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    Oktober
    • 28

      Portugal II mit Bernhard Schmitz

      19:00 -22:00
      28.10.2021

      Portugals Wein Welt ist im Aufschwung und neben den berühmten Portweinen sind inzwischen eine Vielzahl trockener Wein mit höchstem Qualitätsniveau entstanden. Herr Bernhard Schmitz wird uns einen weiteren Ausschnitt der portugiesischen Wein Welt präsentieren

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Archiv für die 'Chronik' Kategorie

Chronik 2020

Erstellt von Dieter am 1. Januar 2021

Schwerpunktthemen: Rheinhessen, Griechenland und Kroatien

Ein Blick zurück auf ein ungewöhnliches Jahr:

16.01.2020        Barrique-Ausbau mit Herr Florian Solymari von der Staatlichen Lehr und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg
Herr Solymari ist nach einer Ausbildung zum Weinküfer in Weinsberg und anschließendem Studium in Geisenheim im Jahr 2016 nach Weinsberg zurückgekommen. Seitdem ist er dort als Kellermeister und Lehrer für die Weinbauschule tätig. Weinsberg hat sich schon lange mit dem Ausbau im Barrique beschäftigt und sich 1986 mit 5 weiteren Winzern zur Hadesgruppe zusammengeschlossen, um gemeinsam Erfahrungen im Barrique-Ausbau zu sammeln. Wir bekamen eine interessante Lehrstunde über das Thema Holzeinsatz und Barrique-Ausbau im Weinbau und die Herstellung von Barriques. Das wurde mit passenden Weinen aus Weinsberg untermauert.

27.02.2020      Gereifte Riesling vom Weingut Ernst Loosen

Winterliche Wetterkapriolen mit Schnee und Eis in der Eifel hätten fast die Anreise unserer Referentin Desiree Schröder verhindert, aber sie schaffte es doch noch nach Köln zu kommen. Sie präsentierte drei Serien über vier Jahrgänge von 2018 bis 2013 mit den Weinen Graacher Domprobst, Großes Gewächs, Graacher Himmelreich, Alte Reben, Großes Gewächs und Erdener Treppchen Kabinett. Es war ein Erlebnis, in jeder Serie die unterschiedlichen Jahrgänge zu vergleichen und die Alterungsfähigkeit zu erkennen.

19.03.2020      Mitgliederversammlung ohne Wahlen mit Weinen aus Rheinhessen
Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Mitgliederversammlung abgesagt werden. Wir konnten sie im September nachholen.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Teilnahme an der KölnWein abgesagt werden.

02.04.2020    Rheinhessen Ortsweinprobe Westhofen
Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Weinprobe abgesagt werden. Wir konnten sie allerdings im Mai nachholen.

15. – 17. 05.2020    Treffen der GDW in Konstanz 
Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Treffen der GDW  abgesagt werden. Es soll 2021 nachgeholt werden.

28.05.2020      Weinprobe mit dem Weingut Manz
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Weinprobe vom Weingut abgesagt,  stattdessen haben wir die Ortsweinprobe Westhofen vom April nachgeholt.

28.05.2020      Rheinhessen Ortsweinprobe Westhofen.
Unser Weinbruder Oliver hat es noch kurz vor dem Corona-Lockdown geschafft , für uns bei den fünf Westhofener Weingütern  Katharina Wechsler, K.F. Groebe, Wittmann, Seehof und Hirschhof  eine repäsentative Probe der Weine aus dem Ort zusammenzustellen.
Der Weinbergsboden besteht hier überwiegen aus Löß und Lehm auf einer Kalksteinunterlage. So konnten wir die verschiedenen Weinbergslagen und Weinqualitäten vom Gutswein bis zum Großen Gewächs probieren und einen ersten Überblick über die Weine Rheinhessens bekommen.

25.06.2020    Weingut Wagner-Stempel, Siefersheim
Das Weingut hatte uns Herrn Oliver Müller als Referenten geschickt, der uns das Weingut und seine Weine vorstellte. Siefersheimer Böden stellen den Übergang von Rheinhessen zur Nahe dar und bestehen nicht aus Kalkstein, sondern überwiegend aus Porphyr. Das Weingut baut fast nur trockene Weine aus. Wir dürften einen Rebsorten Mix von Silvaner, Weissburgunder, Sauvignon blanc und Riesling in den verschiedenen Qualitätsstufen vom Gutswein bis zum Großen Gewächs probieren.

18. – 21. 06.2020        Weinreise, Roter Hang  
Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Weinreiseabgesagt werden. Wir  konnten sie aber im Oktober noch nachholen.

23.07.2020    Weine vom Mittelrhein und aus Griechenland mit Herrn Theodoropoulos
Unser griechischer WInzer ist im weinfernen Krefeld geboren, hat dann aber den Wein lieben gelernt und eine Ausbildung zum Winzer und danach zum Weinbautechniker absolviert. Am Mittelrhein in Oberwesel konnte er dann ein altes Weingut übernehmen. Als Namen für sein Weingut wählte er Lithos, griechisch Stein. Neben seinen Weinen vom Mittelrhein stellte er uns noch eine Reihe griechischer Weine vor.

20.08.2020      Weingut Ökonomierat Johann Geil I. Erben, Bechtheim
Johannes Geil-Bierschenk stellte uns das 1871 gegründete Weingut vor. Auf 32 ha wird in Bechtheim auf Lößlehm und Kalkmergelböden der Weinbau betrieben. Außer Riesling (31 Prozent) werden verschiedene Burgunder­sorten, Dornfelder, Silvaner und weitere Rebsorten angebaut. Wir konnten einen interessanten Querschnitt verkosten, bei den Lagen-Rieslingen auch ältere Jahrgänge, die das Potential und die hohe Qualität der Weine zeigten.

09.09.2020      Mitgliederversammlung ohne Wahlen mit Weinen aus Rheinhessen
Im September gelang es uns endlich unsere Mitgliederversammlung noch zwischen die regulären Proben zu schieben. Da sie ohne Neuwahlen des Vorstands abliefen, konnten wir uns auch ausgiebiger mit den Weinen aus Rheinhessen beschäftigen, die im März als erster Einstieg in die rheinhessischen Weine gedacht waren.

24.09.2020.     Griechische Weine mit Haris Papapostolou von „The Winehouse“, Ulm 
Griechische Weine sind bei uns wenig bekannt, und wenn dann sind es Weine wie der geharzte Retsina oder der süße Mavrodavne. Daher war es für sehr überraschend, dass wir Weine präsentiert bekamen, die sich durch Feinheit, Eleganz und frische Säure auszeichneten und so gar nicht in das bekannte Bild der südosteuropäischen Weine passten. Diese Probe hat unser Bild vom griechischen Wein positiv verändert.

22.-25.10 2020    Weinreise, Roter Hang  
Unsere vom Juni verschobene Weinreise nach Nierstein wurde eine Zitterpartie, da kurz vorher ein Beherbergungsverbot für Besucher aus Köln erlassen wurde, das aber kurz danach wieder aufgehoben wurde. So konnten wir doch noch reisen, allerdings hatte sich die Teilnehmerzahl in der Zwischenzeit halbiert. Bei unseren Proben hatten wir große Probleme, sie durchzuführen, da zwei eingeplante Weingüter ihre Zusage zurückgezogen hatten. Glücklicherweise konnten wir kurzfristig gleichwertigen Ersatz finden.
In zwei Tagen haben wir ein umfangreiches Probenprogramm absolviert und dabei die Eigenheiten der Aromatik und Mineralik vom Roten Hang erfahren.
Nicht umsonst gehörte schon früher der Rote Hang zu den Top-Lagen in Deutschland. Im Nachherein haben wir noch großes Glück gehabt, denn eine Woche später wäre die Reise nicht mehr möglich gewesen.

29.10.2020      Weinprobe Weißweine aus Kroatien, Istrien
Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Weinprobe abgesagt werden. Am frühen Mittag vor der Probe teilte uns das Kölner Gesundheitsamt mit, dass wir die Probe nicht durchführen dürften. Eine Diskussion mit dem Gesund­heits­amt war mangels einer direkten Kontaktaufnahme nicht möglich. So mussten wir unsere Probe absagen. (Nach den Bedingungen des Landes NWR hätten wir die Probe bei unseren Hygienemaßnahmen eigentlich noch durchführen können.)Es ist vorgesehen, die Probe 2021 nachzuholen.

19.11.2020      Spanische Rotweine aus der Region Toro
Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Weinprobe abgesagt werden. Es ist vorgesehen, die Probe 2021 nachzuholen.

19.11.2020      Virtuelle Weinprobe mit dem Weingut Lisa Bunn
Im Sommer hatten wir noch gehofft, unsere ausgefallenen Termine beide nachholen zu können, aber mit dem zweiten Lockdown war das nun un­möglich. Um in dieser traurigen Zeit unseren Mitgliedern wenigstens eine Probenmöglichkeit zu bieten, haben wir mit dem Weingut Lisa Bunn einen Ausweg gefunden: Wir haben eine virtuelle Weinprobe abgehalten. Alle Mitglieder erhielten eine Weinlieferung mit sechs Weinen des Weinguts und zu unserem Probentermin konnten sich alle über das Internet in die YouTube-Präsentation einklinken und über einen WhatsApp Gruppen-Chat auch mit­diskutieren. Es war ein sehr guter Ersatz für die ausgefallenen Weinproben und trotz des neuen Mediums wurde intensiv diskutiert.

28.11.2020      Weihnachtsessen
Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Planungen nicht weitergeführt und das Weihnachtsessen abgesagt.                      

03.12.2020      Weinprobe Rotweine aus Kroatien
Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Weinprobe abgesagt werden. Es ist vorgesehen, die Probe 2021 nachzuholen.

Allen Mitgliedern, Weinfreundinnen und Weinfreunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir ein gesundes Jahr 2021, und hoffen, dass alle unbeschadet durch die Corona-Pandemie kommen.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

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Chronik 2019

Erstellt von Dieter am 1. Januar 2020

Schwerpunktthema:: Mosel und Spanien

                    Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

17.01.2019    Priorat, Teil 2, der Süden

Wie schon im letzten Jahr angekündigt, starteten wir das Thema Spa­    nien mit dem Priorat. Diesmal der südliche Teil mit Weinen von vom Wein-gut „Sangenis i Vaque” und von der “Vinicole Grattalops”. Unser  Weinbruder Uwe Lommertin hatte vor Ort eine Verkostung mit Weinen  von der Basis- bis zur Top-Linie zusammengestellt, von denen wir teil­weise wir auch ältere Jahrgänge probieren konnten. Damit hatten wir  einen guten Über-blick über das Priorat als eines der beiden spani­ schen Top-Wein-Regionen (DOCa) bekommen.

14.02.2019    Gereifte Riesling vom Weingut Clemens Busch

Am Anfang der Terrassenmosel in Pünderich liegt das biodynamisch   bewirtschaftete Weingut von Clemens Busch, das uns eine  Vertikal­-         verkostung mit drei verschiedenen Riesling-Typen zusammengestellt      hatte. Je vier Jahrgänge von 2016 bis 2008 vom Riesling „vom roten   Schiefer“, Riesling vom grauen Schiefer und vom Riesling „Pündericher Marienburg,   Rothenpfad, Großes Gewächs“ konnten wir ver­ kosten. Es war wieder ein Erlebnis, das Alterungspotential dieser Weine zu erleben.

21.03.2019    Mitgliederversammlung ohne Wahlen

Neben den formalen Dingen, die wir im Rahmen der Mitgliederver-    sammlung zu absolvieren hatten, haben wir Elbling- und Auxerrois-      Weinen von der Obermosel verkostet. Beide Rebsorten sind eine     Spezialität der Region, denn auf den kalkhaltigen Böden wachsen diese       Rebsorten besonders gut.

25.04.2019    Fruchtsüße Kabinett-Rieslinge von Mosel, Saar und Ruwer

Unter dem Thema „Die Leichtigkeit des Weins” hatte unser Weinbruder     Bernd Kögler uns Kabinett-Weine von der Mosel vorgestellt, um zu zeigen, warum der Mosel-Riesling als Kabinett-Wein weltweit einen so  großen Ruf hat. Auch wenn im Vergleich zu früheren Zeiten die Kabi­nettweine inzwischen meist abgewertete Spätlesen sind, hatten die   Weine bei viel Frucht Eleganz und Finesse bei nur wenig Alkohol. Das kann nur ein Cool-Climate Gebiet wie die Mosel und hier besonders die Saar, die mit sehr filigranen Rieslingen glänzte.

16.05.2019    Riesling-Weine von der Terrassenmosel

Die Landschaft der Terrassenmosel unterscheidet sich von der rest­lichen Mosel durch ein engeres Tal mit Hängen, an denen der Weinbau auf oft terrassierten Parzellen betrieben wird. Wir haben einen Quer­schnitt der Weine von Winzern aus Winningen verkosten. Da es hier schon deutlich wärmer ist und durch den Terrassenanbau mit höherer  Sonnenein-strahlung, waren die Riesling-Weine deutlich fülliger und  kräftiger. Sie besaßen somit auch nicht mehr die Filigranität und Eleganz der Weine von Saar und Ruwer.

23.-26.05.2019        Weinreise an die Saar

Wir hatten unser Quartier in Saarburg aufgeschlagen und von dort die   Weingüter Dr. Wagner, Forstmeister Zilliken, Bischöfliche Weingüter, Peter Lauer und van Volxem besuchen. So konnten wir in den Wein­   proben erschmecken, dass die Saar der große Gewinner der Klima­erwärmung ist. Inzwischen reifen die Trauben jedes Jahr aus und liefern filigrane, elegante und doch kraftvolle Rieslinge mit frischer  Säure. Ein weiterer Höhepunkt war, dass wir beim Weingut van Volxem unsere Probe im noch nicht eröffneten Neubau abhalten konnten.

06.06.2019 Weinprobe mit dem Weingut Heribert Kerpen aus Wehlen

Martin Kerpen, der auch Vorsitzender des Bernkasteler Rings ist, ließ          es sich nicht nehmen, uns seine Weine vorzustellen. Das waren die         klassischen Rieslinge von der Mittelmosel von trockenen bis zu edel­ süßen Weinen, darunter waren erfreulicher Weise auch einige ältere   Jahrgänge.

04.07.2019 Weinprobe mit dem Weingut Stephan Müller aus Krettnach

An der Saar haben wir dieses neue Weingut entdeckt: wie aus dem      Nichts wurde es 2018 vom Gault Millau zum Aufsteiger des Jahres          erhoben. Zurecht, denn nachdem der 2017’er Jahrgang schnell aus­     verkauft war, hat uns Stephan Müller mit dem frisch gefüllten 2018’er   besucht. Die einhellige Meinung war, dass so ein Saarwein schmecken muss: feine Frucht, frische Säure und Eleganz. Das waren sicher nicht      die letzten Weine dieses Weingut, die wir verkosten werden.

15.08.2019 Deutsche Schaumweine, ein Überblick

Wir haben uns deutsche Schaumweine und die verschiedenen Her­-  stellungsweisen angesehen. Neben drei Obst-Sekte,. einfacheren Sekttypen- z.B. nach dem Transvasierverfahren – ging es  dann zu den   gehobenen Qualitäten. Den Abschluss machten je ein Sekt von Griesel & Compagnie, Raumland und Peter Lauer mit einem (im Keller wieder­ gefundenen) 1984’er Sekt. Das war einmal eine etwas andere Probe.

19.09.2019   Weißweine aus der Region Rueda

Rueda ist inzwischen in Spanien die Region für Weißweine. Jahrelang      wurden hier nur unbedeutende, meist oxidative Weißweine produziert.   Erst in den 1970er Jahren hat sich das durch die verstärkte Anpflan­ –       zung von Verdejo und Sauvignon blanc und durch moderne, schonende Kelterverfahren geändert.
Unser Weinbruder Uwe Lommertin hat über den Consejo Regulador de      la Rueda eine Auswahl bekommen, die wir verkosten konnten: so einen       Schaumwein (Rueda Espumoso), frische Weißweine aus Verdejo und /      oder Sauvignon blanc, kräftigere Weißweine aus Verdejo mit längerer        Lagerung auf der Feinhefe, kräftigere Weißweine mit Ausbau im         Barrique und einen traditionell oxidativ ausgebauten Weißwein (Rueda dorado).

17.10.2019    Spanische Rotweine

Aus dem riesigen Weinangebot Spaniens eine Auswahl zu treffen, mit      nur 12 Weinen war eine sehr schwere und sicher auch etwas subjektive       Aufgabe die aber die weinkompetenten und erfahrenen Spaniens Wein­ kenner Herr Bergermann und Herr Llorente von der Firma M.A.X.X.-          Weine überzeugend geschafft haben. Somit ging es Kreuz und Quer durch Spanien zu einigen typischen Weinregionen (Rioja wurde nicht  berück- sichtigt, da in der Dezemberprobe diese Weine separat vorge­stellt wurden). So probierten wir Weine aus Navarra, Andalusien, Mallorca, Bierzo, La Mancha, Ribera del Duro, Toro und dem Priorat. Das konnte natürlich nur ein Anreißen der Regionen sein.

21.11.2019    Terroir, was ist das ?

Alle reden über Terroir, aber jeder meint etwas anderes. Um etwas           Licht in das Dunkel zu bekommen hatten wir uns als Fachmann Herrn       Ing. Presser vom Dezernat Weinbau des Regierungspräsidium Darm­stadt eingeladen. Anhand von ausgesuchten Weinen konnte er uns den Einfluss des Terroirs für den Rheingau sehr gut demonstrieren. Sicher kein einfacher Vortrag, aber durch die entsprechenden Weine für alle  sehr gut verständlich.

30.11.2019    Weihnachtsessen im Restaurant „Henne Weinbar“

Ein neues Restaurant mit einem neuen Konzept, keine normalen Tel­lergerichte sondern „Sharing Dishes“ im Tapa-Art. Viele kleine Gerichte    kommen zum Teilen auf den Tisch. Dazu ausgewählte, nicht alltägliche       Weine, von Basis- bis zu Topqualitäten. So gab es für uns ein vergnüg­liches Weihnachtsessen mit interessanten Weinen.

12.12.2019    Rioja

Rioja ist wahrscheinlich das bekannteste Weinbaugebiet Spaniens. Auf  ca. 63.000 ha werden hier zu 85% Rotweine aus Tempranillo mit Anteilen an Grenache, Graciano und Mazuelo (Carignan) erzeugt. Politisch ist es auf die drei Bezirke La Rioja, Navarra und das baskische Alava verteilt. Die drei Qualitätsstufen   Crianza, Reserva und Gran Reserva waren in der Probe vertreten mit Jahrgängen von 2016 bis 2005. Waren es früher eher zarte, säurebetonte, oft etwas oxidative Wein, so waren viele jetzt deutlich fülliger,  und eher international beeinflusst. Wir haben uns aber auf die beiden klassischen Bezirke  Rioja Alavesa und Rioja Alta beschränkt. eine Folge der Klimaänderung. Mehr international geprägt waren z.B. Bodegas LAN, Bodegas Altanza, eher traditionell geprägt Hazienda Lopes de Haro und auch Bodegas Rioja Alta. Leider ließ sich mit 12 Weinen die Vielfäl-tigkeit der Rioja-Weine nur anreißen

Chronist: Dieter Ockelmann

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veran­staltungen gesorgt haben. Ebenso gilt der Dank unseren zahlreichen Referenten und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung! Wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2019

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Chronik 2018

Erstellt von Dieter am 1. Januar 2019

Schwerpunktthema: Markgräflerland  und Ungarn

Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

11.01.2018            
Unsere erste Probe des Jahres begann mit dem Markgräflerland als deutschen Schwerpunktthema: Dazu konnten wir Herrn Florian Meier von der Winzergenossenschaft  Britzingen überreden, nach seinen Weinproben bei einem Kölner Weinhändler anschließend bei uns eine Probe abzuhalten
Es war eine Probe der „anderen Art“, da er nicht nur Weine aus dem eigenen Hauses vorgestellt hat, sondern geschickt einige Weine aus anderen Anbaugebieten, Rebsorten und Herstellungsarten  als Kontrast dagegen gestellt hat. Und es ist ihm gelungen, zu zeigen wie unterschiedlich gute Weine sein können.

22.02.2018         
Winterzeit ist Rotweinzeit und auch wenn das Markgräflerland zu 2/3 mit Weißweinreben bestockt ist, bleibt noch genug Fläche für Rotweine – vor allem für Spätburgunder. So verkosteten wir 10 Spätburgunder und je einen Syrah und ein Bordeaux-Cuvee. Auf den Lehm- und Kalk-haltigen Böden bringt der Spätburgunder recht ansprechende Qualitäten und auch der Syrah-Wein und das Bordeaux-Cuvee hatten ein hohes Niveau.

22.03.2018         
Wie gewohnt, fand wieder unsere Mitgliederversammlung statt, diesmal mit Wahlen. Nach der Neuwahl des Vorstandes wurde auch über die Alternativen für ein neues Probendomizil diskutiert. Damit alles nicht zu trocken war, gab es Weine aus dem Markgräflerland.

26.04.2018          
Gutedel ist die wichtigste weiße Rebsorte des Markgräfler Landes und daher musste ihr auch eine eigene Probe gewidmet werden. Da die Schweiz mit knapp 4.000 ha das wichtigste Anbauland für Gutedel ist, durften natürlich der Gutedel von dort in der Probe nicht fehlen. Trotz andersartiger Stilistik gefielen auch sie den Verkostern.

03.05.2018         
Schreck in der Morgenstunde, denn unser Referent vom Schlossgut Ebringen musste am Morgen vor der geplanten Weinprobe wegen eines schweren Unfalls in der Familie absagen. Glücklicherweise war die für den Juli geplante Weinprobe mit Weißweinen aus der Burgunderfamilie des Markgräfler Landes schon zusammengestellt. So wurden die Anwesenden mit diesen Weinen überrascht. Dadurch, dass  die Weine von verschiedenen Winzern und aus unterschiedlichen Lagen stammten, wurde es ein interessanter Vergleich der Weine.

07.06.2018         
Mit Herrn Marcus Büchin konnten wir den ersten Winzer aus dem Markgräfler Land begrüßen. Nach seiner Ausbildung war er längere Zeit in Südafrika und hat dann nach der Rückkehr 2007 sein Weingut mit ca. 2.5 ha gestartet. Heute sind es bereits 22 ha, die sich über das gesamte Gebiet von Norden bis zum Süden erstrecken.  Es werden eine Vielzahl Markgräfler Weine vom leichtem Gutedel bis zum dichten Rotwein produziert. Seine Spezialität ist ein Syrah-Sekt, vielleicht der einzige Syrah-Sekt in Deutschland. Nebenbei ist er auch noch Ausrichter des Gutedelcups  und hatte uns auch zwei der Preisträger-Weine des Cups mitgebracht. Für uns war es eine sehr vielschichtige Probe.

21.-24.06.2018  
Die diesjährige Weinreise führte uns ins Markgräflerland nach Müllheim, um von dort aus die die Weingegend zu erkunden. Und so wurden von Donnerstag bis Sonntag die Weingüter Dörflinger, Ziereisen, Lämmlin-Schindler, H. Schlum­berger und Heinemann besucht. Ein Besuch vor Ort gibt doch den besten Überblick über ein Weinbaugebiet.

19.07.2018         
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und so konnten wir doch noch unsere Weinprobe mit dem Schlossgut Ebringen nachholen.
Die Gründer von Schloss Ebringen haben 2003 sechs Hektar der Lage „Ebringer Sommerhalde“ aus der Genossenschaft heraus von älteren Winzern gepachtet, um sie unter der Führung von Verwalter Andreas Engelmann bewirtschaften zu lassen, um so die Weinbergslandschaft um Ebringen zu erhalten. Die Gründung war recht erfolgreich, denn heute ist das Gut an der Spitze der Markgräfler Güter. Je nach Bodenbeschaffung und Mikroklima sind die verschiedenen Rebsorten von Gutedel über Burgunder und Sauvignon Blanc bis zum Spätburgunder auf die, für sie optimalen Standorte verteilt. Von besonders guten Parzellen werden einige Lagenweine produziert.

30.08.2018         
Jetzt kam unsere erste Probe mit unserem ausländischen Schwerpunktthema Ungarn. Hier haben wir uns einer Rebsorte gewidmet, die in Osteuropa und Balkanländern eine wichtige Rolle spielt, aber in anderen Teilen Europas mit Ausnahme Österreichs und Italiens kaum anzutreffen ist: Der Olaszrizling, oder bei uns als Welschriesling bekannt. Während er in Österreich vor allem als einfacher Wein für den Gespritzten verwendet wird, zeigte uns unser Weinbruder Svetislav Madzarevic, dass am Plattensee, im Nord Balaton, im Gebiet  Balatonfüred-Csopak ein dichter, nachhaltiger Wein hergestellt wird, der wenig mit dem bekannten Welschriesling zu tun hat.                                                                                                                               

20.09.2018         
Die Weinbrüder und Weinschwestern hatten sich wieder einmal eine Blindprobe gewünscht und so verkosteten wir 12 Chardonnays aus aller allen Weingegenden. Weltweit sind mittlerweile ca. 175.000 Hektar Rebfläche damit bestockt und so kann man beim Chardonnay von finessenreichen Spitzenweinen über dicke, alkohollastige, buttrige Weine bis hin zu glattge­bügelten und belanglosen Industrieweinen fast alles finden.
Da keine deutliche Holz-belasteten oder dicken, fetten Weine dabei waren und alle Weine im Preisbereich von 10 – 15 € lagen, fiel es den Anwesenden sehr schwer auf die Herkunft zu schließen. Auch die „Neue Welt“-Weine“ hatten nur dezente Holznoten und waren dadurch kaum als solche zu erkennen. Wir konnten erfahren, dass in der verkosteten Qualitätsklasse die banalen Holz-Karamell-Weine seltener geworden sind.

18.10.2018         
Teil zwei unserer Weinproben zum Thema Ungarn galt dem  Weinanbaugebiet Tokaj im Nordosten von Ungarn. Zur Zeit der K&K-Monarchie war das Gebiet vor allem für seine edelsüßen Wein bekannt, die höchste Preise erzielten. Während der sozialistischen Herrschaft wurde das Renommée der Region aber heruntergewirtschaftet und erst aber nach dem Ende des Sozialismus ging es wieder aufwärts. Wir verkosteten eine Reihe von trockenen Weinen aus der Rebsorte Furmint, die uns die hohe Qualität dieser Rebsorte vor Augen führte. Zum Abschluss konnten wir noch eine Anzahl edelsüßer Weine probieren.

15.11.2018         
Die letzte unserer Weinproben zu Thema Ungarn führte uns in den Süden Ungarns in das Weinanbaugebiet Villany nahe der kroatischen Grenze. Hier werden überwiegend Rotweine produziert, vor allem aus den Bordeaux-Rebsorten Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot. Das wärmere Klima im Vergleich zu Frankreich führte bei den verkosteten Weinen zu viel weicheren, etwas fülligeren Weinen. Es war ein guter Abschluss zum Thema Ungarn.

22.11.2018         
Dieses Jahr konnten wir erstmals außerhalb unseres Jahresprogramms eine besondere Weinprobe gemeinsam mit dem rheinischen Weinkonvent durchführen: eine Krimi-Lesung über den „Tod in der Steillage“ mit Jens Burmeister als Autor. Passend zum Tatort probierten wir Weine aus dem Bopparder Hamm. Mal eine etwas andere Weinprobe.

01.12.2018         
Unser Weihnachtsessen fand dieses Jahr im Restaurant „Wine & Dine“ statt. Mit einem feinen Menu und mit einer sehr interessanten Weinbegleitung konnten wir uns schon auf das Weihnachtsfest einstimmen.

06.12.2018         
Schon im Vorgriff auf unsere ausländisches Schwerpunktthema 2019, Spanien, konnten wir Weine aus dem nördlichen Priorat probieren.
Lange waren Weine aus diesem Gebiet recht unbekannt, bis Winzer wie Alvaro Palacio oder Rene Barbier das Potential erkannten und diese ab 1990 an die Spitze der Spanischen Weine führten. Unsere Probe stammte von Schieferböden (Llicorella-Böden) von drei Weingütern aus dem Norden Da wir von mehreren Weinen auch verschiedene Jahrgänge hatten, konnte man das Alterungspotential recht gut erkennen. Im Januar 2019 soll dann mit dem Süden der zweite Teil das Priorats folgen.

Chronist: Dieter Ockelmann

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veran­staltungen gesorgt haben. Ebenso gilt der Dank unseren zahlreichen Referenten und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung! Wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2018

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Chronik 2017

Erstellt von Dieter am 17. Januar 2018

Schwerpunktthema: Franken und Südfrankreich
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

19.01.2017   Das Neue Jahr begann mit alten Weinen – nein mit gereiften Weinen. Bei den meisten Weinproben kann man nur die jüngsten Jahrgänge verkosten und ein Großteil der Weine, vor allem im unteren Qualitätssegment, sind auch nur für den schnellen Konsum gemacht. So war es für uns ein großes Erlebnis, Weine vom Weingut F.J.Becker aus Eltville als Vertikale von 2001 bis 2012 von zwei seiner Rheingauer Lagen zu probieren. Es war erstaunlich, wie frisch und jugendlich diese Weine noch waren und wie gut sie die Jahrgangs­unter­schiede wiedergaben.

25.02.2017   Wie gewohnt, unsere Mitgliederversammlung ohne Wahlen. Daher hatten wir Zeit, über die Themen für zukünftige Weinproben im Jahr 2018 zu diskutieren. Damit alles nicht zu trocken war, gab es Weine aus Franken.

16.03.2017   Franken ist vor allem für seine Weißweine wie Silvaner, Müller-Thurgau und Riesling bekannt, aber der Rotweine-Anteil beträgt doch noch 18,8%. Die bekanntesten Rotweinlagen befinden sich am Untermain im Mainviereck (Bürgstadt und Klingenberg) sowie im badischen Taubertal (Badisches Frankenland, Tauberfranken). Wir beschränkten uns auf die Spätburgunder. Sie wichen für uns allerdings stark vom bekannten Bild der Spätburgunder vom Rhein (Ahr bis Baden) ab. Vielleicht war es aber auch eine Folge des 2014’er Jahrgangs.

04.05.2017   Unsere erste Probe mit einem Winzer aus Franken mussten wir vom April in den Mai verschieben, da Herr Reiss erst in der ersten Mai-Woche geschäftlich im Kölner Raum war. Dafür zeigte er uns aber ein Feuerwerk an Weinen und bewies uns, dass sein Weingut beim Gault Millau-Weinführer zu recht mit 3 Trauben ausgezeichnet ist.

18.05.2017   Das zweite fränkische Weingut Glaser-Himmelstoß aus Nordheim folgte. Durch Heirat war das Weingut 1977 aus einem Nordheimer Teil, der heute die gemein­same Betriebsstätte ist und einem Dettelbacher Teil, der jetzt für Vino­thek und das Restaurant genutzt wird, entstanden. So ist ein umfangreiches Portfolio an Weinbergslagen und Rebsorten entstanden, das vom Weingut geschickt genutzt wird, aufgrund von Lage und Ausbauart charaktervoller Weine zu produzieren.

22.05.2017   Unsere diesjährige Weinreise führte uns nach Sulzfeld in Mittelfranken. Wir besuchten die Weingüter Brennfleck und Zehnthof Luckert in Sulzfeld sowie Weltner in Rödelsee und Bickel-Stumpf in Frickenhausen. Alle Besuche zeigten uns, wie gut der Silvaner das Terroir wiedergeben kann. Auch die seltenen Silvaner-Varianten vom Grünen Silvaner wie Gelber, Roter und Blauer Silvaner gehörten zu unserem Programm. Und nach der Besichtigung der Feste Marienberg in Würzburg konnten die hartgesottenen Teilnehmer auch noch das Hoffest vom Weingut Reiss besuchen. Eine sehr interessante Tour, die uns die Augen für die hohe Qualität des Silvaners geöffnet hat.

29.06.2017   Unser drittes fränkisches Weingut war der Staatliche Hofkeller, eines der drei großen Weingüter in Würzburg. Der Weingutsleiter Herr Marcel von den Benken hatte uns aus der Vielfalt von etwa 100 Weinen eine interessante Probe zusammengestellt.
Durch die Beschränkung auf die zwei wichtigsten Sorten, Riesling und Silvaner in der Qualitätsstufe vom Gutswein bis zum Ersten Gewächs, konnten wir Weine von den verschiedenen Terroirs vergleichen. Vor allem die drei Weine aus den äußersten Ecken des Mains, aus Hörstein, Handthal und Hammelburg, zeigten untereinander besonders stark diese Terroir-Unterschiede.

20.07.2017   Sommerzeit bedeutet süffige Terrassenweine und daher sollten Rosé-Weine gut passen. (Obwohl der Sommer zu diesem Zeitpunkt schon in die Regenzeit übergegangen war.) Rosé-Weine sind seit einigen Jahren im Trend und so bot sich die Provence als typisches südfranzösisches Weinbau-Gebiet an. Unser Schatzmeister hatte mit viel Mühen die Weine besorgt, die von unbekannteren Erzeugern bis zu den bekannten Rosé-Wein Produzenten Chateau Miraval (ehemals von Pitt Brad und Angelina Jolie) und der Domaine Jas d’Esclans stammten.
Allerdings konnten viele der Weine uns nicht ganz überzeugen, da ihnen schon die Frische fehlte. Sicher auch die Folge davon, dass sehr viele mit einfachen Presskorken verschlossen waren und sie noch aus dem Jahrgang 2015 stammten.

17.08.2017   Für unsere Technikprobe zum Ausbau von Silvaner-Weinen konnten wir Herrn Menger und Herrn Steinmann vom Silvaner-Forum als Referenten gewinnen. Neben den Musterweinen zu Terroir, Ausbauarten und zu den Silvaner-Spielarten hatte sie auch noch einige Gewinner des Silvaner-Cups 2017 mitgebracht.
Eine tolle Verkostung, die uns endgültig vom Silvaner als „Königin der Weißweine“ überzeugt hat.

14.09.2017   Randersacker ist einer der bedeutenden fränkischen Weinbauorte und musste daher in unser Probenprogramm. Weinbruder Wilfried Schmitz hatte die Auswahl auf Silvaner, fast ausschließlich aus den Lagen Randersackerer Sonnenstuhl und Marsberg und auf 5 Weingüter aus diesem Ort begrenzt, So konnten wir den Einfluss von Terroir und Winzer auf die Weine gut erkennen

19.10.2017   Nach den Proben mit fränkischen Weinen standen nun noch drei Proben mit Weinen aus Südfrankreich an. Das erste Gebiet war die Rhone, das in Deutschland vielleicht bekannteste der Südfranzösischen Gebiete. Unsere Probe beschränkte sich die Südrhone, denn hier hat sich in den letzten Jahren viel an der Qualität verbessert. Viele unbekannte Gebiete wurden darauf in die Appellation Cotes du Rhone Villages aufgenommen und viele aus der Appellation Cotes du Rhone Villages wurden zu eigenen Appellationen aufgewertet. Da die Probenfolge nicht nach aufsteigender Weinqualität sondern nach den Regionen aufgebaut war, war das Verkosten schwieriger, aber zur Belohnung gab es zum Abschluss zwei Süßweine aus Beaume de Venise.

16.11.2017   Für unsere Südfrankreich-Proben zogen wir weiter nach Süden ins Languedoc.
Einst der französische Massenwein-Produzent, der nach dem Verlust der algerischen Kolonie auch die dicken, farbigen Rotweine ersetzen musste, hat sich hier viel getan. Viele engagierte Winzer haben die Hanglagen mit teilweise sehr altem Rebbestand genutzt und so einen gewaltigen Qualitätsschub erzeugt. Viele Regionen wurden nach der Qualitätssteigerung mit eigenen, neuen Appellationen belohnt.

02.12.2016   Für unser traditionelles Weihnachtsessen hatten wir dieses Jahr das Restaurant Wein am Rhein ausgesucht. Hier konnten wir zu sehr gutem Essen auch eine fantastische Weinbegleitung genießen. Und dass wir das richtige Restaurant ausgesucht hatten, zeigte sich auch daran, dass dem Restaurant im Herbst ein Michelin-Stern verliehen wurde. Es war für uns ein rundum gelungener Abend.

14.12.2017   Nochmals ab in den Süden ! Diesmal war das Roussillon als südlichstes Anbaugebiet vor der spanischen Grenze an der Reihe. Im Vergleich zur Rhone oder zum Languedoc ist dieses Gebiet bei uns weniger bekannt, aber es braucht seine Weinqualität vor den beiden anderen nicht zu verstecken. Auch hier sind aufgrund der Qualitätssteigerungen neue Appellationen eingerichtet worden. Sehr unter­schiedliche Böden von Kalkstein über Schotter bis zu Schiefer bringen Abwechslung in die Weine. Die höchste Sonnenscheindauer Frankreichs lässt dazu die Trauben gut ausreifen, was aber bei den guten Winzern nicht dazu führt, dass die Weine breit, überreif oder sogar marmeladig wirken, denn viele produzieren in höheren, kühleren Lagen und erzeugen so elegante, finessenreiche Weine mit gutem Säurerückgrat. Diese filigranen Weine konnten erstaunlicherweise gut gegen die vollreiferen, dickeren Weine bestehen.
Da das Roussillon etwa 80% der französischen Süßweine produziert (der größte Teil davon ist der Muscat de Rivesaltes), durften natürlich diese Weine nicht fehlen. Bei den beiden vorherigen Proben hatten wir schon Muscat-Weine probiert, sodass sich diese Probe auf die Grenache-betonten Weine aus dem Bereich Maury, Rivesaltes und Banyuls konzentierte.

Chronist: Dieter Ockelmann

 

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veran­staltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Referenten und und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr , verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2017

 

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Chronik 2016

Erstellt von Dieter am 17. Januar 2018

Schwerpunktthema: Ahr, Mittelrhein und Italien
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

21.01.2016   Für das neue Jahr wollten wir nicht so weit von Köln weg und so starteten wir mit der Ahr. Für das „Newcomer“-Weingut Gebrüder Bertram war Markus Bertram angereist und präsentierte das Sortiment, von den Basis-Weinen bis zu den Dernauer Top-Lagen. Wirklich tolle Topweine! Wobei wir doch recht erstaunt waren, dass die Ahrwinzer ihre Weißweinproduktion inzwischen erweitern, da in den warmen Sommermonaten verstärkt Weiß- oder Roséweine verlangt werden.

25.02.2016   Wie gewohnt, unsere Mitgliederversammlung ohne Wahlen. Daher verlief alles ruhig und die Zeit konnte für allgemeine Diskussionen verwandt werden. Damit alles nicht zu trocken war, gab es Weine von der Ahr und vom Mittelrhein

17.03.2016   Mit der Ahr gingen unsere Proben weiter. Diesmal mit dem Weingut Peter Kriechel, dem größten Weingut an der Ahr. Peter Kriechel zeigte uns überzeugend, dass man aus eine großen Palette an Weinbergslagen sowohl gute Basisweine als auch Spitzenweine machen kann. Für Frühburgunder ist das Weingut inzwischen der größte Erzeuger an der Ahr.

07.04.2016   Nein, Bergsteigen wollten wir nicht und auch keinen Vortrag über Bergtouren hören, aber. 4 junge Winzer zwischen dem Mäuseturm bei Bingen und dem Siebengebirge haben sich als die „Gipfelstürmer“ vom Mittelrhein zusammen­gefunden, um die Vielfalt der malerischen Landschaft, des Bodens, der Weine und der Persönlichkeiten, die dahinter stehen, zu repräsentieren. Gemeinsam wollen sie etwas bewegen. Mit Thomas Phillips hatten wir einen der Beteiligten, der uns die Weine vorstellte
19.05.2016   Viel Rheinburgen-Romantik und dafür nur einfache Weine für die Touristen aus aller Welt ? Nein so sollte es für uns nicht sein, wir wollten Besseres trinken. Das Weingut Matthias Müller ist das einzige am Mittelrhein, dem der Gault Millau 4 Trauben zubilligt. Daher haben wir ganz besonders gefreut, dass sich Mathias Müller die Zeit genommen hat, uns seine Kollektion persönlich vorzustellen. Dass ein korrekter und aufrichtiger Winzer wie Matthias Müller mit dem Weinnamen „Steil vor Lage“ Probleme mit der Weinkontrolle bekommen hat, verwundert uns, aber nicht alle können Wortspiele verstehen und akzeptieren.

 02.06.2016   Und noch einmal zogen wir gegen die platte Rheinburgen-Romantik zu Felde: mit Hilfe der „Mittelrhein-Riesling-Charta“. In dieser Charta verpflichten sich die beteiligten Winzer zu einheitlichen und strengen Qualitäts­richtlinien. Mit drei Weintypen soll der Riesling vom Mittelrhein charakterisiert werden. „Handstreich“ als filigraner, feinfruchtiger Wein mit max. 11% Alkohol und leichter Restsüße, „Felsenspiel“ als harmonischer, feinherber Riesling mit max. 13% Alkohol und „Meisterstück“ als vollreifer, trockener Wein mit mindestens13% Alkohol (quasi der „Wachauer Smaragd“ vom Mittelrhein). Heinz Uwe Fetz und Toni Lorenz haben uns diese Prinzipien anhand ihrer Weine erfolgreich erläutert.

04.08.2016   Ja diesmal waren wir Fußball-geschädigt ! Durch die Fußball-Europa­meister­schaft mussten wir unseren vorgesehenen Termin zum Thema Aosta-Tal. verschieben, damit die Fußballbegeisterten nicht mit den Hufen scharrten und vorzeitig die Probe verließen. Das Aosta-Tal ist mit ca. 500 ha das kleinste italienische Weinbaugebiet, wo unter teilweise extremen Bedingungen Weinbau betrieben wird. Hier werden noch viele autochthone Rebsorten angepflanzt und der Weinbau geht bis auf etwa 1150 m Höhe hinauf.
Entsprechend vielfältig aber auch chaotisch war das Angebot. Da in Deutschland nur sehr wenige dieser Weine zu beziehen sind, mussten alle Wein vor Ort besorgt werden.

18.08.2016   Theorie und Praxis passen selten zusammen. Diesmal hatten wir Glück, denn Dr. Randolf Kauer ist Dozent für Biologischen Weinbau in Geisenheim und besitzt gleichzeitig ein biologisch arbeitendes Weingut am Mittelrhein. Ohne ideologische Verbrämung präsentierte er uns die Prinzipien der verschiedenen Arten des biologischen Weinbaus und demonstrierte mit seinen eigenen Weinen, dass man damit auch hervorragende Weine erzeugen kann. Wir haben selten eine so klare und brillante Kollektion vom Mittelrhein verkostet.

15.09.2016   David gegen Goliath: Unsere ersten beiden Weinregionen in Süditalien waren die Basilikata mit 10.000 ha und Apulien mit 100.000 ha. Die Probe wurde in mühevoller Kleinarbeit vom Weinbruder Ceca Madzarevic zusammengestellt. Da in Apulien aber inzwischen neben den Massenerzeugern einige Topweingüter arbeiten, endete der Vergleich mit einem Unentschieden, wogegen keiner der Anwesenden etwas einzuwenden hatte.

22.10.2016   Mit der Regionalbahn an die Ahr zur Weinkulturreise, wann haben wir das schon mal gemacht. Aber für unsere kleine Gruppe wäre der Bus zu teuer geworden und die beiden besuchten Weingüter lagen jeweils dicht am Bahnhof. Goldenes Oktoberwetter hatten wir allerdings nicht mehr. Es war eher grau und kalt, Gottseidank war der Verkostungsraum im Weingut H.J.Kreuzberg gut geheizt. Und die Palette der präsentierten Weine im Weingut, zeigte die Spitzenposition des Gutes
Nach der ersten Probe stand der Besuch der Dokumentationsstelle Regierungsbunker an. 2 Std. Besichtigung im kalten Bunker bei Kunstlicht und in der Stimmung des Kalten Krieges der 60er bis 70’er Jahre, da waren wir froh, zur zweiten Weinverkostung in den warmen Probierraum im Weingut Burggarten zu kommen. Auch hier konnten wir wieder eine sehr gute Kollektion probieren.

27.10.2016   Rot gegen Weiß, damit hätte niemand vorher gerechnet bei unserer Italienprobe Kampanien und Kalabrien, aber aus Kampanien waren nur Weißweine in hoher Qualität zu erhalten. So probierten wir Weiß aus Kampanien und Rot aus Kalabrien. Trotzdem hatte Wilfried Schmitz als Referent noch viel Mühe, ein qualitativ gutes Programm zusammenzustellen. Dass ein Teil der Verkoster mit den autochthonen Rebsorten, vor allem bei den Weißweinen größte Probleme hatten, verwunderte nicht, denn der Unterschied zu den bekannten, deutschen Rebsorten ist doch deutlich.

17.11.2016   Das Chaos hat ein Ende genommen, das sollte für das Weingut Maibachfarm gelten. Nachdem der erste Verwalter wegen Unterschlagung verurteilt und gekündigt wurde, ging es im Weingut ziemlich durcheinander. Mit Alexander Weber hat das Weingut inzwischen einen jungen Betriebsleiter und Kellermeister, der frischen Wind in das Weingut gebracht hat und auch den für ein Bio-Weingut besonders schweren Jahrgang 2014 erfolgreich gemeistert hat. Mit ihm konnten wir eine interessante Palette 2013’er und 2014’er Weine verkosten.

02.12.2016   Für unser traditionelles Weihnachtsessen hatten wir das Restaurant Christoph Paul im Hopper ausgesucht. Schon früher war Christoph Paul in Köln eine anerkannte Institution, um gut zu essen. Dann ging er nach Pulheim und ist erst letztes Jahr wieder nach Köln zurückgekehrt. Er hat uns gezeigt, dass er sein Handwerk noch immer perfekt beherrscht und so wurde es ein rundum gelungener Abend.

 15.12.2016   Ab in den Süden ! Auch wenn draußen Schmuddelwetter herrschte, fühlten wir uns in südliche Gefilde versetzt. Weinbruder Werner C.Barth und Weinschwester Ulrike Ottersbach hatten die Aufgabe übernommen, eine Sizilienprobe zu organisieren. Eine angedachte Reise, um vor Ort Weine zu besorgen, kam nicht zustande, aber die Auswahl an Weinen in Deutschland war groß genug, um auch von hier aus eine Probe zusammenzustellen. Dazu gab es noch Olivenöl mit frischem, selbstgebackenem Ciabatta zu verkosten und zum Abschluss einige Cantuccini mit Marsala.

Chronist: Dieter Ockelmann

 

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veran­staltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Gönnern und den Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten sowie ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2016

 

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Chronik 2015

Erstellt von Dieter am 1. Januar 2016

Schwerpunktthema: Rheingau und Südafrika
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

15. Januar

Mit einem Riesenschritt über den Äquator nach Südafrika begannen wir das Jahr 2015.
Dem dort wärmeren Wetter geschuldet, starteten wir unser Südafrika-Programm mit Weißweinen.
Von den Neue-Welt-Weinen sind die südafrikanischen Weine den europäischen am ähnlichsten. Chardonnay, Chenin Blanc und Sauvignon Blanc waren unsere Rebsorten. Dabei überraschen uns vor allem Chenin Blanc und Sauvignon Blanc. Wenn sie aus kühlen, hoch gelegenen Gebieten wie Elgin und Walkersbay kamen, waren sie sehr schlank und mineralisch, ja sie waren so mineralisch dass ein Wein von der Hälfte der Verkoster die besten Bewertungen bekam, während die andere Hälfte mit der Mineralik nichts anfangen konnte und sie sehr niedrig wertete. Bei keiner Probe haben wir so intensiv darüber diskutiert.

19. Februar

Und weiter ging es mit südafrikanischen Weinen, diesmal mit den reinsortigen Rotweinen Cabernet Sauvignon, Syrah, Pinotage und Spätburgunder. Auch wenn Pinotage die autochthone Rebsorte Südafrikas ist, konnten sich die Verkoster nicht so recht dafür erwärmen, die beiden Pinot Noirs gehörten ebenfalls nicht zu den Favoriten und führten zu längeren Diskussionen. Cabernet Sauvignon und Syrah dagegen wussten zu gefallen.

12. März

Business not as usual – Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung standen Neuwahlen an. Drei Vorstandsmitglieder wollten aufhören, und drei neue haben wir als vollwertigen Ersatz gefunden. Unser Kellermeister hatte eine interessante Auswahl an Weinen aus dem Rheingau ausgewählt, die uns einen guten Vorgeschmack auf das diesjährige Thema Rheingau gab.

16. April

Wir hatten Trollinger aus Württemberg und Vernatsch aus Südtirol gegeneinander gestellt. Beides sind verschiedene Namen für die gleiche Rebsorte und beide gelten als Brot- und Butterweine, die eher für die Brettl-Jause geeignet sind. Für die Anwesenden war es schwer die Herkunft – Südtirol oder Württemberg – zu erkennen, es fehlte einfach die Erfahrung mit diesen Trollinger- und Vernatsch-Weinen.
Viele waren einfachere, aber sauberer Weine, die keine große Struktur besaßen, aber zu Speisen sehr gut passen können. Und sie gehören in die jeweilige Landschaft.

21.Mai

Mit dem ersten Weingut aus dem Rheingau ging es weiter. Das Weingut Flick war für uns unbekannt, denn es kommt aus dem äußersten Osten des Rheingaus. Was uns Rainer Flick dann aber präsentierte, war von allerbester Qualität ! Neben dem Wickerer Nonnberg gehört inzwischen auch der Hochheimer Königin Victoriaberg zu den Toplagen des Weinguts. Es war ein Fehler dieses Weingut bisher nicht beachtet zu haben, aber das haben wir ja nun glücklich geändert

04.-7. Juni

Unsere diesjährige Weinreise ging passend zu unserem deutschen Leitthema in den Rheingau. Dank des warmen Sommerwetters konnten wir am ersten Abend im Garten des Weinguts Kögler in Eltville sitzen und zu einem guten Essen dessen Weine probieren. Am nächsten Morgen ging es nach Rüdesheim zum Weingut Leitz. Nach einem Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein zu den Rüdesheimer Lagen konnten wir im Weingut eine tolle Auswahl an Weinen probieren. Von da aus fuhren wir zum Bio-Weingut Jakob Peter Kühn in Oestrich. Hier wird seit 2002 die Demeter-Philosophie gepflegt, so gut, dass das Weingut im Weinführer Gault Millau 2016 zum Weingut des Jahres gewählt und mit 5 Trauben auf eine Ebene mit dem Weingut Weil gehoben wurde. Die Weine hatten einen anderen, sehr charaktervollen, eigenwilligen Stil und waren von höchster Qualität. Den Abend verbrachten wir im Weingut Dieffenhart. Nach der Kellerbesichtigung und einer kleinen Weinprobe gab es im angeschlossen Restaurant das Abendessen.
Am Samstag führte unser erster Besuch zum Weingut von Fritz Allendorf. Trotz des Tages der offenen Keller ließ Fritz Allendorf es sich nicht nehmen, uns durch den Keller zu führen und uns auch seinen „Lichtraum“ vorzuführen. Es war überraschend, wie sich die Geschmackswahrnehmung des verkosteten Weines in Abhängigkeit von der Lichtfarbe änderte. Für den Nachmittag ging es zum Weingut Schloss Reinhardshausen. Herr Lergenmüller als neuer Besitzer setzte mit uns zur Insel Mariannenaue, seiner Monopollage, zu einem kleinen Rundgang über. Unseren Abend verbrachten wir im Kloster Eberbach bei der feierlichen Großen Konventsprobe des Rheingauer Weinkonvents.
Am Sonntag gab es für Interessierte noch eine Stadtführung durch Eltville.
Damit endete ein tolle Weinreise, die unser Weinbruder Wilfried perfekt organisiert hatte. Sogar das Wetter hatte mitgespielt.

26.Juni

Mit dem Winzer Heinrich Vollmer wagten wir den Spagat zwischen der Pfalz und Argentinien. Die Lebensgeschichte von Heinrich Vollmer hätte für mehrere Proben gereicht. Er sollte das Weingut seiner Eltern in Durbach übernehmen und studierte deshalb Weinbau in Frankreich und absolvierte ein Volontariat bei Bouchard. Dann aber überwarf er sich mit seinen Eltern und übernahm fast ohne eigenes Geld ein Weingut in Ellersheim. Er konnte Lieferant für die Lufthansa werden und damit wuchs das Weingut auf über 100 ha. Sein Hobby Bergsteigen hätte ihm dann fast das Genick gebrochen, denn er wurde am Annaconagua von einer Eislawine verschüttet und schwer verletzt. Nach aufopfernder Pflege durch Indios schaffte er es dann auf abenteuerlichem Weg zurück nach Deutschland. Als Dank für die Rettung gründete er in Argentinien ein Weingut, um den dortigen Indios Arbeit und Bildung zu geben. In Deutschland pflanze er dann als erster Cabernet Sauvignon, was damals illegal war. Nach einer Polizeiaktion und Entfernung der Rebstöcke drohte ihm 72 Tage Haft als Strafe, die in der Revision auf eine symbolische Geldstrafe reduziert wurde. Kurz danach erhielt er dann auch eine Pflanzerlaubnis für Cabernet Sauvignon. So wurde er der erste Winzer mit Cabernet Sauvignon in Deutschland. Nach der Probe stellte sich die Frage, was war nun interessanter, die Weine seiner beiden Weingüter oder seine Lebensgeschichte?  Es war für uns ein interessanter Abend, der sich in dieser Form nicht so schnell wiederholen wird.

30. Juli

Das Weingut Spreitzer gehört zu den ältesten Weingütern in Oestrich und kann auf eine Weintradition zurückblicken, die 1641begann. Seit 1997 wird das Weingut von den Brüder Andreas und Bernd geführt und Bernd präsentierte uns auch die Weine. Das Weingut verteidigte seinen guten Ruf mit einer untadligen Kollektion an trockenen und restsüßen Weinen. Dichte und Eleganz waren harmonisch gepaart.

20. August

Bei einer Präsentation der Weine aus dem Rheingau darf das Weingut Schloss Johannisberg nicht fehlen. Schon Goethe schwärmte von den Weinen und auch heute noch ist das Weingut eine rheingauer  Institution. Das Weingut gehört zur Oetker-Gruppe, genauso wie das Weingut G.H. von Mumm.
So probierten wir beide Weinlinien gegeneinander. Während von Mumm etwas mehr für die Konsum-Weine steht, ist Schloss Johannisberg eines der Rheingauer Flaggschiffe, war uns Herr Doktor mit seiner packenden Präsentation deutlich zeigte.

17. September

Das Weingut „Prinz von Hessen“ wurde 1957 vom alten Hessischen Adelsgeschlecht der Prinzen und Landgrafen von Hessen erworben und auf 34 ha ausgebaut. Seit 2005 leitet Dr. Clemens Kiefer die Geschicke des Weinguts, der uns auch die Weine präsentierte. Seit nicht mehr Scheurebe im Anbau ist, die in die Riesling-Weine verschnitten wird, sind die Weine vom Gutswein bis zum Ersten Gewächs gradliniger und klarer geworden. Auch die restsüßen Wein vom Qualitätswein bis zur Beerenauslese machten da keine Ausnahme. Sie alle zeigten, worin der Ruf der Rheingauer Rieslinge liegt. Eine Besonderheit war die Beerenauslese, die im kleinen Holzfass ausgebaut worden war und daher eher wie ein fruchtiger Sauternes schmeckte.

22.Oktober

Über das Weingut Robert Weil zu reden, wäre Eulen nach Athen zu tragen. Es war bis jetzt das einzige Weingut im Rheingau, das vom Gault Millau mit 5 Trauben ausgezeichnet ist.  Unser Weinbruder Uwe Lommertin hat uns einen repräsentativen Querschnitt präsentiert. Vom Gutswein in der 1-l Flasche bis zum Großen Gewächs aus dem Gräfenberg waren alle Wein kristallklar, ohne Fehl und Tadel. Dann kamen die restsüßen Wein, die noch einmal das Potential dieser Weine bewiesen. Vielen Dank an das Weingut, das für uns seine Schatzkammer geöffnet hat und uns drei Auslesen von 2006 bis 2004 zu Verfügung gestellt hatte. Das war ein Erlebnis und Beweis für uns, warum diese Weine international so hoch bewertet werden. Dem Weingut noch einmal herzlichen Dank !

19. November

In der Weinwelt tauchen stets neue Trends auf, so z.B. das Thema „Natural Wines“ (Natur Weine, Vin Nature), die in vielen Spitzenrestaurants auf der Weinkarte stehen. Die Bezeichnung „Natural Wines“ ist nicht allgemein definiert. Im eigentlichen Sinne sind es Weine die ohne Zusatz von erlaubten Hilfsstoffen wie Schönungsmitteln, Reinzuchthefen, Schwefel-(dioxid)-Zusatz etc. hergestellt werden und dadurch andere, nicht so fruchtige und manchmal auch leicht oxidierte Noten haben. Für dieses Thema konnten wir Sur-ki Schrade als Referentin gewinnen, die sich schon länger mit diesem Thema befasst und in Köln auch einen kleinen Laden mit Natural Wines, vor allem aus Frankreich, betreibt. Aufgrund des andersartigen, oft eigenwilligen Geschmacks werden die Weine meist nur als Tafelweine angestellt. So wurde auch unser Geschmack auf die Probe gestellt, vor allem ein Aramon-Wein aus dem Languedoc war sehr eigenwillig, Trüb, nur zart Rosé, herb adstringierend und mit deutlicher Säure. Danach hatten wir uns eingetrunken – oder wurden die Weine wieder gemäßigter? Wir erlebten einen diskussionsreichen Abend, der uns eine andere Weinwelt zeigte.

28. November

Das Weihnachtsessen der Weinbruderschaft fand dieses Jahr im Restaurant „maiBeck“, Am Frankenturm statt. Ein junges, aber sehr erfahrenes Team, in der Küche ebenso wie im
Service, überraschte uns mit einem sehr kreativen Überraschungsmenu ohne unnötige Schnörkel Dazu gab es eine perfekt abgestimmte Weinbegleitung. Mit Jan Cornelius Maier und Tobis Becker sowie Sascha Bauer im Service agierte ein hochmotiviertes Team, dass sich nicht ohne Grund einen Michelin-Stern erkocht hat.

17. Dezember

Nachdem wir das Jahr mit Südafrika begonnen hatten, beendeten wir es auch mit Weinen von dort: diesmal mit roten Cuvees. Die Probenfolge zu finden war schwierig, da fast alle Rebsorten miteinander verschnitten werden. So gab es als große Linie zuerst die Bordeaux-Cuvees, dann die Rhone-Cuvees. Von großen Erzeugern mit 220 ha bis zu kleinen Boutique-Weingütern war ein breiter Querschnitt an Weinen vorhanden. Die Bordeaux-Cuvees zeichneten sich durch festeres Tannin und mehr Holz aus, die Rhonecuvees durch mehr Frucht und leichte Gewürztöne. Die jüngeren Weine waren noch recht hart und kantig, die älteren zeigten, dass mehr Reife ihnen gut tat.

Chronist: Dieter Ockelmann

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veranstaltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Gönnern und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Weinfreundinnen und Weinfreunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2015

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Chronik 2014

Erstellt von Dieter am 25. Dezember 2014

Schwerpunktthema: Württemberg und Südamerika
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Blick zurück…….

16. Januar  Das Jahr begannen wir mit einem Riesenschritt über den „großen Teich“, gleich bis Argentinien.
Ernesto Dohnalek als Importeur klärte uns auf über die Rivalität zwischen Argentinien und Chile: wer ist der Größte und was hat der Eine, was der Andere nicht hat? Eindeutiger Gewinner des Abends: Weine aus der Rebsorte Malbec, reinsortig oder auch als Cuvée.
19. Januar  Schon 3 Tage später ging es mit einer Sonderprobe im privaten Umfeld weiter. Wir nutzten die Gelegenheit der Anwesenheit von Christian Dautel in Köln im Vorfeld zur VDP-Tour „Großes Gewächs“ und verdanken es den Beziehungen von Weinbruder Wilfried Schmitz, der diesen herausragenden Winzer zu einer privaten Sonderprobe bei sich und seiner Frau Hanne zuhause überreden konnte. Eine außerordentliche Probe mit einem jungen Nachwuchswinzer, von dem noch viel zu hören sein wird….Aber nicht vergessen: die Weichen hierzu stellte schon vor Jahren sein Vater: Ernst Dautel !
13. Februar  Nach dem deutschen Intermezzo jetzt ein Sprung auf die Westseite der Anden. Chile wurde uns präsentiert von dem wohl erfahrensten Importeur der Weine dieses Landes, Johannes Wattler vom Chile Weinkontor in Zülpich. Von dem Riesenangebot an Weinen, die dieses Land zu bieten hat, hatte Herr Wattler eine hervorragende Auswahl zur Verkostung angestellt, so dass nicht nur von den wenigen Weißweinen sondern auch und erst recht von den Rotweinen nachhaltige Eindrücke zurück blieben.
13. März  Business as usual – Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung standen keine Neuwahlen an. Wir konnten uns beliebigen allgemeinen Themen unseres Vereinslebens widmen und wurden dabei –versöhnend – beköstigt mit Weinen aus Württemberg von den Winzern Jürgen Ellwanger (Winterbach), Kistenmacher-Hengerer (Heilbronn) und Wachtstetter (Pfaffenhofen).
24. April  Ein Highlight dieses Veranstaltungsjahres: eine Blindprobe mit Discounterweinen und den diesen entsprechenden Winzerweinen – obwohl: mehrfach war es nur der voneinander abweichende Vertriebsweg, der den Unterschied ausmachte. In der Bewertung lagen die Weine relativ dicht beieinander. Nachdenkliches Stirnrunzeln lag über allen Augen. Was war das hier? Versteckte Kamera? Den lesenswerten Probenbericht von Weinbruder Jörg Kleimeier, der auch für die ausgewählten Weine verantwortlich zeichnete, sollten wir uns öfters zu Gemüte führen!!
08.-11. Mai  Unsere diesjährige Weinreise: an die Nahe. Kurzfassung: tolle Organisation – danke Wilfried Schmitz – tolle Winzerauswahl – nochmals danke Wilfried – und tolle Stimmung in der Truppe – Dank an alle ! Ja was gab’s denn eigentlich alles? Besuche auf den Gütern von Jakob Schneider, Hermann Dönnhoff, Emrich-Schönleber, Gut Hermannsberg und Familie Hexamer, ferner zwei wunderbare Mittagessen, einmal im Restaurant Weck in der Harmannshöhle und zum anderen im Landgasthof „Zur Traube“ in Meddersheim, fast gegenüber vom Weingut Hexamer und darüber hinaus auch noch eine selbst organisierte Weinprobe mit Weinen von Weingut Schäfer-Fröhlich. Wenn die Erinnerung nicht trübt, war es wohl gut, dass der Winzer an diesem Abend nicht bei der Probe anwesend war, denn wir hatten alle erhebliche Probleme mit den noch sehr dominanten Spontannoten in den Weinen….Nicht zu vergessen: die kulturelle Führung am Sonntagvormittag in Bad Kreuznach mit dem abschließenden Mittagessen im Brauhaus neben dem Gradierwerk!…..Eine tolle Weintour!!!
15. Mai  Winzergenossenschaft Heilbronn: In Ermangelung der unterstützenden Lektüre eines Probenberichts muss die Rückschau auf diesen Programmpunkt etwas verkürzt ausfallen, denn der Chronist erinnert sich nur noch an zwei wirklich gute Weine der mit Heilbronn inzwischen fusionierten Genossenschaft Grantschen, sowie einen zwar schönen Riesling der Jungwinzer der Genossenschaft Heilbronn, der unter dem Namen „Triebwerk“ vermarktet wird, der aber in seiner Qualität nicht der Preisvorstellung der Jungwinzer entsprechen mochte.
05. Juni  Aus unserer Mischung von Genossenschaften und Privatwinzern aus Württemberg war nun wieder ein Privatwinzer an der Reihe. Es besuchte uns Frieder Schäfer vom Weingut Eberbach-Schäfer in Lauffen a.N. Wir verkosteten die gesamte Bandbreite an typischen Rebsorten dieses Anbaugebietes, inkl. einiger aus Weinsberg stammender Neuzüchtungen. Einen Riesling ließ Herr Schäfer allerdings außen vor, da es seine Überzeugung war, dass die von der Rheinschiene stammenden Produkte besser aufgestellt seien. Dafür überzeugte uns dieses Weingut umso mehr mit seinen Rotweinen, die allesamt auch noch verbraucherfreundlich kalkuliert waren…Kaufen!!!
03. Juli  Ein weiterer Privatwinzer folgte im Juli mit dem Winzer Jürgen Zipf, Inhaber des gleichnamigen Weinguts in Löwenstein, gleichzeitig Mitglied in der Winzergruppe „Junges Schwaben“. Diesmal wurde uns eine ansehnliche Palette auch an Weißweinen geboten, die allesamt zu überzeugen wussten. Die Sympathien der Verkoster lag allerdings auch hier wieder bei den Rotweinen, die allesamt gut benotet wurden und einen sehr guten Eindruck hinterließen……Feins Stöffsche…!
14. August  Zur Abwechslung mal wieder eine Genossenschaft bei uns zu Gast, die Felsengartenkellerei Besigheim e.G, vertreten durch Frau Hilde Seitz. In dieser Probe wurde zu fortgeschrittener Stunde klar, dass diese Genossenschaft enorm gewonnen hatte durch die Aufnahme der benachbarten Genossenschaft „Weingärtner Ilsfeld“, die mit ihren Weinen unter der Bezeichnung „Schwarzer Rappe“ (aus der wichtigsten gleichnamigen Lage der Ilsfelder Winzer; inzwischen von den Kellermeistern in der Felsengartenkellerei ausgebaut) insbesondere die Rotweine bei dieser Probe beherrschten. Eine Fusion, die sich hinsichtlich der Weinqualität für die Felsengartenkellerei bezahlt gemacht hat.
18. September  Eine außergewöhnliche Probe mit Weinen aus dem Libanon, die zwar den Weinen aus der „Neuen Welt“ zugerechnet werden, allerdings aus einem der ältesten Anbaugebiete der Welt kommen. Schon länger bekannt: das Château Musar mit seinen überraschenden Auftritten bei internationalen Weinverkostungen. Aber was hat sich nicht alles getan in den vergangenen Jahren. Einen aktuellen Überblick verschaffte uns unser Bruderschaftsmeister Dr. Dieter Ockelmann mit einer ansehnlichen Auswahl von inzwischen qualitativ stark verbesserten Weinen von z.B. Château St. Thomas,
Chateau Aurora, Chateau Nakad, Chateau Qanafar und Chateau Ksara. Zugestanden: es handelt sich schon um ein sehr spezielles Anbaugebiet – und die Weine sind deshalb auch schwer im Handel zu finden….Dank an Dieter für diese – sagen wir Malbec – „Raritätenprobe“ !
23.Oktober  Nochmals Weine aus Lateinamerika, diesmal ohne Chile und Argentinien. Hier begegneten wir Brasilien, Peru, Uruguay – und Mexico. Na ja, wenn auch Mittelamerika. Aber dennoch hatte Weinbruder Jörg Kleimeier wieder mal ein gutes Händchen bei der Auswahl der Weine bewiesen. Bis auf einen übersprangen alle die 14-Punkte-Marke und bei den letzten 3 Weinen kratzten 2 an den 15 Punkten. Ein Uruguayer knackte sogar diese Hürde: eine Cuvée aus Tannat und Cabernet-Franc aus dem Jahrgang 2011. Mehr als ein Beachtungserfolg allemal.
20. November  Unsere diesjährige Technikprobe fiel etwas spät ins Jahr. Seit langer Zeit hatten wir mal wieder Herrn Dr. Rudolf Eibach vom JKI am Geilweilerhof zu Gast, der uns auf den neuesten Stand in der Entwicklung pilzresistenter Rebsorten bringen sollte. Ausgangspunkt war ein von Herrn Dr. Eibach mitverfasster Artikel in der Fachliteratur unter dem Titel „Der stille Fortschritt“, in dem über die Erfolge bei der Verbesserung der Pilzresistenz durch Eingriffe in die genetischen Ressourcen der Pflanzen berichtet wurde. Mit anschaulichem Bildmaterial (Laptop, Beamer, Leinwand) und natürlich auch mit den dazugehörigen Weinen geleitete uns Herr Dr. Eibach in diesen interessanten Fachbereich der Forschung.
06. Dezember  Nikolausessen der Weinbruderschaft im angesagten aber intimen Restaurant „Ox & Klee“ in
Köln in der Richard-Wagner-Straße: ein junges aufstrebendes Team in der Küche wie im
Service überraschte uns bereits zu Beginn mit ausgefallenem Fingerfood zum Sekt von Schloss Vaux. Das anschließende Überraschungs-Menü mit Weinbegleitung war angetan, wirklich jeden Gaumen zu verwöhnen. Das Vertrauen in die bis zum jeweiligen Gang für uns unbekannte Speisefolge hat sich wirklich gelohnt, zumal wir als Gäste Unverträglichkeiten und Abneigungen im Vorfeld ankündigen konnten. Mit Daniel Gottschlich (Küche) und Christoph Clemens (Service) agiert ein motiviertes Team, von dem man sicherlich noch mehr Gutes hören wird.

 

11. Dezember Vergleichsprobe Blaufränkisch gegen Lemberger. Zum Jahresabschluss gab es noch eine Blind­­- probe. Im Gegensatz zur letzten Vergleichsprobe waren die Weine aus Deutschland an ihrer
helleren Farbe und der etwas süßeren, burgunderartigen Frucht zu erkennen. Da die Qualitäten ver-
­gleichbar waren, ging es bei der Bewertung dann doch nach dem persönlichen Geschmack und so
hat recht durchgängig der eine Teil die Lemberger- und der andere Teil die Blaufränkisch-Weine höher gepunktet.

Chronist: Wolfgang Klug

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veranstaltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Gönnern und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie / auf Euch zählen zu dürfen!

Allen Mitgliedern, Weinfreundinnen und Weinfreunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2014

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Chronik 2013

Erstellt von Dieter am 25. Dezember 2013

Schwerpunktthemen: die Pfalz und Österreich
Es ist wieder Zeit für den jährlichen Rückblick…….

24. Januar

Mit Weinen der Weingüter Dr. Heger, Fischer und des Weinhauses Heger starteten wir in das neue Jahr 2013 – und die Messlatte wurde gleich sehr hoch gesteckt! „Das fängt ja gut an!”, hier  im wahrsten Sinne. Eine Probe als Fortsetzung der an gleicher Stelle von Joachim Heger präsentierten Probe mit badischen Silvanern. Einziger Reibungspunkt dieser Probe: der 2011er Fischer Sauvignon Blanc trocken Barrique. Zwei Fraktionen -Holz und Stahl- trafen aufeinander – und vertrugen sich – dank eines gut aufgelegten und kompetenten Kellermeisters Markus Mleineck.
21. Februar

Jahreshauptversammlung 2013 mit Nachtragswahl. Das Ausscheiden von Carla Beyer aus dem engeren Vorstand machte die Wahl eines/einer neuen zweiten Stellvertreters/Vertreterin des Vorsitzenden erforderlich. Die Wahl fiel auf Werner C. Barth, der sich bis dahin schon als Vorstandsbeirat zum Thema Satzungsänderung stark eingebracht hatte, so dass das Wahlergebnis nicht weiter überraschte. Ansonsten: „business as usual”
14. März

Ein weiterer Höhepunkt des Jahresprogramms ereilte uns mit dem Besuch des Betriebsleiters vom Weingut von Winning, Stephan Attmann. Der ist ja einfach nicht zu bremsen, nicht nur was sein Engagement im Betrieb betrifft, sondern auch beim Vortrag. Mit Leidenschaft vermittelte er uns sein Bild der Weinwelt, wie sie ihm vor Augen schwebt. Das begeisterte und wurde durch die herausragenden Weine auch noch untermauert. Eine Super-Probe!
11. April

Technikprobe: „Hefe ist nicht gleich Hefe”. Anstrengend, aber lehrreich und gut rübergebracht durch Projektleiter Achim Rosch vom Steillagenzentrum in Bernkastel-Kues. Andächtiges Schweigen beim konzentrierten Zuhören mit vielen daran anschließenden Überraschungen beim Verkostung der Weine aus unterschiedlichen Hefeanwendungen bescherten uns eine ganz besonders interessante Probe.
16. Mai

Im Mai besuchte uns eine -zumindest für viele von uns- Neuentdeckung: das Weingut Karlheinz Becker aus Heuchelheim-Klingen. Herr Becker überraschte uns mit außerordentlichen Weißweinen, vor allem mit herrlichem Silvaner, den Burgundersorten und seinen von unterschiedlichen Böden und Jahrgängen geprägten Rieslingen. Ein hoch interessanter Querschnitt durch seine Angebotspalette – zu animierenden Preisen! Diesen Namen wird man sich merken müssen.
13. Juni

Weingut Wageck-Pfaffmann aus Bissersheim, vertreten durch Thomas Pfaffmann, hatte ebenfalls eine Überraschung im Gepäck: neben den hervorragenden Weißweinen seines Hauses bescherte er uns einen Portugieser HW 31 aus einer anderen Welt! So kann Portugieser auch schmecken, man muß sich nur kümmern! Nicht nur mit diesem Wein hat das Weingut einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
27.-30. Juni

Unsere diesjährige Weintour nach Deidesheim und Forst war -vor allem wegen der Auswahl der besuchten Weingüter- ein besonderes Highlight: Bürklin-Wolf, Bassermann Jordan, Weingut von Winning, Mosbacher, Acham-Magin und Spindler. Wer damit nicht zufrieden war, ist selbst Schuld.  und wer meint, dass wir noch mehr hätten herausholen können, dem erwidern wir: in der Beschränkung zeigt sich der Meister! Nochmals herzlichen Dank an Weinbruder Wilfried Schmitz für die Organisation dieser tollen Tour unter bester Stimmung in der Truppe!
11. Juli

Der nächste Vertreter der Pfalz kam aus Freinsheim, das Weingut Rings. Unter schlechtem Vorzeichen –Andreas Rings war erkrankt, Steffen Rings ausgebucht- verpasste uns Antonia Platz eine Probe, die sich gewaschen hatte. Von einem Höhepunkt (2009er Sekt Pinot Brut) über den nächsten (2012er Riesling Ungsteiner Nussriegel) bis hin zum letzten Höhepunkt (2011er „Das kleine Kreuz” mit Bordeauxtypizität) war alles vom Feinsten. Aber auch die Weine zwischen den Höhepunkten brauchten sich nicht zu verstecken. Beachtlich!
13. August

Übersichtsprobe der „Südpfalz-Connexion” mit Volker Gies (Weingut Gies-Düppel) und Klaus Scheu (Weinhof Scheu). Sie präsentierten exemplarisch nicht nur ihre eigenen Weine, sondern auch diejenigen der übrigen Mitglieder dieser Vereinigung, die Weingüter Siener, Leiner und Kranz. Am Ende stand das beeindruckende Ergebnis aus dem gemeinsamen Projekt dieser Vereinigung, nämlich ein 2009er Gräfenhauser,Spätburgunder, die Wiederbelebung einer alten Legende. Es lohnt sich, die Details im entsprechenden Probenbericht auf unserer Homepage nachzulesen!.
12. September

Auweia….Sauvignon-Blanc-Blindprobe international, wieder einmal das Thema: „Artisten in der Zirkuskuppel, ratlos”! Aber Spaß macht es immer wieder und das nicht zu knapp. Wir lassen uns nicht entmutigen und werden an unseren Erfahrungen und Sinnesspeicherungen arbeiten bis zum Perfektionismus…glaub ich! (PS: Mal ehrlich: der 2007er „Tafelwein” der Domaine des Maisons Brûlées war in Wirklichkeit gar kein Wein, oder……??  😉 )
10. Oktober

Unter Berücksichtigung unseres zweiten Schwerpunktthemas in 2013, nämlich Österreich, widmeten wir uns, geführt von unserem Bruderschaftsmeister Dr. Dieter Ockelmann, den Grünen Veltlinern aus der Donauregion. Die Reise begann im Weinviertel und ging über den Wagram, das Traisental, Kamptal, Kremstal hinunter in die Wachau mit ihrer dreistufigen Klassifikation, Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Insgesamt belegte diese Probe durch die Vielfältigkeit der verkosteten Weine, warum der Grüne Veltliner als die weiße Rebsorte Österreichs gilt.
14. November

Die steirische Weißweinszene folgte im November, ebenfalls präsentiert von unserem Bruderschaftsmeister. Es wurde unseren Geschmacksnerven ganz schön viel abverlangt, denn letztendlich mussten von uns West-, Süd- und Süd-Oststeiermark durchstreift werden – und es gab schließlich nicht nur Sauvignon Blanc zu verkosten. Aber auch die vielen Informationen von Dieter über die kulinarischen Möglichkeiten in diesem Landstrich gaben viel Lehrstoff ab. Gut für eine Urlaubsplanung!
16. November

Unser früheres „Weihnachtsessen” hat sich inzwischen in ein herbstlich kulinarisches Treffen gewandelt, das in diesem Jahr in den Privaträumen von Käthe und Dieter Ockelmann stattfand, so dass bei der Speisenfolge des Menüs vom Orgateam selbst Hand angelegt wurde. Im Mittelpunkt stand ein unter „sous vide” gegartes Rumpsteak am Stück mit einer „sauce bernaise” – und alle Gänge wurden begleitet von Weinen aus dem Hausschatz des Organisationsteam.
14. Dezember In der Abschlussveranstaltung für 2013 verkosteten wir Blaufränkisch aus dem Burgenland. Einmal rund um den Neusiedlersee, so hieß die von Dr. Dieter Ockelmann ausgegebene Parole, der wir gerne folgten und damit in den Genuss eines bunten Straußes an Blaufränkischweinen kamen. Die Eindrücke sind zum Zeitpunkt dieser Niederschrift noch sehr frisch und müssen sich erst noch setzen und aufgearbeitet werden. Aber wir sind fast schon bei der Unterscheidung von Brauchtum und Tradition angekommen, was die Verkostung von Rotweinen in unserer letzten Jahresveranstaltung anbetrifft. Ein Termin, bei dem wir immer in Rotwein schwelgen können!.

Chronist: Wolfgang Klug

Wie jedes Jahr danken wir an dieser Stelle allen hilfreichen Händen vor und hinter den Kulissen, die für einen reibungslosen Ablauf unserer Proben und sonstigen Veranstaltungen gesorgt haben. Auch gilt unser Dank unseren zahlreichen Gönnern und Probenausrichtern für ihre Mühe und Unterstützung: wir hoffen, weiterhin auf Sie/auf Euch zählen zu können!

Allen Mitgliedern, Weinfreundinnen und Weinfreunden unserer Weinbruderschaft wünschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2014, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.

Der Vorstand

Im Dezember 2013

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Chronik 2012

Erstellt von Dieter am 25. Dezember 2012

Schwerpunktthema: Rheinhessen und Spanien

12. Januar

So früh war sie noch nie – die Jahreshauptversammlung, diesmal inklusive Neuwahlen! Spektakuläre Änderungen in unserer Struktur oder Satzung waren nicht erforderlich. Alles läuft in entspannter Atmosphäre ab und wir schauen positiv auf die kommenden Veranstaltungen dieses Jahres.

09. Februar

…und dieses Programm fordert uns gleich zu Anfang viel ab: das neue EU-Weinrecht, kompetent vorgetragen und analysiert von Weinkontrolleur Martin Kühn! Nicht, dass wir nur theoretisiert hätten, nein, es gab auch Flaschen-Beispiele, wie es künftig auf den Etiketten nicht mehr aussehen soll. Und diese Vorzeigeflaschen mussten natürlich geleert werden. So hatten wir mit fortgeschrittener Verkostung das Gefühl, dass der Lernstoff gar nicht mehr so trocken war…..

08. März

Wieder eine dieser geliebten aber auch gehassten Veranstaltungen, auf denen man vorgeführt oder gelobt wird, je nach dem, ob man bei den Weinen total daneben gelegen oder sie erkannt hatte: die Blindverkostung – diesmal mit deutschen Rotweinen. Man erinnere sich an die Irreführung gleich zu Anfang mit einem Rotling vom Juliusspital. War das überhaupt ein Rotwein? Jedem sein eigenes Waterloo, jedoch Anerkennung für die Weinschwester, die als einzige einen Merlot aus der Pfalz erkannte!

19. April

Weingut Thörle, vertreten durch Herrn Johannes Thörle, eröffnete den Reigen der Rheinhessenwinzer, denen wir uns in diesem Jahr besonders widmen wollten. Ein wahrlich guter Vertreter seiner Zunft, mit dem wir einen rasanten Start für unsere Verkostungen hingelegt haben. Sehr kontrovers: der Saulheimer Silvaner „Alte Reben” 2010 im Vergleich zum 2011er, viel Diskussionsstoff, und der herausragende 2008er „Saulheimer Hölle” Spätburgunder „R” aus der Magnumflasche. Beeindruckend!

10. Mai

Ein weiterer hervorragender Vertreter der Rheinhessen-Winzer besuchte uns im Mai und zwar präsentierte uns Florian Fauth das Weingut Seehof aus Westhofen. Was für den Außenstehenden als holpriger Einstieg in diese Probe aussieht -vom Rieslingsekt brut, über den Spätburgunder „Derby”, einen grünen Silvaner bis hin zum Pinot Noir Rosé- war aber Methode, denn anschließend beeindruckte das Weingut mit seinen weißen Burgundern und den Rieslingen in einem Block und zusätzlich zum Schluss auch noch mit zwei Scheureben, grandios hiervon die TBA !! Das war feinstes Rheinhessen!

14. Juni

Es wird überhaupt nicht langweilig, im Gegenteil: nochmals ein Rheinhessen-Winzer, diesmal Jürgen Hofmann vom Sekt- und Weingut Hofmann in Appenheim, der uns zweimal zum „Fremdgehen” animierte, denn er ist auch eingebunden in die Bewirtschaftung des Familienweingutes Willems-Willems an der Saar. So konnten wir zwei vergleichbare Weine unmittelbar nebeneinander verkosten und mussten am Ende unumwunden zugeben: es haut einen um, welch tolle Weine in Rheinhessen zu finden sind. Herausragend: die Rieslinge „Hundertgulden” und „Oelberg” als hauseigene „Große Gewächse”. Nicht zu vergessen: das Stichwort „Fritz Müller”, ein prickelndes Vergnügen mit einer eigenen Geschichte!

16. Juni

Unsere Weinkulturreise führte uns selbstverständlich ins Rheinhessenland. Das Wetter war uns diesmal allerdings nicht wohl gesonnen, doch auf der Hinfahrt genossen wir gut improvisiert unser „zweites Frühstück” mit Sekt im Schutze großer „Sonnen”-Schirme des Schnell-Restaurants „Goldene Möve”. Unser Weinbruder und Schatzmeister Axel Daub hatte es gut eingefädelt, dass wir uns mit der Geschichte und einigen eindrucksvollen Resten der alten Kaiserpfalz in Ingelheim auseinandersetzen konnten. Ein fast übermotivierter Führer brachte uns eine leichte Verspätung zum Mittagessen in der Bingener Vinothek ein, was wir aber mit einem flotten Gang zum Weingut Hemmes (alte Dorfschule) wieder wettmachen konnten, so dass unsere Stimmung durch eine gute Probe und ein gutes Essen wieder ins Plus drehte..

05. Juli

Und es folgte noch ein rheinhessischer Winzer. Es besuchte uns Johannes Geil-Bierschenk vom Weingut Oekonomierat Johann Geil Erben aus Bechtheim. Auch dieses Weingut dokumentierte durch das durchgängig hohe Niveau seiner Weine (siehe unsere Weinpunktung nach Verkostung) die derzeit gute Qualität rheinhessischer Weine insgesamt. Wir glauben inzwischen: sie ist noch steigerungsfähig.

23. August

„Last but not least”: Jens Bettenheimer vom gleichnamigen Weingut in Ingelheim. Seine Qualitäten lagen sowohl in schönen Sylvanern, beeindruckenden Roten (Früh- und Spätburgundern) als auch im süßen und edelsüßen Bereich. Unsere Weinbeurteilung brachte es auf den Punkt. Weinbruder Uwe Lommertin hatte uns da einen beachtlichen Fisch an Land gezogen-

13. September

Bewegung unter den Mitgliedern verursachte in diesem Jahr zweimal Programmumstellungen. Eine davon bescherte uns eine Probe durch unseren Bruderschaftsmeister Dieter Ockelmann, der uns mit der neuen spanischen Kategorie der Pago-Weine bekannt machte. Zur Begriffserläuterung verweist der Chronist hiermit auf die von Dieter Ockelmann in dessen Probenbericht gemachten Ausführungen und den dort genannten Quellen. Fest steht: es war eine „Hammerprobe” – aber auch eine unserer teuersten Proben „ever”  Halt! Es kommt ja im Dezember noch die Bordeaux-Probe….!?

25. Oktober

Der Oktober stand wieder im Zeichen der Rheinhessenweine, allerdings diesmal präsentiert durch ihr Topsegment der Selections-Weine. Hier hatten wir die einmalige Chance, zusammen mit den Selections-Weinen, die es auch zu unserer Jubiläumsfeier geben sollte, einen fast kompletten Überblick zu bekommen. Unsere Erwartungen aufgrund der bisherigen Verkostungserfahrungen wurden nicht enttäuscht. Axel Daubs sichere Hand hatte eine feine Auswahl getroffen, immer mit dem Auge auch dafür, dass unsere Jubiläumsfeier trotz dieser Probe noch gut bestückt sein würde. Topweine -und es gibt noch viele davon- auf einer Topprobe!

17. November

30 Jahre Weinbruderschaft zu Köln e.V. !! Wert hätte dies gedacht! Ein wenig stolz dürfen wir schon sein, denn es sah ja nicht immer so rosig aus. Zur offiziellen Feier hatten wir uns ganz an unseren Veranstaltungsort verzogen und lauschten einem unterhaltsamen, informativen und gut gelaunten Bernd Kern, Geschäftsführer des Rheinhessenwein e.V., der uns Einzelheiten zur Entwicklung des Weinanbaus in Rheinhessen vermittelte, ein Vortrag, gespickt mit Anekdoten und Versen rund um den Wein. An dieser Stelle deshalb noch mal ein herzliches „Danke schön” an den Rheinhessenwein e.V. für seine Unterstützung bei der Beschaffung der Weine und des Informationsmaterials und auch an Herrn Kern für sein persönliches Engagement!

22. November

Als letzte Probe zu unserem zweiten Jahresschwerpunktthema „Spanien” schenkte unser Bruderschaftsmeister Dieter Ockelmann völlig unterschiedliche Weine aus, um uns einmal einen Überblick über die Vielfalt der autochthonen spanischen Rebsorten zu geben. Von Pardillo, Viura und Verdejo bis hin zu Tempranillo, Monastrell und Bobal war alles dabei und noch vieles mehr. Erwartungsgemäß sprudelte die Punktung erst nach der Verkostung der Rotweine. Und so ist es nicht verwunderlich, dass von den 13 verkosteten Weinen nur der Tempranillo -an siebter Stelle getrunken- und die letzten 4 Weine es über die 15-Punkte-Hürde schafften, wobei der letzte Wein -ein Granacha- sogar über die 16er-Grenze ging, allerdings bei einem Anschaffungspreis von ca. EUR 40,– pro Flasche. Ein etwas ernüchterndes Ergebnis.

13. Dezember

Bordeaux!! Auf diese Probe hatten wir uns schon gefreut, als sie noch in der Planung war, zumal wir sicher waren, in Weinbruder Bernd Kögler einen kompetenten Organisator gefunden zu haben. Diese Erwartung hat er mit Bravour übererfüllt. Junge zugekaufte Jahrgänge stellte er gereiften Weinen aus seinem eigenen Keller gegenüber. Da fragt man sich, was hat Bernd Kögler noch alles in seinem Keller gelagert?! Man möchte dort gerne mal Mäuschen spielen oder sich dort über Nacht heimlich einschließen lassen. Summa summarum: Top-Weine verbunden mit einem Top-Vortrag. Man könnte meinen, er sei im Bordelais groß geworden und zwar anstatt mit Muttermilch mit Bordeauxweinen.  Danke, Bernd, für diesen exzellenten Jahresabschluss in der WBS.

Chronist: Wolfgang Klug

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Chronik 2011

Erstellt von Dieter am 29. Dezember 2011

24. Januar –  Technikprobe – Kellerfehler

….und da erinnern wir uns gerne an die übliche „Technikprobe” am Anfang eines jeden Jahres. Sie befasste sich diesmal mit Fehlern im Wein. Beeindruckend unterstützt wurden wir dabei von dem Önologen Frank John, der auch die Weine für uns zusammengestellt hatte. Ohne seine Hilfe wäre so mancher dieser angestellten Weine auch ohne Beanstandung bei einer Verkostung durchgegangen. Wohl dem, der einen „geschulten Gaumen” hat.

10. Februar  – Weissweine aus der Schweiz

Als Auftakt für 2 Proben mit Schweizer Weinen – einmal weiß und einmal rot – bescherten uns Carla und Christian Beyer im Februar Weißweine von ausgefallenen aber interessanten Rebsorten, Weine weit jenseits von Chasselas und Fendant – doch: einen Fendant gab es schon noch, doch der ging als zweit Schlechtester in der Punktung unter. Dafür war die Begegnung mit den anderen Weinen umso interessanter. Dank an Carla und Christian für die enorme logistische Leistung bei der Zusammenstellung der Probe !

10. März – Hauptversammlung

Für den März hatten wir unsere Jahreshauptversammlung angesetzt. Da keine Vorstands-Wahlen und auch sonst keine gravierenden Ereignisse zur Diskussion anstanden, verlief die Versammlung in ruhigem Fahrwasser. Auch die durch Ausscheiden eines Mitglieds erforderliche Neuwahl der Kassenprüfer konnte durch freiwillige Neumeldungen entspannt von statten gehen.

14. April – Prinz zu Salm-Dalberg’sches Weingut, Wallhausen

Einer der Höhepunkte in dem verflossenen Jahr kündigte sich mit dem Besuch des Prinzen Felix zu Salm-Salm an, der uns mit seiner lockeren aber verbindlichen Art sowohl mit den familiären Verhältnissen als auch mit den weinbetrieblichen Gegebenheiten des „Prinz zu Salm-Dalberg’schen Weinguts” vertraut machte. Nebenbei ließ er auch einige Worte über sein eigenes Weingut, der Villa Sachsen in Bingen, fallen, dessen Weine er unter dem Markennamen „Rheingraf” vermarktet. Jedem Interessenten sei an dieser Stelle das Probenprotokoll auf unserer Website empfohlen mitsamt der Auswertung. Gerne erinnert der Chronist an das „GG” aus 2009 vom Roxheimer Berg, das an diesem Abend als Sieger aus der Verkostung hervor ging.

12. Mai – Weingut Hahnmühle, Mannweiler-Cölln

Als weitere Nahevertreterin hatten wir Frau Martina Linxweiler vom Öko-Weingut „Hahnmühle” zu Gast in Deutz. Ihre erfrischende und fundierte Art, uns ihre Weine zu präsentieren, ließ uns alle aufhorchen, gespannt zuhören und natürlich intensiv genießen, darunter so interessante Weine wie den Alsenztaler Mischsatz aus dem Jahre 2010 in einer trockenen und einer feinherben Version. Darüber hinaus wurden wir mit einer interessanten Familiensaga konfrontiert und erlebten dabei eine bemerkenswerte Moderatorin, die nicht nur über Wein etwas erzählen konnte.

28. Mai – Weinkulturreise an die Nahe

Bei einem Jahresschwerpunktthema wie dem Nahewein liegt es „nahe”, dass wir auch unsere Weinkulturreise an die Nahe gemacht haben. Abfahrt ab Deutz mit einer Überraschung: Sicherheitseinweisung wie in einem Flugzeug. Saßen wir wirklich in einem Bus? Dann aber vor Ort das „Orgel-ART-museum” in Windesheim, vorab ein kleiner Imbiss und dann mit zeitlich gut gesetzten Wechseln zwischen musikalischen Darbietungen und Weinverkostungen, begleitet von dem Weingut Poss. Das anschließende Mittagessen im Restaurant Kaiserhof in Guldental hat wohl nachhaltigen Eindruck hinterlassen, der aber dann doch noch übertroffen wurde, von der durch Caroline Diel betreuten kleinen Weinprobe im Weingut Diel. Den Abschluss bildete schließlich eine Probe auf dem Weingut Göttelmann, präsentiert von Herrn Götz Blessing, mit bester Gelegenheit, sich vor Ort mit einem Winzerteller für die Rückreise zu stärken.

09. Juni – Weingut Korrell – Johanneshof, Bad Kreuznach-Bosenheim

Noch einmal Naheweine. Diesmal vom Weingut Korrell „Johanneshof”, eine Probe der anderen Art, denn wegen der starken Vermarktung der Weine über die gehobene Gastronomie leistet sich dieses Weingut einen ausgebildeten Sommelier, Herrn Martin Bartsch, als Kundenberater – und fährt nicht schlecht damit. Es waren nicht nur die Weine, die uns sehr zu gefallen wussten (Star des Abends: ein 2010er Kreuznacher Paradies „Goldkapsel” Riesling Spätlese trocken!!), sondern auch der ein oder andere Blick hinter die Kulissen des Sommelier-Berufes. Ein hoch interessanter Abend! Danke für diesen Einblick und Ihre offenen Worte, Herr Bartsch!

14. Juli – Weingut Kruger-Rumpf, Münster-Sarmsheim

Als vorletzten Vertreter der Weinriege von der Nahe besuchte uns im Juli das Weingut Kruger-Rumpf, vertreten durch Herrn Georg Rumpf, dem Juniorchef an der Seite seines Vaters Stefan. Die Punkteauswertung bringt es an den Tag: eine ganz hochwertige Probe mit keinem Wein unter 14, aber dafür drei Weinen über 16 Punkte. Dem Chronisten scheint da etwas entgangen zu sein; er war verhindert! Schade….-auch wegen der ausgiebigen Diskussion über die Schaffung eines Markenweines – Ergebnisoffen!

11. August – Rebsortenprobe Weissburgunder als Blindprobe

Unser aller Lieblingsprobe, bald wieder hoffentlich jährlich: die Blindprobe, diesmal mit Weißburgundern und damit sehr anstrengend, weil alle Weine mit sehr dicht beieinander liegenden Typizitätsnoten ausgestattet waren. Ausgesucht von unseren Weinbrüdern Axel Daub und Wolfgang Klug. Zwei Ausreisser: der Vertreter aus dem Elsass (negativ) und der Weißburgunder vom Lindenhof (Nahe, positiv). Da mussten sich auch ein Wittmann, Dönnhoff oder Brennfleck warm anziehen. Überraschung: ein 2009er vom Weingut Karlheinz Becker aus Heuchelheim-Klingen.

08. September – Weingut Dr. Crusius, Traisen

Als letzter Vertreter der -alles in allem – Top-Nahewinzer in 2011 besuchte uns Dr. Peter Crusius vom gleichnamigen Weingut Dr. Crusius in Traisen. Er verstand es, mit seiner Weinauswahl noch einmal einen Höhepunkt in der Reihe der Naheweinverkostungen zu markieren, so dass wir einen würdigen Abschluss hatten und unseren Frieden mit den Naheweinen machen konnten: besser ging nicht, doch viele Weine blieben unverkostet. Naheweine noch einmal? Jederzeit wieder!

13. Oktober – Rebsortenprobe St.Laurent

Im Rahmen der Rebsortenverkostungen ging es im Oktober um den St Laurent und zwar im Vergleich zwischen Deutschland und Österreich. Leicht zu beantwortende Frage: welches Anbaugebiet hatte die Nase vorne? Unterm Strich: Österreich. Aber die deutschen Winzer brauchten sich nicht zu verstecken; z.B. Dreissigacker (Bechtheim) oder Klein (Hainfeld). Dafür gab es auf österreichischer Seite auch Enttäuschungen, wohl wegen der hohen Erwartungshaltung: z.B. Rosi Schuster oder Paul Achs. Aber wir wollen nicht auf Spitz oder Knopf einen Gewinner oder Verlierer ausgucken: es war für alle eine lehrreiche Probe, um uns den
St. Laurent als anspruchsvolle Rotweinsorte näher zu bringen.

10. November – Frühburgunder in Deutschland

In einer weiteren Rebsortenverkostung widmeten wir uns dem deutschen Frühburgunder. Uwe Lommertin und Oliver Henke zogen dabei alle Register, um uns von den Qualitäten des deutschen Frühburgunders zu überzeugen. In einer aufgelockerten und profunden Probe genossen wir einen wohl repräsentativen Querschnitt dieser Rebsorte und danken den beiden Moderatoren für ihr Engagement und ihren Fleiß bei der Zusammenstellung und Durchführung der Verkostung.

08. Dezember – Rotweine aus der Schweiz

Um den Bogen zurück zu spannen zum Februar, schlossen wir unser Probenprogramm im Dezember mit Rotweinen aus der Schweiz. Skeptisch erwartet von fast allen Weinschwestern und Weinbrüdern, geprägt durch vielfältige schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit. Carla und Christian Beyer hatten sich allerdings so „ins Zeug gelegt”, dass  auf jeden Fall spätestens ab dem Wein Nr. 6 allen Probenteilnehmern klar wurde, dass hier Köstlichkeiten im Glas stehen, die einen Vergleich mit anderen Anbaugebieten nicht zu scheuen brauchen – insbesondere beim Spätburgunder/Pinot Noir. Über die logistischen Probleme der Weinbeschaffung braucht an dieser Stelle kein Wort mehr erwähnt zu werden (s.o.), dafür aber nochmals ganz herzlichen Dank für Eure Mühe und die vielen neuen Erkenntnisse auf Seiten der Probenteilnehmer !!

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