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    Oktober
    • 17

      19:00 -22:00
      17.10.2019
      Pfarrzentrum St.Marien, 3.Stock Kapellenstr.7, 51103 Köln-Kalk

      Rueda ist inzwischen die Spanische Region für Weißweine. Jahrelang
      wurden nur unbedeutende Weißweine produziert. Erst als in den 1970er
      Jahren der Weinerzeuger Marqués de Riscal aus der Rioja mit Unterstützung
      vom französischen Önologen Emile Peyaud die Rebsorte Verdejo pflanzte
      und nach modernen Verfahren Weißwein produzierte, begann der große
      Aufstieg. Unser Weinbruder Uwe Lommertin hat vor Ort für uns eine Auswahl
      getroffen.

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Weinprobe mit dem Weingut Spreitzer am 30.07.2015

Erstellt von Dieter am Sonntag 8. November 2015

Das Weingut Spreitzer gehört zu den ältesten Weingütern in Oestrich und kann auf eine Weintradition zurückblicken, die 1641begann. Seit 1997 wird das Weingut von den Brüdern Andreas und Bernd Spreitzer geführt. Die Rebfläche von ca.20 Hektar ist mit den beiden klassischen Rheingauer Rebsorten Riesling (97%) und Spätburgunder (3%) bestockt. Die Jahresproduktion beträgt etwa 150.000 Flaschen. Die besten Lagen des Weinguts sind  Oestricher Lenchen und Doosberg, Winkeler Jesuitengarten und Hattenheimer Wisselbrunnen.
Die Weinbergsböden bestehen aus  tiefgründigem Lehm und Löss, teilweise mit Quarzit-Einlagerungen. Schon 2005 stieg das Weingut mit der vierten Gault Millau Traube in Deutschlands Weinmacher-Elite auf.
Den Anfang unserer Probe machte ein 2014’er Blanc de Noir, genau richtig zum Beginn. Ein sauberer, gradliniger und fruchtiger Rosé mit feiner Säure.
Der erste Weißwein war der 2014’er Riesling „Josef Spreitzer“, der die Linie der Gutsweine nach VDP vertrat. Fruchtig, leicht cremig mit zarten Citrus-Noten und feiner, gut integrierter Säure.
Mit einem Lagenwein wurde die Probe fortgesetzt. Der 2013’er Oestricher Doosberg zeigte sich als gradliniger Riesling mit etwas mehr Säure, die aber weicher als beim später verkosteten Oestricher Lenchen war. Daher wurde der Wein auch deutlich höher bewertet als seine beiden Vorgänger.
Es folgte der 2013’er Oestricher Doosberg, „Alte Reben“, der eine deutliche  Steigerung brachte und mit Mineralität und Finesse punkten konnte.
Die zweite Oestricher Lage war das 2014’er Oestricher Lenchen, die im Vergleich zum Doosberg etwas komplexer wirkte und daher dann deutlich höher bewertet wurde.
Der Vorläufer vom Großen Gewächs im Rheingau war der Charta-Wein. Ähnlich den VDP Großen Gewächs Regularien darf auch der CHARTA Riesling erst im folgen Jahr ab dem 1. September zum Verkauf freigegeben werden. Die Voraussetzungen für eine Zulassung sind: vollreifes Lesegut aus besten Weinbergen, eine Ertragsreduzierung, ein rassiger, würziger, geschmacklich trockener, fruchtbetonter Stil und mit maximal 12 Gramm pro Liter Zucker, als klassischer Rheingauer Riesling wiedererkennbar und ein guter Speisenbegleiter. Dazu dürfen die Trauben aus verschiedenen Lagen stammen und daher kommt der Wein ohne Lagenbezeichnung.
Der 2014’er Riesling „Charta“ war recht dicht, und weicher, runder als seine Vorgänger und mit einem Hauch Muskat im Hintergrund.  Er hatte mehr Fülle, allerdings fehlte den meisten der Verkoster die Finesse eines Oestricher Lenchens und so wurde der Wein auch nur wie der Doosberg Alte Reben bewertet.
Die Krönung der trockenen Weine war der 2013‘ Hattenheimer Wisselbrunn, Großes Gewächs nach VDP, der deutlich dichter und voller als die anderen trockenen Rieslinge war, aber trotzdem eine feine Mineralik zeigte. Leider war die zweite Flasche nicht so brillant. Trotzdem wurde er der bestbewertete Wein des Abends.
Zwei halbtrockene Weine folgten. Der 2014’er Winkeler Jesuitengarten präsentierte sich als klarer, fruchtiger und harmonischer Riesling mit sehr dezenter Süße.
Der zweite Wein, das 2014’er Oestricher Lenchen, „Alte Reben“ stach durch eine schlanke, filigrane Frucht und zarte Mineralik hervor. Auch hier war die Süße sehr dezent und nicht aufdringlich.
Der erste fruchtsüße Wein kam mit dem 2014’er Riesling „101“ , der sich sehr klar, sauber und etwas fülliger präsentierte. Die zarte Süße war gut eingebunden. Dieser Riesling kam allerdings nicht an die beiden halbtrockenen Weine heran. Das gelang dann dem 2014 Oestricher Lenchen, das sich als typischer fruchtsüßer Rheingauer Riesling  mit eine feinen, nicht aufdringlichen Süße zeigte.
Den Abschluss der Probe machte das 2014’er Oestricher Lenchen „303“ Es besaß auf der einen Seite Dichte, auf der anderen aber auch eine feine Eleganz und Mineralik bei einem feinen Süße-Säure-Spiel.
So konnten wir einen interessanten Querschnitt über das Sortiment des Weinguts probieren. Herrn Bernd Spreitzer sei noch herzlich für die gekonnte Präsentation gedankt.

Verfasser: Dieter

2015_07_Probenergebnis_Weingut Spreitzer

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