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Archiv für die 'Probenberichte' Kategorie

Weinprobe mit dem Weinhaus Büchin am 07.06.2018

Erstellt von Dieter am 18. Juli 2018

Markus Büchin hatte nach seinem Schulabschluss ein Sportstudium begonnen, dass er aber abbrach, da er einen Beruf mit Bezug zur Natur suchte. Deshalb begann er eine Winzerlehre beim Weingut Salwey in Oberrotweil  und beim Weingut Zotz in Heitersheim und ging nach seinem Zivildienst beim Weingut Marienheim (wo er mit geistig Behinderten arbeiten musste) für 1 Jahr nach Südafrika . Bei den Weingütern Katzenberg, Delheim und Laibach konnte er seinen Horizont mit neuen Ideen erweitern. Zurück in Deutschland machte er in Weinberg seinen Weinbautechniker. Bei der kleinen Winzergenossenschaft Haltingen konnte er dann als Kellermeister und Geschäftsführer die Genossenschaft wieder in einen rentablen Betrieb ver­wandeln. In dieser Zeit entstand auch die Idee, irgendwann mal sein eigenes Weingut zu besitzen. Im Jahr 2007 war es dann soweit. Zusammen mit seinem Onkel Manfred Büchin gründete er das Weingut Büchin. 2009 wurden die ersten Weine vermarktet.
Begonnen wurde mit einer Rebfläche von ca. 2,5 Hektar. Seitdem wächst der Betrieb stetig, denn sobald sich eine sinnvolle Möglichkeit ergibt, werden neue Parzellen erworben oder gepachtet. Im Jahr 2011 wurden bereits 7,5 Hektar Weinberge bewirtschaftet. Mittlerweile sind es insgesamt 27 Hektar die sich über 40 km Entfernung von Stauffen bis kurz vor Basel erstrecken. So können die verschiedenen Klima- und Bodenzonen des Markgräfler Landes gezielt genutzt werden, auch wenn der Bearbeitungsaufwand durch die längeren Fahrstrecken höher ist.
Hauptsächlich angebaut werden Burgundersorten und der für das Markgräflerland typische Gutedel.
Das Besondere am Weingut Büchin ist, dass es kein Weingut mit Tradition und entsprechendem Kundenstamm ist, für den auf den bekannten, vorgegebenen Wegen produziert werden muss. Das war anfangs auch ein Nachteil, denn dieser Kundenstamm musste mit großem Aufwand erst geschaffen werden, zum Beispiel durch Weinproben und Events auf dem Weingut. Dafür hat das Weingut jetzt aber viele junge Kunden, die dem ihm auch in Zukunft treu sein werden.
Da man im Markgräflerland anfangs wenig Werbung für das Weingut betrieben hat, ist  Markus Büchin in Hamburg oder Berlin bekannter ist als zuhause.

Das Weingut vermarktet drei Weinlinien:
Sekt mit der traditionellen Flaschengärung (Champagnerverfahren). Der Sekt „Black Pearl“ ist wahrscheinlich der einzige Syrah Sekt Deutschlands.
Die Serie „Weinzigartige Vielfalt“, das sind saubere, fruchtige Weine für jeden Anlass bei denen der Ausbau im Edelstahl erfolgt.
Die Serie „Auszeit“, das sind Weine von gehobener Qualität mit mehr Struktur und Finessen. Die Trauben werden hierfür von Hand mit einem Ertrag von ca. 5 t pro ha geerntet. Der Ausbau erfolgt dann im Barrique.
Eine Erkenntnis aus seinem Südafrika-Aufenthalt ist, im Gegensatz zur in  Deutschland geübten Praxis, die Weine auf einen optimalen pH-Wert einzustellen, um dann mit minimalen Mengen SO2 die Wein abfüllen zu können. Dazu wird, wenn der pH-Wert zu hoch ist, mit Wein- und Äpfelsäure nachgesäuert, so wie das in Südafrika üblich ist.

Nun zu den verkosteten Weinen:

1.          Weinhaus Büchin, Syrah, „Black Pearl“, trocken, rot    

Klarer, herb fruchtiger Syrah-Rot Sekt mit zarter Süße. Die höhere Restsüße fällt durch die Gerbstoffe des Syrah nicht auf. Die Syrah-Trauben wachsen  bei Weil am Rhein in einer heißen Lage.

2.        2017  Weinhaus Büchin, Gutedel      

Sauberer, klarer, sehr fruchtiger und saftiger Gutedel mit feiner, frischer Säure. Leichter Birnenduft, begleitet von exotischen Früchten wie Maracuja. Am Gaumen dann außerordentlich saftig, mit Noten von reifen Äpfeln. Für einen Gutedel langanhaltender Abgang.

3.        2016  Weinhaus Büchin, Roter Gutedel        

Sauberer, fruchtiger, recht runder, schmelziger Gutedel. Durch den biologischen Säureabbau zeigt er eine weichere, mildere Säure.

4.        2017  Laufener Altenberg, „No 3“ Winzergenossenschaft Auggen in Sulzburg-Laufen

Der diesjährige Sieger im Gutedelcup in der Kabinett-Klasse, Ein sauberer, ordentlicher, etwas gefälliger, belangloser Gutedel, durch die Kaltvergärung viel Eisbonbon. Keine Fehler, aber sonst aber auch keine positiven Eigenschaften.

5.        2017  Weinhaus Büchin, Cuvee, „WeinzigArtig“,  aus 70% Gutedel und  30%  Weissburgunder  

Sauberer, dichter, runder Wein, vom Gutedel die Leichtigkeit, vom Weissburgunder mehr Fülle, Schmelz und Würze. Trotz des geringeren Anteils dominiert der Weissburgunder das Cuvee.

6.        2017  Weingut Lämmlin Schindler, Gutedel, „Grüner Markgräfler“      

Sieger im diesjährigen Gutedelcup in der Qualitätswein-Klasse, ein  sauberer, ordentlicher, noch junger, Spur parfümierter Gutedel mit guter Struktur. Durch die Abfüllung mit mehr Rest-Kohlensäure zeigt er eine gute Frische.
Das Label „Grüner Markgräfler steht für eine Gruppe von 9 Winzern, die unter diesem Label frische und fruchtige Gutedel mit wenig Alkohol vermarkten. Eine Anreicherung mit Zucker erfolgt nicht.

7.        2017  Weinhaus Büchin, „Summertine“,  ein Cuvee aus 80% Gutedel und 20% Sauvignon Blanc

Sauberer, fruchtiger, leichterer Wein mit der Leichtigkeit vom Gutedel und der Fruchtigkeit und Würze vom Sauvignon Blanc. Durch die höhere Kohlensäure und höhere Restsüße recht frisch und saftig.

8.        2017  Weinhaus Büchin, Pinot Noir, Blanc de Noir aus Spätburgunder

Ein klarer, frischer und fruchtiger, zart cremiger Blanc de Noir, im Mund, etwas rote Früchte nach Himbeeren und Erdbeeren. Die gelungene Kombination von Frucht und angenehmer Säure verleiht dem Wein ein frisches Aroma.
Die Spätburgunder-Trauben für den Blanc de Noir werden etwas früher als für die Rotweine geerntet, damit der Zucker niedriger bleibt und der Wein nicht so alkoholisch wird. Für das Weingut ist der Blanc de Noir sehr erfolgreich geworden. Waren es bei der ersten Produktion nur 1.400 l, so ist inzwischen die Menge auf 10.000 l gestiegen. Hauptabnehmer sind Gastronomie und der Event-Bereich.

9.        2017  Weinhaus Büchin, Rose,  ein Cuvee aus 60 % Spätburgunder, 30%  Dornfelder und 10% Syrah   

Ein lachsroter, klarer, fruchtiger Rose mit guter Säure, Er wirkt eine Spur breiter und etwas fülliger als der Blanc de Noir.

10.      2016  Weinhaus Büchin, Chasselas   

Klarer, dichter, etwas cremiger Gutedel mit weicher Säure, zarter Süße und sehr leichtem Holz. In einer Blindverkostung würde dieser Wein auch als Grauburgunder, Chardonnay oder Weissburgunder durchgehen. Der stark ertragsreduzuerte Gutedel kommt aus einer kühleren Lage und wird kühl im Barrique vergoren, macht seinen biologischen Säureabbau und bleibt dort noch 1 Jahr auf der Hefe. Es ist erstaunlich, dass dieser Wein trotz seiner geringeren Säure trotzdem so viel Frische besitzt.

11.      2016  Weinhaus Büchin, Syrah, Barrique  aus Syrah 97% und Viognier 3%       

Ein klarer, dichter, sehr fruchtiger und recht eleganter Syrah mit einer Spur Orangenschale, wie ein Côte Rotie mit einem kleine Anteil an Viognier, daneben zeigt der Wein schwarzen Pfeffer, reife Pflaumen sowie dunkle Schokolade. Im Mund besitzt er eine feine Gerbstoffstruktur. Die Syrah-Trauben wurden von Hand gelesen und nach ca. 4 Wochen Maische-Standzeit zu 100% in neuen Barrique-Fässern aus französischer Eiche über 9 Monate ausgebaut.

12.      2015  Weinhaus Büchin, Cabernet Franc, Barrique          

Ein suberer, dichter, sehr typischer Cabernet Franc  mit festem Tannin, der schon deutliche Reife zeigt, aber schon eine Spur oxidiert wirkt. Die Trauben stammen aus Haltingen, bleiben lange aus der Maische  und  kommen dann ins Barrique. Dieser Wein wurde  noch  so bereitet, dass er  früher trinkreif ist und zeigt im Vergleich zum Syrah jetzt schon sein volles Potential.

 

Verfasser: Dieter

2018_06_Weingut Büchin Probenergebnis

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Weinprobe Weisse Burgunder aus dem Markgräfler Land am 03.05.2018

Erstellt von Dieter am 18. Juli 2018

Das Markgräflerland in Baden ist die einzige Anbauregion für Gutedel, aber auch eine typische Region zum Anbau von Burgundersorten in Deutschland. Das sind neben dem  Spätburgunder vor allem die beiden weißen Rebsorten Weiß- und Grauburgunder. Typische Aromen für den Weißburgunder sind Apfel, Birne, Mandel, Quitte, Ananas und Zitrone. Der Grauburgunder kann deutlich unterschiedlich ausgebaut werden: Als leichter und fruchtiger, reduktiv angebauten Alltagswein über den großen Grauburgunder aus oxidativem Ausbau bis zum süßen Ruländer ist die Rebsorte sehr wandlungsfähig.

1.    2014 Nobling Sekt Extra Brut, Weingut Herrmann Dörflinger, Müllheim

Unsere Probe beginnt mit einem Nobling-Sekt aus dem Hause Hermann Dörflinger aus Müllheim. Der Nobling ist eine Neuzüchtung aus den beiden Rebsorten Gutedel und Sylvaner aus den 40er Jahren. Die weitgehend unbekannte Sorte wird fast ausschließlich in Deutschland im Markgräflerland auf ca. 50ha angebaut und recht häufig als Grundwein zur Sektherstellung verwendet. Dabei sind die hohe Säure und die gleichzeitig hohen Mostgewichte hilfreich.
Der im Duft sehr fruchtig wirkende Sekt mit Aromen von Pfirsich und Apfel zeigt sich mit lebendiger Perlage als sehr guter Start in die Probe.

2.    2016 Müllheimer Sonnhalde, Grauer Burgunder Kabinett, Weingut Herrmann Dörflinger, Müllheim

3.    2016 Müllheimer Reggenhag, Weißer Burgunder Kabinett Weingut Herrmann Dörflinger, Müllheim

Das Kabi-Duo aus Grau- und Weißburgunder der beiden Lagen Sonnhalde und Reggenhag war eine spannende Gegenüberstellung. Das Weingut Dörflinger als „Traditionalist“ aus dem Markgräflerland lässt seine Weine komplett durchgären, also (fast) ohne Restzucker. Dabei wird besonders auf die klare und fruchtige Note Wert gelegt. Das Weingut wird mit 2 roten Trauben im Gault Millot bewertet. Der Grauburgunder zeigt sich bei der Probe mit einer sehr ansprechend fruchtigen Nase nach Holunderblüte und gelber Frucht. Auf der Zunge dann deutlich leicht und schlank. Der Weißburgunder zeigt auch leicht metallische Noten. Beide wurden für einen Kabinett mit 13% aber als gehaltvoll notiert.

4.    2016 Weißburgunder, Weingut Zähringer, Heitersheim

5.    2016 Grauburgunder, Weingut Zähringer, Heitersheim

Die beiden Gutsweine vom Weingut Zähringer stammen aus den ertragsreduzierten Lagen Heitersheimer Sonnhöhle, Maltesergarten und Castellberg. Das Weingut ist zertifiziert nach Ecovin und Demeter und baut auf ca. 20ha vorwiegend Burgundersorten an.
Der Weißburgunder war klar und brillant im Glas, die Nase aus Zitrone und Quitte war sortentypisch bei mittlerer Viskosität. Der Grauburgunder zeigte dabei eine leichte Süße auf der Zunge und eine leichte Pfeffernote im Abgang. Beides gut gemachte Gutsweine, wobei der Grauburgunder allgemein höher bewertet wurde.

6.    2016 Weißburgunder, Weingut Jürgen v.d. Mark (Abf.), Bad Bellingen

7.    2016 Grauburgunder, Weingut Jürgen v.d. Mark (Abf.), Bad Bellingen

Jürgen von der Mark war mehr als 10 Jahre als beratender Önologe und Master of Wine in der Welt unterwegs und begann 2003 mit einigen gepachteten Spätburgunderreben den ersten eigenen Wein zu vergären. Die 3 Weinlinien mit Villageweinen, Terrorweinen und „Liedweinen“.
Der Weißburgunder war durchaus sortentypisch in den Aromen, wusste aber vor allem mit einer leichten Mineralik zu überzeugen. Der Grauburgunder hatte eine breite Frucht, war dann leider etwas zurückhaltend und eher flach. Da fehlte leider die Expressivität des Weißburgunders.

8.    2015 Weißer Burgunder, Weingut Ziereisen, Efringen-Kirchen

Hanspeter Ziereisen war eigentlich in einem anderen Beruf unterwegs, doch in den 90er Jahren wandelte er das elterliche Hofgut nach und nach in einen Weinbaubetrieb um. Noch heute verkauft er in einem Hofladen Gemüse aus der Region für Leute aus der Region. Ein  paar andere Weine führt er da mittlerweile auch.
Die Weine vom Weingut Ziereisen unterscheiden sich deutlich von anderen Weinen aus dem Markgräflerland. Das liegt zum einen an den Weinbergen an der Burgundischen Platte zum anderen aber auch an der Arbeit im Keller. Es werden nur natürliche Hefen aus den Weinbergen verwendet und die Weine bleiben sehr lange auf der Hefe im Holzfass.
Diese Hefenoten kommen dann im Duft sehr gut durch, aber auch etwas Vanille durch das Holzfass. Auf der Zunge ist der Wein dann sehr frisch und mineralisch aber auch mit Tiefe und Länge durch das Holz. Vielleicht sogar noch etwas früh für den 15er, da ist durchaus noch Potential.

9.    2015 Müllheimer Sonnenhalde, Grauer Burgunder Spätlese, Weingut Herrmann Dörflinger, Müllheim

10.  2015 Müllheimer Reggenhag, Chardonnay Spätlese, Weingut Herrmann Dörflinger, Müllheim

Die beiden Spätlesen präsentierten sich wie erwartet deutlich breiter im Mund bei höherer Viskosität. Der Grauburgunder zeigte eine sehr breite Nase mit Butternoten bei einer sehr schönen Länge. Der Chardonnay, strohgelb und brillant im Glas mit Pfefferminznoten.

11.  2012 Badenweiler Römerberg, Weißer Burgunder Spätlese, Weingut Herrmann Dörflinger, Müllheim

Der leicht gereifte Burgunder war im Duft zurückhaltender mit Orangenzeste und leichten Bitternoten im Mund.

12.  2014 Weiler Schlipf, Weißer Burgunder „CS“, Weingut Schneider, Weil am Rhein

13.  2014 Weiler Schlipf, Grauer Burgunder „CS“, Weingut Schneider, Weil am Rhein

Die beiden Burgunder aus dem Hause Weingut Schneider waren in der Runde durchaus kontrovers diskutiert. Für einige waren die Schwefelnoten im Duft stark störend, andere konzentrierten sich auf die geschmacklichen Stärken der beiden Weine.

Verfasser: Carsten

2018_05_Weiße Burgundersorten aus dem Markgräfler Land Probenergebnis

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Weinprobe mit der Rebsorte Gutedel am 22.04.2018

Erstellt von Dieter am 18. Juli 2018

Gutedel ist die wichtigste weiße Rebsorte des Markgräfler Landes. Da wir in unserem Jahresprogramm den Schwerpunkt auf das Markgräflerland gelegt haben, sollte ihr auch eine eigene Probe gewidmet werden.
Sie  ist eine alte Weißwein- und Tafeltraubensorte, die in Frankreich und in der Schweiz Chasselas, im Wallis Fendant genannt wird. Der Anbau für die Wein- und für die Tafeltraubenproduktion ist allerdings weltweit rückläufig.
Für die Herkunft wird publikumswirksam auf Oberägypten verwiesen, wo sie schon vor 5000 Jahren gewachsen sein soll, daneben wird auch das Jordan-Tal als Herkunft zitiert.  Alle diese Angaben beruhen auf Vermutungen, bei denen man mit Hilfe von Ähnlichkeiten im Aussehen (Blattdarstellungen auf Wandmalereien in ägyptischen Gräbern u.s.w.) auf die Sorte geschlossen hat.
Umfangreiche DNA-Analysen an der Universität Neuenburg konnten dagegen keinen Hinweis auf eine Verwandtschaft mit Rebsorten aus dem alten Ägypten oder Palästina finden.
Stattdessen bestehen große Ähnlichkeiten mit autochthonen Rebsorten des westlichen Alpenraumes wie Teroldego, Lagrein und Autesse. Zwar konnten die Elternsorten des Gutedels nicht festgestellt, aber 20 Klonvarianten mit derselben DNA identifiziert werden. Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass der Gutedel seinen Ursprung im Bereich des Genfersees im Kanton Waadt hat.
Im Markgräflerland werden etwa 3000 ha Rebfläche bewirtschaftet. Davon entfallen etwa 40 % auf den Gutedel, der damit die typische Weißwein-Sorte dieser Region ist. Von insgesamt 1146 ha Gutedel in Deutschland stehen 1117 ha, also 97%, im Markgräfler Land.
Um 1780 wurde diese Rebsorte vom badischen Markgrafen Karl Friedrich von Baden aus dem schweizerischen Vevey ins Markgräflerland gebracht.

Weltweit wichtigstes Anbauland für Gutedel ist die Schweiz. Hier sind 3954 ha (Stand 2013) vor allem in der Südschweiz um den Genfer See und an der oberen Rhone damit bestockt. Im Kanton Waadt stehen 2631 und im Kanton Wallis 1643 ha Gutedek (bzw. Chasselas oder Fendant)

Nun zu unseren verkosteten Weinen, von denen 9 aus dem Markgräflerland und 3 aus der Schweiz aus dem Kanton Wallis stammten:

1.        2016  Auggener Gutedel, Kabinett,  Winzergenossenschaft Auggen                                 

Wir hatten hier einen einfachen, breiteren, Spur süßlich parfümierten Gutedel vor uns, der nur wenig Säure zeigte (vielleicht durch malolaktischen Säureabbau) und einen leichten Eisbonbon-Ton durch Kaltvergärung. Dieser Wein ist der Sieger in der Kabinett-Gruppe beim Preis Gutedel-Cup 2017.  Keine Fehler, aber sehr glatt, gefällig und etwas belanglos – zumindest für Riesling-Trinker.

2.        2016  Ballrechten Dottinger Castellberg, Kabinett, Weingut Löffler    

Da gefiel der 2.Preis im Gutedel-Cup doch deutlich besser: Ein sauberer, klarer, fruchtiger Gutedel mit etwas mehr schmeckbarer Säure, die ihm auch die Frische gegeben hat.

3.        2016  Ballrechten Dottinger Castellberg  Roter Gutedel,  QW, Weingut Löffler

Einfacher, etwas breiter Gutedel, nicht so klar wie der Weisse Gutedel vom gleichen Weingut, vielleicht auch, weil er nur ein QW und kein Kabinett ist.

4.       2016  Roter Gutedel, QW, Weinhaus Büchin

Das Weinhaus Büchin hat nur wenig Gutedel und mehr Burgundersorten, aber man kann dort trotzdem mit dem Gutedel umgehen. Von der Stilistik war dieser Wein war deutlich fester srtukturiert und mit strafferer Frucht. Wahrschenlich durch kurze Maische-Standzeit hatte der Weine eine zart Herbe, die ihm mehr Rückgrad und Biss gegeben hat.

5.      2015  Weiler Schlipf, „CS“, QW, Weingut Claus Schneider

Das Weingut ist der Meinung, dieser Gutedel sollte im Gegensatz zu dem 2016’er Jahrgang durch die längere Reife vielschichtiger sein. Leider hat sich das aber nicht bewahrheitet. Im Vergleich zu den anderen Weinen präsentierte er sich zwar knochentrocken, ohne dienliche Süße, hatte aber eine sehr weiche, deutlich buttrige Säure mit unangenehmem Milchsäure-Tönen und  eine recht dumpfe, Spur modrige Frucht – kurzum er war schon viel zu alt.

6.      2016   Gutedel, Kabinett, Privatweingut Schlumberger               

Auch dieser Wein war sehr trocken und ohne dienliche Süße, hatte aber eine sehr klare Frucht mit guter, weicher Säure. So macht ein Gutedel Spaß.

7.      2016  Laufener Altenberg, „Chasslie“, QW, Winzergenossenschaft Laufen- Sulzburg

Chasselie ist eine eine Wortkombination aus „Chasselas“ und „sur lie“ unter der 4 Erzeuger einen  Gutedel vermarkten, der eine längere Lagerung auf der Hefe hatte. Durch diese längere Hefelagerung ist der Wein recht weich, rund und etwas cremig. Abgefüllt wurde dieser Wein mit etwas mehr Gärungskohlensäure, um ihm etwas Frische zu geben .

Das Weingut Ziereisen liegt im Dreiländereck (Deutschland, Schweiz und Frankreich) in Baden. Hans Peter Ziereisen arbeitete früher als Schreiner. Erst als 1991 seine Eltern den Bauernhof aufgaben und keines seiner Geschwister den Hof haben wollte, entschloss er sich, den elterlichen Gemischtbetrieb zu übernehmen. Neben Schweinen und Kühen hatte er 0,5 ha Weinbergsfläche mit dabei, deren Trauben einfach bei der nächsten Winzergenossenschaft abgeliefert wurden.
Er begann also mit 0,5 ha und 6000 Fl. Jahresproduktion und hat nach und nach das Weingut auf 16 ha erweitert. Der Einsatz von Spontanhefen, Maischestandzeit, langer Hefelagerung führte zu „untypischen Weinen“, die öfter bei der amtlichen Weinprüfung abgelehnt wurden, sodass er inzwischen seine Weine als Landweine ohne die amtliche Weinprüfung vermarktet.

8         2015  Gutedel, „Heugumber“, Landwein, Weingut Ziereisen

Das ist die Gutedel-Interpretation für einen Basiswein durch Klaus Peter Ziereisen. Ein sauberer, klarer, gradliniger und gut strukturierter Wein, im Gegensatz zu vielen einfachen Gutedel-Weinen sehr charaktervoll.
Sicher eine Folge von langer Maischestandzeit und Lagerung auf der Hefe.

9.      2014  Gutedel, „Steingrüble“, Landwein, Weingut Ziereisen

Jetzt haben wir den Gutedel aus der gehobenen Selektion vor uns. Im Steilhang auf Kalkstein mit Lössauflage gewachsen, von 30 bis 40 Jahre alten Reben. Nach 6-8 Wochen Maischestandzeit ohne Reinzuchthefen, langer Hefelagerung mit Battonage im alten Holzfass wird dieser Gutedel ohne Filtration abgefüllt. Ein dichter, voller, charaktervoller Wein mit weicher und runder Frucht. Viel Birne, zarte Mineralität mit einem Hauch Thymian und sehr langem Abgang kommt er daher. Das ist kein einfacher Gutedel mehr, man würde eher auf den Burgunder tippen. Das war dann auch unser bestbewerteter Wein des Abends.

Nach den markgräfler Weinen konnten wir dann auch noch 3 Gutedel (Fendants) aus der Schweiz aus dem Kanton Wallis verkosten.

10.      2014  Chasselas en Capitale, „Blanc de Reines“, AOC, Cave Antoine &  Christophe Bertrisey                                                               

Dieser Wein hatte anfangs einen leichten Stinker und vom malolaktischen Säureabbau besaß er nur  wenig Säure , wirkte breit und buttrig mit deutlichem Milchsäure-Ton. Nach einiger Zeit an der Luft verschwanden die Töne aber und eine klare, sauberer Frucht war zu erkennen

11.      2011  Fendant, „Noble Contree“, AOC, Cave Maurice Zuffery                                                      

Nach dem Vinum Weinführer gehört Maurice Zuffery zu den 100 besten schweizer Winzern. Auch dieser Wein hat nach schweizer Art einen malolaktischen Säureabbau hinter sich und daher eine sehr weiche Säure. Er ist weniger Frucht-betont, aber ein sehr sauberer, harmonischer Gutedel (Fendant) mit dichter Struktur. Sein Alter schmeckt man im Gegensatz zu den deutschen Gutedel-Weinen nicht.

12.      2011  Fully, „Plaimont Les Terrasses“, AOC, Domaine de la Rodeline,                                  

Auch dieser Wein hat eine malolaktische Gärung und etwa 7 Monate Hefelagerung hinter sich Wie sein Vorgänger ist er weniger Frucht-betont mit sehr weicher Säure und ebenfalls ohne erkennbare Altersnoten. Er konnte seinen Vorgänger allerdings nicht ganz in der Bewertung erreichen.

Erstaunlicherweise wurden alle drei schweizer Gutedel (Fendants)  trotz ihrer weicheren Säure  und sehr verhaltenen Frucht im Durchschnitt besser bewertet als ihre deutschen Pendants – mit Ausnahme vom 2014‘er  Gutedel, „Steingrüble“ vom Weingut Ziereisen.

Kurze Informationen zu den Weingütern:

Weingut:                 Winzerkeller Auggener Schäf
Ort:                          Auggen
Rebfläche:              340 ha
Beste Lage:            Laufener Altenberg, Auggener Schäf
Rebsorten:             Gutedel, Weissburgunder, Spätburgunder, Chardonnay,  Gewürztraminer, Müller-Th., Muskateller, Regent

Weingut:                 Löffler
Ort:                          Staufen Wettelbrunn
Rebfläche:              14 ha
Beste Lage:            Castellberg, Fohrenberg
Rebsorten:             4,5 ha Gutedel; 3,5 ha Spätburgunder; 1,5 ha Müller-Thurgau; 1,5 ha Weissburgunder; 1,5 Grauburgunder;  0,5 ha Gewürztraminer; 0,3 ha Regent; Sonstige 0,7 ha

Weingut:                 Weinhaus Büchin
Ort:                          Schliengen
Rebfläche:              27 ha
Beste Lage:            Sonnenstück
Böden:                    Lehm, Löss
Rebsorten:             Gutedel, Weissburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder, Syrah

Weingut:                 Ziereisen
Ort:                          Efringen-Kirchen
Rebfläche:              16 ha
Jahresproduktion: 110.000 Fl.
Böden:                    Jurakalk
Beste Lage:            auf Lagenbezeichnung wird verzichtet, auch Weinberge in der angrenzenden Schweiz
Rebsorten:             45% Spätburgunder, 25% Gutedel, 11% Weissburgunder,
8% Grauburgunder, 5% Chardonnay, 5% Syrah, 1% Gewürztraminer

Weingut:                 Claus Schneider
Ort:                          Weil am Rhein
Rebfläche:              12 ha
Jahresproduktion: 80.000 Fl.
Beste Lage:            Weiler Schlipf
Böden:                    tiefgründiger Lehm mit hohem Kalkanteil
Rebsorten:             40% Spätburgunder, 25% Gutedel, 15% Weissburgunder,
13% Grauburgunder, 7% Chardonnay

Weingut:                 Privatweingut H.Schlumberger
Ort:                          Sulzburg-Laufen
Rebfläche:              8,5 ha
Jahresproduktion: 60.000 Fl.
Beste Lage:            Laufener Altenberg, Muggarter Berg
Böden:                    Kalksteinverwitterung mit Löss- und Lehmauflage, Kalk­mergel
Rebsorten:             25% Spätburgunder, 20% Weissburgunder, 20% Gutedel,  15% Grauburgunder 4% Chardonnay, 4% Sauvignon-Blanc, 18% übrige

Weingut:                 Maurice Zuffery
Ort:                          Muraz sur Sierre, Valais, CH
Rebflache:              9 ha
Beste Lage:            rechtes Rhoenufer in Sierre, Venthô und Veyras:Les Grand’Rayes in Venthome, Les Glariers und Maison-Rouge, Viouc in Muraz , Anchettes-Combettas unterhalb von Venthome
Rebsorten:             Gutedel (Fendant), Petit Arvine, Chardonriay, Cornalin, Humagne rouge, Pinot Noir, Syrah

Weingut:                 Cave Antoine & Christophe Bétrisey, Artisans du Vin
Ort:                          Saint-Leonard, Valais, CH
Rebfläche:              10 ha /Öko Label VINATURA
Beste Lage:            unterste Talhänge von St.Leonard und Uvrier, rechtes Rhoneufer zwischen Sitten und Siders, Les Virets, Les Planisses, Plan-Loggier, Combaz-Bernard, Zenaille
Rebsorten:             Gutedel (Fendant), Pinot Noir, Gamay, Johannisberg, Arvine,  Syrah, Humagne Rouge, Ermitage, Muskateller, Cornalin (Landroter), Diolinoir

Weingut:                 Domaine de la Rodeline, Yvon & Claudine Roduit-Desfayes
Ort:                          Fully, Valais, CH
Rebfläche:              6 ha
Beste Lage:            Plamont les Terasses (1ha), Les Claives (1 ha)
Rebsorten:             Gutedel (Fendant,Chasselas, Perlant), Petite Arvine, Humagne Blanc,   Marsanne (Ermitage, Hermitage) Cornalin (Rouge du Pays, Landroter), Gamay, Humagne Rouge, Merlot, Syrah, Pinot   Noir (Klävner)

 

Verfasser: Dieter

2018_04 Gutedel Probenergebnis

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Weinprobe Rotweine aus dem Markgräflerland am 22.02.2018

Erstellt von Dieter am 18. Juli 2018

Eine kurze Einleitung zum Markgräflerland. Auf die Geschichte der Region wird nicht weiter eingegangen.
Das Markgräflerland liegt im äußersten Südwesten Badens und Deutschlands. Im Westen (Elsass) und Süden wird es vom Rhein begrenzt, im Osten vom Hochschwarzwald und im Norden vom Breisgau (Freiburg).
Die Gesamtrebfläche beträgt 3.167 ha, wovon 2.118 ha auf Weisswein und 1049 ha auf Rotwein entfällt. Die Hauptweissweinsorte ist mit 1071 ha der Gutedel (ca. 40 % der Fläche), den wir in unserer Probe im April vorstellen, gefolgt von den weissen Burgundersorten (Grau- und Weissburgunder, Chardonnay sowie Auxerrois) die wir im Mai verkosten.
Der Spätburgunder umfasst ca. 30 %    der Rebfläche. In unserer Probe legen wir daher auch den Schwerpunkt auf diese Rebsorte, zeigen aber auch für das Gebiet neuere Rebsorten, die sich durch den Klimawandel mehr und mehr ausbreiten.
Die Reben gedeihen in einem nur wenige Kilometer schmalen Vorbergsbereich zwischen der Ebene des Oberrheingrabens und dem Schwarzwald auf einer Höhe zwischen 230 bis 480 m ü.d.M.
Mehrheitlich wachsen die Reben auf Löss- und schweren Mergelböden sowie auf tonigen Lehmen.

Informationen zu den verschiedenen Winzern stellen wir unten nach den Probenbeschreibungen dar.

Zu den Weinen:

Wein No.1    2013 Mauchener Sonnenstück, Spätburgunder Rotwein, Kabinett
                    Friedrich Sommerhalter, Mauchen

Dieser Einstiegswein von einem Winzer, der in keinem Weinführer erwähnt ist, traditionell auf der Maische vergoren war, von kräftiger Statur mit einem an Brombeeren erinnernden Duft und fruchtiger Aromatik, erzielte Punkte zwischen 12,5 und 15,0 mit einem Mittelwert von 14,0 Punkten.

Wein No.2    2014 Heitersheimer Sonnhohle, Spätburgunder, QW, Bio
                    Weingut Zähringer, Heitersheim

Auch hier fanden wir Brombeernoten, verbunden mit schwarzen Kirschen und einer kräftigen Struktur. Im Weingut wurde uns geraten, diesen Ortswein und nicht einen hochwertigeren „Vierling“- oder Selektionswein in die Probe zu nehmen, da der einfachere Wein die Charakteristik besser darstelle.
Unsere Punktwertung lag zwischen 13,0 und 15,5 Punkten bei einem Durchschnitt von 14,8 Punkten.

Wein No. 3   2016 Spätburgunder, QW
                    Weingut Hermann Dörflinger, Müllheim

Sämtliche trockenen Weine von Hermann Dörflinger sind durchgegoren, wie er auch auf seiner Preisliste ausdrücklich vermerkt, und liegen in der Regel unter 2,0 gr. Restzucker. Dieser noch sehr junge Spätburgunder ist traditionell ohne Barrique ausgebaut und einfach ein schnörkelloser Spätburgunder wie man ihn sich vorstellt.
Bei den Punkten lagen wir zwischen 13,5 und 15,50 Punkten bei einem Mittelwert von 14,32 Punkten.
Dieses Weingut werden wir auf unserer Weinreise im Juni besuchen.

Wein No. 4   2013 Spätburgunder „S”, QW
                    Privatweingut H. Schlumberger, Laufen

Mit diesem Wein verließen wir die einfachen Weine, wie der Zusatz -S- aussagt.
Schlumberger ist das einzige VDP-Weingut in der Probe.
Dieser konzentrierte Wein, kein Wunder bei einem Ertrag von unter 60 hl/ha, spaltete die Verkostungsrunde. Die niedrigste Wertung lag bei 12,0 (= gerade noch trinkbar) und die höchste bei 16,0 Punkten, was einen Durchschnitt von (nur) 14,65 Punkten ergab.
Auch dieses Weingut werden wir auf unserer Weinreise besuchen.

Wein No. 5   2011 Weiler Schlipf, Spätburgunder „CS“, QW
                    Weingut C. Schneider, Weil am Rhein.

Bei der Beschaffung holte der Juniorchef extra den schon mehr gereiften 2011er heraus, der eigentlich nicht mehr im Verkauf war. Generell seien die Weine des Weingutes Spätentwickler und nach angemessner Lagerzeit einfach besser.
Wir werteten mit 15,21 Punkten im Schnitt endlich über 15 Punkte, bei einer Spanne von 14,0 bis 16,5 Punkten.

Wein No.6    2014 Tschuppen, Pinot Noir, Badischer Landwein, unfiltriert
                    Weingut Ziereisen, Efringen-Kirchen

Hans-Peter Ziereisen nimmt mit seinen Weinen nicht an der Qualitätsweinprüfung teil, da er seine Weine durch ihre andere Machart bei dieser Prüfung für nicht richtig bewertet sieht. 17 badische Landweinwinzer denken genauso und stellen ihre Wein auf dem badischen Landweinmarkt aus. Diese Idee wird von Vincenz Kling unter­stützt.
Seine Weine sind einfach anders und schmecken auch anders: sie sind alle spontan­vergoren und die Rotweine werden nach einer 22-monatigen Fassreife auf der Hefe unfiltriert abgefüllt. Er ist der Überzeugung, dass durch die Filtration Geschmacks­nuancen verloren gehen. Die eventuell leichte Trübung und das Depot nimmt er in Kauf.
Dieser Stil gefiel nicht allen, sodass der Wein „nur“ 14,82 Punkte im Schnitt bekam, bei einer Schwankung zwischen 13 und 16 Punkten, also zwischen fast Ablehnung und nahezu Begeisterung.

Wein No.7    2014 Pinot noir, QW, Barrique
                    Weingut Markus Büchin, Schliengen

Markus Büchin wird sich mit seinen Weinen noch bei uns in Köln vorstellen. Er ist aus seiner Zeit in Südafrika ein großer Fan des Syrahs, die wir in dieser Probe nur von Fritz Wassmer vorstellen (s.u.).
Dieser Wein hatte eine moderne Stilistik mit Saft und Fülle, wobei das Barrique nicht durchschmeckte.
Der eine oder andere hielt diesen Wein für den besten der Probe, was sich in der zweitbesten Bewertung des Abends mit 15,82 Punkten niederschlug, auch hier wieder eine Differenz von 14,50 bis 16,50 Punkten. Bei den notorisch niedrig Bewertenden war er der am besten bewertete Wein.

Wein No. 8   2015 Müllheimer Sonnhalde, Spätburgunder Spätlese, „Aus alten Reben“
                    Weingut Hermann Dörflinger, Müllheim.

Mit diesem und dem folgenden Wein gleicher Qualitätsstufe vom gleichen Wein­gut aber verschiedener Machart (Nr. 9, Barrique) und Lage wollten einige Unterschiede schmeckbar machen.
Dieser Wein aus dem großen Holzfass schnitt mit durchschnittlich 15,71 Punkten, Varianz 13,5 bis 16,5 Punkte leicht besser als No. 9 ab. Ausschlaggebend war wohl, dass er nicht im Barrique war.

Wein No.9    2015 Müllheimer Reggenhag, Spätburgunder Spätlese, „Im Barrique gereift“
                    Weingut Hermann Dörflinger, Müllheim.

Wie der Vorgänger, war dieser Wein durchgegoren, sogar mit etwas weniger Restzucker. Den Lagenunterschied konnten wir nicht so wahrnehmen, vielleicht auch weil er im Barrique war. Dadurch gab es auch die etwas geringere Wertung von 15,56 Punkten im Schnitt bei Wertungen zwischen 13,0 und 16,5 Punkten.

Wein No.10  2012 Spätburgunder „M “, QW, Barrique
                    Weingut Fritz Waßmer, Bad Krotzingen-Schlatt.

Dieses Weingut hat seinem 2015 Kenzinger Roter Berg Merlot im letzten Jahr den Deutschen Rotweinpreis in seiner Kategorie gewonnen. Unser Versuch, eine Flasche davon zu ergattern, schlug fehl. Im Vinum Weinführer ist der Siegerwein genau wie der „M“ mit 89 Punkten bewertet, und das bei einem Bruchteil des Preises de „M“. Vielleicht hatten die bei der Rotweinpreisjury eine andere Flasche?
Der gereifte Spätburgunder „M“ war für einige der beste Spätburgunder des Abends bei einer Höchstwertung von 17 Punkten. Da andere auch hier nicht über 13,5 Punkte herauskamen, gab es einen Durchschnitt von 16,0 Punkten, die beste Wertung der Probe.

Wein No 11  2014 Syrah, QW, Barrique
                  Weingut Fritz Waßmer, Bad Krotzingen-Schlatt.

Syrah ist mittlerweile im Markgräflerland häufiger anzutreffen, der Klimaerwärmung sei Dank.
Er fand jedoch nicht so den Anklang bei der Probenrunde und erzielt nur 15,29 Punkte im Schnitt, bei einer Varianz zwischen 13,5 und 16,5 Punkten.

Wein No.12  2015 Cuvee Felix, Cabernet Franc & Merlot“, QW, Barrique
                    Weingut Fritz Waßmer, Bad Krotzingen-Schlatt.

Dieser Wein gewann beim Deutschen Rotweinpreis 2017 den 2.Preis bei den Cuvées. Im Gegensatz zu dem Gewinnerwein (s.o.) war zu den normalen Konditionen zu haben.
Er weckte bei uns nicht so die ganz große Begeisterung und bekam 15,38 Punkte im Schnitt, bei Wertungen zwischen 13,5 und immerhin 17,0 Punkten.
Zur Wertung allgemein: Der Mittelwert aller probierten Weine lag bei 15,08 Punkten bei einem Minimum von 13,29 und einem Maximum von 16,21 Punkten, also fast 3 Punkte Unterschied.
Es gab sogar eine Wertung mit nur 12 Punkten.
Man muss sich fragen, ob einige Teilnehmer einfach keine (deutschen) Rotweine mögen, denn die Durchschnitts-Minimumpunktung von 13,29 steht für technisch einwandfreie Weine, trinkbar, aber nicht gut, und das bei Weinen von guten (* +**) bis sehr guten (***) Winzern.

Informationen zu den Winzern:
Bewertungen:   * bis  *** Sterne Vinum Weinguide 2018, in Klammern Gault-Millau 2017

1.      Weingut:             Friedrich Sommerhalter

Ort:                                Schliengen-Mauchen
Rebfläche:                    8 ha
Jahresproduktion :    20.000 Fl.
Beste Lagen:               Mauchener Sonnenstück
Böden:                          Lehm, Löss
Rebsorten:                   45% Spätburgunder, 30% Gutedel, Rest Chardonnay,  Grauburgunder, Weißburgunder
Durchschnittsertrag:  k.A. (Grosse Schwankungen Gutedel bis Spätburgunder)

2.      Weingut:             Zähringer** (*)

Ort:                       Heitersheim
Verbände:                   Ecovin, Demeter, Slow Food
Rebfläche:                  20 ha
Jahresproduktion :     300.000 Fl.
Beste Lagen:               Heitersheimer Sonnhohle und Maltesergarten, Dottinger  Castellberg
Böden:                         Mittelschwerer toniger Lehm, Löss
Rebsorten:                  30% Spätburgunder, 20%   Grauburgunder, 15% Gutedel,
je 10% Chardonnay u.Weißburgunder, 15% übrige Sorten
Durchschnittsertrag:  k.A.

3.      Weingut:            Hermann Dörflinger *+ (**)

Ort :                        Müllheim
Rebfläche:                  21 ha
Jahresproduktion :     140.000 Fl.
Beste Lagen        :     Müllheimer Reggenhag, Pfaffenstück u.Sonnhalde;
Badenweiler Römerberg
Böden:                         kalkhaltiger Löss, Braunjura, sandiger Lehm
Rebsorten:                  37% Gutedel, 23 %Spätburgunder, 12% Weißburgunder,
10% Grauburgunder, 18% übrige Sorten
Durchschnittsertrag:  65 hl/ha

4.      Privatweingut:     H.Schlumberger *** (***+)

Verbände:                   VDP
Ort:                        Sulzburg-Laufen
Rebfläche:                  8,5 ha
Jahresproduktion :     60.000 Fl.
Beste Lagen        :     Laufener Altenberg Laufen und Weingarten, Muggarter Berg
Böden:                         Kalksteinverwitterung mit Löss- und Lehmauflage,  Kalkmergel
Rebsorten:                  25% Spätburgunder, je 20% Gutedel und Weißburgunder,
15% Grauburgunder, je 4% Chardonnay+Sauvignon Blanc, 7% übrige So.
Durchschnittsertrag:  55 hl/ha

5.      Weingut:             Claus Schneider *** (***+)

Ort :                       Weil am Rhein
Rebfläche:                  12 ha
Jahresproduktion :     80.000 Fl.
Beste Lagen        :     Weiler Schlipf
Böden:                         tiefgründiger Lehm mit hohem Kalkanteil
Rebsorten:                  40% Spätburgunder, 25% Gutedel, 15% Weißburgunder,
13% Grauburgunder, 7% Chardonnay,
Durchschnittsertrag:  52 hl/ha

6.      Weingut:             Ziereisen **** (***+)

Ort :                      Efringen-Kirchen
Rebfläche:                  16 ha
Jahresproduktion :     110.000 Fl.  Weine z.T. ungefiltert
Beste Lagen:               auf Lagenbezeichnung wird verzichtet. Hat auch Weinberge in der Schweiz
Böden:                         Jurakalk
Rebsorten:                  45% Spätburgunder, 25% Gutedel, 11% Weißburgunder,
8 % Grauburgunder, je 5% Chardonnay u. Syrah, 1%
Gewürztraminer
Durchschnittsertrag:  50 hl/ha

7.      Weingut:             Büchin          – (*)

Ort :                      Schliengen
Rebfläche:                  27 ha
Jahresproduktion :
Beste Lagen:                 Sonnenstück
Böden:                         Lehm, Löss
Rebsorten:                  Gutedel, Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder, Syrah
Durchschnittsertrag:

8.      Weingut:             Fritz Waßmer          ***+  (***+)

Ort :                       Bad Krozingen-Schlatt
Rebfläche:                  38 ha
Jahresproduktion :     192.000 Fl.
Beste Lagen:               Malterdinger + Kenzinger Bienenberg (Breisgau)
Böden:                         Löss mit Kalkverwitterungsgestein, roter Ton, Muschel­ kalk, Mergel
Rebsorten:                  61% Spätburgunder, 13% Grauburgunder, 12% Weißburgunder, je 3 % Chardonnay uns Syrah, 8% übrige
Sorten (Merlot, Frühburgunder, Cabernet Franc,
Auxerrois, Viognier, Sauvignon blanc)
Durchschnittsertrag:  38 hl/ha

 

Verfasser: Wilfried

2018_02_Rotweine aus dem Markgräflerland Probenergebnis

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Weinprobe Britzingen im Markgräfler Land am am 11.01.2018

Erstellt von Dieter am 4. April 2018

Das neue Jahr begann mit einer Probe zum Thema Markgräfler Land. Dazu konnten wir Herrn Florian Meier von der Winzergenossenschaft Britzingen begrüßen. Er war dienstlich für drei Tage in Köln und so konnten wir ihn überreden, anschließend an seine Präsentation der Winzergenossenschaft bei uns eine Probe abzuhalten.

Im Markgräfler Land wird schon seit der Römerzeit Wein angebaut. Ab 773 nach Christi ist der Weinbau auch urkundlich nachgewiesen.

Die Weinbereitung war sehr lange recht einfach: die geernteten Trauben abpressen, gären lassen und dann in Gefäße geben die mit etwas Schwefel ausgeräuchert wurden.  Entsprechend war die Qualität auch Verkauf erzeugt. Viel Geld war damit allerdings nicht zu verdienen. Die Arbeit wurde in den evangelischen, markgräflichen Gebieten zusätzlich noch durch die Realteilung erschwert, wodurch die Bauern teilweise nur 100 Stöcke pro Parzelle besaßen. Durch den Bau der Eisenbahn im Rheintal konnte auswärtige, billiger Ware verkauft werden. 1875 war ein sehr kalter, nasse Sommer mit entsprechend katastrophaler Ernte, und die Weinpreise wurden von den Weinkommissionären stark gedrückt, so dass viele Bauern den Weinbau aufgaben.

Als Gegenreaktion ermutigten die örtlichen Pfarrer die Bauern sich zu Genossen­schaften zusammen zu schließen umso Qualität und Preise zu erhöhen. Die heutige Britzinger Winzergenossenschaft wurde 1950 gegründet. Heute hat sie ca. 200 Mitglieder, 190 ha Rebfläche und zählt damit in Baden zu den (zu) kleinen Genossenschaften. Da man sich aber rechtzeitig auf Qualität besonnen hat, kann man auch als kleine Genossenschaft rentabel arbeiten.

Unsere Probe begann mit einem Crémant. Die Winzergenossenschaft hat sich auf Sektherstellung spezialisiert. Während man 2000 vier verschiedene Sekte mit ca. 10.000 Flaschen produzierte, sind es heute 12 Sorten mit einer Menge von 90.000 Flaschen. Für die Sekterzeugung nach Champagner-Vorbild wurden 3,5 ha Schwarzriesling (Pinot Meunier) angepflanzt, von denen 2 ha nur für die Sekterzeugung gebraucht werden.

  1. 2013 Britzinger Crémant, „Rosé“, brut der Winzergenossenschaft Britzingen ist eine Cuvée aus Spätburgunder, Chardonnay und Schwarzriesling. Nach einer Ganztraubenpressung stand der Most 5 Tage auf der Maische. Die zweite Gärung erfolgte dann klassisch als Flaschengärung.

Ein gut gemachter, sauberer, recht fruchtiger, runder, sehr weicher Sekt, eine Spur buttrig und im Abgang etwas herberer.

Es folgte ein Pärchen aus den alten Rebsorten Gutedel bzw. Elbling. Gutedel hat sich seit 5000 Jahren genetisch praktisch nicht verändert, was durch Funde von Traubenkernen in den Grabstätten der Pharaonen in Luxor belegt ist. Im Markgräfler Land war der Gutedel früher stark vertreten, in einer sehr kühlen Wetterphase um 1700 zog sich der Anbau dieser Rebe aber in die südliche Alpenregion zurück, da in Baden die Trauben nicht mehr ausreifen konnten. Erst der Markgraf von Baden förderte um 1800 wieder den erneuten Anbau.

International ist die Rebsorte als Chasselas vom Genfer See bekannt und erzielt dort auch stolze Preise. Im Veneto ist diese Rebe als Marzemino Bianco bekannt, dient aber nur zur Erzeugung einfacher Weine. Eine Weiterzüchtung als Tafeltraube wird unter dem Namen Madeleine Royal vermarktet.

  1. 2016 Britzinger Rosenberg, Gutedel der Winzergenossenschaft Britzingen

Ein sauberer, fruchtiger, etwas verhaltener, weicherer Gutedel mit leichterer Struktur, aber angenehm zu trinken.

Der Gegenpart dazu war ein Roter Elbling, die seltene Mutation des Weißen Elblings

  1. 2015 Hellershof Zilliken, Roter Elbling vom Weingut Hellershof Zilliken aus Nittel an der Obermosel. In Nittel steht der Elbling auf Muschelkalk in einer Lage mit sehr warmem Mikro-Klima.

Ein, etwas herb fruchtiger, leicht adstringierender Elbling, sehr klar mit guter Säure

Als nächstes Pärchen konnten wir zwei Chardonnay-Weine aus Britzingen verkosten. Da der Chardonnay im Markgräfler Land dem Weissburgunder sehr ähnlich werden kann, wird in Britzingen darauf geachtet, dass etwa ein Drittel der wird Fläche mit einem Duftklon bepflanzt wird, um dem Chardonnay eine eigene Würze zu geben.

  1. 2016 Britzinger Chardonnay, Kabinett der Winzergenossenschaft Britzingen wurde mit einem Ertrag von ca. 65 hl/ha geerntet und im Edelstahl ausgebaut.

Ein klarer, fruchtiger, zart blumiger, duftiger Chardonnay mit leichterer Struktur, der aber trotzdem nicht dünn wirkte.

  1. 2015 Badenweiler Römerberg, Chardonnay „Premium“ Spätlese der Winzergenossenschaft Britzingen

Der Wein wurde mit niedrigerem Ertrag von 50 hl/ha geerntet und im Holz ausgebaut (Halbstückfässer und 4- und mehrjährige Barriques).

Ein dichter, etwas fülligerer Chardonnay, mehr Struktur, Extrakt und Länge, aber auch etwas Rauchnoten und Räucherspeck vom Holzfass-Ausbau.

Unser drittes Pärchen waren zwei Grauburgunder, die zeigten wie unterschiedlich die Weine der gleichen Rebsorte durch unterschiedliche Herkunft und Ausbauart sein können.  Beide waren mit einem Ertrag von 40 – 50 hl/ha geerntet worden. der

  1. 2016  Grauburgunder Qualitätswein vom Weingut Hellershof Zilliken aus Nittel an der Obermosel steht wie der Rote Elbling wieder auf Muschelkalk

Ein klarer, zarterer, fruchtbetonter, recht eleganter, leicht mineralischer Grauburgunder mit feiner Säure und mehr Kohlensäure abgefüllt. Im Abgang ist er dann leichter.

  1. Der 2015 Britzinger Sonnhole, „Exclusiv“ Grauburgunder der Winzergenossenschaft Britzingen steht dagegen auf Lößlehm und gehört zur „Exklusiv-Serie“, die 1992 eingeführt wurde, um einen deutlichen Unterschied zum damals breiten, Honig-süßen Ruländer zu zeigen. Es dürfen hier nur Trauben aus alten Anlagen (älter als 25 Jahre) verwendet werden und die Ernte muss manuell erfolgen.

Ein dichter, weicher, runder, weicher Grauburgunder, anfangs etwas zurückhaltende Frucht, dann aber kommt schnell eine würzige Note, die bis zum Abgang bleibt. Insgesamt ein weicher, runder, etwas barocker Wein, der aber trotzdem noch eine frische Säure besitzt.

Als viertes Pärchen verkosteten wir zwei Spätburgunder, wieder mit etwas gleichem Ertrag von 45 -50 hl/ha, aber unterschiedlicher Herkunft und Ausbauart.

  1. Der 2014 Britzinger Rosenberg, Spätburgunder „St.Jacobus“ der Winzergenossenschaft Britzingen                 

wurde zu je einem Drittel in neuem und 1- bzw. 2-jährigen Barriques ausgebaut.

Durch das wärmere Klima hat er mehr Tannine und wurde deshalb mehr in gebrauchtem Holz ausgebaut. Sauberer, recht klarer, kräutrig-fruchtiger Spätburgunder mit feiner Säure, kaum Barrique-Tönen aber auch einem Hauch stumpferer Tannine

  1. Der 2016 Spätburgunder, „Edition Ponsart Nr.27“ der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr wurde nur in neuem Holz ausgebaut. Durch die Verwendung von lockerbeerigen Klonen, die dadurch auch viele kleinbeerigen Trauben haben, zeigt der Wein eine dunklere Farbe. Ein dichter und eleganter, gradliniger sehr kirsch-fruchtiger Spätburgunder mit weicherem Tannin und sehr dezentem Holzton.

Beide Weine gewinnen an der Luft. Beim Vergleich muss man aber auch berücksichtigen, dass der Britzinger Spätburgunder schon mehr Reife zeigt und aus dem schwierigen Jahr 2014 stammt, während der Ahr-Spätburgunder durch seine Jugend noch deutlich mehr Frucht besitzt und aus dem an der Ahr sehr guten Jahr 2016 stammt.

Beim letzten Pärchen konnten wir dann einen Merlot aus Britzingen mit einem Merlot-Cabernet Sauvignon-Cuvee aus Rheinhessen vergleichen.

  1. Der 2015 Hirschhof, „Platzhirsch“, Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon vom Weingut Hirschhof aus Westhofen                

Eine deutliche Beerenfrucht mit weichem, leichterem Tannin, und mehr Holz-Tönen. Der Cabernet Sauvignon-Einfluss ist deutlich erkennbar.

  1. Der 2013 Badenweiler Römerberg, Merlot „St.Paulus“ der Winzergenossenschaft Britzingen              

Dieser Merlot stammt aus einer reinen Kalk-Lage, die zu den wenigen Steillagen im Markgräfler Land gehört. Ein niedriger Ertrag von etwa 50 hl/ha und Handarbeit bei der Ernte haben zu diesem eigenständigen Merlot geführt.

Ein klarer, recht dichter, fruchtiger, leicht pfeffriger Wein, durch den Barrique-Ausbau zeigt er eine recht weiche Frucht, mit festem, noch etwas kantiges Tannin

Zum Abschluss gab es dann noch ein süßes Bonbon.  2015 war ein sehr gutes Jahr in Britzingen, denn von Ende August bis Mitte November herrschte warmes, trockenes Wetter und so konnten die Trauben zum optimalen Zeitpunkt geerntet werden. Diese Gelegenheit hat die Winzergenossenschaft genutzt, eine große Palette an edelsüßen Weinen zu erzeugen. Aufgrund der kleinen Mengen wurde diese Beerenauslese in 90-l Glasballons ausgebaut und bei 13-14°C bis Ende April vergören.

  1. Die 2015 Britzinger Sonnhole, Gewürztraminer Beerenauslese der Winzergenossenschaft Britzingen                 

Ein dichter, nicht fetter Gewürztraminer, mit dezenter, erkennbarer aber nicht überparfümierter Gewürztraminer-Frucht, Die Süße ist trotz des hohen Restzuckers durch die weiche, kräftige Säure gut eingebunden und wirkt nicht pappig

Damit waren wir am Ende unserer Probe angekommen. Herrn Florian Meier müssen wir dafür danken, dass er sich nach seiner Arbeit noch die Zeit genommen hat, uns diese Weine zu präsentieren. Es war eine Probe der „anderen Art“, da er nicht nur Weine aus dem eigenen Hauses vorgestellt hat, sondern geschickt einige Weine aus anderen Anbaugebieten, Rebsorten und mit verschiedenen Herstellarten als Kontrast dagegen gestellt hat. Und es ist ihm gelungen, zu zeigen wie unterschiedlich gute Weine sein können.

Verfasser: Dieter

2018_01_Weinprobe Britzingen Probenergebnis

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Weinprobe neue Appelationen im Roussillon am 14.12.2017

Erstellt von Dieter am 4. April 2018

Zum Abschluss des Probenjahres 2017 wurde es noch mal richtig warm, süß und Alkohol-lastig. Für die Leber also kein ausgesprochenes Vergnügen.
Die Assoziation vom südlichsten Frankreich und Wärme liegt mehr als nahe.

Eigentlich wundert man sich immer wieder, dass da Wein gedeihen kann. Wenig Regen, immer pralle Sonne, da können doch nur Rosinen wachsen . Weinanbau bei diesen Erträgen kann doch keinen Lebensunterhalt finanzieren.
Die bewirtschaften Anbauflächen zeigen dies auch. Waren es 1882 noch 76.000 ha Anbaufläche, sinkt diese Zahl seit 1935 kontinuierlich auf 22.151 ha. Die Kurve des Sinkflugs wird aber flacher.

Nach Languedoc also jetzt das Roussillon rund um die bekannte Stadt Perpignan. Einige Weinbrüder schnalzen schon im Vorfeld mit der Zunge. Schick, da ist ja Banjuls dabei. Diese Weine stehen für süß und Alkohol-lastig. Der Chronist muss hier direkt mitteilen, das ist nicht seine Welt. Voreingenommenheit nicht ausgeschlossen.
Und zu guter Letzt hat sich der Referent, unser Weinbruderschaftsmeister Dieter Ockelmann, auch noch die Freiheit herausgenommen, 15 statt der üblichen 12 Weine vorzustellen.
Vergnügen schmeckt aus Sicht des Chronisten anders. Und das vor Weihnachten.

Die Weinproduktion im Roussillon betrug 2015 auf einer Fläche von 22.151 ha etwa   850.000 hl und teilte sich in 4 Kategorien auf:
– Die trockenen AOP Weine, Durchschnittsertrag 2015: 36,4 hl/ha
– Die süßen AOP Weine (Doux Naturels), Durchschnittsertrag 2015: 21,1 hl/ha
– Die IGP Weine, Durchschnittsertrag 2015: 51,2 hl/ha
– Die Tafelweine (ohne indication géographique), Durchschnittsertrag 2015: 128 hl/ha
Auf die gesamte Fläche gesehen, liegt der Ertrag ja schon unter 40 hl / ha. Da kann man das Preisniveau der Weine schon ahnen.

Die AOC / AOP der trockenen Weine untergliedern sich in
–  Collioure (blanc, rosé, rouge) 410 ha à 18.040 hl, davon 53% Rot, 29% Rosé, 18% Weiß
–  Maury sec (rouge) 250 ha à  7.500 hl zu 100% Rotwein
–  Côtes du Roussillon (rouge) mit 5 Unterappellationen
–  Côtes du Roussillon Villages Caramany
–  Côtes du Roussillon Villages Latour de France
–  Côtes du Roussillon Villages Lesquerde
–  Côtes du Roussillon Villages Tautaval
–  Côtes du Roussillon Villages Les Apres

Seit 1977 gibt es die AOP Côtes du Roussillon mit 4.566 ha Fläche, die einen Ertrag von 147.135 hl liefert. (54% Rot-, 40% Rosé- und 6% Weißwein).
Die AOP Côtes du Roussillon Villages ist ebenfalls seit 1977 eigene Appellation und produziert auf einer Fläche von 1.751 ha gut 42.298 hl, ausschließlich Rotwein.

Die VDP / IGP der trockenen Weine untergliedert sich in
–  Côtes Catalanes (blanc, rosé, rouge)
–  Côte Vermeille (blanc, rosé, rouge) oder die allgemeine IGP d’Oc (blanc, rosé, rouge)
Die IGP Côtes Catalanes gibt es seit 2011. Auf einer Fläche von 3.756 ha werden 141.276 hl Wein (blanc, rosé, rouge) gekeltert.

Die AOC / AOP der süßen Weine untergliedern sich in
–  Riversaltes (Ambré, Grenat, Tuilé, Rosé, Hors d’Age, Rancio)
–  Maury (Blanc, Ambré, Grenat, Tuilé, Hors d’Age, Rancio)
–  Banyuls (Blanc, Rosé, Rimage, Ambré, Tuilé, Hors d’Age, Rancio)
–  Banyuls Grand Cru
–  Muscat de Rivesaltes

Damit genug des Vorgeplänkels der örtlichen Erkundung.
Nach den Ohren gab es jetzt was auf die Zunge bzw. den Gaumen.

  1. Der erste Wein des Abends, der „Fine Fleur“ aus dem Jahre 2014 von der Domaine La Toupie (14,5%), gehört zum AOP Côtes du Roussillon, war weiß. Das Weingut wurde 2012 in Pia gegründet und baut auf 10 ha Wein an. Der Wein besteht aus einem Cuvée der Sorten Grenache gris (49%), Grenache blanc (25%) sowie Macabeu (25%) und Carignan blanc (1%) . Leicht grünliche Reflexe schimmerten im Glas. Die Nase war zurückhaltend. Im Mund erzeugte er ein warmes Gefühl. Es bleib jedoch nichts Nachhaltiges bis auf leichte Bittertöne zurück.
  2. Der erste Rotwein (14,5%) des Abends, der „Bastide Miraflor“ aus dem Jahre 2013 (IGP Côtes Catalanes) wurde vom Weingut Domaine Lafage produziert.
    Das Weingut hat 1996 in Perpignan begonnen und baut auf 138 von 200 ha Fläche Wein an. Seit 2011 ist es ein IGP Weingut. Der Wein ist eine Cuvée aus den Sorten Syrah und Grenache. Er präsentiert sich mit einem tiefen Rot und einer klassischen Grenache Nase im Glas. Eingekochte Früchte sind auszumachen. Marmeladig im Mund mit einem feinen Früchtespiel. Leichte Bittertöne stören nicht.
  3. Dieser Wein stammt ebenfalls von dem in Pia ansässigen Domaine la Toupie. Er kommt diesmal aus der AOP Côtes du Roussillon Villages. Das 2014er Cuvee aus Grenache (50%), Syrah (20%), Carignan (15%) und Mourvedre (15%) bl eib bei 14,5% Alkohol stehen. Das tiefe Rot im Glas strömt mit Luft sehr würzig heraus und macht Lust auf den ersten Schluck. Im Mund ist eine feste Tanninstruktur zu erleben. Der Wein wirkt trotz des Alkoholgehalts filigran und hat Spiel. Der Abgang ist kurz. Das Preis- / Leistungs­­verhältnis überzeugt.
  4. Hechler & Bannier haben diesen Wein in der Umgebung von Perpignan im AOP Côtes du Roussillon Villages vergoren. Der Negociant von der Rhone gründet das Handelshaus 2002. Für das Cuvee aus 60% Grenache, 15% Mourvèdre und Syrah sowie 10 % Carignan kaufte der Händler die Trauben aus der AOP zusammen. Die B-Probe des Weins hatte Kork. Diese Meinung teilten nicht alle Anwesenden, aber die beiden Flaschen wiesen signifikante Unterschiede auf. Im Glas präsentierte sich der Wein sehr dunkel. Neben reifen Tönen war aber nicht viel da. Auch im Mund überzeugte er nicht.
  5. Der nächste Wein war ebenfalls sehr dunkel eingefärbt. In der Nase waren süßliche, marmeladige Noten mit Würze bemerkbar. Das 2015er Cuvee aus 34% Grenache, 33% Mourvèdre und 33% Syrah, AOP Côtes du Roussillon, wird vom Weingut Domaine Mas Cremat in Espira de l‘Agly produziert. 1990 gegründet, bewirtschaftet es gut 30 ha Fläche auf vorwiegend schwarzem Schiefer.  Im Mund überzeugt der Wein mit einer Schärfe aus Säure und Tannin. Trotz der eingekochten Früchte  und dem hohen Alkoholgehalt wirkt er elegant und hat Spiel.
  6. Ebenfalls aus 2015 stammt der „Occultum Lapidem“ des Weinguts Domaine Bila Haut aus Banyuls sur Mer, AOP Côtes du Roussillon Villages. Das Cuvee aus Grenache (40%), Syrah (50%), Carignan (10%) produzierte bei der Vergärung 15,5 % Alkohol. Angebaut wurden die Trauben auf 63 ha schwarzem und braunem Schiefer. Der tiefrote Wein wirkt im Glas kühl. Die Nase ist jedoch animierend durch eine intensive Würze. Im Mund ist die Kirsche schmeckbar, die Tannine deutlich spürbar. Er wirkt ein wenig  eindimensional, aber hat einen langen Abgang.
  7. Wieder dürfen wir einen 2010er probieren. Der „Saint Bart Vieilles Vignes“ wurde vom Weingut Clot de L’Oum vinifiziert. Das Cuvée aus Grenache, Syrah und Carignan erzeugt ein dichtes, dunkles Rot im Glas. Die klassische Cuvéenase wirkt ein wenig süßlich.  Reife Johannisbeere ist erkennbar. Im Mund wirkt er marmeladig und wirkt breit. Er zerfließt am Ende. Für ihn spricht jedoch die reife Note. Und dies alles bei 12.5% Alkohol, was sehr positiv bewertet wurde.
  8. Weiter geht es mit einem 2015er Rotwein aus dem nordwestlichen AOP Maury sec der Winzergenossenschaft  Les Vignerons de Maury.  Der „Tradition“  aus Grenache (80%) und Carignan (20%) wird auf  ca. 400 ha Fläche angebaut. Der Boden besteht überwiegend aus Schiefer. Die Nase ist zurückhaltend. Im Mund wirkt er kühl. Leichte beerige Frucht im Mund, aber sonst nichts. Fällt in die Klasse tut nicht weh.
  9. Der 2015er „Initial“, ebenfalls aus dem nordwestlichen AOP Maury sec , wird von der Domaine Mas Amiel erzeugt. 1999 wurde das Weingut gekauft.  Auf 170 ha Schieferboden angebaut, präsentiert sich die Mischung aus Grenache, Syrah und Carignan mit einer sehr würzigen, neugierig machenden Nase.  Im Mund sehr harmonisch und rund. Die feste Tanninstruktur und das schöne Frucht- / Säurespiel rufen nach dem zweiten Schluck. Die Süße aus 15% Alkohol schaden dem Gesamteindruck nicht.
  10. Immer noch im Jahr 2015. Der „Trigone rouge“ vom Weingut Domaine Le Soula wurde als Tafelwein im Gebiet der Côtes Fenouilledes erzeugt.  Er besteht aus 55% Syrah, 40% Carignan und 5% Grenache.  In der Probe mit dem Wein 7 das alkoholische Leichtgewicht mit 12% Alkohol. Der Wein wird auf 22 ha Granitboden, westlich von Maury, am Ende des Tals in 350 – 00 m Höhe von Gerard Gauby ausgebaut.  Das sehr dunkle Rot wirkt in Nase und Mund kühl. Der Syrah dominiert in der Nase.  Rauchige Note sind spürbar. Im Mund ist Pflaume schmeckbar. Der Wein ist adstringierend mit einer festen Tanninstruktur.  Wurde mit am höchsten bewertet.
  11. Der letzte trockene Wein stammt aus dem Jahr 2013. Der „Terre des Schistes“ wird im AOP Collioure vom Weingut Domaine de Mas Blanc produziert. Das Weingut ist seit 1639 im Familienbesitz. Die 25 ha Fläche liegen ganz tief südlich bei Banyuls. Das Cuvee mit 13% Alkohol aus 80% Grenache und je 10% Mourvédre und Syrah ist in der Nase zurück­haltend. Das sehr dunkle Rot wirkt im Mund weich und rund, harmonisch. Aber sonst leider wenig Spiel und Fülle.

Die letzten Weine hat der Chronist lediglich gerochen, nicht probiert. Der hohe Alkoholgehalt scheidet die Geister. Die Bepunktung spiegelt dann auch die subjektiven Geschmäcker wieder, er schmeckt oder eben nicht. Die Weine seien der Vollständigkeit halber aufgelistet.

  1. 2003 Banyuls Rimage von der Domaine Mas Blanc, 17% Alkohol, 95% Grenache, 5% Mourvédre. Wurde reduktiv ausgebaut.
  2. 1993 Rivesaltes „Ambre Vieux“ von der Genossenschaft Dom Brial aus Baixas, AOP Rivesaltes, 18% Alkohol. Grenache noir und Muscat. Rötliche, helle Farbe im Glas. Oxidativ, schöne Säurestruktur.
  3. Maury „Cuvee speciale, 10 Ans d’Age“ der Domaine Mas Amiel aus Maury, AOP Maury doux, 16% Alkohol, 90% Grenache noir, 5% Macabeu, 5% Carignan. Wurde oxidativ ausgebaut.
  4. 1996 AOP Banyuls Grand Cru „Mas de La Serra“ demi sec des Cellier des Templiers aus Banyuls, AOP Banyuls Grand Cru, 17% Alkohol. 75% Grenache noir, 25% Grenache gris.

Ein anstrengender Abend mit einer sehr weit gespreizten Vielfalt von Weinen. Wichtig, diese Wein mal im Glas zu haben und zu probieren. An den Referenten nochmals einen herzlichen für die Auswahl und Zusammenstellung der Wein.

Verfasser: Uwe

2017_12_Weinprobe neue Appellationen im Roussillon Probenergebnis

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Weinprobe Neue Appellationen im Languedoc am 16.11.2017

Erstellt von Dieter am 11. Januar 2018

Mit dem zweiten Teil unserer Südfrankreich-Proben sind wir im Languedoc angelangt. Die Region Languedoc-Roussillon ist mit  280.000 ha Frankreichs größte Weinbauregion ist. Hier wurden sehr lange einfache Massenweine hergestellt, vor allem aus der Sorte Aramon, die sehr ertragreich ist, aber nur einfache Weine liefert. Seit 1955 war diese Rebsorte nicht mehr als Qualitäts-Sorte anerkannt und durfte nicht mehr für AOC-Weine verwendet werden.  Durch die Ausrichtung auf Massenweine waren die Qualitätsanforderungen im Languedoc deutlich geringer als an der Rhone. Nachdem der Aramon  weitgehend gerodet wurde und auch der Anteil an Carignan zurückgefahren wurde, konnte 1960 die Coteaux du Languedoc als VDQS (Vin Délimité de Qualité Supérieure, deutsch: „Weine höherer Qualität aus begrenztem Anbaugebiet“) anerkannt werden. Fünfzehn Jahre später wurde das Gebiet eine eigene Regional-Appellation. Später wurden dann weitere Unterappellationen eingeführt, von denen wiederum einige in den letzten Jahren zu eigenen Appellationen aufgestiegen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1945-1960:   Anerkennung zahlreicher VDQS im Languedoc (Faugères, Saint-Chinian, Pic Saint Loup usw.).

1960 :             Anerkennung der Coteaux du Languedoc als VDQS.

1985 :             Die Coteaux du Languedoc wird zu einer eigenen regionalen Appellation (AOC).

1988 :             Die Möglichkeit der Weißweinproduktion wird für die gesamte AOC anerkannt.

2003-2005 :  In der AOC Languedoc werden verschiedenen Unterappellationen eingeführt (AOC Languedoc-Grés de Montpellier, AOC Languedoc-Pézenas, AOC Languedoc St.Drezery…)

2007:              Die Coteaux du Languedoc wird erweitert und in AOC Languedoc umbenannt.

2011 :             Der AOC Languedoc Bereich wächst um 40 Gemeinden.

2011-2014:   Die Unterappellationen der AOC Languedoc Pic Saint Loup, La Clape und Terrasses du Larzac werden zu eigenen Appellationen.

Die Appellationen Im Languedoc:

Die Appellationen die fett gedruckt sind, sind mit Weinen in der Probe vertreten.

Languedoc-Cabrières Cabardès
Languedoc-Grés de Montpellier Clairette du Languedoc
Languedoc-La Méjanelle Corbières
Languedoc-Montpeyroux Corbières-Boutenac
Languedoc-Pézenas Faugères
Pic Saint Loup Fitou
Languedoc-Quatourze Limoux blanc
Languedoc-Saint Drézéry Limoux rouge
Languedoc-Saint-Christol Minervois
Languedoc-Saint-Georges-d’Orques Minervois-La Livinière
Languedoc-Saint-Saturnin Picpoul de Pinet
Languedoc-Sommières Saint-Chinian
La Clape Saint-Chinian Berlou
Terrasses du Larzac Saint-Chinian Roquebrun

Neben den trockenen Weine existieren noch 4 Appellationen für Süßweine:

Muscat de Lunel Muscat de Mireval
Muscat de Frontignan Muscat de Saint-Jean-de-Minervois

Die AOP (Appellation d’Origine Protégée) ist seit 1992 die Schutzbezeichnung, die die nationale Bezeichnung AOC (Appellation d’Origine Controlée) in Frankreich abgelöst hat. Vor 2002 als AOC klassifizierte Regionen dürfen aber ihre alte Bezeichnung weiter führen.

Nun zu den verkosteten Weinen:

1.        2013  Domaine Clavel, „Copa Santa“, AOP  Languedoc, (La Méjanelle)
Undurchdringliches Purpur, in der Nase knackige kühle schwarze Frucht, Pfeffer, etwas Ätherik, im Mund kernig, knackige Säure, Bestätigung der Nase, viel Struktur die den Alkohol gut puffert, im Moment noch etwas anstrengend und rustikal, braucht Zeit.

2.        2014  Chateau Puech-Haut, rouge, „Prestige“,  AOP Languedoc-St.Drezery
Dichtes, dunkles Purpur, sehr warme, etwas bananige und gekochte Frucht, Räucherspeck, Lakritze, Kaffee, im Mund süßliche, karamellige Frucht, weich, niedere Säure, viel Alkohol, etwas satt machend.

3.        2010  Mas du Soleilla, „Message personnel“,  AOP La Clape
Dichtes Rubin mit reifenden Rand, Nase nach Zedernholz, Feigen, Lakritze, Röstaromen, im Mund kraftvoll, rund schöne Säure, hat trotz des hohen Alkohols guten Trinkfluss.

4.        2015  Domaine La Grange, „Edition Castalides“, AOP Languedoc-Pezenas
Dichtes Purpur, schwarze Frucht, Teer etwas Pfeffer in der Nase, im Mund gute Straffheit, spürbares Tannin, geradlinig, noch etwas rau.

5.        2013  Mas Cal Demoura, „L’Infidele“,  AOP Terrasses de Larzac
Reifes, dichtes Rubin mit bräunlichem Rand, sämige, rauchige Frucht, etwas Garrigue, weißer Pfeffer, im Mund schöne Mineralität, spürbares Tannin, erstaunlich hohe Säure, wirkt leichter, straffer als die anderen Weine, viel Trinkigkeit trotz des hohen Alkohols.

6.        2010  Pas de L’Escalette, „Pas de D“,  AOP Terrasses de Larzac
Mittleres Rubin mit reifem Rand, etwas stechende, chemische Nase, Brettanomyces, wenig Frucht, Gewürze in der Nase, im Ansatz zunächst flach wirkend, dann kommt raues, eckiges Tannin, etwas widersprüchlicher Wein mit wenig Harmonie.

7.        2010  Mas Foulaquier,“Petit Duc“.  AOP Pic St.Loup
Helles, reifes Braunrot, etwas balsamische, pflaumige Nase, Zimt, Gewürze Räucherspeck, man denkt an Chateauneuf-du-Pape, im Mund rund, kraftvoll, hat Struktur und Fülle ohne mastig zu sein, gut gereift, harmonisch.

8.        2013  Domaine Les Grandes Costes, „Les Grandes Costes“,  AOP Pic St.Loup
Dunkles, reifendes Rubin mit bräunlichem Rand, schwarze Frucht, Teer, Lakritze, Kaffee, im Mund knackig, kernig, die Struktur lässt den hohen Alkohol unaufdringlich erscheinen, rund und ausgewogen.

9.        2014  Chateau Mansenoble, „Réserve du Chateau Mansenoble“, AOP Corbières
Reifendes, dichtes Rubin, pfeffrige, kirschige Nase, etwas mostige Frucht, Lorbeer, im Mund rund, weiches Tannin, gute Säure, durchaus harmonisch und trinkig, aber nicht viel Tiefgang.

10.      2013  Les Fusionels, „In Tempus“,  AOP Faugères
Reifendes, mittleres Rubin, Nase nach Räucherspeck, Pflaume, Teer, Pfeffer, Kräuter, schiefrig, verbrannt, im Mund viel Fülle, reichlich Alkohol, Bestätigung der Nase, rund, gut eingebundenes Tannin.

11.      2014  Domaine St.Antonin, „Magnoux“,  AOP Faugères
Jugendliches, dichtes Rubin, pfeffrige, rauchige Frucht, etwas Ätherik, im Mund, etwas raues Tannin, unruhig, leicht hohl trotz viel Kraft und Fülle, wenig Länge.

12.      2013  Domaine Bertrand Berge,  AOP Fitou
Undurchdringliches Schwarzrot, in die Nase kommt im ersten Moment ein mostiger Apfelton, später etwas Sauerkirsche, Röstaromen, Pfeffer, im Mund straffes Tannin, gute Säure, Alkohol gut gepuffert, anständig, aber die Aromatik in der Nase ist sehr ungewöhnlich.

13.      1998  Chateau Gres St.Paul,  AOP  Muscat de Lunel        
Reifes Goldgelb, in der Nase getrocknete Aprikosen, etwas Orangenblüten, Rosinen, Nüsse, Karamell, im Mund vor allen Süße und Schwere, niedere Säure, viel Alkohol, wenig Spiel und Finesse, schöne Nase, fällt im Mund aber ab.

Seitdem die Produktion  von billigen Massenweine in der Ebene weitgehend eingestellt worden ist und qualitätsorientiert Winzer das Potential alter Rebbestände in den Hanglagen nutzen, ist die Weinqualität deutlich gestiegen. Auch das Bestreben, mehr elegantere Weinen zu produzieren gehört dazu. Seit unserer letzten Verkostung vor 12 Jahren hat sich vieles positiv verändert.

Kurze Informationen zu den Winzern:

Domaine Pierre Clavel, AOP Languedoc( La Méjanelle )
Pierre Clavel, Assas   20 ha Rebfläche

Chateau Puech-Haut, AOP Languedoc-Saint Drézéry
Gérard Bru, St.Drezery,  ca. 100 ha Rebfläche

Mas du Soleilla, AOP La Clape
Peter Wildbolz, Narbonne, 22 ha Rebfläche

Domaine La Grange, AOP Languedoc-Pézenas
Rolf & Renate Freund, Gabian,  32 ha Rebfläche

Mas Cal Demoura, AOP Pic Saint Loup
Isabelle und Vincent Goumard, Jonquieres,  14 h Rebfläche

Domaine Pas de L’Escalette, AOP Pic Saint Loup
Julien Zernott und Delphine Rousseau, Poujols,  10 ha Rebfläche

Mas Foulaquier, AOP Terrasses du Larzac
Pierre Jequier, Claret,  15 ha Rebfläche

Domaine Les Grandes Costes, AOP Terrasses du Larzac
Jean-Christophe Granier, Vacquieres,  12 ha Rebfläche

Chateau Mansenoble, AOP Corbières
Guido & Marie-Annick Jansegers-De Witte, Moux,  36 ha Rebfläche

Domaine Les Fusionels,  AOP Faugères
Arielle und Jem Harris, Cabrerolles,  9 ha Rebfläche

Domaine St.Antonin,  AOP Faugères
Frédéric Albaret, Cabrerolles, La Liquiere, 26 ha Rebfläche

Domaine Bertrand Berge,  AOP Fitou
Jerome Bertand, Paziols, 33 ha Rebfläche

Chateau Gres St.Paul, AOP Muscat de Lunel
Jean-Philippe Servière, Lunel, 24 ha Rebfläche

Verfasser Allgemeiner Text: Dieter, Weinbeschreibungen: Bernd

2017_11_Neue Appellationen im Languedoc Probenergebnis

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Weinprobe neue Appellationen an der Rhone am 19.10.2017

Erstellt von Dieter am 11. Januar 2018

Nach den fränkischen Weinen standen für den Rest des Jahres die Proben mit südfranzösischen Weinen an. Unsere Probenserie begann mit der Süd-Rhône, der in Deutschland vielleicht bekanntesten Weinbauzone Südfrankreichs. Hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel an der Qualität verbessert. Viele unbekannte Gebiete wurden in die Appellation Côtes du Rhône Villages aufgenommen und viele aus der Appellation Côtes du Rhône Villages wurden zu eigenen Appellationen (Crus) aufgewertet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Daneben stehen die Regional-Appellationen in den Randgebieten um
die Côtes du Rhône wie z.B. Côtes du Ventoux, Côtes de Luberon

Seit 1936 gibt es eine regionale Appellation, die Côtes du Rhône, für das Gebiet im Tal, das inzwischen 171 Gemeinden umfasst. Im Osten schließen sich die Côtes du Ventoux an den Hängen um den Mt. Ventoux und südlich davon die Côtes de Luberon an den Hängen des Luberon-Massivs an. Im Kernbereich der Côtes du Rhône sind aufgrund höherer Qualitätsanforderungen 95 Orte in den Bereich der Côtes du Rhône Villages aufgenommen worden und von ihnen dürfen 17 zusätzlich noch ihren Ortsnamen anhängen. Neu aufgenommen in diese Gruppe wurde 2004 Plan de Dieu, (Wein Nr. 4), 2005 Sinargues (Wein Nr. 5). Seguret (Wein Nr. 6) ist seit 1967 unter den Villages-Weinen und steht vor dem Aufstieg der Weine mit eigener Appellation.

Die älteste Appellation („Cru“) seit 1935 ist Chateauneuf du Pape, dann folgten 1971 Gigondas (Wein Nr. 12) und 1990 Vacqueras (Wein Nr. 11). Nach 2000 wurde weiteren Côtes du Rhône Village Weinen der Status eines eigenen Crus für trockene Weine zuerkannt: 2005 Beaume de Venise, 2006 Vinsobres (Wein Nr. 7) und 2010 Rasteau (Wein Nr. 9, 10) und 2016 Cairanne (Wein Nr. 8).

Neben den Appellationen für trockene Weine gibt es noch je eine Appellation für Süßweine: seit 1944 Rasteau für süße Grenache-Wein und seit 1945 Beaume de Venise (Wein Nr. 13,14) für süße Muskat-Weine.

Eine sehr gute interaktive Übersicht der Rhône Weine gibt es unter http://www.Rhône-weine.com/de/appellation .

Unsere Probe startete mit je einem Wein der beiden östlichen Randbereichen und führte dann über Côtes du Rhône- und Côtes du Rhône Village-Weine zu den Orts-Appellationen:

1.        2015  Chateau La Canorgue,   AOP Côtes de Luberon
Jugendliches Purpur, in der Nase satte Frucht, Pfeffer, Gewürze, im Mund ganz trocken, pfeffrig, nicht zu fett, gute Struktur, Harmonie und Länge

2.        2015  Domaine de Fondrèche, „Cuvé e Persia“,  AOP Côtes du Ventoux,
Dunkles Purpur, saftige Frucht, viel süßliche Eichenholzwürze in Nase und Mund, straffes Tannin, viel Alkohol, etwas satt machend.

3.        2014  Domaine de Réméjeanne, „Les Chèvrefeuilles”,  AOP Côtes du Rhône
Jugendliches Rubin, sehr pfeffrig in Nase und Mund, leicht grün und unreif, wenig Kraft, wirkt etwas verwässert, eckig und rau, nicht viel Länge

4.        2014  Domaine Rose Dieu,   AOP Côtes du Rhône Villages Plan de Dieu
Mittleres Purpur etwas bananig in der Nase, auch Vanille, im Mund mehr Fülle als Wein Nr. 3, spürbar Tannin, etwas unruhig und rau.

5.        2014  Chapoutier, „Les Pentues“,  AOP Côtes du Rhône Villages  Sinargues
Reifes Rubin, kühle Frucht, Gewürze und Herbstlaub in der Nase, im Mund samtig, schöne Balance, burgundische Art, harmonisch, guter Trinkfluss.

6.        2015  Domaine de Creve Coeur,  AOP Côtes du Rhône Villages Séguret
Dunkles Purpur, in der Nase satte Feigenfrucht, blumig, etwas Pfeffer, im Mund noch super-raues Tannin, wuchtig, viel Alkohol, derzeit wenig Charme, muss reifen.

7.        2015  Domaine Stephane Usseglio, Vinsobres, „Vieilles Vignes“, AOP Vinsobres
Mittleres Purpur, gekochte Frucht in Nase und Mund, rund, weich, mollig, viel Alkohol, wenig Struktur und Spiel.

8.        2010  Domaine des Escaravailles, „Le Ventabren“,  AOP Côtes du Rhône Villages  Cairanne
Reifendes, dichtes Rubin, leicht balsamische Nase, pfeffrige Frucht, im Mund war die A-Flasche leicht prickelnd, als hätte der Wein nachgegoren (B-Flasche einwandfrei), gute Struktur, rund aber kernig, viel Alkohol.

9.        2012  Domaine Bressy Masson, „Paul Emile“,   AOP Rasteau
Reifendes, dichtes Purpur, komplexe Nase nach Feigen, Gewürzen, Gestein, weißer Pfeffer, im Mund schöne Frucht, etwa Pfeffer, viel Alkohol aber gut ausbalanciert.

10.      2011  Domaine les Aphillanthes, „1921“,  AOP Rasteau  
Reifendes, dichtes Rubin, Nase nach gekochten Früchten, Rumtopf, Herbstwald, im Mund sehr schwer, alkoholisch, mastig.

11.      2014  Domaine La Bouissière,  AOP Vacqueras
Reifendes, dichtes Rubin, pfeffrige Frucht in Nase und Mund, würzig, kernig auf der Zunge, gute Struktur, später auch Lavendelnoten.

12.      2013  Domaine Santa Duc, „Aux Lieux Dits“,  AOP Gigondas
Reifendes, dichtes Rubin, Nase nach Räucherspeck, Röstaromen, grüner Pfeffer, durchaus komplex, im Mund straff, kernig, würzig, noch rau, braucht Zeit.

Zum Abschluss folgten dann noch zwei Süßweine:

13.      2003  Beaume de Venise, „Carte d’Or“,  AOP Beaume de Venise doux
Leicht roséfarbener Bernstein, Nase nach Orangenblüten, Karamell, Apfel, Nüsse, Rosenwasser, im Mund vor allen Süße und Alkohol, wenig Spiel und Finesse

14.      1998  Beaume de Venise, „Carte d’Or“,  AOP Beaume de Venise doux
Dunkles Bernstein, Nase schon etwas gezehrt nach Karamell und Röstnoten, im Mund sehr süß, alkoholisch, satt machend.

Auch in Zukunft werden weitere Gebiete ihre Qualitätsanforderung zu erhöhen, um in der Qualitätspyramide weiter nach oben zu steigen. Vielleicht können wir in 5 Jahren diese Erfolge erneut in einer Probe feststellen.

Angaben zu den Winzern der verkosteten Weine

 Chateau La Canorgue,  „Côtes de Luberon“,
40 ha,  biologisch

Domaine de Fondreche,  „Côtes du Ventoux“,
40 ha, biologisch

Domaine de Réméjeanne, „Côtes du Rhône“,
38 ha,

Domaine Rose Dieu, „Côtes du Rhône Villages, Plan de Dieu“,
2,5 ha, Produktion seit 2002

Maison M.Chapoutier, „Côtes du Rhône Villages, Sinargues“,
350 ha über den ganzen Rhône Bereich und etwas im Roussillon, biodynamisch

Domaine de Crève Coeur, “Côtes Du Rhône Villages Seguret”,
6 ha, biodynamisch

Domaine Stephane Usseglio, (Raymond Usseglio), “Vinsobres”,
16 ha Chateauneuf du Pape, 5 ha Côtes du Rhône, 3 ha IGP,  biodynamisch

Domaine des Escaravailles, “Cairanne”,
65 ha, 7 ha Cairanne

Domaine Bressy Masson, “Rasteau”,
30 ha

Domaine les Aphillanthes, “Rasteau”,
37 ha, biodynamisch

Domaine La Bouissiere, „Vacqueras“,
16,6 ha, 9 ha Gigondas, 5 ha Beaumes de Venise, 2.6 ha Vacqueyras

Domaine Santa Duc, „Gigondas“,
26 ha, 12 ha Gigondas,

Cave de Beaume de Venise,
Die Cave de Beaume de Venise fusionierte 2014 mit der Cave de Vacqueras unter dem neuen Namen „Balma Vinitia“, 156 Mitglieder, 2/3 der Süßweinproduktion von Beaume de Venise

Weiterführende Informationen:

Zum Weinbaugebiet Rhône:                     http://www.Rhône-weine.com/de/
Informationen zu Rhône Winzern:            http://www.chateauneuf.dk/

Verfasser Allgemeiner Text: Dieter, Weinbeschreibungen: Bernd

2017_10_Rhone Probenergebnis

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Weinprobe Silvaner aus Randersacker am 14.09.2017

Erstellt von Dieter am 10. Januar 2018

Der Silvaner ist vom Typ her eine Rebsorte, die zwar weniger Fruchtigkeit zeigt, aber hervorragend das Terroir widerspiegeln kann (Terroir als Zusammenspiel von Boden, Microklima, Rebsorte und Winzer).
Daher hat unser Weinbruder Wilfried Schmitz eine Probe mit Silvaner-Weinen aus Randersacker von 5 verschiedenen Winzern und aus zwei sehr guten Lagen zusammengestellt, um zu zeigen, welchen Einfluss neben der Lage auch der Winzer hat.

Nach zwei Blauen Silvanern, als „exotischem“ Auftakt haben wir dann Weine der folgenden Lagen verkostet:

Randersackerer Sonnenstuhl

Die Lage wurde bereits im Jahre 1240 urkundlich erwähnt. Sie schließt die früheren Lagen „Hohes Roth“, „Rückersell“ und „Paradies“ mit ein.
Die nach Westsüdwesten bis Südwesten ausgerichteten Weinberge in Form eines Kegels in einer Höhe von 190 bis 280 Meter über NN haben 10 bis 60% Hangneigung. Die Lage umfasst 59 Hektar Rebfläche. Im steilsten Teil bestehen die oberen Bodenschichten aus tonigem Lehm, im Hangbereich ist dieser Lehm auch mit humosem Sand vermischt.

Randersackerer Marsberg

Der Name leitet sich nicht vom Planeten, sondern vom Wort „morsch“ auf Grund des dominierenden Gesteinsschutts ab.
Die nach Südwesten, Süden und Südsüdosten ausgerichteten Weinberge in 180 bis 290 Meter Höhe über NN haben 20 bis 65% Hangneigung. Die Lage umfasst 37 Hektar Rebfläche und zieht sich relativ weit in das Quertal des Jakobbachs. Die Böden bestehen aus extrem steinigem Muschelkalk.

Randersackerer Pfülben

Die Lage wurde bereits im Jahre 1329 unter dem Namen „Pfulwen“ (althochdeutsche „Kissen“) erwähnt, weil die Lage wie ein breites, dickes Kissen aussieht.
Die nach Südsüdwesten bis Süden ausgerichteten Weinberge in 185 bis 270 Meter Höhe über NN fallen steil zum hin Main ab und haben 30 bis 70% Hangneigung. Die Lage umfasst 19 Hektar Rebfläche. Durch die direkte Nähe zu Flussufer profitiert die Lage von der Licht- und Wärmereflexion des Mains.
Die Böden bestehen aus tiefgründigem skelettreichem, verwittertem Muschelkalkmergel mit tonigem Feinboden.

Randersackerer Ewig Leben

Der Weinberg gegenüber des Randersackerer Lämmerbergs wird aus der Historie heraus als Einzellage Ewig Leben bezeichnet und liegt somit im Kernbereich der Großlage. Sie beginnt östlich vom Ort Randersacker und zieht sich in nordöstliche Richtung entlang des Gerbrunner Grundes.
Die Bodenverhältnisse sind sehr unterschiedlich, es gibt Abschnitte mit hohem Lehmgehalt und dann wieder Bereiche mit Muschelkalk.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun zu unseren verkosteten Weinen:

2015  Blauer Silvaner, Weingut Wilhelm Arnold, Randersacker
E
in würziger, etwas runder, aber fülliger und etwas Spur breiterer Blauer Silvaner

2015  Blauer Silvaner, „Vom Alten Berg, Klassiker“, Weingut Trockene Schmitts, Randersacker
Ein klarer, fruchtiger, etwas herber Blauer Silvaner, etwas kantig und sehr trocken. Der Wein hat eine dichte Struktur, aber dadurch, dass er „knochentrocken“ ausgebaut ist, war er vielen zu kantig.

Danach konnten wir sechs Silvaner aus der Lage Randersackerer Sonnenstuhl verkosten:

2015  Randersackerer Sonnenstuhl, „Consequent“, Weingut Trockene Schmitts, Randersacker
Ein fruchtiger Silvaner mit weicherer, etwas überreifer Frucht und leichter Adstringenz im Abgang

2015  Randersackerer Sonnenstuhl, Weingut Stefan Bardorf, Randersacker
Ebenfalls ein sauberer, recht dichter, aber etwas breiterer Silvaner

2015  Randersackerer Sonnenstuhl, „Erste Lage“, Weingut Wilhelm Arnold, Randersacker
Durch etwas mehr Restsüße wirkte dieser Silvaner fruchtiger, ja recht saftig.

2015  Randersackerer Sonnenstuhl, „Erste Lage“, Weingut Störrlein & Krenig, Randersacker
Ein klarer, dichter, gradliniger Silvaner, gut strukturiert und mit sehr präziser Frucht, im Abgang zarte Herbe.

2015  Randersackerer Sonnenstuhl, „Erste Lage“, Weingut Schmitt’s Kinder, Randersacker
Wieder ein recht dichter, reifer Silvaner mit einem zarten Honigton und mehr adstringierender Herbe.

2015 Randersackerer Sonnenstuhl, „Consequent, Alte Reben“, Weingut Trockene Schmitts, Randersacker
Der zweite Wein dieses Weingutes aus dieser Lage zeigte mehr Charakter und gefiel deshalb deutlich besser: klar, fruchtig und mit mehr Dichte und zarter Herbe.

2012 Silvaner, „Ewig Leben“, Weingut Stefan Bardorf, Randersacker
Hier ist nicht ganz klar, ob der Wein aus der Großlage «Ewig Leben» stammt oder aus der Einzellage „Ewig Leben“ die gegenüber des Randersackerer Lämmerbergs liegt.
Ein fruchtiger Silvaner, der altersbedingt weicher, runder, ja fast etwas glatt wirkt und schon leichte Reife zeigt.

Mit vier Weinen aus der Lage Randersackerer Marsberg wurde die Probe fortgesetzt:

2014  Randersackerer Marsberg, „Alte Reben“, Weingut Stefan Bardorf, Randersacker
Für einen 2014’er Silvaner war er sehr sauber und fruchtig und jahrgangsbedingt mit etwas zarterer Struktur. Trotz des Jahrgangs wirkte recht glatt und rund.

2015  Randersackerer Marsberg, „Alte Reben“, Weingut Stefan Bardorf, Randersacker
Ein Jahr jünger zeigte sich dieser Silvaner klar und fruchtig, aber er wirkte noch etwas kantig und verschlossen, sodass er niedriger bewertet wurde als der 2014’er.

2015  Randersackerer Marsberg, „Sylvaner“, Weingut Störrlein & Krenig, Randersacker
Dieser Silvaner wusste mit zarter, etwas neutralerer aber dichter Frucht und leichter Mineralik zu gefallen.

2015  Randersackerer Marsberg, „Erste Lage“, Weingut Schmitt’s Kinder, Randersacker
Eine weitere Steigerung war dieser Silvaner: klar, fruchtig und recht elegant und gekonnt spielte er die Vorteile eines guten Silvaners aus.

2009  Randersackerer Pfülben, „Großes Gewächs“, Weingut Schmitt’s Kinder, Randersacker
Dieses „Große Gewächs“ war eine Spende unseres Referenten und stellte den krönenden Abschluss unserer Probe dar.
Ein dichter, vielschichtiger Silvaner mit zart vollreifen Noten, der immer noch Frische hatte und keine Altersnoten zeigte.

Mit dieser Probe haben wir unser diesjähriges deutsches Thema «Franken» abgeschlossen.

Unserem Weinbruder Wilfried Schmitz bleibt nur noch zu danken für die verschiedenen Proben, die er dafür zusammengestellt hat. Wir hatten dadurch die Gelegenheit neben anderen fränkischen Rebsorten vor Allem die Silvaner Rebe als «Königin de Weißweine» kennen und schätzen zu lernen.

Einige Daten zu den Weingütern:

Weingut Wilhelm Arnold
Bruno & Diana Arnold, Randersacker

11 ha Rebfläche, 80.000 Flaschen/Jahr
40% Silvaner, 15% Müller Thurgau, 10% Riesling
2 Sterne im Vinum Weinführer 2018

Weingut Stefan Badorf
Stefan Badorf, Randersacker

3 ha Rebfläche, 21.000 Flaschen/Jahr
25% Silvaner 35% Riesling
2 Sterne im Vinum Weinführer 2018

Weingut Schmitts Kinder
Karl, Martin & Renate Schmitt, Randersacker

14 ha Rebfläche, 100.00 Flaschen/Jahr
34% Silvaner, 14% Riesling, 12% Müller Thurgau, 8 % Spätburgunder
3,5 Sterne im Vinum Weinführer 2018

Weingut Trockene Schmitts
Paul und Bruno Schmitt, Randersacker

16 ha Rebfläche, 115.000 Flaschen/Jahr
40% Silvaner, 20% Müller Thurgau, 10% Riesling
3 Sterne im Vinum Weinführer 2018

Weingut Störrlein & Krenig
Armin Störrlein, Martin Krenig, Randersacker

12,5 ha Rebfläche, 90.000 Flaschen/Jahr
40% Silvaner, 10% Riesling, 10% Weissburgunder, 20% rote Sorten
3 Sterne im Vinum Weinführer 2018

Verfasser: Dieter

2017_09 Silvaner Randersacker Probenergebnis

 

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Weinprobe Ausbauarten von Silvaner-Weinen mit dem Silvaner Forums am 10.08.2017

Erstellt von Dieter am 10. Januar 2018

Für diese Probe konnten wir zwei Vertreter des Silvaner-Forums begrüßen: Herrn Steinmann als Vorsitzenden und Herrn Menger als Leiter des Silvaner Wettbewerbs, beide hervorragende Kenner des Silvaners. Herr Menger ist hauptberuflich Berater für den Weinbau in Mittelfranken und kennt dadurch auch alle Winzer.

Nun zum Silvaner: Die Rebe stammt aus dem Donauraum und ist eine natürliche Kreuzung aus Traminer x Weißer Österreicher. Im 17. Jahrhundert scheint er durch Zisterzienser­mönchen nach Franken gelangt zu sein. Im Casteller Archiv ist urkundlich nachgewiesen, dass erste Silvaner Reben von Obereisenheim nach Castell gebracht und dort am 10. April 1659 gepflanzt wurden.
Von dort aus ist er unter dem Namen „Franke“ weiter nach Westen an der Rhein vorge­drungen.

Bis in die 1960er Jahre war der Silvaner in Deutschland mit mehr als 30 % Flächenanteil die meistangebaute Rebsorte. Dann wurde er von Neuzüchtungen, vor allem vom Müller-Thurgau vom ersten Platz verdrängt. Als Verschnittpartner, um sauren Riesling trinkbar zu machen, war er durch Ertragsbegrenzungen beim Riesling und durch den Klimawandel auch nicht mehr erforderlich. So ging sein Bestand kontinuierlich zurück. Eine Ausnahme machten Franken und Rheinhessen, denn hier bemühte man sich durch gezielte Quali­tätsverbesserung den Silvaner wieder zu fördern.

1998 wurde deshalb das Silvaner Forum als eine überregionale Initiative für den Silvaner gegründet. Unter anderem wird alle 2 Jahre ein Wettbewerb um den Internationalen Preis des Silvaner Forums ausgeschrieben. Dieser Wettbewerb wird in 5 Kategorien ausgeschrieben, um die verschiedenen Silvaner Typen besser darstellen zu können.

Kategorie Basic:                       leichte, frische Silvaner mit max. 12,5% vol. Gesamtalkohol

Kategorie Premium:                 hochwertige, kraftvolle Silvaner mit ausgeprägter Sortenstruktur, z.B. reduktiver Ausbau im Edelstahl
oder im großen  Holzfass

Kategorie Solitär:                     individuelle, herausfordernde Silvaner mit Reifepotenzial; solitär durch Ausbau im Barrique, durch
Maischegärung usw.

Kategorie Nobel:                      Edelsüße Silvaner-Dessertweine.

Kategorie Gereifte Silvaner: Weine, die 10 Jahre und älter sind.

Der Erfolg hat sich vor allem in Franken schon gezeigt, denn die bestockte Fläche ist wieder gestiegen und der Silvaner wird inzwischen als „autochthone Rebsorte“ Frankens angesehen. Viele Flächen wurden in letzter Zeit wieder mit Silvaner Reben neu bestockt. Die Klimaerwärmung hat auch ihren Teil dazu beigetragen, da der Silvaner  inzwischen auch an den kühleren Standorten reift wird, die früher nur mit Müller-Thurgau bestockt werden konnten.

Für Herrn Menger ist die Silvaner Rebe die „Königin der Weißweine“. Sie hat eine elastische Beerenhaut und ist dadurch gut an die Klimaveränderung angepasst. So kommt sie einerseits mit großer Hitze und andererseits auch mit deutlichen Niederschlägen gut zureht. Durch die feste, elastische Schale ist  allerdingsdie Saftausbeute schlechter als z.B. beim Riesling. Durch eine leichte Maischegärung kann die Saftausbeute wieder etwas verbessert werden, Gelichzeitig führt diese Maßnahmen dazu, das der Weine zarte, seidige Tannine bekommt, die die etwas verhaltenere Frucht und die weichere Säure beim Silvaner kompensieren.
Auch die Langlebigkeit wird dadurch erhöht, auch wenn immer noch einige Leute behauptet wird, dass der Silvaner jung getrunken werden muss.

Nun zu unserer Probe:

Da unsere beiden Referenten noch im Stau auf der Autobahn steckten haben wir zur Überbrückung einen fränkischen Sekt, den 2012  „Pinot Cuvee“, brut vom Weingut Glaser-Himmelstoß aus Nordheim verkostet.
Ein sauberer, zart herber Sekt aus Weissburgunder und Schwarzriesling mit einer  etwas breiteren, vollreifen Frucht und zarte Hefenoten.

Dann waren auch unsere Referenten eingetroffen. Als besondere Überraschung hatten sie vier Siegerweine des gerade beendeten Silvaner Cups 2017 mitgebracht.

Aus der Kategorie Basis-Weine war  das das 2016  Sommerhäuser Ölspiel vom Weingut Christoph Steinmann aus Sommerhausen.
Ein fruchtiger, gradliniger, zart herber Silvaner, harmonisch. sehr elegant und trotzdem dichte Struktur. Ein toller „Basiswein“, da macht das Trinken Spaß !

Aus der  Kategorie Premium-Weine der 2012  Eppelsheimer Felsen vom Weingut H.& B. Russbach aus Eppelsheim.
Ein dichter, voller, recht würziger, etwas fülliger und vollreifer Silvaner, der seine rheinhessische Heimat nicht verleugnen kann.

Aus der Kategorie Solitär-Weine der 2009  Frickenheimer Kapellenberg vom  Weingut Meintzinger aus Frickenhausen.
Ein dichter, voller Silvaner mit zarter Herbe und einer Spur Medizinton, aber gut gealtert.

Aus der zusätzlichen Kategorie International konnten wir den 2016  Eisacktaler Sylvaner, „Aristos“ von der  Eisacktaler Kellerei aus  Klausen (Südtirol) verkosten.
Ein dichter, Spur üppiger, voller Silvaner, der auch eine Spur alkoholischer wirkte. Sicher ein Ausdruck der Herkunft, denn das Eisacktal ist für Südtirol eines der kühlsten Anbaugebiete, aber doch wärmer als Franken oder Rheinhessen in Deutschland.

Dann folgten in zweiten Flight zwei Weine aus dem gleichen Most mit 99° Oechsle, aber mit unterschiedlichem Ausbau:

Der 2016  Thüngersheimer Scharlachberg, „Explore ! 1“  der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim. Bei diesem Wein war der Most klar filtriert und dann im Edelstahl mit  einer frankentypischen Reinzuchthefe vergoren worden. Anschließend erfolgte die Lagerung auf der Feinhefe bis März.
Hier hatten wir einen spritzigen, fruchtigen und harmonischen Silvaner vor uns.

Bei seinem Gegenstück, dem 2016  Thüngersheimer Scharlachberg, „Explore ! 2“ der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim war dagegen der Most nur grob filtriert worden und dann bei 18°C mit einer weniger fruchtbetonenden Hefe im Edelstahl vergoren worden. Danach erfolgte Battonage (Aufrühren der Hefe)  und ebenfalls Lagerung auf der Feinhefe bis Ende März.
Dieser Wein war dementsprechend etwas weniger fruchtig, aber dafür würziger, leicht cremig und zeigte mehr Fülle.

Im dritten Flight wurden dann zwei Silvaner von unterschiedliche Böden aber gleicher Ausbauart gegeneinander gestellt:

Der 2016  Iphöfer Kronsberg, 1.Lage  vom Juliusspital in Würzburg stammt vom Gipskeuper.
Ein klarer, zarter, eleganter, mineralischer Silvaner, der vom Gipskeuper etwas mehr Bitterton hatte.

Die Reben für den 2016  Würzburger Stein, 1.Lage, ebenfalls vom  Juliusspital in Würzburg, stehen dagegen auf Muschelkalk.
Auch dieser Wein ein klarer, dichter, voller Silvaner, der vielleicht von der wärmeren Muschelkalkböden etwas mehr Reife und Fülle zeigte.

Beide Weine waren eindeutige Vertreter für die Quaälität der 1.Lage.

Der Silvaner ist relativ mutationsanfällig, so dass ähnlich zu den Burgundern farblich unterschiedliche Varianten enstanden sind. Im Unterschied zum Grünen Silvaner, der „offiziellen“ Rebsorte, bringen sie stärker gelb gefärbte Trauben (Gelber Silvaner), rötliche Trauben (Roter Silvaner) oder  rötlich-blaue Trauben (Blauer Silvaner)  hervor.

Im vierten Flight folgten daher zwei dieser Spielarten:

2016  Sulzfelder Blauer Silvaner vom  Zehnthof Luckert in Sulzfeld

Ein fruchtiger, weicher und recht würziger straffer Silvaner mit etwas kräftigerer Säure als beim Grünen Silvaner. Die kräftigere Säure kann aber auch dadurch bedingt sein kann, dass der Wein von jüngeren Rebstöcken stammt. Der Blaue Silvaner hat auch eine offizielle Sorten-Zulassung.

2016  Sulzfelder Roter Silvaner ebenfalls vom  Zehnthof Luckert in Sulzfeld

Ein klarer, fruchtiger Silvaner mit zart herbem Tannin und präsenter Frucht, der aber nicht so würzig wie der Blaue Silvaner war.

Im letzen Flight konnten wir dann zwei Weine mit besonderem Ausbau verkosten: In diesem Fall durch Maischegärung und beim ersten Wein noch zusätzlich durch Ausbau in der Amphore.

Der 2015  „Challlenge ! Amphora K“ der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim, wurde in der Amphore maischevergoren und danach unfiltriert abgefüllt. Deshalb war er leicht trüb und hatte durch die Maischegärung eine deutlich dunklere, gelbe Farbe sowie eine kräftige Apfel- und Kräuterwürze mit leicht medizinischen Anklängen. Die bekannten Fruchtnoten des Silvaners waren hier sehr zurückhaltend und durch oxidativen Apfel-Noten überdeckt. Ein typischer Orange-Wein. Dadurch fand er nicht bei allen Verkosten Anklang.

Der zweite Wein, der 2012  Silvaner „Concord“ vom Weingut Artur Steinmann aus Sommerhausen war ebenfalls maischevergoren. Hier war aber das vollreife, sehr gesunde Lesegut sehr schonend, ohne stärker oxidative Belastung auf der Maische vergoren und dann im großen Holzfass ausgebaut worden.

Durch die schonende Maischegärung hatten wir hier einen dichten, immer noch recht fruchtigen Silvaner mit zarter, seidiger Herbe und breitem Rückgrat. Dieser Wein zeigte immer noch große Frische.

Damit endete unsere Exkursion ins Reich der „Königin der Weine“. Dank unserer Referenten konnten wir einen sehr gut ausgewählten Querschnitt an Silvanerweinen verkosten, uns einen Einblick in das gaben, was ein guter Silvaner sein kann. Er wer nicht schon durch die vorherigen Proben und unsere Weinreise nach Franken zum Liebhaber des Silvaner geworden war, der mußte es nach dieser Verkostung sein.

Wir möchten unseren Referenten ganz herzlich danken, dass sie sich der Mühe unterzogen haben, trotz Verkehrsstau auf der Autobahn zu uns zu kommen und uns diese Silvanerweine zu präsentieren.

Verfasser: Dieter

2017_08_Weinprobe Silvanerweine und Ausbauarten mit dem Silvaner Forum Probenergebnis

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