januar 2018

Schwerpunktthema: Franken und Südfrankreich
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

19.01.2017   Das Neue Jahr begann mit alten Weinen – nein mit gereiften Weinen. Bei den meisten Weinproben kann man nur die jüngsten Jahrgänge verkosten und ein Großteil der Weine, vor allem im unteren Qualitätssegment, sind auch nur für den schnellen Konsum gemacht. So war es für uns ein großes Erlebnis, Weine vom Weingut F.J.Becker aus Eltville als Vertikale von 2001 bis 2012 von zwei seiner Rheingauer Lagen zu probieren. Es war erstaunlich, wie frisch und jugendlich diese Weine noch waren und wie gut sie die Jahrgangs­unter­schiede wiedergaben.

25.02.2017   Wie gewohnt, unsere Mitgliederversammlung ohne Wahlen. Daher hatten wir Zeit, über die Themen für zukünftige Weinproben im Jahr 2018 zu diskutieren. Damit alles nicht zu trocken war, gab es Weine aus Franken.

16.03.2017   Franken ist vor allem für seine Weißweine wie Silvaner, Müller-Thurgau und Riesling bekannt, aber der Rotweine-Anteil beträgt doch noch 18,8%. Die bekanntesten Rotweinlagen befinden sich am Untermain im Mainviereck (Bürgstadt und Klingenberg) sowie im badischen Taubertal (Badisches Frankenland, Tauberfranken). Wir beschränkten uns auf die Spätburgunder. Sie wichen für uns allerdings stark vom bekannten Bild der Spätburgunder vom Rhein (Ahr bis Baden) ab. Vielleicht war es aber auch eine Folge des 2014’er Jahrgangs.

04.05.2017   Unsere erste Probe mit einem Winzer aus Franken mussten wir vom April in den Mai verschieben, da Herr Reiss erst in der ersten Mai-Woche geschäftlich im Kölner Raum war. Dafür zeigte er uns aber ein Feuerwerk an Weinen und bewies uns, dass sein Weingut beim Gault Millau-Weinführer zu recht mit 3 Trauben ausgezeichnet ist.

18.05.2017   Das zweite fränkische Weingut Glaser-Himmelstoß aus Nordheim folgte. Durch Heirat war das Weingut 1977 aus einem Nordheimer Teil, der heute die gemein­same Betriebsstätte ist und einem Dettelbacher Teil, der jetzt für Vino­thek und das Restaurant genutzt wird, entstanden. So ist ein umfangreiches Portfolio an Weinbergslagen und Rebsorten entstanden, das vom Weingut geschickt genutzt wird, aufgrund von Lage und Ausbauart charaktervoller Weine zu produzieren.

22.05.2017   Unsere diesjährige Weinreise führte uns nach Sulzfeld in Mittelfranken. Wir besuchten die Weingüter Brennfleck und Zehnthof Luckert in Sulzfeld sowie Weltner in Rödelsee und Bickel-Stumpf in Frickenhausen. Alle Besuche zeigten uns, wie gut der Silvaner das Terroir wiedergeben kann. Auch die seltenen Silvaner-Varianten vom Grünen Silvaner wie Gelber, Roter und Blauer Silvaner gehörten zu unserem Programm. Und nach der Besichtigung der Feste Marienberg in Würzburg konnten die hartgesottenen Teilnehmer auch noch das Hoffest vom Weingut Reiss besuchen. Eine sehr interessante Tour, die uns die Augen für die hohe Qualität des Silvaners geöffnet hat.

29.06.2017   Unser drittes fränkisches Weingut war der Staatliche Hofkeller, eines der drei großen Weingüter in Würzburg. Der Weingutsleiter Herr Marcel von den Benken hatte uns aus der Vielfalt von etwa 100 Weinen eine interessante Probe zusammengestellt.
Durch die Beschränkung auf die zwei wichtigsten Sorten, Riesling und Silvaner in der Qualitätsstufe vom Gutswein bis zum Ersten Gewächs, konnten wir Weine von den verschiedenen Terroirs vergleichen. Vor allem die drei Weine aus den äußersten Ecken des Mains, aus Hörstein, Handthal und Hammelburg, zeigten untereinander besonders stark diese Terroir-Unterschiede.

20.07.2017   Sommerzeit bedeutet süffige Terrassenweine und daher sollten Rosé-Weine gut passen. (Obwohl der Sommer zu diesem Zeitpunkt schon in die Regenzeit übergegangen war.) Rosé-Weine sind seit einigen Jahren im Trend und so bot sich die Provence als typisches südfranzösisches Weinbau-Gebiet an. Unser Schatzmeister hatte mit viel Mühen die Weine besorgt, die von unbekannteren Erzeugern bis zu den bekannten Rosé-Wein Produzenten Chateau Miraval (ehemals von Pitt Brad und Angelina Jolie) und der Domaine Jas d’Esclans stammten.
Allerdings konnten viele der Weine uns nicht ganz überzeugen, da ihnen schon die Frische fehlte. Sicher auch die Folge davon, dass sehr viele mit einfachen Presskorken verschlossen waren und sie noch aus dem Jahrgang 2015 stammten.

17.08.2017   Für unsere Technikprobe zum Ausbau von Silvaner-Weinen konnten wir Herrn Menger und Herrn Steinmann vom Silvaner-Forum als Referenten gewinnen. Neben den Musterweinen zu Terroir, Ausbauarten und zu den Silvaner-Spielarten hatte sie auch noch einige Gewinner des Silvaner-Cups 2017 mitgebracht.
Eine tolle Verkostung, die uns endgültig vom Silvaner als „Königin der Weißweine“ überzeugt hat.

14.09.2017   Randersacker ist einer der bedeutenden fränkischen Weinbauorte und musste daher in unser Probenprogramm. Weinbruder Wilfried Schmitz hatte die Auswahl auf Silvaner, fast ausschließlich aus den Lagen Randersackerer Sonnenstuhl und Marsberg und auf 5 Weingüter aus diesem Ort begrenzt, So konnten wir den Einfluss von Terroir und Winzer auf die Weine gut erkennen

19.10.2017   Nach den Proben mit fränkischen Weinen standen nun noch drei Proben mit Weinen aus Südfrankreich an. Das erste Gebiet war die Rhone, das in Deutschland vielleicht bekannteste der Südfranzösischen Gebiete. Unsere Probe beschränkte sich die Südrhone, denn hier hat sich in den letzten Jahren viel an der Qualität verbessert. Viele unbekannte Gebiete wurden darauf in die Appellation Cotes du Rhone Villages aufgenommen und viele aus der Appellation Cotes du Rhone Villages wurden zu eigenen Appellationen aufgewertet. Da die Probenfolge nicht nach aufsteigender Weinqualität sondern nach den Regionen aufgebaut war, war das Verkosten schwieriger, aber zur Belohnung gab es zum Abschluss zwei Süßweine aus Beaume de Venise.

16.11.2017   Für unsere Südfrankreich-Proben zogen wir weiter nach Süden ins Languedoc.
Einst der französische Massenwein-Produzent, der nach dem Verlust der algerischen Kolonie auch die dicken, farbigen Rotweine ersetzen musste, hat sich hier viel getan. Viele engagierte Winzer haben die Hanglagen mit teilweise sehr altem Rebbestand genutzt und so einen gewaltigen Qualitätsschub erzeugt. Viele Regionen wurden nach der Qualitätssteigerung mit eigenen, neuen Appellationen belohnt.

02.12.2016   Für unser traditionelles Weihnachtsessen hatten wir dieses Jahr das Restaurant Wein am Rhein ausgesucht. Hier konnten wir zu sehr gutem Essen auch eine fantastische Weinbegleitung genießen. Und dass wir das richtige Restaurant ausgesucht hatten, zeigte sich auch daran, dass dem Restaurant im Herbst ein Michelin-Stern verliehen wurde. Es war für uns ein rundum gelungener Abend.

14.12.2017   Nochmals ab in den Süden ! Diesmal war das Roussillon als südlichstes Anbaugebiet vor der spanischen Grenze an der Reihe. Im Vergleich zur Rhone oder zum Languedoc ist dieses Gebiet bei uns weniger bekannt, aber es braucht seine Weinqualität vor den beiden anderen nicht zu verstecken. Auch hier sind aufgrund der Qualitätssteigerungen neue Appellationen eingerichtet worden. Sehr unter­schiedliche Böden von Kalkstein über Schotter bis zu Schiefer bringen Abwechslung in die Weine. Die höchste Sonnenscheindauer Frankreichs lässt dazu die Trauben gut ausreifen, was aber bei den guten Winzern nicht dazu führt, dass die Weine breit, überreif oder sogar marmeladig wirken, denn viele produzieren in höheren, kühleren Lagen und erzeugen so elegante, finessenreiche Weine mit gutem Säurerückgrat. Diese filigranen Weine konnten erstaunlicherweise gut gegen die vollreiferen, dickeren Weine bestehen.
Da das Roussillon etwa 80% der französischen Süßweine produziert (der größte Teil davon ist der Muscat de Rivesaltes), durften natürlich diese Weine nicht fehlen. Bei den beiden vorherigen Proben hatten wir schon Muscat-Weine probiert, sodass sich diese Probe auf die Grenache-betonten Weine aus dem Bereich Maury, Rivesaltes und Banyuls konzentierte.

Chronist: Dieter Ockelmann

 

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veran­staltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Referenten und und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr , verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2017

 

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Chronik 2016

Erstellt von Dieter am 17. Januar 2018

Schwerpunktthema: Ahr, Mittelrhein und Italien
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

21.01.2016   Für das neue Jahr wollten wir nicht so weit von Köln weg und so starteten wir mit der Ahr. Für das „Newcomer“-Weingut Gebrüder Bertram war Markus Bertram angereist und präsentierte das Sortiment, von den Basis-Weinen bis zu den Dernauer Top-Lagen. Wirklich tolle Topweine! Wobei wir doch recht erstaunt waren, dass die Ahrwinzer ihre Weißweinproduktion inzwischen erweitern, da in den warmen Sommermonaten verstärkt Weiß- oder Roséweine verlangt werden.

25.02.2016   Wie gewohnt, unsere Mitgliederversammlung ohne Wahlen. Daher verlief alles ruhig und die Zeit konnte für allgemeine Diskussionen verwandt werden. Damit alles nicht zu trocken war, gab es Weine von der Ahr und vom Mittelrhein

17.03.2016   Mit der Ahr gingen unsere Proben weiter. Diesmal mit dem Weingut Peter Kriechel, dem größten Weingut an der Ahr. Peter Kriechel zeigte uns überzeugend, dass man aus eine großen Palette an Weinbergslagen sowohl gute Basisweine als auch Spitzenweine machen kann. Für Frühburgunder ist das Weingut inzwischen der größte Erzeuger an der Ahr.

07.04.2016   Nein, Bergsteigen wollten wir nicht und auch keinen Vortrag über Bergtouren hören, aber. 4 junge Winzer zwischen dem Mäuseturm bei Bingen und dem Siebengebirge haben sich als die „Gipfelstürmer“ vom Mittelrhein zusammen­gefunden, um die Vielfalt der malerischen Landschaft, des Bodens, der Weine und der Persönlichkeiten, die dahinter stehen, zu repräsentieren. Gemeinsam wollen sie etwas bewegen. Mit Thomas Phillips hatten wir einen der Beteiligten, der uns die Weine vorstellte
19.05.2016   Viel Rheinburgen-Romantik und dafür nur einfache Weine für die Touristen aus aller Welt ? Nein so sollte es für uns nicht sein, wir wollten Besseres trinken. Das Weingut Matthias Müller ist das einzige am Mittelrhein, dem der Gault Millau 4 Trauben zubilligt. Daher haben wir ganz besonders gefreut, dass sich Mathias Müller die Zeit genommen hat, uns seine Kollektion persönlich vorzustellen. Dass ein korrekter und aufrichtiger Winzer wie Matthias Müller mit dem Weinnamen „Steil vor Lage“ Probleme mit der Weinkontrolle bekommen hat, verwundert uns, aber nicht alle können Wortspiele verstehen und akzeptieren.

 02.06.2016   Und noch einmal zogen wir gegen die platte Rheinburgen-Romantik zu Felde: mit Hilfe der „Mittelrhein-Riesling-Charta“. In dieser Charta verpflichten sich die beteiligten Winzer zu einheitlichen und strengen Qualitäts­richtlinien. Mit drei Weintypen soll der Riesling vom Mittelrhein charakterisiert werden. „Handstreich“ als filigraner, feinfruchtiger Wein mit max. 11% Alkohol und leichter Restsüße, „Felsenspiel“ als harmonischer, feinherber Riesling mit max. 13% Alkohol und „Meisterstück“ als vollreifer, trockener Wein mit mindestens13% Alkohol (quasi der „Wachauer Smaragd“ vom Mittelrhein). Heinz Uwe Fetz und Toni Lorenz haben uns diese Prinzipien anhand ihrer Weine erfolgreich erläutert.

04.08.2016   Ja diesmal waren wir Fußball-geschädigt ! Durch die Fußball-Europa­meister­schaft mussten wir unseren vorgesehenen Termin zum Thema Aosta-Tal. verschieben, damit die Fußballbegeisterten nicht mit den Hufen scharrten und vorzeitig die Probe verließen. Das Aosta-Tal ist mit ca. 500 ha das kleinste italienische Weinbaugebiet, wo unter teilweise extremen Bedingungen Weinbau betrieben wird. Hier werden noch viele autochthone Rebsorten angepflanzt und der Weinbau geht bis auf etwa 1150 m Höhe hinauf.
Entsprechend vielfältig aber auch chaotisch war das Angebot. Da in Deutschland nur sehr wenige dieser Weine zu beziehen sind, mussten alle Wein vor Ort besorgt werden.

18.08.2016   Theorie und Praxis passen selten zusammen. Diesmal hatten wir Glück, denn Dr. Randolf Kauer ist Dozent für Biologischen Weinbau in Geisenheim und besitzt gleichzeitig ein biologisch arbeitendes Weingut am Mittelrhein. Ohne ideologische Verbrämung präsentierte er uns die Prinzipien der verschiedenen Arten des biologischen Weinbaus und demonstrierte mit seinen eigenen Weinen, dass man damit auch hervorragende Weine erzeugen kann. Wir haben selten eine so klare und brillante Kollektion vom Mittelrhein verkostet.

15.09.2016   David gegen Goliath: Unsere ersten beiden Weinregionen in Süditalien waren die Basilikata mit 10.000 ha und Apulien mit 100.000 ha. Die Probe wurde in mühevoller Kleinarbeit vom Weinbruder Ceca Madzarevic zusammengestellt. Da in Apulien aber inzwischen neben den Massenerzeugern einige Topweingüter arbeiten, endete der Vergleich mit einem Unentschieden, wogegen keiner der Anwesenden etwas einzuwenden hatte.

22.10.2016   Mit der Regionalbahn an die Ahr zur Weinkulturreise, wann haben wir das schon mal gemacht. Aber für unsere kleine Gruppe wäre der Bus zu teuer geworden und die beiden besuchten Weingüter lagen jeweils dicht am Bahnhof. Goldenes Oktoberwetter hatten wir allerdings nicht mehr. Es war eher grau und kalt, Gottseidank war der Verkostungsraum im Weingut H.J.Kreuzberg gut geheizt. Und die Palette der präsentierten Weine im Weingut, zeigte die Spitzenposition des Gutes
Nach der ersten Probe stand der Besuch der Dokumentationsstelle Regierungsbunker an. 2 Std. Besichtigung im kalten Bunker bei Kunstlicht und in der Stimmung des Kalten Krieges der 60er bis 70’er Jahre, da waren wir froh, zur zweiten Weinverkostung in den warmen Probierraum im Weingut Burggarten zu kommen. Auch hier konnten wir wieder eine sehr gute Kollektion probieren.

27.10.2016   Rot gegen Weiß, damit hätte niemand vorher gerechnet bei unserer Italienprobe Kampanien und Kalabrien, aber aus Kampanien waren nur Weißweine in hoher Qualität zu erhalten. So probierten wir Weiß aus Kampanien und Rot aus Kalabrien. Trotzdem hatte Wilfried Schmitz als Referent noch viel Mühe, ein qualitativ gutes Programm zusammenzustellen. Dass ein Teil der Verkoster mit den autochthonen Rebsorten, vor allem bei den Weißweinen größte Probleme hatten, verwunderte nicht, denn der Unterschied zu den bekannten, deutschen Rebsorten ist doch deutlich.

17.11.2016   Das Chaos hat ein Ende genommen, das sollte für das Weingut Maibachfarm gelten. Nachdem der erste Verwalter wegen Unterschlagung verurteilt und gekündigt wurde, ging es im Weingut ziemlich durcheinander. Mit Alexander Weber hat das Weingut inzwischen einen jungen Betriebsleiter und Kellermeister, der frischen Wind in das Weingut gebracht hat und auch den für ein Bio-Weingut besonders schweren Jahrgang 2014 erfolgreich gemeistert hat. Mit ihm konnten wir eine interessante Palette 2013’er und 2014’er Weine verkosten.

02.12.2016   Für unser traditionelles Weihnachtsessen hatten wir das Restaurant Christoph Paul im Hopper ausgesucht. Schon früher war Christoph Paul in Köln eine anerkannte Institution, um gut zu essen. Dann ging er nach Pulheim und ist erst letztes Jahr wieder nach Köln zurückgekehrt. Er hat uns gezeigt, dass er sein Handwerk noch immer perfekt beherrscht und so wurde es ein rundum gelungener Abend.

 15.12.2016   Ab in den Süden ! Auch wenn draußen Schmuddelwetter herrschte, fühlten wir uns in südliche Gefilde versetzt. Weinbruder Werner C.Barth und Weinschwester Ulrike Ottersbach hatten die Aufgabe übernommen, eine Sizilienprobe zu organisieren. Eine angedachte Reise, um vor Ort Weine zu besorgen, kam nicht zustande, aber die Auswahl an Weinen in Deutschland war groß genug, um auch von hier aus eine Probe zusammenzustellen. Dazu gab es noch Olivenöl mit frischem, selbstgebackenem Ciabatta zu verkosten und zum Abschluss einige Cantuccini mit Marsala.

Chronist: Dieter Ockelmann

 

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veran­staltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Gönnern und den Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2016

 

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Chronik 2015

Erstellt von Dieter am 1. Januar 2016

Schwerpunktthema: Rheingau und Südafrika
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

15. Januar

Mit einem Riesenschritt über den Äquator nach Südafrika begannen wir das Jahr 2015.
Dem dort wärmeren Wetter geschuldet, starteten wir unser Südafrika-Programm mit Weißweinen.
Von den Neue-Welt-Weinen sind die südafrikanischen Weine den europäischen am ähnlichsten. Chardonnay, Chenin Blanc und Sauvignon Blanc waren unsere Rebsorten. Dabei überraschen uns vor allem Chenin Blanc und Sauvignon Blanc. Wenn sie aus kühlen, hoch gelegenen Gebieten wie Elgin und Walkersbay kamen, waren sie sehr schlank und mineralisch, ja sie waren so mineralisch dass ein Wein von der Hälfte der Verkoster die besten Bewertungen bekam, während die andere Hälfte mit der Mineralik nichts anfangen konnte und sie sehr niedrig wertete. Bei keiner Probe haben wir so intensiv darüber diskutiert.

19. Februar

Und weiter ging es mit südafrikanischen Weinen, diesmal mit den reinsortigen Rotweinen Cabernet Sauvignon, Syrah, Pinotage und Spätburgunder. Auch wenn Pinotage die autochthone Rebsorte Südafrikas ist, konnten sich die Verkoster nicht so recht dafür erwärmen, die beiden Pinot Noirs gehörten ebenfalls nicht zu den Favoriten und führten zu längeren Diskussionen. Cabernet Sauvignon und Syrah dagegen wussten zu gefallen.

12. März

Business not as usual – Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung standen Neuwahlen an. Drei Vorstandsmitglieder wollten aufhören, und drei neue haben wir als vollwertigen Ersatz gefunden. Unser Kellermeister hatte eine interessante Auswahl an Weinen aus dem Rheingau ausgewählt, die uns einen guten Vorgeschmack auf das diesjährige Thema Rheingau gab.

16. April

Wir hatten Trollinger aus Württemberg und Vernatsch aus Südtirol gegeneinander gestellt. Beides sind verschiedene Namen für die gleiche Rebsorte und beide gelten als Brot- und Butterweine, die eher für die Brettl-Jause geeignet sind. Für die Anwesenden war es schwer die Herkunft – Südtirol oder Württemberg – zu erkennen, es fehlte einfach die Erfahrung mit diesen Trollinger- und Vernatsch-Weinen.
Viele waren einfachere, aber sauberer Weine, die keine große Struktur besaßen, aber zu Speisen sehr gut passen können. Und sie gehören in die jeweilige Landschaft.

21.Mai

Mit dem ersten Weingut aus dem Rheingau ging es weiter. Das Weingut Flick war für uns unbekannt, denn es kommt aus dem äußersten Osten des Rheingaus. Was uns Rainer Flick dann aber präsentierte, war von allerbester Qualität ! Neben dem Wickerer Nonnberg gehört inzwischen auch der Hochheimer Königin Victoriaberg zu den Toplagen des Weinguts. Es war ein Fehler dieses Weingut bisher nicht beachtet zu haben, aber das haben wir ja nun glücklich geändert

04.-7. Juni

Unsere diesjährige Weinreise ging passend zu unserem deutschen Leitthema in den Rheingau. Dank des warmen Sommerwetters konnten wir am ersten Abend im Garten des Weinguts Kögler in Eltville sitzen und zu einem guten Essen dessen Weine probieren. Am nächsten Morgen ging es nach Rüdesheim zum Weingut Leitz. Nach einem Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein zu den Rüdesheimer Lagen konnten wir im Weingut eine tolle Auswahl an Weinen probieren. Von da aus fuhren wir zum Bio-Weingut Jakob Peter Kühn in Oestrich. Hier wird seit 2002 die Demeter-Philosophie gepflegt, so gut, dass das Weingut im Weinführer Gault Millau 2016 zum Weingut des Jahres gewählt und mit 5 Trauben auf eine Ebene mit dem Weingut Weil gehoben wurde. Die Weine hatten einen anderen, sehr charaktervollen, eigenwilligen Stil und waren von höchster Qualität. Den Abend verbrachten wir im Weingut Dieffenhart. Nach der Kellerbesichtigung und einer kleinen Weinprobe gab es im angeschlossen Restaurant das Abendessen.
Am Samstag führte unser erster Besuch zum Weingut von Fritz Allendorf. Trotz des Tages der offenen Keller ließ Fritz Allendorf es sich nicht nehmen, uns durch den Keller zu führen und uns auch seinen „Lichtraum“ vorzuführen. Es war überraschend, wie sich die Geschmackswahrnehmung des verkosteten Weines in Abhängigkeit von der Lichtfarbe änderte. Für den Nachmittag ging es zum Weingut Schloss Reinhardshausen. Herr Lergenmüller als neuer Besitzer setzte mit uns zur Insel Mariannenaue, seiner Monopollage, zu einem kleinen Rundgang über. Unseren Abend verbrachten wir im Kloster Eberbach bei der feierlichen Großen Konventsprobe des Rheingauer Weinkonvents.
Am Sonntag gab es für Interessierte noch eine Stadtführung durch Eltville.
Damit endete ein tolle Weinreise, die unser Weinbruder Wilfried perfekt organisiert hatte. Sogar das Wetter hatte mitgespielt.

26.Juni

Mit dem Winzer Heinrich Vollmer wagten wir den Spagat zwischen der Pfalz und Argentinien. Die Lebensgeschichte von Heinrich Vollmer hätte für mehrere Proben gereicht. Er sollte das Weingut seiner Eltern in Durbach übernehmen und studierte deshalb Weinbau in Frankreich und absolvierte ein Volontariat bei Bouchard. Dann aber überwarf er sich mit seinen Eltern und übernahm fast ohne eigenes Geld ein Weingut in Ellersheim. Er konnte Lieferant für die Lufthansa werden und damit wuchs das Weingut auf über 100 ha. Sein Hobby Bergsteigen hätte ihm dann fast das Genick gebrochen, denn er wurde am Annaconagua von einer Eislawine verschüttet und schwer verletzt. Nach aufopfernder Pflege durch Indios schaffte er es dann auf abenteuerlichem Weg zurück nach Deutschland. Als Dank für die Rettung gründete er in Argentinien ein Weingut, um den dortigen Indios Arbeit und Bildung zu geben. In Deutschland pflanze er dann als erster Cabernet Sauvignon, was damals illegal war. Nach einer Polizeiaktion und Entfernung der Rebstöcke drohte ihm 72 Tage Haft als Strafe, die in der Revision auf eine symbolische Geldstrafe reduziert wurde. Kurz danach erhielt er dann auch eine Pflanzerlaubnis für Cabernet Sauvignon. So wurde er der erste Winzer mit Cabernet Sauvignon in Deutschland. Nach der Probe stellte sich die Frage, was war nun interessanter, die Weine seiner beiden Weingüter oder seine Lebensgeschichte?  Es war für uns ein interessanter Abend, der sich in dieser Form nicht so schnell wiederholen wird.

30. Juli

Das Weingut Spreitzer gehört zu den ältesten Weingütern in Oestrich und kann auf eine Weintradition zurückblicken, die 1641begann. Seit 1997 wird das Weingut von den Brüder Andreas und Bernd geführt und Bernd präsentierte uns auch die Weine. Das Weingut verteidigte seinen guten Ruf mit einer untadligen Kollektion an trockenen und restsüßen Weinen. Dichte und Eleganz waren harmonisch gepaart.

20. August

Bei einer Präsentation der Weine aus dem Rheingau darf das Weingut Schloss Johannisberg nicht fehlen. Schon Goethe schwärmte von den Weinen und auch heute noch ist das Weingut eine rheingauer  Institution. Das Weingut gehört zur Oetker-Gruppe, genauso wie das Weingut G.H. von Mumm.
So probierten wir beide Weinlinien gegeneinander. Während von Mumm etwas mehr für die Konsum-Weine steht, ist Schloss Johannisberg eines der Rheingauer Flaggschiffe, war uns Herr Doktor mit seiner packenden Präsentation deutlich zeigte.

17. September

Das Weingut „Prinz von Hessen“ wurde 1957 vom alten Hessischen Adelsgeschlecht der Prinzen und Landgrafen von Hessen erworben und auf 34 ha ausgebaut. Seit 2005 leitet Dr. Clemens Kiefer die Geschicke des Weinguts, der uns auch die Weine präsentierte. Seit nicht mehr Scheurebe im Anbau ist, die in die Riesling-Weine verschnitten wird, sind die Weine vom Gutswein bis zum Ersten Gewächs gradliniger und klarer geworden. Auch die restsüßen Wein vom Qualitätswein bis zur Beerenauslese machten da keine Ausnahme. Sie alle zeigten, worin der Ruf der Rheingauer Rieslinge liegt. Eine Besonderheit war die Beerenauslese, die im kleinen Holzfass ausgebaut worden war und daher eher wie ein fruchtiger Sauternes schmeckte.

22.Oktober

Über das Weingut Robert Weil zu reden, wäre Eulen nach Athen zu tragen. Es war bis jetzt das einzige Weingut im Rheingau, das vom Gault Millau mit 5 Trauben ausgezeichnet ist.  Unser Weinbruder Uwe Lommertin hat uns einen repräsentativen Querschnitt präsentiert. Vom Gutswein in der 1-l Flasche bis zum Großen Gewächs aus dem Gräfenberg waren alle Wein kristallklar, ohne Fehl und Tadel. Dann kamen die restsüßen Wein, die noch einmal das Potential dieser Weine bewiesen. Vielen Dank an das Weingut, das für uns seine Schatzkammer geöffnet hat und uns drei Auslesen von 2006 bis 2004 zu Verfügung gestellt hatte. Das war ein Erlebnis und Beweis für uns, warum diese Weine international so hoch bewertet werden. Dem Weingut noch einmal herzlichen Dank !

19. November

In der Weinwelt tauchen stets neue Trends auf, so z.B. das Thema „Natural Wines“ (Natur Weine, Vin Nature), die in vielen Spitzenrestaurants auf der Weinkarte stehen. Die Bezeichnung „Natural Wines“ ist nicht allgemein definiert. Im eigentlichen Sinne sind es Weine die ohne Zusatz von erlaubten Hilfsstoffen wie Schönungsmitteln, Reinzuchthefen, Schwefel-(dioxid)-Zusatz etc. hergestellt werden und dadurch andere, nicht so fruchtige und manchmal auch leicht oxidierte Noten haben. Für dieses Thema konnten wir Sur-ki Schrade als Referentin gewinnen, die sich schon länger mit diesem Thema befasst und in Köln auch einen kleinen Laden mit Natural Wines, vor allem aus Frankreich, betreibt. Aufgrund des andersartigen, oft eigenwilligen Geschmacks werden die Weine meist nur als Tafelweine angestellt. So wurde auch unser Geschmack auf die Probe gestellt, vor allem ein Aramon-Wein aus dem Languedoc war sehr eigenwillig, Trüb, nur zart Rosé, herb adstringierend und mit deutlicher Säure. Danach hatten wir uns eingetrunken – oder wurden die Weine wieder gemäßigter? Wir erlebten einen diskussionsreichen Abend, der uns eine andere Weinwelt zeigte.

28. November

Das Weihnachtsessen der Weinbruderschaft fand dieses Jahr im Restaurant „maiBeck“, Am Frankenturm statt. Ein junges, aber sehr erfahrenes Team, in der Küche ebenso wie im
Service, überraschte uns mit einem sehr kreativen Überraschungsmenu ohne unnötige Schnörkel Dazu gab es eine perfekt abgestimmte Weinbegleitung. Mit Jan Cornelius Maier und Tobis Becker sowie Sascha Bauer im Service agierte ein hochmotiviertes Team, dass sich nicht ohne Grund einen Michelin-Stern erkocht hat.

17. Dezember

Nachdem wir das Jahr mit Südafrika begonnen hatten, beendeten wir es auch mit Weinen von dort: diesmal mit roten Cuvees. Die Probenfolge zu finden war schwierig, da fast alle Rebsorten miteinander verschnitten werden. So gab es als große Linie zuerst die Bordeaux-Cuvees, dann die Rhone-Cuvees. Von großen Erzeugern mit 220 ha bis zu kleinen Boutique-Weingütern war ein breiter Querschnitt an Weinen vorhanden. Die Bordeaux-Cuvees zeichneten sich durch festeres Tannin und mehr Holz aus, die Rhonecuvees durch mehr Frucht und leichte Gewürztöne. Die jüngeren Weine waren noch recht hart und kantig, die älteren zeigten, dass mehr Reife ihnen gut tat.

Chronist: Dieter Ockelmann

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veranstaltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Gönnern und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Weinfreundinnen und Weinfreunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2015

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Chronik 2014

Erstellt von Dieter am 25. Dezember 2014

Schwerpunktthema: Württemberg und Südamerika
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

16. Januar  Das Jahr begannen wir mit einem Riesenschritt über den „großen Teich“, gleich bis Argentinien.
Ernesto Dohnalek als Importeur klärte uns auf über die Rivalität zwischen Argentinien und Chile: wer ist der Größte und was hat der Eine, was der Andere nicht hat? Eindeutiger Gewinner des Abends: Weine aus der Rebsorte Malbec, reinsortig oder auch als Cuvée.
19. Januar  Schon 3 Tage später ging es mit einer Sonderprobe im privaten Umfeld weiter. Wir nutzten die Gelegenheit der Anwesenheit von Christian Dautel in Köln im Vorfeld zur VDP-Tour „Großes Gewächs“ und verdanken es den Beziehungen von Weinbruder Wilfried Schmitz, der diesen herausragenden Winzer zu einer privaten Sonderprobe bei sich und seiner Frau Hanne zuhause überreden konnte. Eine außerordentliche Probe mit einem jungen Nachwuchswinzer, von dem noch viel zu hören sein wird….Aber nicht vergessen: die Weichen hierzu stellte schon vor Jahren sein Vater: Ernst Dautel !
13. Februar  Nach dem deutschen Intermezzo jetzt ein Sprung auf die Westseite der Anden. Chile wurde uns präsentiert von dem wohl erfahrensten Importeur der Weine dieses Landes, Johannes Wattler vom Chile Weinkontor in Zülpich. Von dem Riesenangebot an Weinen, die dieses Land zu bieten hat, hatte Herr Wattler eine hervorragende Auswahl zur Verkostung angestellt, so dass nicht nur von den wenigen Weißweinen sondern auch und erst recht von den Rotweinen nachhaltige Eindrücke zurück blieben.
13. März  Business as usual – Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung standen keine Neuwahlen an. Wir konnten uns beliebigen allgemeinen Themen unseres Vereinslebens widmen und wurden dabei –versöhnend – beköstigt mit Weinen aus Württemberg von den Winzern Jürgen Ellwanger (Winterbach), Kistenmacher-Hengerer (Heilbronn) und Wachtstetter (Pfaffenhofen).
24. April  Ein Highlight dieses Veranstaltungsjahres: eine Blindprobe mit Discounterweinen und den diesen entsprechenden Winzerweinen – obwohl: mehrfach war es nur der voneinander abweichende Vertriebsweg, der den Unterschied ausmachte. In der Bewertung lagen die Weine relativ dicht beieinander. Nachdenkliches Stirnrunzeln lag über allen Augen. Was war das hier? Versteckte Kamera? Den lesenswerten Probenbericht von Weinbruder Jörg Kleimeier, der auch für die ausgewählten Weine verantwortlich zeichnete, sollten wir uns öfters zu Gemüte führen!!
08.-11. Mai  Unsere diesjährige Weinreise: an die Nahe. Kurzfassung: tolle Organisation – danke Wilfried Schmitz – tolle Winzerauswahl – nochmals danke Wilfried – und tolle Stimmung in der Truppe – Dank an alle ! Ja was gab’s denn eigentlich alles? Besuche auf den Gütern von Jakob Schneider, Hermann Dönnhoff, Emrich-Schönleber, Gut Hermannsberg und Familie Hexamer, ferner zwei wunderbare Mittagessen, einmal im Restaurant Weck in der Harmannshöhle und zum anderen im Landgasthof „Zur Traube“ in Meddersheim, fast gegenüber vom Weingut Hexamer und darüber hinaus auch noch eine selbst organisierte Weinprobe mit Weinen von Weingut Schäfer-Fröhlich. Wenn die Erinnerung nicht trübt, war es wohl gut, dass der Winzer an diesem Abend nicht bei der Probe anwesend war, denn wir hatten alle erhebliche Probleme mit den noch sehr dominanten Spontannoten in den Weinen….Nicht zu vergessen: die kulturelle Führung am Sonntagvormittag in Bad Kreuznach mit dem abschließenden Mittagessen im Brauhaus neben dem Gradierwerk!…..Eine tolle Weintour!!!
15. Mai  Winzergenossenschaft Heilbronn: In Ermangelung der unterstützenden Lektüre eines Probenberichts muss die Rückschau auf diesen Programmpunkt etwas verkürzt ausfallen, denn der Chronist erinnert sich nur noch an zwei wirklich gute Weine der mit Heilbronn inzwischen fusionierten Genossenschaft Grantschen, sowie einen zwar schönen Riesling der Jungwinzer der Genossenschaft Heilbronn, der unter dem Namen „Triebwerk“ vermarktet wird, der aber in seiner Qualität nicht der Preisvorstellung der Jungwinzer entsprechen mochte.
05. Juni  Aus unserer Mischung von Genossenschaften und Privatwinzern aus Württemberg war nun wieder ein Privatwinzer an der Reihe. Es besuchte uns Frieder Schäfer vom Weingut Eberbach-Schäfer in Lauffen a.N. Wir verkosteten die gesamte Bandbreite an typischen Rebsorten dieses Anbaugebietes, inkl. einiger aus Weinsberg stammender Neuzüchtungen. Einen Riesling ließ Herr Schäfer allerdings außen vor, da es seine Überzeugung war, dass die von der Rheinschiene stammenden Produkte besser aufgestellt seien. Dafür überzeugte uns dieses Weingut umso mehr mit seinen Rotweinen, die allesamt auch noch verbraucherfreundlich kalkuliert waren…Kaufen!!!
03. Juli  Ein weiterer Privatwinzer folgte im Juli mit dem Winzer Jürgen Zipf, Inhaber des gleichnamigen Weinguts in Löwenstein, gleichzeitig Mitglied in der Winzergruppe „Junges Schwaben“. Diesmal wurde uns eine ansehnliche Palette auch an Weißweinen geboten, die allesamt zu überzeugen wussten. Die Sympathien der Verkoster lag allerdings auch hier wieder bei den Rotweinen, die allesamt gut benotet wurden und einen sehr guten Eindruck hinterließen……Feins Stöffsche…!
14. August  Zur Abwechslung mal wieder eine Genossenschaft bei uns zu Gast, die Felsengartenkellerei Besigheim e.G, vertreten durch Frau Hilde Seitz. In dieser Probe wurde zu fortgeschrittener Stunde klar, dass diese Genossenschaft enorm gewonnen hatte durch die Aufnahme der benachbarten Genossenschaft „Weingärtner Ilsfeld“, die mit ihren Weinen unter der Bezeichnung „Schwarzer Rappe“ (aus der wichtigsten gleichnamigen Lage der Ilsfelder Winzer; inzwischen von den Kellermeistern in der Felsengartenkellerei ausgebaut) insbesondere die Rotweine bei dieser Probe beherrschten. Eine Fusion, die sich hinsichtlich der Weinqualität für die Felsengartenkellerei bezahlt gemacht hat.
18. September  Eine außergewöhnliche Probe mit Weinen aus dem Libanon, die zwar den Weinen aus der „Neuen Welt“ zugerechnet werden, allerdings aus einem der ältesten Anbaugebiete der Welt kommen. Schon länger bekannt: das Château Musar mit seinen überraschenden Auftritten bei internationalen Weinverkostungen. Aber was hat sich nicht alles getan in den vergangenen Jahren. Einen aktuellen Überblick verschaffte uns unser Bruderschaftsmeister Dr. Dieter Ockelmann mit einer ansehnlichen Auswahl von inzwischen qualitativ stark verbesserten Weinen von z.B. Château St. Thomas,
Chateau Aurora, Chateau Nakad, Chateau Qanafar und Chateau Ksara. Zugestanden: es handelt sich schon um ein sehr spezielles Anbaugebiet – und die Weine sind deshalb auch schwer im Handel zu finden….Dank an Dieter für diese – sagen wir Malbec – „Raritätenprobe“ !
23.Oktober  Nochmals Weine aus Lateinamerika, diesmal ohne Chile und Argentinien. Hier begegneten wir Brasilien, Peru, Uruguay – und Mexico. Na ja, wenn auch Mittelamerika. Aber dennoch hatte Weinbruder Jörg Kleimeier wieder mal ein gutes Händchen bei der Auswahl der Weine bewiesen. Bis auf einen übersprangen alle die 14-Punkte-Marke und bei den letzten 3 Weinen kratzten 2 an den 15 Punkten. Ein Uruguayer knackte sogar diese Hürde: eine Cuvée aus Tannat und Cabernet-Franc aus dem Jahrgang 2011. Mehr als ein Beachtungserfolg allemal.
20. November  Unsere diesjährige Technikprobe fiel etwas spät ins Jahr. Seit langer Zeit hatten wir mal wieder Herrn Dr. Rudolf Eibach vom JKI am Geilweilerhof zu Gast, der uns auf den neuesten Stand in der Entwicklung pilzresistenter Rebsorten bringen sollte. Ausgangspunkt war ein von Herrn Dr. Eibach mitverfasster Artikel in der Fachliteratur unter dem Titel „Der stille Fortschritt“, in dem über die Erfolge bei der Verbesserung der Pilzresistenz durch Eingriffe in die genetischen Ressourcen der Pflanzen berichtet wurde. Mit anschaulichem Bildmaterial (Laptop, Beamer, Leinwand) und natürlich auch mit den dazugehörigen Weinen geleitete uns Herr Dr. Eibach in diesen interessanten Fachbereich der Forschung.
06. Dezember  Nikolausessen der Weinbruderschaft im angesagten aber intimen Restaurant „Ox & Klee“ in
Köln in der Richard-Wagner-Straße: ein junges aufstrebendes Team in der Küche wie im
Service überraschte uns bereits zu Beginn mit ausgefallenem Fingerfood zum Sekt von Schloss Vaux. Das anschließende Überraschungs-Menü mit Weinbegleitung war angetan, wirklich jeden Gaumen zu verwöhnen. Das Vertrauen in die bis zum jeweiligen Gang für uns unbekannte Speisefolge hat sich wirklich gelohnt, zumal wir als Gäste Unverträglichkeiten und Abneigungen im Vorfeld ankündigen konnten. Mit Daniel Gottschlich (Küche) und Christoph Clemens (Service) agiert ein motiviertes Team, von dem man sicherlich noch mehr Gutes hören wird.

 

11. Dezember Vergleichsprobe Blaufränkisch gegen Lemberger. Zum Jahresabschluss gab es noch eine Blind­­- probe. Im Gegensatz zur letzten Vergleichsprobe waren die Weine aus Deutschland an ihrer
helleren Farbe und der etwas süßeren, burgunderartigen Frucht zu erkennen. Da die Qualitäten ver-
­gleichbar waren, ging es bei der Bewertung dann doch nach dem persönlichen Geschmack und so
hat recht durchgängig der eine Teil die Lemberger- und der andere Teil die Blaufränkisch-Weine höher gepunktet.

Chronist: Wolfgang Klug

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veranstaltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Gönnern und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Weinfreundinnen und Weinfreunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2014

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Chronik 2013

Erstellt von Dieter am 25. Dezember 2013

Schwerpunktthemen: die Pfalz und Österreich
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Rückblick…….

24. Januar

Mit Weinen der Weingüter Dr. Heger, Fischer und des Weinhauses Heger starteten wir in das neue Jahr 2013 – und die Messlatte wurde gleich sehr hoch gesteckt! „Das fängt ja gut an!“, hier  im wahrsten Sinne. Eine Probe als Fortsetzung der an gleicher Stelle von Joachim Heger präsentierten Probe mit badischen Silvanern. Einziger Reibungspunkt dieser Probe: der 2011er Fischer Sauvignon Blanc trocken Barrique. Zwei Fraktionen -Holz und Stahl- trafen aufeinander – und vertrugen sich – dank eines gut aufgelegten und kompetenten Kellermeisters Markus Mleineck.
21. Februar

Jahreshauptversammlung 2013 mit Nachtragswahl. Das Ausscheiden von Carla Beyer aus dem engeren Vorstand machte die Wahl eines/einer neuen zweiten Stellvertreters/Vertreterin des Vorsitzenden erforderlich. Die Wahl fiel auf Werner C. Barth, der sich bis dahin schon als Vorstandsbeirat zum Thema Satzungsänderung stark eingebracht hatte, so dass das Wahlergebnis nicht weiter überraschte. Ansonsten: „business as usual“
14. März

Ein weiterer Höhepunkt des Jahresprogramms ereilte uns mit dem Besuch des Betriebsleiters vom Weingut von Winning, Stephan Attmann. Der ist ja einfach nicht zu bremsen, nicht nur was sein Engagement im Betrieb betrifft, sondern auch beim Vortrag. Mit Leidenschaft vermittelte er uns sein Bild der Weinwelt, wie sie ihm vor Augen schwebt. Das begeisterte und wurde durch die herausragenden Weine auch noch untermauert. Eine Super-Probe!
11. April

Technikprobe: „Hefe ist nicht gleich Hefe“. Anstrengend, aber lehrreich und gut rübergebracht durch Projektleiter Achim Rosch vom Steillagenzentrum in Bernkastel-Kues. Andächtiges Schweigen beim konzentrierten Zuhören mit vielen daran anschließenden Überraschungen beim Verkostung der Weine aus unterschiedlichen Hefeanwendungen bescherten uns eine ganz besonders interessante Probe.
16. Mai

Im Mai besuchte uns eine -zumindest für viele von uns- Neuentdeckung: das Weingut Karlheinz Becker aus Heuchelheim-Klingen. Herr Becker überraschte uns mit außerordentlichen Weißweinen, vor allem mit herrlichem Silvaner, den Burgundersorten und seinen von unterschiedlichen Böden und Jahrgängen geprägten Rieslingen. Ein hoch interessanter Querschnitt durch seine Angebotspalette – zu animierenden Preisen! Diesen Namen wird man sich merken müssen.
13. Juni

Weingut Wageck-Pfaffmann aus Bissersheim, vertreten durch Thomas Pfaffmann, hatte ebenfalls eine Überraschung im Gepäck: neben den hervorragenden Weißweinen seines Hauses bescherte er uns einen Portugieser HW 31 aus einer anderen Welt! So kann Portugieser auch schmecken, man muß sich nur kümmern! Nicht nur mit diesem Wein hat das Weingut einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
27.-30. Juni

Unsere diesjährige Weintour nach Deidesheim und Forst war -vor allem wegen der Auswahl der besuchten Weingüter- ein besonderes Highlight: Bürklin-Wolf, Bassermann Jordan, Weingut von Winning, Mosbacher, Acham-Magin und Spindler. Wer damit nicht zufrieden war, ist selbst Schuld.  und wer meint, dass wir noch mehr hätten herausholen können, dem erwidern wir: in der Beschränkung zeigt sich der Meister! Nochmals herzlichen Dank an Weinbruder Wilfried Schmitz für die Organisation dieser tollen Tour unter bester Stimmung in der Truppe!
11. Juli

Der nächste Vertreter der Pfalz kam aus Freinsheim, das Weingut Rings. Unter schlechtem Vorzeichen –Andreas Rings war erkrankt, Steffen Rings ausgebucht- verpasste uns Antonia Platz eine Probe, die sich gewaschen hatte. Von einem Höhepunkt (2009er Sekt Pinot Brut) über den nächsten (2012er Riesling Ungsteiner Nussriegel) bis hin zum letzten Höhepunkt (2011er „Das kleine Kreuz“ mit Bordeauxtypizität) war alles vom Feinsten. Aber auch die Weine zwischen den Höhepunkten brauchten sich nicht zu verstecken. Beachtlich!
13. August

Übersichtsprobe der „Südpfalz-Connexion“ mit Volker Gies (Weingut Gies-Düppel) und Klaus Scheu (Weinhof Scheu). Sie präsentierten exemplarisch nicht nur ihre eigenen Weine, sondern auch diejenigen der übrigen Mitglieder dieser Vereinigung, die Weingüter Siener, Leiner und Kranz. Am Ende stand das beeindruckende Ergebnis aus dem gemeinsamen Projekt dieser Vereinigung, nämlich ein 2009er Gräfenhauser,Spätburgunder, die Wiederbelebung einer alten Legende. Es lohnt sich, die Details im entsprechenden Probenbericht auf unserer Homepage nachzulesen!.
12. September

Auweia….Sauvignon-Blanc-Blindprobe international, wieder einmal das Thema: „Artisten in der Zirkuskuppel, ratlos“! Aber Spaß macht es immer wieder und das nicht zu knapp. Wir lassen uns nicht entmutigen und werden an unseren Erfahrungen und Sinnesspeicherungen arbeiten bis zum Perfektionismus…glaub ich! (PS: Mal ehrlich: der 2007er „Tafelwein“ der Domaine des Maisons Brûlées war in Wirklichkeit gar kein Wein, oder……??  😉 )
10. Oktober

Unter Berücksichtigung unseres zweiten Schwerpunktthemas in 2013, nämlich Österreich, widmeten wir uns, geführt von unserem Bruderschaftsmeister Dr. Dieter Ockelmann, den Grünen Veltlinern aus der Donauregion. Die Reise begann im Weinviertel und ging über den Wagram, das Traisental, Kamptal, Kremstal hinunter in die Wachau mit ihrer dreistufigen Klassifikation, Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Insgesamt belegte diese Probe durch die Vielfältigkeit der verkosteten Weine, warum der Grüne Veltliner als die weiße Rebsorte Österreichs gilt.
14. November

Die steirische Weißweinszene folgte im November, ebenfalls präsentiert von unserem Bruderschaftsmeister. Es wurde unseren Geschmacksnerven ganz schön viel abverlangt, denn letztendlich mussten von uns West-, Süd- und Süd-Oststeiermark durchstreift werden – und es gab schließlich nicht nur Sauvignon Blanc zu verkosten. Aber auch die vielen Informationen von Dieter über die kulinarischen Möglichkeiten in diesem Landstrich gaben viel Lehrstoff ab. Gut für eine Urlaubsplanung!
16. November

Unser früheres „Weihnachtsessen“ hat sich inzwischen in ein herbstlich kulinarisches Treffen gewandelt, das in diesem Jahr in den Privaträumen von Käthe und Dieter Ockelmann stattfand, so dass bei der Speisenfolge des Menüs vom Orgateam selbst Hand angelegt wurde. Im Mittelpunkt stand ein unter „sous vide“ gegartes Rumpsteak am Stück mit einer „sauce bernaise“ – und alle Gänge wurden begleitet von Weinen aus dem Hausschatz des Organisationsteam.
14. Dezember In der Abschlussveranstaltung für 2013 verkosteten wir Blaufränkisch aus dem Burgenland. Einmal rund um den Neusiedlersee, so hieß die von Dr. Dieter Ockelmann ausgegebene Parole, der wir gerne folgten und damit in den Genuss eines bunten Straußes an Blaufränkischweinen kamen. Die Eindrücke sind zum Zeitpunkt dieser Niederschrift noch sehr frisch und müssen sich erst noch setzen und aufgearbeitet werden. Aber wir sind fast schon bei der Unterscheidung von Brauchtum und Tradition angekommen, was die Verkostung von Rotweinen in unserer letzten Jahresveranstaltung anbetrifft. Ein Termin, bei dem wir immer in Rotwein schwelgen können!.

Chronist: Wolfgang Klug

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veranstaltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Gönnern und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie/auf Euch zählen zu können!

Allen Mitgliedern, Weinfreundinnen und Weinfreunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2014, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2013

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Chronik 2012

Erstellt von Dieter am 25. Dezember 2012

Schwerpunktthema: Rheinhessen und Spanien

12. Januar

So früh war sie noch nie – die Jahreshauptversammlung, diesmal inklusive Neuwahlen! Spektakuläre Änderungen in unserer Struktur oder Satzung waren nicht erforderlich. Alles läuft in entspannter Atmosphäre ab und wir schauen positiv auf die kommenden Veranstaltungen dieses Jahres.

09. Februar

…und dieses Programm fordert uns gleich zu Anfang viel ab: das neue EU-Weinrecht, kompetent vorgetragen und analysiert von Weinkontrolleur Martin Kühn! Nicht, dass wir nur theoretisiert hätten, nein, es gab auch Flaschen-Beispiele, wie es künftig auf den Etiketten nicht mehr aussehen soll. Und diese Vorzeigeflaschen mussten natürlich geleert werden. So hatten wir mit fortgeschrittener Verkostung das Gefühl, dass der Lernstoff gar nicht mehr so trocken war…..

08. März

Wieder eine dieser geliebten aber auch gehassten Veranstaltungen, auf denen man vorgeführt oder gelobt wird, je nach dem, ob man bei den Weinen total daneben gelegen oder sie erkannt hatte: die Blindverkostung – diesmal mit deutschen Rotweinen. Man erinnere sich an die Irreführung gleich zu Anfang mit einem Rotling vom Juliusspital. War das überhaupt ein Rotwein? Jedem sein eigenes Waterloo, jedoch Anerkennung für die Weinschwester, die als einzige einen Merlot aus der Pfalz erkannte!

19. April

Weingut Thörle, vertreten durch Herrn Johannes Thörle, eröffnete den Reigen der Rheinhessenwinzer, denen wir uns in diesem Jahr besonders widmen wollten. Ein wahrlich guter Vertreter seiner Zunft, mit dem wir einen rasanten Start für unsere Verkostungen hingelegt haben. Sehr kontrovers: der Saulheimer Silvaner „Alte Reben“ 2010 im Vergleich zum 2011er, viel Diskussionsstoff, und der herausragende 2008er „Saulheimer Hölle“ Spätburgunder „R“ aus der Magnumflasche. Beeindruckend!

10. Mai

Ein weiterer hervorragender Vertreter der Rheinhessen-Winzer besuchte uns im Mai und zwar präsentierte uns Florian Fauth das Weingut Seehof aus Westhofen. Was für den Außenstehenden als holpriger Einstieg in diese Probe aussieht -vom Rieslingsekt brut, über den Spätburgunder „Derby“, einen grünen Silvaner bis hin zum Pinot Noir Rosé- war aber Methode, denn anschließend beeindruckte das Weingut mit seinen weißen Burgundern und den Rieslingen in einem Block und zusätzlich zum Schluss auch noch mit zwei Scheureben, grandios hiervon die TBA !! Das war feinstes Rheinhessen!

14. Juni

Es wird überhaupt nicht langweilig, im Gegenteil: nochmals ein Rheinhessen-Winzer, diesmal Jürgen Hofmann vom Sekt- und Weingut Hofmann in Appenheim, der uns zweimal zum „Fremdgehen“ animierte, denn er ist auch eingebunden in die Bewirtschaftung des Familienweingutes Willems-Willems an der Saar. So konnten wir zwei vergleichbare Weine unmittelbar nebeneinander verkosten und mussten am Ende unumwunden zugeben: es haut einen um, welch tolle Weine in Rheinhessen zu finden sind. Herausragend: die Rieslinge „Hundertgulden“ und „Oelberg“ als hauseigene „Große Gewächse“. Nicht zu vergessen: das Stichwort „Fritz Müller“, ein prickelndes Vergnügen mit einer eigenen Geschichte!

16. Juni

Unsere Weinkulturreise führte uns selbstverständlich ins Rheinhessenland. Das Wetter war uns diesmal allerdings nicht wohl gesonnen, doch auf der Hinfahrt genossen wir gut improvisiert unser „zweites Frühstück“ mit Sekt im Schutze großer „Sonnen“-Schirme des Schnell-Restaurants „Goldene Möve“. Unser Weinbruder und Schatzmeister Axel Daub hatte es gut eingefädelt, dass wir uns mit der Geschichte und einigen eindrucksvollen Resten der alten Kaiserpfalz in Ingelheim auseinandersetzen konnten. Ein fast übermotivierter Führer brachte uns eine leichte Verspätung zum Mittagessen in der Bingener Vinothek ein, was wir aber mit einem flotten Gang zum Weingut Hemmes (alte Dorfschule) wieder wettmachen konnten, so dass unsere Stimmung durch eine gute Probe und ein gutes Essen wieder ins Plus drehte..

05. Juli

Und es folgte noch ein rheinhessischer Winzer. Es besuchte uns Johannes Geil-Bierschenk vom Weingut Oekonomierat Johann Geil Erben aus Bechtheim. Auch dieses Weingut dokumentierte durch das durchgängig hohe Niveau seiner Weine (siehe unsere Weinpunktung nach Verkostung) die derzeit gute Qualität rheinhessischer Weine insgesamt. Wir glauben inzwischen: sie ist noch steigerungsfähig.

23. August

„Last but not least“: Jens Bettenheimer vom gleichnamigen Weingut in Ingelheim. Seine Qualitäten lagen sowohl in schönen Sylvanern, beeindruckenden Roten (Früh- und Spätburgundern) als auch im süßen und edelsüßen Bereich. Unsere Weinbeurteilung brachte es auf den Punkt. Weinbruder Uwe Lommertin hatte uns da einen beachtlichen Fisch an Land gezogen-

13. September

Bewegung unter den Mitgliedern verursachte in diesem Jahr zweimal Programmumstellungen. Eine davon bescherte uns eine Probe durch unseren Bruderschaftsmeister Dieter Ockelmann, der uns mit der neuen spanischen Kategorie der Pago-Weine bekannt machte. Zur Begriffserläuterung verweist der Chronist hiermit auf die von Dieter Ockelmann in dessen Probenbericht gemachten Ausführungen und den dort genannten Quellen. Fest steht: es war eine „Hammerprobe“ – aber auch eine unserer teuersten Proben „ever“  Halt! Es kommt ja im Dezember noch die Bordeaux-Probe….!?

25. Oktober

Der Oktober stand wieder im Zeichen der Rheinhessenweine, allerdings diesmal präsentiert durch ihr Topsegment der Selections-Weine. Hier hatten wir die einmalige Chance, zusammen mit den Selections-Weinen, die es auch zu unserer Jubiläumsfeier geben sollte, einen fast kompletten Überblick zu bekommen. Unsere Erwartungen aufgrund der bisherigen Verkostungserfahrungen wurden nicht enttäuscht. Axel Daubs sichere Hand hatte eine feine Auswahl getroffen, immer mit dem Auge auch dafür, dass unsere Jubiläumsfeier trotz dieser Probe noch gut bestückt sein würde. Topweine -und es gibt noch viele davon- auf einer Topprobe!

17. November

30 Jahre Weinbruderschaft zu Köln e.V. !! Wert hätte dies gedacht! Ein wenig stolz dürfen wir schon sein, denn es sah ja nicht immer so rosig aus. Zur offiziellen Feier hatten wir uns ganz an unseren Veranstaltungsort verzogen und lauschten einem unterhaltsamen, informativen und gut gelaunten Bernd Kern, Geschäftsführer des Rheinhessenwein e.V., der uns Einzelheiten zur Entwicklung des Weinanbaus in Rheinhessen vermittelte, ein Vortrag, gespickt mit Anekdoten und Versen rund um den Wein. An dieser Stelle deshalb noch mal ein herzliches „Danke schön“ an den Rheinhessenwein e.V. für seine Unterstützung bei der Beschaffung der Weine und des Informationsmaterials und auch an Herrn Kern für sein persönliches Engagement!

22. November

Als letzte Probe zu unserem zweiten Jahresschwerpunktthema „Spanien“ schenkte unser Bruderschaftsmeister Dieter Ockelmann völlig unterschiedliche Weine aus, um uns einmal einen Überblick über die Vielfalt der autochthonen spanischen Rebsorten zu geben. Von Pardillo, Viura und Verdejo bis hin zu Tempranillo, Monastrell und Bobal war alles dabei und noch vieles mehr. Erwartungsgemäß sprudelte die Punktung erst nach der Verkostung der Rotweine. Und so ist es nicht verwunderlich, dass von den 13 verkosteten Weinen nur der Tempranillo -an siebter Stelle getrunken- und die letzten 4 Weine es über die 15-Punkte-Hürde schafften, wobei der letzte Wein -ein Granacha- sogar über die 16er-Grenze ging, allerdings bei einem Anschaffungspreis von ca. EUR 40,– pro Flasche. Ein etwas ernüchterndes Ergebnis.

13. Dezember

Bordeaux!! Auf diese Probe hatten wir uns schon gefreut, als sie noch in der Planung war, zumal wir sicher waren, in Weinbruder Bernd Kögler einen kompetenten Organisator gefunden zu haben. Diese Erwartung hat er mit Bravour übererfüllt. Junge zugekaufte Jahrgänge stellte er gereiften Weinen aus seinem eigenen Keller gegenüber. Da fragt man sich, was hat Bernd Kögler noch alles in seinem Keller gelagert?! Man möchte dort gerne mal Mäuschen spielen oder sich dort über Nacht heimlich einschließen lassen. Summa summarum: Top-Weine verbunden mit einem Top-Vortrag. Man könnte meinen, er sei im Bordelais groß geworden und zwar anstatt mit Muttermilch mit Bordeauxweinen.  Danke, Bernd, für diesen exzellenten Jahresabschluss in der WBS.

Chronist: Wolfgang Klug

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Chronik 2011

Erstellt von Dieter am 29. Dezember 2011

24. Januar –  Technikprobe – Kellerfehler

….und da erinnern wir uns gerne an die übliche „Technikprobe“ am Anfang eines jeden Jahres. Sie befasste sich diesmal mit Fehlern im Wein. Beeindruckend unterstützt wurden wir dabei von dem Önologen Frank John, der auch die Weine für uns zusammengestellt hatte. Ohne seine Hilfe wäre so mancher dieser angestellten Weine auch ohne Beanstandung bei einer Verkostung durchgegangen. Wohl dem, der einen „geschulten Gaumen“ hat.

10. Februar  – Weissweine aus der Schweiz

Als Auftakt für 2 Proben mit Schweizer Weinen – einmal weiß und einmal rot – bescherten uns Carla und Christian Beyer im Februar Weißweine von ausgefallenen aber interessanten Rebsorten, Weine weit jenseits von Chasselas und Fendant – doch: einen Fendant gab es schon noch, doch der ging als zweit Schlechtester in der Punktung unter. Dafür war die Begegnung mit den anderen Weinen umso interessanter. Dank an Carla und Christian für die enorme logistische Leistung bei der Zusammenstellung der Probe !

10. März – Hauptversammlung

Für den März hatten wir unsere Jahreshauptversammlung angesetzt. Da keine Vorstands-Wahlen und auch sonst keine gravierenden Ereignisse zur Diskussion anstanden, verlief die Versammlung in ruhigem Fahrwasser. Auch die durch Ausscheiden eines Mitglieds erforderliche Neuwahl der Kassenprüfer konnte durch freiwillige Neumeldungen entspannt von statten gehen.

14. April – Prinz zu Salm-Dalberg’sches Weingut, Wallhausen

Einer der Höhepunkte in dem verflossenen Jahr kündigte sich mit dem Besuch des Prinzen Felix zu Salm-Salm an, der uns mit seiner lockeren aber verbindlichen Art sowohl mit den familiären Verhältnissen als auch mit den weinbetrieblichen Gegebenheiten des „Prinz zu Salm-Dalberg’schen Weinguts“ vertraut machte. Nebenbei ließ er auch einige Worte über sein eigenes Weingut, der Villa Sachsen in Bingen, fallen, dessen Weine er unter dem Markennamen „Rheingraf“ vermarktet. Jedem Interessenten sei an dieser Stelle das Probenprotokoll auf unserer Website empfohlen mitsamt der Auswertung. Gerne erinnert der Chronist an das „GG“ aus 2009 vom Roxheimer Berg, das an diesem Abend als Sieger aus der Verkostung hervor ging.

12. Mai – Weingut Hahnmühle, Mannweiler-Cölln

Als weitere Nahevertreterin hatten wir Frau Martina Linxweiler vom Öko-Weingut „Hahnmühle“ zu Gast in Deutz. Ihre erfrischende und fundierte Art, uns ihre Weine zu präsentieren, ließ uns alle aufhorchen, gespannt zuhören und natürlich intensiv genießen, darunter so interessante Weine wie den Alsenztaler Mischsatz aus dem Jahre 2010 in einer trockenen und einer feinherben Version. Darüber hinaus wurden wir mit einer interessanten Familiensaga konfrontiert und erlebten dabei eine bemerkenswerte Moderatorin, die nicht nur über Wein etwas erzählen konnte.

28. Mai – Weinkulturreise an die Nahe

Bei einem Jahresschwerpunktthema wie dem Nahewein liegt es „nahe“, dass wir auch unsere Weinkulturreise an die Nahe gemacht haben. Abfahrt ab Deutz mit einer Überraschung: Sicherheitseinweisung wie in einem Flugzeug. Saßen wir wirklich in einem Bus? Dann aber vor Ort das „Orgel-ART-museum“ in Windesheim, vorab ein kleiner Imbiss und dann mit zeitlich gut gesetzten Wechseln zwischen musikalischen Darbietungen und Weinverkostungen, begleitet von dem Weingut Poss. Das anschließende Mittagessen im Restaurant Kaiserhof in Guldental hat wohl nachhaltigen Eindruck hinterlassen, der aber dann doch noch übertroffen wurde, von der durch Caroline Diel betreuten kleinen Weinprobe im Weingut Diel. Den Abschluss bildete schließlich eine Probe auf dem Weingut Göttelmann, präsentiert von Herrn Götz Blessing, mit bester Gelegenheit, sich vor Ort mit einem Winzerteller für die Rückreise zu stärken.

09. Juni – Weingut Korrell – Johanneshof, Bad Kreuznach-Bosenheim

Noch einmal Naheweine. Diesmal vom Weingut Korrell „Johanneshof“, eine Probe der anderen Art, denn wegen der starken Vermarktung der Weine über die gehobene Gastronomie leistet sich dieses Weingut einen ausgebildeten Sommelier, Herrn Martin Bartsch, als Kundenberater – und fährt nicht schlecht damit. Es waren nicht nur die Weine, die uns sehr zu gefallen wussten (Star des Abends: ein 2010er Kreuznacher Paradies „Goldkapsel“ Riesling Spätlese trocken!!), sondern auch der ein oder andere Blick hinter die Kulissen des Sommelier-Berufes. Ein hoch interessanter Abend! Danke für diesen Einblick und Ihre offenen Worte, Herr Bartsch!

14. Juli – Weingut Kruger-Rumpf, Münster-Sarmsheim

Als vorletzten Vertreter der Weinriege von der Nahe besuchte uns im Juli das Weingut Kruger-Rumpf, vertreten durch Herrn Georg Rumpf, dem Juniorchef an der Seite seines Vaters Stefan. Die Punkteauswertung bringt es an den Tag: eine ganz hochwertige Probe mit keinem Wein unter 14, aber dafür drei Weinen über 16 Punkte. Dem Chronisten scheint da etwas entgangen zu sein; er war verhindert! Schade….-auch wegen der ausgiebigen Diskussion über die Schaffung eines Markenweines – Ergebnisoffen!

11. August – Rebsortenprobe Weissburgunder als Blindprobe

Unser aller Lieblingsprobe, bald wieder hoffentlich jährlich: die Blindprobe, diesmal mit Weißburgundern und damit sehr anstrengend, weil alle Weine mit sehr dicht beieinander liegenden Typizitätsnoten ausgestattet waren. Ausgesucht von unseren Weinbrüdern Axel Daub und Wolfgang Klug. Zwei Ausreisser: der Vertreter aus dem Elsass (negativ) und der Weißburgunder vom Lindenhof (Nahe, positiv). Da mussten sich auch ein Wittmann, Dönnhoff oder Brennfleck warm anziehen. Überraschung: ein 2009er vom Weingut Karlheinz Becker aus Heuchelheim-Klingen.

08. September – Weingut Dr. Crusius, Traisen

Als letzter Vertreter der -alles in allem – Top-Nahewinzer in 2011 besuchte uns Dr. Peter Crusius vom gleichnamigen Weingut Dr. Crusius in Traisen. Er verstand es, mit seiner Weinauswahl noch einmal einen Höhepunkt in der Reihe der Naheweinverkostungen zu markieren, so dass wir einen würdigen Abschluss hatten und unseren Frieden mit den Naheweinen machen konnten: besser ging nicht, doch viele Weine blieben unverkostet. Naheweine noch einmal? Jederzeit wieder!

13. Oktober – Rebsortenprobe St.Laurent

Im Rahmen der Rebsortenverkostungen ging es im Oktober um den St Laurent und zwar im Vergleich zwischen Deutschland und Österreich. Leicht zu beantwortende Frage: welches Anbaugebiet hatte die Nase vorne? Unterm Strich: Österreich. Aber die deutschen Winzer brauchten sich nicht zu verstecken; z.B. Dreissigacker (Bechtheim) oder Klein (Hainfeld). Dafür gab es auf österreichischer Seite auch Enttäuschungen, wohl wegen der hohen Erwartungshaltung: z.B. Rosi Schuster oder Paul Achs. Aber wir wollen nicht auf Spitz oder Knopf einen Gewinner oder Verlierer ausgucken: es war für alle eine lehrreiche Probe, um uns den
St. Laurent als anspruchsvolle Rotweinsorte näher zu bringen.

10. November – Frühburgunder in Deutschland

In einer weiteren Rebsortenverkostung widmeten wir uns dem deutschen Frühburgunder. Uwe Lommertin und Oliver Henke zogen dabei alle Register, um uns von den Qualitäten des deutschen Frühburgunders zu überzeugen. In einer aufgelockerten und profunden Probe genossen wir einen wohl repräsentativen Querschnitt dieser Rebsorte und danken den beiden Moderatoren für ihr Engagement und ihren Fleiß bei der Zusammenstellung und Durchführung der Verkostung.

08. Dezember – Rotweine aus der Schweiz

Um den Bogen zurück zu spannen zum Februar, schlossen wir unser Probenprogramm im Dezember mit Rotweinen aus der Schweiz. Skeptisch erwartet von fast allen Weinschwestern und Weinbrüdern, geprägt durch vielfältige schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit. Carla und Christian Beyer hatten sich allerdings so „ins Zeug gelegt“, dass  auf jeden Fall spätestens ab dem Wein Nr. 6 allen Probenteilnehmern klar wurde, dass hier Köstlichkeiten im Glas stehen, die einen Vergleich mit anderen Anbaugebieten nicht zu scheuen brauchen – insbesondere beim Spätburgunder/Pinot Noir. Über die logistischen Probleme der Weinbeschaffung braucht an dieser Stelle kein Wort mehr erwähnt zu werden (s.o.), dafür aber nochmals ganz herzlichen Dank für Eure Mühe und die vielen neuen Erkenntnisse auf Seiten der Probenteilnehmer !!

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Chronik 2010

Erstellt von Dieter am 23. Dezember 2010

14. Januar 2010 – Silvanerprobe mit Joachim Heger

Mit einer Silvanerprobe von und mit Joachim Heger starteten wir in das neue Jahr – und staunten nicht schlecht über die Qualität im Glas. Kein Wunder: handelt es sich doch bei Ihringen um eine der letzten badischen Bastionen für den Silvaneranbau, mit dem größten Anteil an gemeindlichen Silvaneranlagen und mit der örtlichen Genossenschaft als größtem Silvanererzeuger in Deutschland. – Ja glaubt man’s denn?

Ja… – bitte nachlesen im Probenbericht!!

11. März  2010 – Vergleichsprobe mit den vier großen Weingütern in Würzburg

Von Baden nach Franken und dort insbesondere zu den vier großen Weingütern in Würzburg: Juliusspital, Bürgerspital, Staatlicher Hofkeller und Weingut am Stein. Allein die Historie dieser Weingüter ist schon abendfüllend. Aber dann auch noch ihre Silvaner zu verkosten, das hatte etwas. So tat sich an diesem Abend auch ein „primus inter pares“ für auf, nämlich das Juliusspital, aber doch ganz eng zusammen mit den übrigen Erzeugern. Ein Blick in die Punkteliste der Weine gibt Aufschluss darüber.

15. April  2010 – Weingut Brennfleck aus Sulzfeld

Hugo Brennfleck selbst bemühte sich nach Köln und belohnte uns mit einer ansprechenden Probe, in der auch wieder der Silvaner eine wichtige Rolle spielten. Doch nicht nur damit überzeugte er uns locker von der Qualität seiner Weine sondern auch die Rieslinge und die Burgundersorten -weiß wie rot- wussten zu gefallen. Das Ergebnis: eine dichte und mit wenig Spannbreite versehene Beurteilung seiner Weine auf hohem Niveau. Ein Highlight!

08.Mai 2010 – Eintägige Weinkulturreise in der Rheingau

Unsere Weinkulturreise in den Rheingau begannen wir mit einer Führung im nicht öffentlich zugänglichen Teil von Schloss Vollrads, bei der gleichzeitig exemplarische Weine zum Verkosten gereicht wurden: schönes Ambiente und gute Weine stimmten uns ein. Anschließend im Weingut Weil: Kontrastprogramm. Hatten die überhaupt mit uns gerechnet? Doch, ich glaub schon, schließlich wurden wir ja doch noch begrüßt von Herrn Wilhelm Weil, einem unserer Ehrenmitglieder. Unsere gute Laune war ohnehin nicht klein zu kriegen, denn unterwegs zum Weingut Weil überraschte uns Johannes Ohlig an einer Wegekapelle mit einem stärkenden Trunk. Den Abschluss bildete ein Besuch auf dem nicht allen von uns bekannten Weingut Speicher-Schuth. Aber was für ein Abschluss: überraschend hohes Qualitätsniveau, das beweist, dass man nicht unbedingt die Weine der ersten Garde der Winzer im Glas haben muss.

20.Mai .2010 – Weingut Rudolf May aus Retzstadt

Ein weiterer fränkischer Winzer auf unserer Agenda war Rudolf May vom gleichnamigen Weingut in Retzstadt. Dem Chronisten aufgefallen beim Genuss eine Flasche Silvaner (da ist er wieder) in einem Restaurant, dann aus Neugier besucht auf seinem Hoffest und danach stand fest: dieser Winzer gehört zu uns nach Köln geholt! Das war schon „großes Kino“ an diesem Abend und sicher auch ein weiterer Höhepunkt in unserem Jahresprogramm 2010.

10.Juni .2010 – Die Winzergenossenschaft Divino aus Nordheim

Neben den Privatwinzern sollte man aber nicht die Genossenschaften in Franken vergessen und so haben wir uns einen Besuch durch die Divino Nordheim – vertreten durch Herrn Norbert Glaser- gegönnt, die für ihr konsequentes Qualitätsstreben die Auszeichnung Winzergenossenschaft des Jahres 2010  zu recht verdient hat, wovon wir uns an diesem Abend überzeugen konnten. Tolle Weine zu einem fairen Preis!

08.Juli 2010 – Südwestfrankreich

Das zweite Schwerpunktthema dieses Jahres, nämlich Frankreich, bedienten wir mit Weinen aus dem Südwesten des Landes, präsentiert durch unsere Weinfreunde Carla und Christian Beyer. Bei widrigen äußeren Umständen – draußen 34° im Schatten – war die die Akzeptanz der Weißweine sehr zurückhaltend, obwohl vom Kellermeister gut gekühlt ins Glas gebracht. Vielleicht lag es ja an den uns weniger bekannten weißen autochtonen Rebsorten dieses Anbaugebietes. Dafür aber fanden sich alle wiedervereint in der Bewertung der Rotweine. Na, geht doch! – Kompliment nochmals an unseren Kellermeister Jörg Kleimeier wegen der Weintemperierung!

12.August 2010 – Chardonnays aus dem Südburgund

Das Thema Frankreich wurde gleich im nächsten Monat mit Weißweinen aus dem südlichen Burgund fortgesetzt. Bei den ersten Vertretern war die Euphorie in der Verkostungsrunde nicht gerade groß. Das änderte sich aber schlagartig bei den Weinen des Mittelfeldes der Probe von der Domaine Thibert Père et Fils, die deshalb hier noch einmal besonders erwähnt werden sollte – und nicht zu vergessen dann der krönende Abschluss mit der Domaine Robert Denogent. Diese Weine versöhnten mit so mancher Enttäuschung.

09.Septermber 2010 – Technikprobe zum Thema Korken

Unsere traditionelle „Technikprobe“ lag dieses Mal etwas spät im Jahresablauf und hatte „Naturkork und alternative Verschlüsse“ zum Thema. Als Experten hatten wir Herrn Brandlhuber von der Firma Syncor zu Gast, der die „undankbare“ Aufgabe hatte, uns durch diese „trockenste Probe des Jahres“ zu führen: genießerisch ein Flopp, aber informativ ohne Ende. Nun ja, wir wollten es ja so! Empfehlung an alle: Probenbericht hierzu einsehen – und wer noch mehr über dieses Thema erfahren möchte, der sollte dann auch den dort angegebenen Links ins Internet folgen.

07.Oktober 2010 – Loire-Probe

Im Oktober setzten wir das Thema Frankreich mit Weinen von der Loire fort. Hierbei fanden wir dankbare Unterstützung durch das Weinhaus FUB in Siegburg und besonders durch Herrn Martin Henseler bei der Probenzusammenstellung und Herrn Thomas Bleyelschmidt mit seiner unterhaltsamen und lehrreichen Moderation. Ein oft schwieriges und sehr breit gestreutes Spektrum an Weinen begegnete uns in dieser Probe. Umso dankbarer sind wir im Nachhinein für die fachmännische Unterstützung!

18.November 2010 – Charta-Weine aus Luxemburg

Im November besuchte uns jetzt schon zum zweiten Mal ein lieb gewonnener Winzer aus Luxemburg, Jean-Paul Krier, der diesmal nicht seine eigenen Weine vorstellte sondern Weine von seinen Kollegen aus der „Privatwenzer“-Vereinigung, die diese unter die strenge Kontrolle der Interessengemeinschaft „Charta-Weine“ stellen, um sie nach Überwindung deren Prüfungskriterien als gehobene Qualitäten in einem höheren Preissegment vermarkten zu können. Bei den Rieslingweinen war die Resonanz im Verkosterkreis verhalten, aber bei den Burgundersorten konnten die angestellten Weine voll überzeugen.

09.Dezember 2010 – Rote Burgunder von der Cote d’Or und Cote Chalonnaise

Die Abschlussprobe für das Jahr 2010 wurde mal wieder von unserem Bruderschaftsmeister Dr. Dieter Ockelmann bestritten und zwar mit roten Burgundern aus Frankreich. Es ist nicht nur sein profundes Wissen über diese Weine, das uns imponiert, sondern man merkt, es geht ihm hier um eine Herzensangelegenheit. So begegneten wir in dieser Probe Weinen in der Bandbreite von „akzeptabel“ bis „große Klasse“ – und vor allem Weinen als Auslöser für angeregte Diskussionen, wie auch die Punktung gezeigt hat.

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Chronik 2009

Erstellt von Dieter am 18. Dezember 2009

15.Januar 2009 – Technikprobe mit dem Oenologen Frank John

Höhere Gewalt im Januar 2008 hinderte Herrn John an der Durchführung der geplanten Probe „Fehler im Wein“. Diese konnte nunmehr mit einem Jahr Verspätung anhand vieler –anonymer- Beispielfälle eindrucksvoll nachgeholt werden. Die Probe kam so gut bei den Mitgliedern an, dass eine Wiederholung – mit anderen beispielhaften Fehlern – unbedingt erwünscht ist. Schon aus Trainingsgründen, denn zugegeben, viele der uns vorgeführten Weinfehler hätten wir ohne seine sachkundigen Hintergrundinformationen gar nicht erkannt! Ein Lehrstück in Sachen Weinsensorik!

 

 

12.Februar 2009 – Jahreshauptversammlung mit Wahlen

Bei großer Teilnehmerzahl lag der Schwerpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung auf der Wahl des neuen Vorstands. Der Bruderschaftsmeister, Dr. Dieter Ockelmann, wie auch sein 1.Stellvertreter Wolfgang Klug und seine 2.Stellvertreterin Carla Beyer konnten sich
über stabile Mehrheitsverhältnisse freuen. Ohne Probleme fand auch der Wechsel im Amt des Schatzmeisters statt, bei dem Axel Daub wohlgeordnete Verhältnisse von seinem Vorgänger Paul Mangasser übernehmen konnte.

Die Weinbruderschaft zu Köln möchte sich an dieser Stelle noch einmal für die jahrelange vorbildliche Buchführung bei dir bedanken, lieber Paul.

Nicht unerwähnt lassen möchten wir noch die Wiederwahl von Jörg Kleimeyer als altem und neuem Kellermeister, sowie die neue Zusammensetzung des Beirats mit Helmut Dippold, Dr. Lothar Grellmann und Uwe Lommertin.

 

 

12.März 2009 – Die Leitsorte Sangiovese in der Toskana

Seit langer Zeit wurde erstmals wieder die Toskana-Fraktion bedient! Aber davon hatten alle etwas, denn es war eine sehr spannende Probe, die uns eines gelehrt hat: wenn es um das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Toskanaweinen geht, sollte man immer ein Auge auf die Rossi di Montalcino werfen, denn: mehr Weingenuß fürs Geld als bei den Chianti Classici. Deshalb war nicht überraschend: ganz oben in dieser Probe stand der große Bruder der Rosso, ein Brunello di Montalcino, ein Elixir von Rotwein!

 

 

16.April 2009 – Luxemburger Mosel-Probe mit dem Weingut Krier-Bisenius

Bei diesem Probentitel kommt beim Chronisten immer noch die Erinnerung an eine der Weinkulturreisen mit dem größten Spaßfaktor hoch! Stichwort: Schiffstour auf der Mosel – aber nur mit Inge Müller! Kann nur an den Weinen gelegen haben, die wir verkosteten. So auch jetzt wieder, dargeboten durch einen kompetenten Winzer in sehr kurzweiliger Form; eine Probe, die sehr gut ankam. Muss also doch auch an den Menschen liegen, die dort am Strom wohnen. Doch nicht zu vergessen: der unaufhaltsame Aufstieg der Moselgewächse am luxemburgischen Moselufer!

 

 

14.Mai 2009 – Weingut Adolf Jung aus Enkirch

Im Zusammenhang mit unserem Schwerpunktthema Mosel hatten wir Besuch aus Enkirch von Herrn Heiner Kalbfuß, Inhaber des Weinguts Adolf Jung. Mit diesem für uns bisher unbekannten Vertreter aus der Riege der Moselwinzer erfüllten wir auch einmal den Wunsch derjenigen Weinschwestern und Weinbrüder, die nicht nur Weine von sattsam bekannten Winzern verkosten möchten. Wie so häufig war es auch hier die ehrliche, unverfälschte Art des Winzers, die uns seine Weine vor dem Hintergrund des Terroir-Gedankens erschlossen hat. Ferner hat uns dieser Besuch gezeigt hat, dass auch in der zweiten Reihe der Winzergilde an der Mosel Erzeuger zu finden sind, deren Weine zu verkosten absolut spannend sein kann.

 

 

04.Juni 2009 – Große Gewächse (i.w.S.) des Bernkasteler Rings

Kontrastprogramm also im Juni: fast nur große Namen! Nicht dass wir Namenstrinker wären, aber bei den „Großen Gewächsen“ und ihren gleichwertigen Pendants kommt man an den Topwinzern nicht vorbei. Viele von Ihnen – ca. 34 – sind Mitglied im Bernkasteler Ring. Hans-Bernd Pütz aus der Geschäftsleitung des Rings traute sich an diesem Abend, uns hiervon eine repräsentative Auswahl zu vorzustellen. Ein gleichbleibend hohes Niveau aller Weine war das Resultat, nachzulesen in unserer Benotungsliste. Einziger „Wermutstropfen“: es fehlte die sonst durch die unterschiedlichen Qualitäten erzeugte Gemütsachterbahn. Aber man kann doch auch mal einen ganzen Abend nur gute Weine trinken, oder? Was ist falsch daran…?……Richtig!

 

 

20./21.Juni 2009 – Weinkulturreise an die Mosel

An dieses vollgespickte Wochenende erinnern wir uns gerne, abwechslungsreich, informativ – und anstrengend. Weniger, weil wir viel gelaufen wären, nein, da war Petrus vor! Aber dafür verlagerte sich die „Arbeit“ zunehmend auf die Verkostungen (wie im Weingut Dr. Uli Stein), von denen jedoch beinahe eine ausgefallen wäre (bei C.H. Berres). Nicht zu vergessen: das Sektgut St. Laurentius, Theo Haart und das Weingut Clüsserath-Eifel. Entspannung pur gab es dafür auf der Terrasse des Hotel-Restaurants „Zur Traube“ in Ürzig, als wir bei einem sonnigen Intermezzo unser Mittagessen am Sonntag (!) einnehmen konnten. Mit vielen eingekauften Flaschen ging es mit Verspätung nach Hause. Einmal tief durchatmen und eine Mütze Schlaf nehmen im Bus……..Wochenenden können doch so schön sein………

 

 

02.Juli 2009 – Weingut Carl Loewen aus Leiwen zu Gast bei uns

Man kann es vorwegnehmen: eine der besten Rieslingproben die wir je in unseren Räumen veranstaltet haben! Man schaue sich die Punktung an! Und das bei 100% Luftfeuchtigkeit und tropischen Temperaturen im Probenraum. Lob an den Kellermeister, der es fertig brachte, die Weine unter diesen widrigen Umständen so gut gekühlt ins Glas zu bringen! Für jeden Rieslingfreund sei an dieser Stelle die Lektüre des Probenprotokolls zur Pflicht erhoben. Mehr Riesling geht nicht. Kompliment an Herrn Loewen.

 

 

20.August 2009 – Weiß und Rot aus Latium

Halb rot, halb weiß – so war denn auch die Probe von Paul Mangasser zusammengesetzt, obwohl im Anbau dieser Region der Weißwein mit ca. 80% dominiert. Da bahnte sich hinter Paul’s Rücken wahrscheinlich wieder eine „rote Sensation“ an (Was die Entdeckung von guten Weinen angeht, hat Paul eine Nase wie ein italienisches Trüffelschwein !!) In der Tat waren es die Roten „Ferro e Seta“ des Weingutes Villa Simone – das schon mit einem überdurchschnittlichen Frascati auftrumpfte – und der Kultwein „Dithyrambus“ vom Weingut Marco Carpineti. Eine spannende Probe, die aber auch polarisierte.

 

 

17.September 2009 – Südtirol mit Sauvignon Blanc und Lagrein

Noch einmal sechs Weiß- und sechs Rotweine, kenntnisreich zusammengetragen von unserem Bruderschaftsmeister, der diese Probe moderierte. Sauvignon Blanc als internationale und zur Zeit im Trend liegende Rebsorte gegenübergestellt der autochtonen roten Sorte Lagrein, eine interessante Blockbildung. Während allgemein mit den Sauvignonweinen bei der Verkostung wie selbstverständlich umgegangen wurde, hatte der Chronist den Eindruck, dass der Lagrein doch für viel Probanden Neuland darstellte, zumindest in dieser von Dieter Ockelmann gezeigten Ausbauvielfalt. Auch hier lohnt sich ein Blick in unsere Punktung, die uns zeigt, aus Lagrein kann man richtig guten „Stoff“ machen!

 

 

08.Oktober 2009 – Mosel: „Die Leichtigkeit des Weins“

Unser Moselaner Alfons Kollmann hatte sich der Mühe unterzogen, exemplarische Vertreter von der deutschen Obermosel bis zur Mündung in den Rhein für diese Probe anzustellen. Eine gelungene Veranstaltung, wie man hörte. Leider war der Chronist an diesem Probentermin verhindert, doch ein Blick in die Punktung bestätigt ihm die hohe Qualität der Weine: bereits der zweite Wein erhält die Durchschnittsnote 15,38 und von da an ging es nur noch bergauf. Der Titel der Probe kündigt schon an, was hier im Vordergrund stand: der spritzige mit Frucht-Säure-Spiel versehene typische Moselriesling, möglichst noch mit mäßigem Alkoholgehalt. Alles in allem eine bei den Probanden lang nachwirkende Probe

 

 

12.November 2009 – Aufsteiger-Weingut Becker-Steinhauer aus Mülheim/Mosel

Ja, da haben wir aber mal wieder die richtige Nase gehabt: kaum ist der Winzer durch die Tür, wird seine neue Jahrgangskollektion für 2008 im neuen Gault-Millau mit der dritten Traube belohnt! Weine, die die Handschrift ihres Erzeugers und das Terroir ihrer Lagen in sich tragen. „…….großartige trockene Rieslinge mit Dichte und Nachhaltigkeit,….., fruchtige Spät- und Auslesen, die sich immer mehr der Gebietsspitze nähern….“ (Zitat Ende) Was soll man dem noch hinzufügen? Wir erwarten mit Spannung seinen 2009er Jahrgang.

Dranbleiben!

 

 

10.Dezember 2009 – Weine aus dem Piemont

Wie schon so oft in den vergangenen Jahren, war auch diesmal wieder der Tag der großen Rotweine gekommen. Unser Bruderschaftsmeister, Dr. Dieter Ockelmann, hatte aus einem seiner Lieblingsurlaubsziele, das jedes Jahr mindestens einmal von ihm und seiner Käthe „heimgesucht“ wird, ein paar ausgefallene Vertreter von Dolcetto, Barbera, Barbaresco und Barolo für uns mitgebracht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Einjustieren der Geschmackspapillen, was sich in sehr unterschiedlichen Bewertungen niederschlug, kamen wir schlussendlich doch noch zu einem harmonischen Urteilsniveau für diese ausgezeichneten Rotweine, die am Anfang von einem weißen Arneis und zum Abschluss von einem Moscato d’Asti „Vendemmia Tardiva“ der Cascina Fonda eingerahmt wurden, letzterer in einer Qualität, wie man ihn hier in Deutschland nichtfinden kann. Danke, Dieter für diese Lehrstunde über das Piemont!

 

 

Damit schließt sich das Jahr 2009 für den Chronisten, dem an dieser Stelle nur noch übrig beleibt, allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen für Ihre Unterstützung zur Durchführung des Jahresprogramms 2009 zu danken – und darauf hoffend, dass sich in den Reihen der Mitglieder auch weiterhin genügend hilfreiche Hände finden werden, die bereit sind, bei der Realisierung des aktuellen Jahresprogramms mitzuwirken.

 

 

Chronist: Wolfgang Klug

 

 

Allen Mitgliedern, Weinfreundinnen und Weinfreunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010,

verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

 

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

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Chronik 2008

Erstellt von webmaster am 1. Januar 2009

Im Januar
Technikprobe

Gegen höhere Gewalt ist niemand gefeit und so musste denn die für den Januar geplante Technikprobe mit dem Thema „fehlerhafte Weine“, für die wir den Oenologen Frank John gewinnen konnten, leider entfallen. Wir hoffen, dass gleich im neuen Jahr diese Probe, auf die wir ganz heiß sind, nachgeholt werden kann.

24. Januar
Bodensee

Für die entfallene Technikprobe bekamen wir allerdings eine interessante Probe mit –wie man heute sagen würde- „Nischenprodukten“: Weine aus dem viel zu wenig beachteten Anbaugebiet des Bodensees. Müller-Thurgau und die weißen und roten Burgundersorten trösteten uns über die entgangene Technikprobe hinweg, ein Verdienst unsres Weinbruders Axel Daub, der diese Probe organisiert hatte.

14. Februar
Jahreshauptversammlung 2008

Auch in 2008 waren keine wegweisenden Entscheidungen auf unserer Mitgliederversammlung zu treffen. Wie schon im letzten Jahr wurde die Gelegenheit ergriffen, in einen Dialog mit dem Vorstand zu treten und diesem Anregungen für die kommenden Jahresprogramme zu geben. Schade nur, dass die vollmundig erklärte Bereitschaft unter den Mitgliedern, auch einmal privat Proben durchzuführen –ev. gegen Entgelt- so sang- und klanglos eingeschlafen ist (Meinung des Chronisten).

13. März
Lemberger gegen Blaufränkisch

Deutschland gegen Österreich? Nein, weniger „gegeneinander“ eher „miteinander“ denn das eine wie das andere hat seine Reize und ist es Wert, miteinander verglichen zu werden. Die jeweilige Präferenz für die eine oder andere Machart der Weine wird ja auch noch unterstützt durch die unterschiedlichen Böden und Klimabedingungen, so dass es zu einer hoch interessanten Vergleichsprobe kam, die vorbereitet und moderiert wurde von Wilfried Schmitz und Dieter Ockelmann im „Doppelpack“. Eine sehr hochwertige Probe, wie die Punktung zeigt!

10. April
Nordbaden (Kraichgau und Badische Bergstraße und Frankenland)

Wilfried Schmitz hatte sich ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt: Thema vorgegeben, zur Durchführung verdonnert, Weine beschafft, Probe gehalten und auch noch den Probenbericht geschrieben, alles in einer Hand! Das verdient ein Fleißkärtchen, zumal er ja auch noch anschließend die private Tour durch den Kraichgau organisiert hat. Auch dies war eine hochwertige Probe, deren Echo unter den Mitgliedern noch lange nachhalte. (kryptische Anmerkung nur für die Teilnehmer an der Kraichgautour: Rolle rückwärts von der Bank durch den flüchtigem Handstand! -Ohne Glas!- Don A., verzeih mir, es war einfach zu schön!)

15. Mai
Elsaß

Schon wieder Wilfried Schmitz! Er leidet doch wohl nicht unter Hyperaktivismus? Und wenn dem auch so wäre: er erfreut uns ja immer wieder mit neuen Entdeckungen. Obwohl: diesmal waren alle Teilnehmer -inklusive Wilfried- nicht so ganz überzeugt; was waren das für Weine mit dieser ewig erkennbaren Restsüsße? Wirkliche Stärke blitzte nur beim Gewürztraminer auf. Lag es vielleicht doch nur an der Auswahl der Winzer? Stagnation bei den elsässischen Weinen? Weine nach alter Tradition? Pinot Gris in Ruländerqualität? Einer unserer Gastwinzer brachte es später im Laufe des Jahres auf den Punkt: es ist sogar ein Rückschritt zu erkennen! Heißes Thema! Wir bleiben dran!

31. Mai
Weinkulturreise an die Ahr (Tagesreise)

Trüber Tag – aber nur witterungsmäßig! Die Stimmung wie immer auf unseren Veranstaltungen: gut bis sehr gut und hoffnungsvoll, denn was erwartet uns wohl? Was wir bekamen? Eine tolle Führung in der Römervilla und dann auch schon der eigentliche Höhepunkt des Tages: eine Probe im Weingut J.J. Adeneuer mit 8 Weinen, einer besser als der andere, wodurch mal wieder die herausragende Stellung dieses Weingutes an der Ahr bestätigt wurde. Aber wir wollen hiermit nicht die Mayschosser Winzergenossenschaft kleinreden, im Gegenteil: es folgte nach dem sehr guten Mittagessen im „Prümer Gang“ eine echte Mammutprobe im Keller der Genossenschaft mit von Herrn Stodden gut ausgewählten und von Herrn Ley hervorragend präsentierten „Granaten“. Eine Superprobe! Dank an das Orgateam! Die Rückfahrt nach Köln hat der Chronist weinseelig verschlafen………

12. Juni
Burgunder aus den Weinanbaubereichen Kaiserstuhl und Tuniberg

Bis auf 2 Tage ist es genau ein Jahr her, dass Carla und Christian Beyer, uns an dieser Stelle mit Weinen vom Schloss Proschwitz verwöhnten. Mit Weinen von Bercher (Burkheim), Knab (Endingen), Koch (Bickensohl), Kiefer (Eichstetten), Konstanzer (Ihringen), WG Kalkbödele (Merdingen), Burkhart und Huber (Malterdingen) bekamen wir ein breites Spektrum des Weinangebotes aus der entgegengesetzten Ecke unserer Republik. Auch dies wieder eine sehr hochwertige Probe, die kenntnisreich kommentiert wurde und mit 15 Weinen sehr umfangreich ausfiel. Aber das tat dem Genuss keinen Abbruch und wir danken deshalb unserem eingefleischten Weinteam für diesen komplexen Überblick. Nächstes Jahr gerne wieder!

07. August
Sommerweine aus Baden

Der Jahreszeit angemessen, wandten wir uns den sog. „Leichtweinen“ zu, aber nicht alle erfüllten diese Vorgabe für unsere Probe. Da stand auch schon mal ein Kabinettwein mit 13,5% Alc im Glas, was dem Verständnis von einem Kabinett nicht mehr ganz entspricht. Dafür war dieser Wein aber auch die absolute Rarität an diesem Abend nämlich ein Souvignier Gris (Cabernet Sauvignon x Bronner), eine interessante Freiburger Neuzüchtung vom Weingut Höfflin-Schambachhof, die gut zu gefallen wusste und an diesem Abend eine Diskussion um die Neuzuchten generell entfachte. Dank an unseren Kellermeister Jörg Kleimeier für diese Probe!

28. August
Ortenau

Unser Vorsitzender Dr. Dieter Ockelmann, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, uns anhand von Weinen aus Durbach –weinmäßig sicher die „Hauptstadt“ der Ortenau mit einer konzentrierten Ansammlung hochkarätiger Winzer- unser Bild vom Riesling und natürlich auch vom Traminer zu erweitern. Aber auch einige Spätburgunder gehörten zu diesem gelungenen Überblick, der mal wieder mit 15 Positionen fast in Arbeit ausartete. Doch mit guten Weinen lassen wir uns gerne „schinden“, handelte es sich doch wieder um eine sehr hochwertige Probe, wenn man das Augenmerk auf die Punktung legt. Durbach – für Weinliebhaber immer eine Reise wert und auch als Standort für Erkundungen der Umgebung eine gute Adresse.

25. September
Weingut Salwey bei uns zu Gast

Weinprobe in Köln bei der WBS? Das war Chefsache!! Eine beeindruckende Persönlichkeit stellte sich vor, beherrschte jederzeit das Terrain, auch als es –wie üblich- nach dem vierten Durchgang etwas lauter wurde.Wolf-Dietrich Salwey ist immer präsent und weiß durch seine Informationen zu fesseln. Selbst wenn man mal abgelenkt ist: schnell konzentriert man sich wieder auf den Vortrag und lässt sich beeindrucken von der großen Qualität der präsentierten Weine. Ein hervorragendes Team sind sie geworden, sein Sohn Konrad und er. Eine geschlossene und durchgängig hohe Bewertung der Weine war das Ergebnis unserer Runde und es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass dies eine der besten Proben in unserer Vereinsgeschichte war und die Probe schlechthin im verflossenen Jahr 2008!

16. Oktober
Unsere traditionelle Italienprobe: Sizilien

Mit dieser Probe ist es Paul Mangasser gelungen, unser Bild vom Mezzogiorno abzurunden. Wir haben das letzte noch offene Kapitel genossen, wieder ausschließlich mit Weinen aus autochtonen Rebsorten, gekrönt vom 3-Gläser-Wein des „Gambero Rosso“, dem Faro Palari 2005. Intensiver und genussreicher kann man sich dem Thema Mezzogiorno nicht nähern, als bei Paul Mangasser „in die Schule“ zu gehen. Nächstes Jahr gibt’s was Neues: Latium – hat er versprochen! Hier gibt es sicher mehr als nur Frascati, sicher, denn Paul wird’s schon aufstöbern……

13. November
Terroir-Probe Tuniberg

Das Terroir oder die Handschrift des Winzers, was bestimmt das endgültige Produkt in der Flasche? Diese Frage wollte unser Weinbruder Uwe Lommertin durch eine Probe mit Spätburgundern von 4 Winzern aus vergeleichbarem Anbau beantworten. Ein schwieriges Unterfangen und eine Fleißarbeit dazu: mehrmals hat sich Uwe vor Ort begeben, um mit den Winzern das Gespräch zu suchen. Nach der Probe waren wir uns wohl alle einig: es ist letztlich die Handschrift des Winzers, die dem Wein den letzten Schliff gibt. Aufschlußreiche Probe bis in die Tiefen des Spätburgunders.

11. Dezember
Champagnerprobe

Lieber Jean, deinen Traum, diese Probe selbst durchzuführen, konntest du dir leider nicht erfüllen. Du bist einfach gegangen, ohne uns Hinweise zu überlassen, wie du dir eine solche Probe vorgestellt hast. Dafür hast du andere tiefe Spuren in der Weinbruderschaft hinterlassen, auf die wir immer wieder stoßen werden und die uns an dich erinnern. Diese Probe haben wir dir und deiner Barbara gewidmet und wir hoffen, dass sie deinen Ansprüchen, die du an diese Probe gestellt hättest, gerecht wurde. In diesem Sinne heben wir noch einmal unsere Gläser……

An dieser Stelle bleibt dem Chronisten nur noch Dank zu sagen an alle hilfreichen Hände, die vor und hinter den Kulissen dafür gesorgt haben, dass all unsere Veranstaltungen so erfolgreich von statten gegangen sind. Wünschen wir uns, dass wir auch in 2009 in den Genuss anspruchsvoller Proben kommen mögen und der Vorstand hierbei eine gute Wahltrifft. Unverändert bleibt der Appell an jedes Mitglied, dem Vorstand eigene Ideen vorzuschlagen und so zu einer Bereicherung unseres Programms beizutragen.

Chronist: Wolfgang Klug

Allen Mitgliedern, Weinfreunden und -freundinnen unserer Weinbruderschaft
wünschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009,
verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

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