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      Rueda ist inzwischen die Spanische Region für Weißweine. Jahrelang
      wurden nur unbedeutende Weißweine produziert. Erst als in den 1970er
      Jahren der Weinerzeuger Marqués de Riscal aus der Rioja mit Unterstützung
      vom französischen Önologen Emile Peyaud die Rebsorte Verdejo pflanzte
      und nach modernen Verfahren Weißwein produzierte, begann der große
      Aufstieg. Unser Weinbruder Uwe Lommertin hat vor Ort für uns eine Auswahl
      getroffen.

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19.08.2010 Weißweine aus dem Süd-Burgund

Erstellt von Dieter am Mittwoch 8. September 2010

Weißweine aus dem südlichen Burgund, präsentiert von unserem

Bruderschaftsmeister Dr. Dieter Ockelmann am 19.08.2010

Nur ein kleiner Ausschnitt burgundischer Weine und auch noch beschränkt auf Weißweine, möchte man einwenden, wenn man bedenkt, dass wir uns bei dieser Probe nur in dem Teilgebiet des Maconnais bewegt haben. Aber die Vielfältigkeit der Weinproduktion innerhalb dieses Teilgebietes berechtigte eine solche Beschränkung, zumal es unserem Bruderschaftsmeister auch darum ging, uns zu zeigen, was es als Alternativen zu den viel berühmteren – aber auch viel teureren – Produkten aus dem nördlichen Burgund gibt.

So wurde mit dieser Probe lediglich ein Gebiet von ca. 50 km in nord-südlicher Richtung und ca. 20 km in ost-westlicher Richtung zwischen Tournus und knapp hinter Macon abgedeckt. Langweilig wurde uns allerdings nicht, denn vom Grundwein bis zum hochwertigen Produkt war alles vertreten, was in diesem Gebiet Rang und Namen hat.

Von der Gesamtweinbaufläche des Burgund (27.636 ha = 3% der gesamten franz. Weinbaufläche) nimmt das Maconnais eine Fläche von ca. 6.700 ha ein. Auf dieser Fläche tummeln sich ca. 4.000 Winzerbetriebe und 23 Caves Coopératives, wobei Letztere 16% der Handelsmenge liefern.

Vertrieben werden diese Qualitätsmengen zu 55% über Weinhändler, den Negociants, zu 30% über die Weinbaubetriebe selbst und 5% vertreiben die Genossenschaften. 10% werden schließlich über verschiedene sonstige Vertriebswege kanalisiert

Die Gesamt-Jahresproduktionsmenge beläuft sich auf ca. 1,5 Mio hl Wein, die sich wie folgt aufteilt: 61% Weißwein, 31% Rotwein (und Rosés), 8% Cremants.

Von dieser Gesamtmenge entfallen auf die regionalen Appellationen 52% der Menge, 46,6% auf kommunale Appellationen und Premier Crus und nur 1,4% auf die Grand Crus. Das 4-stufige (nach anderer Lehre auch 6-stufige) burgundische System der Appellationen -regionale, kommunale Appellationen, Premiers Crus, Grands Crus- im Einzelnen zu durchschauen und nachzuvollziehen bzw. nachzuhalten, fällt zugegebenermaßen auch fortgeschrittenen Weinliebhabern schwer. Schließlich gibt es allein im Burgund davon einhundert. Und – seien wir ehrlich – nichts trübt den Weingenuss mehr, als ein verwirrender theoretischer Überbau, so dass wir doch lieber die Weine und Winzer für sich sprechen lassen wollen.

Im Mittelpunkt des Rebspiegels stehen die Sorten Chardonnay für die Weißweine und Pinot Noir für die Rotweine, wobei in einzelnen Appellationen noch Sorten wie Aligoté, Sauvignon blanc oder Sacy für Weißweine sowie Gamay und César für Rotweine, – eher im Verschnitt mit den Hauptsorten, als reinsortig ausgebaut – anzutreffen sind.

Ein Problem für die Probe stellte die Jahrgangsauswahl dar. Dieter Ockelmann hätte uns gerne nur die sehr guten 2007er Jahrgängen präsentiert, doch diese sind schon auf Grund der Qualität und der guten Entwicklungsprognosen meisten schon ausverkauft. So mussten auch einige 2008’er und 2009’er mit in die Probe eingebaut werden.

Dafür kamen wir aber auch in den Genuss auch älterer Jahrgänge wie z.B. einem 2005er und einem 2002er. Die Einkaufsmöglichkeiten für Dieter boten sich ihm im Anschluß an seinen Frankreichurlaub – zusammen mit seiner Käthe – und parallel zu den „Jours des Vins de Bourgogne“, die Dieter in Vertretung für unser Mitglied Detlef Rick besuchen konnte, so dass ihm bei den Winzern viele Türen offenstanden.

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Begonnen haben wir die Probe mit einem 2007er Clos Gandin „C de C“, mit dem die Domaine du Clos Gandin, Delorme Frères, mit Sitz in Plottes (nur wenig süd-westlich von Tournus) ihren Basis-Cardonnay präsentierte. Bei der Weinansprache begegneten sich sowohl Eindrücke von reifen Noten und einem Anflug von bereits vorhandener Gezehrtheit mit grünen Eindrücken, die diesen Wein in einer Blindverkostung auch als Sauvignon hätten durchgehen lassen. Weiters kamen Hinweise auf Birnen und auch auf typische Aromen, die auf eine Kaltvergärung schließen ließen.

Die Domaine, die auf eine lange Geschichte zurück blicken kann (gegr. 1836), besitzt auch

einige Parzellen in dem weiter süd-westlich gelegenen Ort Chardonnay, womit sich auch die Bezeichnung dieses ersten Weins erklärt: „C(hardonnay) de C(hardonnay)“

Es folgte als zweiter Wein ein Macon „Aux Bois d’Allier“ ebenfalls aus dem Jahrgang 2007 von der Domaine Cordier Père & Fils, Christophe Cordier, aus Fuissé, ganz im Süden des Maconnais, noch unterhalb von Macon. Auch ohne den markanten Zusatznamen dieses Weines wäre uns nicht entgangen, dass hier beim Ausbau des Weines Holz im Spiel war, allerdings etwas verhalten, so dass auch Gegner dieser Geschmacksrichtung durchaus mit diesem Wein leben konnten, zumal ihm eine schöne Säurestruktur und viel Mineralik gut zu Gesicht standen.

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Das Weingut mit einer Größe von ca.4 ha befindet sich im Ort Fuissé, somit im Herzen des Teilgebietes Pouilly-Fuissé, und wurde 1945 gegründet. Mit zunehmender Sensibilität für den Weinbau und angehäufter Erfahrung – Christophe Cordier hat Station gemacht auf den Weingütern von Dominique Lafon und auf Romanée Conti – wurden seine Weine immer besser, so dass inzwischen nicht nur Robert Parker sondern auch Michel Bettane (Revue du Vin de France) auf ihn aufmerksam wurden und Letzterer die Weine dieser Domaine sogar höher einstuft, als die seiner berühmteren nördlichen Nachbarn von der Côte d’Or. Mittlerweile hat Christophe Cordier seinen Betrieb auf ökologischen Anbau umgestellt und bemüht sich, beim Ausbau der Weine, die typischen Charakteristika jeder seiner Einzellagen heraus zu arbeiten.

Als nächstes bekamen wir einen 2009er Pouilly-Loché „Les Mures“ –eine der kleinsten Appellationen in Burgund- von der Genossenschaft Cave des Grands Crus Blancs aus Vincelles ins Glas. Das deutliche Plus an Frische bei diesem Wein wurde zunächst einmal gut goutiert. Geradlinig, sauber und mineralisch waren die positiven Eindrücke beim Verkosten und wie auch schon bei seinen Vorgängern konnte man auch hier eine Verbesserung bzw. Intensivierung der Aromen mit zunehmendem Kontakt des Weines mit Sauerstoff im Glas feststellen.

Diese Genossenschaft aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts vermarktet heute 80% der Gesamtmenge des Weins aus dem Bereich des südlichen Maconnais. Sie hat aber auch genauso ihre Finger im Spiel bei Weinen des sich weiter im Süden anschließenden Beaujolais.

Den ersten Block unserer Verkostung beschlossen wir mit dem einzigen Wein des Jahrgangs 2008 in dieser Probe, einem Macon Clessé „Terre de Qintaine“ von der Domaine Jean Pierre Michel aus Clessé. Von den 7,5 ha Weinbergen des Weinguts liegen allein 4,5 ha in der Appellation Viré-Clessé. Hierbei handelt es sich um eine der jüngsten Appellationen des Burgund, die erst nach mehreren Anläufen durch Einzelwinzer und Genossen im Februar 1999 von der INAO ihren Segen erhielt. Unser Wein hier stammt aus dem kleinen Ort Quintaine, zwischen Viré und Clessé gelegen, der dieser Einzellage auch den Namen gibt und als beste Lage der Domaine angesehen wird. Der Ausbau der Weine geschieht in neuen und gebrauchten 400 l Holzfässern, womit das Weingut auf eine Jahresdurchschnittsproduktion von ca. 50.000 Flaschen kommt.

Leider ließ unser Wein einige Probenteilnehmer enttäuscht zurück, weil er eine deutliche Botrytisnote mitbrachte, die auf ein sehr reifes Lesegut schließen ließ, auch wenn vielleicht diese Reife dem Jahrgang geschuldet war. Umso mehr hätte bei der Lese selektioniert werden müssen, denn diese Botrytisnote läßt sich schlecht mit dem Charakter vor allem eines echten Chardonnays in Einklang bringen. Sie beeinträchtigte insbesondere die bei diesem Wein vorhandene fruchtig-cremige Fülle am Gaumen mit ansonsten gutem Abgang. Immerhin erhielt er dennoch die bis dahin beste Durchschnittsnote in der Punktung (siehe Tableau).

Den zweiten Block der zu verkostenden Weine widmete Dieter nur einem einzigen Winzer. Es folgten nämlich drei Weine ausschließlich von der Domaine Thibert Père & Fils, Christophe Thibert, aus Fuissé, und alle drei Weine aus dem Jahr 2007. k300_img_0934_k

Hier haben wir es mit einem schon etwas größeren Betrieb zu tun, der schließlich eine Fläche von 22 ha bewirtschaftet, auf der Rebstöcke mit einem Durchschnittsalter von ca 40 Jahren stehen und die man demnach mit Fug und Recht als sog. „Vielles Vignes“ bezeichnen kann. Der Durchschnittsertrag pro ha liegt dem entsprechend je nach Alter der Reben zwischen 40 bis 60 hl. 20% seiner Weine baut er in neuen Holzfässern aus. Erst als Christophe Thibert sich 1991 in den Betrieb mit eingebracht hatte, begann die Eigenvermarktung von Flaschenwein. 2005 war man dann soweit, dass ein neues Winzergebäude bezogen werden konnte, in dem von der Anlieferung der Trauben bis zur Etikettierung der Flaschen alle Arbeitsgänge zusammengefasst werden konnten.

Seit 1998 setzt Christophe Thibert keine Herbizide mehr ein und nutzt inzwischen 4 ha seiner bewirtschafteten Fläche ausschließlich für biologischen Anbau.

Schon der erste Wein von dieser Domaine, ein St. Veran „Champs Ronds“ kündigte an, dass wir uns in einer anderen Liga bewegten. Nach einer schönen Nase, in der auch das neue Holz verhalten nachzuvollziehen war, tapezierte er den Gaumen füllig und cremig, wobei ihm wohl zugute kam, dass er in halben Flaschen (0,375 ltr., anders war er schon nicht mehr zu beziehen) Zeit hatte, sich schneller zu entwickeln und zu diesem gefälligen Tropfen heran zu reifen.

Noch deutlich besser zeigten sich die beiden folgenden Weine von derselben Domaine, ein Pouilly-Fuissé aus der Einzellage (Climat) „Les Champs“ und ein weiterer aus dem Climat „Les Ménétrières“. Beide Lagen gehören zu den besten dieser Domaine und belegten eindrücklich den hohen Qualitätsanspruch, den Christophe Thibert an sich selbst stellt und zwar einmal im Umgang mit dem Holzausbau und zum anderen bezüglich des Herausarbeitens der feinen Aromatik und Mineralik, die die Weine aus den jeweiligen Einzellagen unter dem Einfluss des Mikroklimas mitbringen. Nicht umsonst ist Christoph Thibert auch Mitglied in der Winzervereinigung „Terroirs Associés“, in der sich (z.Zt.) zehn –eher kleinere unbekannte- Winzer mit ihrer Leidenschaft für den Terroirgedanken zusammengetan haben.

Neben Apfel-, Holzapfel- und Birnenaromen wurden aber auch Zitrusnoten festgestellt, was eigentlich nicht typisch für den Chardonnay ist. Aber genau dies lieferte uns Argumente gegen die sonst gängige Meinung, dass Chardonnay-Weine eigentlich Langweiler seien, die doch auf „..jeder Müllhalde..“ wachsen. Im Gegensatz dazu bekamen wir in dieser Probe eine ganze Bandbreite an Chardonnays, die uns zeigte, dass jeder dieser Weine sein Eigenleben hat und dass es bei einem richtigen Umgang mit dieser Traube eine Vielfalt von Charakteren in unseren Gläsern zu entdecken gibt. Zutreffend wies unser Weinbruder Bernd Koegler, der aber nicht nur frankophil ausgerichtet ist, in diesem Zusammenhang darauf hin, dass gerade die Franzosen eher „Mundwein-Trinker“ und nicht wie wir Deutschen „Nasenwein-Trinker“ seien; soll am Beispiel des Chardonnay vielleicht heißen, dass wir mit den Weinen aus Chardonnay wegen der relativ neutralen Duftigkeit dieser Weine nicht so den Zugang zu ihnen haben wie die Franzosen, die den Schwerpunkt der Sensorik auf den Gaumen verlegen. Es kommt ihnen nicht so sehr auf den ersten nasalen Eindruck an.

Dass wir uns hier auf einem höheren Qualitätsniveau der Chardonnays befanden, zeigte auch die Punktung. Doch die nächsten 2 Weine sollten uns wieder auf den Boden der Realitäten zurückholen. k600_img_0943_k

Es folgten drei Weine von der Domaine Roger Lasserat in Vergisson aus den Beständen unseres Weinbruders Detlef Rick. Als Roger Lasserat 1969 angefangen hat, auf eigene Rechnung Weine zu produzieren, standen ihm gerade mal 3,5 ha zur Verfügung. Heute bewirtschaftet er ca. 16 ha und zählt somit nicht mehr zu den ganz kleinen Winzern. Er ist stolz darauf, sehr alte Rebstöcke in seinem Bestand zu haben, von denen die meisten bereits über 100 Jahre alt sein sollen. In der Appellation Pouilly-Fuissé bewirtschaftet er Teilflächen in der Einzellage „Clos de France“, die wir hier im Glase hatten, eine weitere Einzellage mit der Bezeichnung „Clos de Martelet“ ist in seinem Alleinbesitz. Im Zuge seines naturnahen Weinbaus wendet er nur organische Düngung mit Mist und Kompost an. Nach Einbringung der Trauben werden diese auf eine pneumatischen Presse sanft gepresst und der Most über Nacht vorgeklärt. Die anschließende eigentliche Gärung findet dann teilweise in temperaturgesteuerten Stahltanks statt –bei niedrigen Temperaturen, wie er es selbst darstellt -, teilweise aber auch in Eichenfässern. Bâtonnage , BSA und unfiltrierte Abfüllung der Weine auf die Flaschen gehören ebenfalls zur Weinphilosophie von Roger Lasserat.

Und so hatten wir von dieser Domaine zunächst einmal einen 2002er aus dem „Clos de France“ im Glas, von dem jedoch eine Flasche mit Kork oder Muff belastet war, ganz einig waren wir uns bei der Beschreibung des Fehlers nicht. Die zweite Flasche ohne Fehler war allerdings auch schon mit starken oxydativen Aromen behaftet und konnte deshalb auch nicht ganz überzeugen.

Als nächstes folgte ein 2005er aus demselben Climat, der zwar fehlerfrei war, aber in seinen Aromanoten an reife – was ja noch positiv wäre -, wenn nicht sogar überreife Äpfel erinnerte. Einige in unserer Runde hatten sogar den Eindruck von mostigen Noten, wie bei vom Baum gefallenen Äpfeln, die anfangen zu faulen. Es entwickelte sich daraufhin eine Diskussion um die Frage, ob man solch einen Wein – wenn er uns im Restaurant serviert würde – zurückgeben könnte. Interessante Erfahrungen mit Sommeliers kamen da zutage. Also auch bei diesem Wein: nur verhaltene Glücksgefühle bei den Verkostern.

Dann aber wurde es interessant, denn Dieter servierte uns denselben Wein aus dem Jahrgang 2007 und zwar aus einer Magnumflasche. In anderer Form war an diesen Wein dieses Jahrgangs nicht mehr heranzukommen. Hier zeigte der Wein, was in ihm steckte, trotz der noch lange nicht beendeten Reife aufgrund der zögerlichen Entwicklung in der Magnumflasche. Sicher, er war noch etwas verschlossen, aber er zeigte doch schon zarte Anklänge an Birnenaromen und deutete die vorhandene Mineralik an. Ein Wein, den man sicher auch hätte dekantieren können, so wie noch manch anderen aus dieser Probe.


Den Abschluss unserer Probe bildeten zwei Weine der Domaine Robert Denogent aus Fuissé und man kann wohl sagen, die waren gut ausgesucht von Dieter, denn diese beiden Weine –- im Zusammenhang mit dem Vorgängerwein – versöhnten uns wieder. Es handelte sich um Chardonnays aus den Einzellagen „Les Croix“ und „Les Reisses“, beide aus dem Jahrgang 2007. Hervorragendes Potenzial am Gaumen bei beiden, kräftig strukturiert mit gutem Säuregerüst, Weine die Appetit machten! Da der zweite Wein etwas stärker vom Holz geprägt war, kam es – wie üblich in unserer Runde – wieder einmal zur Fraktionsbildung. Doch das ist gut so, denn das belebt die Probe und fördert die Diskussion.

Über die Domaine etwas ausführlicher zu berichten, fällt sehr schwer, denn der Internetauftritt dieses Weingutes bewegt auf der Zeitschiene von 1997 – 2000. Man kann zusammenfassend vielleicht sagen, dass auch Robert Denogent jedenfalls ein großer Verfechter des Terroirgedankens ist und dass er ebenfalls stolz darauf ist, auf sehr, sehr alte Rebstöcke in ausgezeichneten Lagen zurückgreifen zu können. Zu seiner Betriebsphilosophie gehört ebenfalls -wie bei vielen anderen dieser Winzer- ein zwar nicht „kontrolliertes Nichtstun“ so doch wenigstens ein kontrolliertes langsames Arbeiten. Man könnte es auch „die Entschleunigung des Arbeitsprozesses“ nennen. Er gibt seinen Weinen Zeit für die Entwicklung, lässt sie lange auf den Hefen liegen und gönnt ihnen auch im Weingut noch eine gewisse Ruhephase nach der Abfüllung auf Flaschen.

Und solange er sich mehr um seine Weine kümmert als um seinen Internetauftritt, soll es uns als Weingenießer recht sein. Wir können nur dabei gewinnen!

Apropos gewinnen: unser Punktetableau ist diesmal besonders aussagefähig unter Berücksichtigung der dort aufgeführten Endverbraucherpreise!

An Dieter nochmals großen Dank für Aufwand dieser Probe und die Vermehrung unserer Eindrücke von einem kleinen aber interessanten Anbaugebiet.!

Verfasser: Wolfgang Klug

Probenergebnis 19.8.2010 Weißweine aus dem Süd-Burgund (PDF)

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